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Aktueller Online-Flyer vom 27. Juli 2016  

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Globales
Die Informationsblockade zu Cuba durchbrechen!
Freiheit für die MIAMI 5
Von Heinz W. Hammer

Den Leser/innen der NRhZ braucht die Situation der MIAMI 5 nach 13 Jahren ungerechtfertigter US-Geiselhaft nicht mehr erklärt zu werden. Nachdem fast alle juristischen Mittel ausgeschöpft wurden, kann nur noch weltweite Solidarität Gerechtigkeit erkämpfen. Die Freundschaftsgesellschaft (FG) BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Essen, ist aktiver Bestandteil dieser internationalen Solidaritätsbewegung und hat schon zahlreiche Aktionen für die 5 Kubaner organisiert, die 1998 in Miami wegen Spionage verhaftet und 2001 zu langen Gefängnisstrafen verurteilt wurden.


 
Es geht um Antonio Guerrero (lebenslänglich plus 10 Jahre Haft; reduziert auf 21 Jahre + 10 Monate), Fernando González (19 Jahre Haft; red. auf 17 Jahre und 9 Monate), Gerardo Hernández (2 x lebenslänglich plus 15 Jahre Haft), Ramón Labañino (lebenslänglich plus 18 Jahre Haft; red. 30 Jahre), René González (15 Jahre Haft) sind längst Freunde, ja Brüder auch der Leser/innen dieser Online-Zeitung geworden. Viele von ihnen haben sicherlich bereits die entsprechenden Petitionen für deren Freilassung unterschrieben.

Die Miami 5
Quelle: Wikipedia
 
Bei den Solidaritätsaktionen werden auch ungewöhnliche Wege gegangen. So beteiligte sich die Freundschaftsgesellschaft Anfang November wieder mit einer eigenen Präsentation im Rahmen des Gemeinschaftsstandes der »Wiese e.V.« (Dachorganisation Essener Selbsthilfegruppen) an der diesjährigen Verbrauchermesse »Mode-Heim-Handwerk« in Essen. Cuba-Solidarität und Messetrubel – Geht das zusammen?

Besuch aus Cuba – VertreterInnen der cubanischen Botschaft informieren sich am Infostand der FG Essen
Fotos: FG Essen
 
Diese Frage wurde in den vergangenen Jahren schon oft gestellt und wird von den Cuba-Aktivisten der Ruhrmetropole mit einem glatten Ja beantwortet. Schließlich tun die internationalen Medienkonzerne alles, um über die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit gegen die fünf cubanischen Kundschafter (die in Miami nichts anderes verbrochen haben, als "exilcubanische" potentielle Cuba-Attentäter zu beobachten) den Mantel des Schweigens zu breiten, also aktive Zensur zu üben. Die Menschen können allerdings erst dann protestieren, wenn sie Informationen über den Fall bekommen.
 
Hier, so die FG Essen, böte sich die Messe geradezu an. Schließlich gäbe es an den 10 Messetagen 140.000 Besucher, d.h. pro Stand und Tag mehrere Tausend »Besucherkontakte«. Diese Chance, vergleichsweise viele Menschen in kurzer Zeit (und für die Angesprochenen fast immer erstmalig) über den Fall der Fünf zu informieren, nutzt die FG Essen jährlich seit 2004 mit Erfolg. In diesem Jahr wurden 4.000 Flugblätter verteilt, zahlreiche Gespräche und Diskussionen geführt und Unterschriften gesammelt.
 
Dabei gab es gab es cubanische Überraschungsgäste. Vivian Delgado Fernández, Leiterin der Botschaft der Republik Cuba, Außenstelle Bonn, kam mitsamt einer vierköpfigen Delegation ihrer diplomatischen Vertretung zu der Essener Aktion und bestärkte die Cubafreundinnen und -freunde in ihrem Engagement. Man war sich einig, dass viel mehr solcher unkonventioneller Aktivitäten nötig sind – wie bspw. die Hamburger Aktion, bei der im Zuschauerblock bei einem Fußballspiel des FC St. Pauli drei große Transparente »Freiheit für die Cuban 5!« entrollt worden waren (siehe bspw: UZ vom 11.11.2011).
 
Die weltweite Bewegung für ihre Freilassung wird nicht nachlassen, bis sie alle wieder bei ihren Familien in der cubanischen Heimat sind. Eine Bildergalerie der Essener Aktion gibt es unter www.cubafreundschaft.de (Home/FG vor Ort). (PK)
 
Heinz-W. Hammer ist Vorsitzender FG Essen


Online-Flyer Nr. 329  vom 23.11.2011

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