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Aktueller Online-Flyer vom 17. Oktober 2017  

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Lokales
Ausstellung zum 70sten Jahrestag des "Tausend-Bomber-Angriffs"
Kriegserfahrungen in Köln ab 30. Mai 1942
Von Roland Schüler

Am 30. Mai 2012 jährt sich der "Tausend-Bomber-Angriff" auf Köln zum 70. Mal. Aus diesem Anlass zeigen das Friedensbildungswerk Köln zusammen mit DFG/VK Köln, Friedensinitiative Sülz-Klettenberg, Katholikenausschuss in der Stadt Köln, Kölner Friedensforum, Lutherkirche-Südstadt, Melanchthon-Akademie des evangelischen Stadtkirchenverbands, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Pax Christi Köln, Verein EL-DE-Haus e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Köln eine Ausstellung über die Kölner Kriegserfahrungen und fragen nach den bis heute zu spürenden Auswirkungen.
 
Der Krieg, den das nationalsozialistische Deutschland mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begonnen hatte, eskalierte zu einem rassistischen Raub- und Vernichtungskrieg in Europa. Mit den Flächenbombardements der Alliierten seit Mai 1942 kehrte die Gewalt des Krieges in die Heimat zurück. Am Beispiel vor allem privater Zeugnisse von Kölnerinnen und Kölnern wird ein Eindruck von alltäglichen, aber auch außergewöhnlichen Erfahrungen in einem Weltkrieg vermittelt, an dessen Ende mehr als fünfzig Millionen Tote gezählt wurden.
 
Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf die Erlebnisse in Köln, sondern sie fragt ebenso nach den Erfahrungen, die an der Front, in der Evakuierung oder durch Deportation gemacht wurden. Deutlich wird, wie eng verwoben »Front« und »Heimatfront« waren und wie das NS-Regime mit immer größerem Aufwand die seit 1943 bröckelnde »Heimatfront« zu stabilisieren versuchte.
 
Die Folgen des Krieges sind im öffentlichen und privaten Bewusstsein nach wie vor präsent. Tiefgreifende Umbrüche, Gewalt- und Verlusterfahrungen treten mit größerem zeitlichem Abstand deutlicher hervor und werden differenzierter betrachtet. Auch wandeln sich in der Gesellschaft und bei jeder und jedem Einzelnen die Sicht auf und der Umgang mit der Kriegsgeschichte. Was bedeutet das historische Erbe des Zweiten Weltkrieges heute?
 
Veranstaltungen:
 
Die Ausstellung ist geöffnet vom 30. Mai bis 5. Juni 2012 in der Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, 50677 Köln-Südstadt, jeweils 16 – 19 Uhr
 
Mittwoch, 30. Mai 2012, 19.00 Uhr
Eröffnung
»Zwischen den Fronten. Kölner Kriegserfahrungen 1939 – 1945«
Es sprechen:
Pfarrer Hans Mörtter (Begrüßung)
Bürgermeisterin Angela Spizig (Grußwort)
Dr. Karola Fings, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Einführung)
Lesung:
Torsten Peter Schnick (Schauspiel Köln), aus Heinrich Böll, Entfernung von der Truppe,
Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1964
Musik:
Michael Kellner, Gitarre
Benjamin Tschuschke, Klarinette
 
Dienstag, 5. Juni 2012, 19.00 Uhr
Diskussion
»Kriegserfahrungen – Wozu erinnern? Und woran?«
Es diskutieren:
Prof. em. Andreas Buro (friedenspolitischer Sprecher des Komitees für Grundrechte und Demokratie)
Dr. Martin Stankowski (Autor, Kölner)
Dr. Klaus Naumann (Historiker, Hamburger Institut für Sozialforschung)
Moderation: Anne Schulz (Kölner Friedensforum)
Anfragen bitte an:
Friedensbildungswerk Köln, fbkkoeln@t-online.de bzw. 02 21-9 52 19 45
(PK)


Online-Flyer Nr. 355  vom 23.05.2012

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