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Aktueller Online-Flyer vom 17. Oktober 2017  

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Filmclips
"Schneebälle im Regenwald"
Von Peter Kleinert



DschungelMeistens ist es die Profitgier von internationalen Konzernen, durch die die Regenwälder weltweit zerstört werden. Ein Beispiel zeigt unser erster  Dokumentarfilm aus Brasilien, "Ein Traum von fetter Beute": Im Einvernehmen mit der damaligen Regierung Brasiliens zerstörte der deutsche Thyssen-Konzern ein riesiges Regenwaldgebiet in Amazonien, dem größten Süßwasser- und Sauerstoffreservoir der Welt, durch unkontrollierten Erzabbau. Manchmal sind es Holzkonzerne, wie auf den Philippinen, wo sich die Ureinwohner mit Erfolg gegen einen japanischen Holzkonzern wehrten. Darüber berichtet unser Film "Die grüne Guerilla". Häufig aber ist es bittere Armut, die, wie in Brasilien, Slum-Bewohner der Großstädte in den Regenwald treibt, wo sie als Kleinbauern zu überleben versuchen.

1985 besetzten drei Dutzend Männer aus allen Landesteilen ein 400 Hektar großes Areal nicht genutztes Land in Amazonien, das dem mächtigen Großgrundbesitzer Mutrán gehörte. Nach vier Jahren bewaffneter Auseinandersetzungen gab Goliath auf. Die brasilianischen Davids hatten gewonnen und konnten ihre Familien aus den Slums nachholen. Zunächst sahen sie keine andere Möglichkeit zu überleben, als die Zerstörung des Waldes durch Brandrodungen, um Felder für ihre Familien anzulegen. Dann aber bekamen sie Kontakt zur Universität von Belém, wo der deutsche Wissenschaftler Thomas Mitschein - unterstützt von UNICEF - das Projekt "Armut und Umwelt in Amazonien", "Pobreza e Meio na Amazonia" (POEMA) (portugiesisch: Gedicht) entwickelte.

Die Bewohner des Dorfes Novo Paraiso (Neues Paradies) lernten im Rahmen des Projektes, nach dem Vorbild der Indianer die Anbaumethoden im Regenwald zu verändern, um ihre Ernährungssituation zu verbessern und den empfindlichen Boden zu schonen. Durch die umweltbewusste Verarbeitung von Naturprodukten konnten die Kleinbauern sogar Kleinproduzenten werden und ein wenig dazuverdienen.

"Schneebälle im Regenwald" - von Rainer Osnowski, Auftraggeber: WDR und Bundeszentrale für politische Bildung, 1993, Länge: 29 und 46 Minuten, Produktion: KAOS Film- und Video-Team Köln. Weitere Informationen: www.kaos-archiv.de

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Online-Flyer Nr. 305  vom 17. Oktober 2017



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