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Aktueller Online-Flyer vom 13. August 2020  

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Filmclips
Emil Carlebach
von Peter Kleinert



1914 als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie in Frankfurt/Main geboren, Gewerkschafter, Kommunist, Journalist. Erfahrungen aus Widerstand und Verfolgung in der Nazizeit und nach 1945 hat Emil Carlebach in solcher Intensität zu vermitteln wie nur noch wenige andere Überlebende des Konzentrationslagers Buchenwald.

Im Alter von 18 Jahren wurde er zehn Tage nach dem Verbot der Gewerkschaften beim Verteilen eines von ihm verfaßten Gewerkschaftsflugblatts von der SA überfallen und zu sechs Monaten Haft verurteilt. Weil er den antifaschistischen Widerstand fortsetzte und weil er Jude war, wurde er 1934 erneut verhaftet, kam 1938 ins KZ Buchenwald, wo er Mitglied der illegalen internationalen Widerstandsorganisation wurde.

Nach der Selbstbefreiung der Häftlinge kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wurde dort mit einer US-Lizenz einer der sieben Gründer der "Frankfurter Rundschau", was deren Chefredakteuren mit wenigen Ausnahmen bis heute peinlich war und bei entsprechenden Anlässen in der Regel verschwiegen wird. Mit Beginn des Kalten Krieges wurde Carlebach nämlich als Mitglied der KPD durch den US-Militärgouverneur Clay aus der Chefredaktion entfernt und durch den SPD-Mann Karl Gerold ersetzt.  Seine Vorstellungen von einer nichtkommerziellen Presse durften ebensowenig Schule machen wie die Sozialisierungsartikel in der Hessischen Verfassung, an der er als Landtagsabgeordneter mitgearbeitet hatte.

"Emil Carlebach - Kommunist
und einer der Gründer der Frankfurter Rundschau"

Ein Film von Peter Kleinert,
29 und 103 Minuten,
1998 im Auftrag von KANAL 4.
Siehe www.kaos-archiv.de

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Online-Flyer Nr. 54  vom 13. August 2020



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