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Aktueller Online-Flyer vom 18. Dezember 2017  

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Wirtschaft und Umwelt
Bei Gen-Patenten sind BASF und BAYER führend
Nicht nur Monsanto!
Von der Coordination gegen BAYER-Gefahren

Eine Recherche der Initiativen "Kein Patent auf Leben!" und "Coordination gegen BAYER-Gefahren" belegt, dass deutsche Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern der „Grünen Gentechnik“ aufgeschlossen haben. Die Gentechnik-Kritiker haben hierfür alle Zulassungs-Anträge untersucht, welche in den vergangenen zwanzig Jahren beim Europäischen Patentamt (EPA) in München eingereicht wurden.


Böse Überraschung: Genreis von BAYER
Quelle: cbgnetwork.org 
 
Von den rund 2.000 Patenten, die das EPA auf transgene Pflanzen gewährt hat, besitzt der BAYER-Konzern demnach 206, unter anderem auf Mais, Weizen, Reis, Gerste, Soja, Baumwolle und sogar auf genmanipulierte Bäume. Das Leverkusener Unternehmen liegt damit auf Platz eins - noch vor Pioneer (179), BASF (144), Syngenta (135) und Monsanto (119). Was die Zahl der beantragten Patente anbelangt, befindet sich die BASF mit 1.273 auf dem zweiten Rang nach DuPont.

• Aufstellung der Patente von BAYER: www.cbgnetwork.de/downloads/Bayer_erteilte_Patente.pdf
• Bewilligte Patente Bayer und Syngenta: www.cbgnetwork.de/downloads/Bewilligte_Patente_Bayer_Syngenta.pdf
• Bewilligte Patente BASF, Pioneer, Dow und Monsanto www.cbgnetwork.de/downloads/Bewilligte_Patente_BASF_Pioneer_Dow_Monsanto.pdf
 
Ruth Tippe von "Kein Patent auf Leben!": „Bei Pestiziden und Saatgut besitzen die zehn größten Agro-Unternehmen schon heute einen Marktanteil von über 70 Prozent. Ziel dieses Oligopols ist es, den Markt unter sich aufzuteilen und letztlich die Ernährungsgrundlagen der Menschheit zu kontrollieren. Patente auf Pflanzen und Tiere sind dabei ein zentrales Hilfsmittel.“
Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren ergänzt: „Die Einführung von herbizidresistentem Saatgut ist ein Irrweg. Innerhalb kürzester Zeit bilden sich resistente Wildkräuter, die mit immer mehr Pestiziden bekämpft werden müssen. Von den vollmundigen Versprechen der Industrie wurde keines eingehalten: weder wurde der Einsatz von Agrogiften reduziert, noch konnte die Ernährungssicherheit verbessert werden“.

Protest von Greenpeace gegen Genmais
Quelle: Greenpeace
 
In der Diskussion um gentechnisch manipuliertes Saatgut dominiert hierzulande die Kritik an Monsanto. Dabei ist das Gentechnik-Programm von BAYER kaum weniger gefährlich, im Gegenteil: das von BAYER entwickelte Pestizid Glufosinat, das in Kombination mit genmanipuliertem Saatgut angeboten wird, ist als reproduktionstoxisch klassifiziert und soll in der EU bis 2017 vom Markt genommen werden. Dies hindert BAYER jedoch nicht daran, in den USA derzeit eine neue Glufosinat-Fabrik zu bauen. „Ein typisches Beispiel doppelter Sicherheits-Standards!“, kritisiert Mimkes. Die Position der deutschen Firmen im Windschatten von Monsanto bezeichnet Mimkes als „komfortabel“, da BASF und BAYER kaum einer öffentlichen Diskussion ausgesetzt sind.
 
Um den zunehmenden Resistenzen von Wildkräutern gegen Ackergifte zu begegnen, hat die Industrie untereinander zahlreiche Patente ausgetauscht. Monsanto, DuPont, Syngenta, Dow und BAYER verwenden nun auch Verfahren der Konkurrenz und bieten Saatgut an, das gegen zwei oder gar drei Herbizide immun ist. So wurde im vergangenen Jahr eine Soja-Sorte vorgestellt, die gegen die Agrogifte Glufosinat, Glyphosat und 2,4-D tolerant ist.
 
Allein 23 Patente des BAYER-Konzerns beziehen sich auf Herbizid-Resistenzen. BAYER war erst im Jahr 2001 durch die Übernahme der Firma Aventis CropScience, die ihrerseits aus den Gentechnik-Sparten von Schering, Rhone Poulenc und Hoechst hervorgegangen war, in die erste Liga der Gentech-Anbieter aufgestiegen.
 
Unter dem Motto "March Against Monsanto" fanden am 12. Oktober fanden weltweit Demonstrationen statt, um gegen das Monopol der Gentech-Industrie zu protestieren. Die  Aufmerksamkeit war dabei nicht nur auf Monsanto gerichtet, sondern auch auf Konzerne wie BAYER und BASF, die massgeblich mit dafür verantwortlich sind, dass gentechnisch veränderte Pflanzen verbreitet werden. (PK)
 
 
Eine ausführliche Analyse finden Sie unter: www.cbgnetwork.de/5229.html
Kontakt Ruth Tippe: Tel 0173 1543409, rtippe@keinpatent.de
Kontakt Philipp Mimkes: Tel 0211 333911, info@CBGnetwork.org
 
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)
eMail        info@CBGnetwork.org
Internet     www.CBGnetwork.org
 


Online-Flyer Nr. 428  vom 16.10.2013

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Von Kostas Koufogiorgos
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