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Medien
Reaktionen auf den Offenen Brief an Verleger Alfred Neven DuMont
Kein Grund, in die Defensive zu gehen
Von diversen AutorInnen

Am 24. Janaur 2012 haben wir in der NRhZ 338 einen Offenen Brief „Unterzeichnen Sie den Antikriegsappell!“ an Kölner Stadt-Anzeiger-Verleger Alfred Neven DuMont von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann veröffentlicht. Er nimmt Bezug auf den seit Anfang Januar zirkulierenden und mittlerweile von mehr als 3.000 Menschen unterzeichneten Appell „Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“ und die dagegen entfachte Diffamierungskampagne, an der auch das Verlagshaus M. DuMont Schauberg beteiligt war. Auf den Offenen Brief gab es zahlreiche Reaktionen, die wir im Folgenden wiedergeben. – Die Redaktion

Verleger Alfred Neven DuMont
Foto: Arbeiterfotografie
 
25.1.2012 08:07
habe soeben den offenen Brief von Euch an den Kölner Stadt-Anzeiger in der NRHZ gelesen. Für Euren Mut und Zivilcourage habt Tausend Dank! K.F.
 
25.1.2012 10:49
ich bin Ihnen so dankbar für Ihr Engagement. die anderen zeitungen sind natürlich nicht besser als der kölner stadt-anzeiger. es ist unerträglich und äußerst belastend zu sehen was da manipuliert wird. G.S.
 
25.1.2012 11:46
Ganz ausgezeichneter Brief. Ich bewundere Euch. E.D.
 
25.1.2012 12:28
ja mich haben die beiden Kommentare von Herrn Christian Bommarius im KStA vom 14./15. und 21./12.01, 12 auch geärgert und habe deshalb Herrn Neven-DuMont und Chefredakteur Peter Pauls am vergangenen Sonntag gefragt, ob ich einen Gastkommentar schreiben kann und den dann gleich auch mitgeschickt, mit der Bitte den bitte zu drucken. Heute ist er auf Seite 4 des KStA in voller Länge gedruckt worden. Also ab und zu geht ja doch was. F.W.
 
25.1.2012 12:48
vielen Dank für den Brief an den Verleger, er sitzt, Ihr habt ihn wunderbar formuliert. Ich weiß nichts von ihm, aber was immer er für ein Typ ist, es wird ihn nicht unbeeinflusst lassen. Ich hatte versäumt, den Appell zu unterschreiben, das habe ich gerade nachgeholt. A.V.
 
25.1.2012 12:58
Eure Besorgnis angesichts der Entwicklung der zum DuMont-Konzern gehörenden Tageszeitungen nehme ich Euch, die immer Verständigung und Glaubhaftigkeit zum Gesetz Eures eigenen Handelns mach(t)en, gern ab. Der Brief an Herrn Neven DuMont gibt mir Anlass zu folgender Anmerkung: wer jetzt weiterhin eine der zum Konzern gehörenden Tageszeitungen, (Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung, KStA) abonniert, unterstützt damit unethisches Medienverhalten und hat das allein vor seinem Gewissen zu verantworten. Wie beim Radio, so gibt es aber auch bei einer Zeitung einen Ausschaltknopf: die Beendigung eines Abonnements!
Die Frankfurter Rundschau lässt ja nicht nur den unheilvollen Bommarius erneut nachhaken, sie gibt auch dem Herrn Salzborn, Politikwissenschaftler auf einem Gastlehrstuhl an der J-v.-Liebig-Universität Giessen Raum für seine Schmäh-Artikel, Ergebnis angeblich wissenschaftlicher Arbeit. Damit zeigen die zum Konzern gehörenden Zeitungen, dass sie sich als verlängerter Arm von Propagandisten übelster Art ansehen. G.S.
 
25.1.2012 13:04
Ein cleverer Schachzug. Hoffentlich "spielt" die andere Seite auch mit und Ihr erhaltet eine Antwort. Bezeichnend finde ich, dass es in den Medien außer einigen linken Stellungnahmen keinen Kommentar zu dieser gröbsten Verletzung journalistischer Ethik gab. A.S.
 
25.1.2012 15:17
ein toller offener Brief. Endlich habt Ihr die Zeitung gekündigt, so wie wir die SZ. E.H.
 
25.1.2012 16:01
seniora.org ist stolz, zu den Erstunterzeichnern des Antikriegs-Appells zu gehören und unterstützt vollumfänglich den eindrucksvollen und eindringlichen Offenen Brief der Arbeiterfotografen. W.W.
 
25.1.2012 16:15
Ja, natürlich, überhaupt keine Frage, ihr habt vollkommen Recht, die erfolgte Hetzkampagne ist ein weiterer Schritt zum Krieg, vielleicht sogar zum III. Weltkrieg.
WAS sind das für Menschen, die dieses Geschäft betreiben, die den Untergang der Spezies Mensch bzw. der gesamten belebten Biosphäre in Kauf nehmen?
Günther Anders nannte die Zeit nach 1945 die Endzeit, weil es s.E. nach Erfindung der Atomwaffen keine andere Zeitepoche mehr geben würde - und deshalb sei es nun an uns zivilisierten Menschen zu verhindern, dass aus der ENDZEIT das ZEITENENDE wird.
Euer offener Brief, den ich sehr gut finde, wird diesen Herrn Neven-DuMont nicht erreichen und wenn, wohl kaum berühren. ... eine winzige Chance besteht nur darin, dass diese Leute auch Kinder und Enkel haben, die - wie wir alle - leben wollen inmitten von Leben, das leben will.
Vielleicht sind es ihre eigenen Kinder, die ... nur darin sehe ich Hoffnung!
Und ihr und wir - müssen weitermachen - solange wir noch die Luft zum Atmen haben - für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung unserer Erde! H.S.
 
25.1.2012 17:37
Großartig formuliert. Ich schicke heute meine Empfehlung, Grimme-Preis für die Arbeiterfotografie, an die Nominierungskommission. J.M.
 
25.1.2012 17:42
ich zolle Euch groesste Hochachtung fuer Euren eindringlichen Brief. Wisst Ihr, dass Neven DuMont einen happigen Anteil an Ha’aretz (ich glaube 20%) haelt? W.W.
 
25.01.2012 23:01 (DIE LINKE Diskussionsforum)
Liebe Leute,
ich habe vor zweieinhalb Wochen was anderes nach über 10 jahren gekündigt, nämlich den Bezug von sämtlichen ATTAC-Mailinglisten, auf denen ich noch drauf war, da ich über diese jenen Antikriegsappell bekommen habe, über den ich mich sehr geärgert habe.
Natürlich bin ich gegen Kriege gegen Syrien und Iran, falls die tatsächlich ins Haus stehen. Und bemerkenswert ist ja, dass nicht als die Furcht vor derartigen Kriegen als spinnert abgetan wird, sondern der Appell an sich. Und natürlich geht es gar nicht, dass gleich von Verbrüderung die Rede ist, wenn 2 Absätze in diesem Text fehlen. Diese Absätze wären dennoch zwingend notwendig gewesen.
In diesen Absätzen hätte drinstehen müssen, was für dreckige Scheißdikturen die Regime in Syrien und Iran sind und wieviele Menschen dort umgebracht bzw. geqüalt worden sind und noch werden. Das wäre man diesen Opfern schuldig gewesen. Es gibt trotzdem noch genug Argumente gegen Kriege gegen diese Länder, auch ohne diese Wahrheit zu verschweigen.
Ich habe seit über 20 Jahren an einigen Antikriegsdemos teilgenommen, aber ich werde mir nicht mehr antun, zusammen mit Menschen zu demonstrieren, die derartige Regime verharmlosen oder auch nur aus taktischen Gründen meinen, die grausamen Tatsachen verschweigen zu müssen.
Die Betreiber der Arbeiterfotografie (wie auch die NRhZ) haben ein weiteres Mal bewiesen, dass sie im negativen Sinne bekloppt sind. Neven DuMont wird sich mit dem offenen Brief bestenfalls den Hintern abwischen oder ihn ignorieren. Recht hat er.
Mit sozialistischen Grüßen, C.
 
26.1.2012 08:49
Auch Steinberg veröffentlicht Euren Offenen Brief mit Kommentar: http://www.steinbergrecherche.com/
Verleger Alfred Neven DuMont, Dienstherr von Dauerdiffamierer Christian Bommarius und Hexenjäger Tobias Kaufmann (freiberuflich Reiter auf Broders Achse des Guten), soll sich mit zwei bedrohten Völkern solidarisieren. Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann, NRhZ. Vielleicht tut er's ja, zumal er sich als Mitinhaber von Ha'aretz auch anständige Dienstboten hält: Amira Hass und Gideon Levy zum Beispiel. Was allerdings den Verdacht schürt, daß anständige Menschen ihm nur dienen dürfen, wenn sie einen israelischen Paß haben. Welch merkwürdiges Gebaren. G.P.
 
26.1.2012 14:21 (DIE LINKE Diskussionsforum)
Danke C. für deine klaren Worte.
Nur als Ergänzung möchte ich noch anfügen: Beachtenswert an diesem Aufruf ist nicht nur, was fehlt, sondern auch das, was drinsteht:
>>Das iranische und syrische Volk haben das Recht, über die Gestaltung ihrer >>politischen und gesellschaftlichen Ordnung allein und souverän zu entscheiden.<<
Wenn's nicht so traurig wäre, ich würde mich wegschmeißen vor lachen................. das hat man ja gesehen oh ihr Arbeiterfotografen und Freizeitdenker, z.B. 2009, als das iranische Volk über seine politische Ordnung entscheiden wollte.....................Wie zynisch kann man eigentlich sein?
Wo waren, um mal auf Syrien zu kommen, denn die Empörungswellen, als der Westen einem Typen wie Assad Gefangene anvertraute zum Zwecke von Verhörmethoden, mit denen man sich hier besser nicht erwischen lässt? Wenn aber Mutassim Gaddafis Haserl seinen Arbeitsplatz als Model bei einem Telefonriesen verliert, da wird ob einer angeblichen Zensur gegreint, weil das Model angeblich nicht mehr laut sagen darf, dass die Gaddafis "eine ganz normale Familie" seien. Diese Erkenntnis, so umwerfend schwachsinnig wie Weisheiten anderer Models, die man im Privatfernsehen täglich serviert bekommt, fand ja erst durch diese "Entlassung" (richtiger: Nichtverlängerung des Arbeitsvertrages) ihren Weg über die wundersame Welt der Fotografen und Denker hinaus in die große weite Welt, z.B. in die SZ.
Selbstverständlich ist man als Linker gegen Kriege und muss auf die doppelten Standards des Westens gegenüber Diktaturen hinweisen, aber den Despoten und Menschenschlächtern nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" da hineinkriechen, wo es warm rauskommt, das ist schon etwas sehr unterbelichtet, ihr Fotografen!
Mit sozialistischen Grüßen, A.
 
26.1.2012 17:08 - Annette Klepzig (Pax Christi)
Auch ich unterstütze den Offenen Brief von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann. Ich bitte Sie, Herrn Professsor Neven DuMont, die Vorbereitung verheerender Kriege, die letztendlich für uns alle eine Bedrohung sind nicht mit zu unterstützen. Bei allen Kriegen werden vorher systematisch Feindbilder aufgebaut um die Notwendigkeit neuer Kriege der Bevölkerung plausibel zu machen. Da kann und will ich nicht mitmachen. A.K.
 
26.1.2012 21:39
ganz herzlichen Dank für dieses vorzügliche Schreiben. Wir haben keinen Grund, in die Defensive zu gehen. B.D.
(PK)
 
Den Offenen Brief selbst finden Sie unter http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17431


Online-Flyer Nr. 340  vom 08.02.2012

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