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Aktueller Online-Flyer vom 14. Dezember 2017  

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Lokales
Weil die Stadt das seit Jahren Kulturarbeit machende AZ räumen lassen will
Offener Brief an Kölns OB Roters
Vom Autononem Zentrum Köln und Jörg Detjen

"Sehr geehrter Herr Roters, sehr geehrter Herr Ott, sehr geehrter Herr Börschel, von Seiten des AZ sind wir weiterhin sehr an einer einvernehmlichen und langfristigen Lösung für das Autonome Zentrum interessiert. Allerdings herrscht bei uns der Eindruck vor, dass gerade beide Seiten auf ein Signal der jeweils anderen Partei warten, ohne selber den ersten Schritt tun zu wollen oder zu können. Eine Auflösung dieser Pattsituation ohne eine direkte Kommunikation scheint gerade nicht möglich. Vielmehr droht eine weitere Verhärtung der Fronten." Eine aktuelle Presseerklärung der Kölner LINKEN finden Sie im Anschluß an den Brief. - Die Redaktion
 
Wie wir heute auch öffentlich erklärt haben, nehmen wir die subjektive Bedrohungswahrnehmung einzelner Personen in der SPD sehr ernst. Gleichzeitig sind wir als Verhandlungsgruppe damit konfrontiert, dass innerhalb des AZ und bei seinen Sympathiesant_innen große Besorgnis bezüglich einer weiterhin drohenden Räumung besteht. Angesichts dieser Situation sind wir tatsächlich etwas ratlos.
 
Wir möchten allerdings einen Vorschlag unterbreiten, der hoffentlich dazu beitragen kann, den Bedürfnissen beider Seiten soweit gerecht zu werden, als dass überhaupt wieder Gespräche über eine vernünftige Lösung möglich sind: Wenn und solange Politik bzw. Verwaltung sich öffentlich zu einem Räumungsverzicht und zur aktiven Aufnahme ergebnisoffener und lösungsorientierter Gespräche bekennen, würde das Autonome Zentrum dazu aufrufen, auf Aktionen, die sich direkt gegen SPD und Stadt richten zu verzichten.
 
Die einzige Lösung für die derzeitige Situation sehen wir im Dialog, wenn dies hilfreich erscheint, auch unter Einbeziehung einer dritten, neutralen Partei. Wir würden uns daher über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits sehr freuen. Gerne auch kurzfristig und verbunden mit konkreten Terminvorschlägen.
Mit freundlichen Grüßen,
die Verhandlungsgruppe des Autonomen Zentrums Köln."

Nur Gespräche können Lösungen bringen

"Wir brauchen jetzt Gespräche und Lösungswege für das Autonome Zentrum statt Konfrontation“, erklärte heute der Fraktionssprecher der Kölner LINKEN, Jörg Detjen.

"Hinweise, der Mietvertrag sei ausgelaufen, sind wenig zielführend. Die SPD als Teil der Ratsmehrheit hat es jederzeit in der Hand, dieses „Hindernis“ durch einen Ratsbeschluss aus dem Weg zu schaffen. Warum lässt sich die SPD von der CDU treiben? Der Kündigungsbeschluss im Hauptausschuss kam durch Zuruf der CDU zustande, mit der absurden Begründung, dass die CDU sonst dem Ankauf der Grundstücke der Sparkasse (EU-Auflage) nicht zustimmen würde. (Die LINKE ist in diesem Ausschuss leider nicht stimmberechtigt). 

Selbst wenn man die jetzigen, unseres Erachtens falschen Planungen der Verwaltung zugrunde legte, wäre eine weitere Zwischennutzung des Autonomen Zentrums für über ein Jahr möglich. Jörg Detjen weiter: „Die Konfrontation muss abgebaut werden, indem die Fraktions- und Parteispitze der Kölner SPD direkte Gespräche mit dem Autonomen Zentrum führen. Wenn man jetzt ein Moratorium vereinbart, können Gespräche auf Augenhöhe beginnen.“ (PK)



 
 

Online-Flyer Nr. 413  vom 04.07.2013

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Von Kostas Koufogiorgos
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