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Aktueller Online-Flyer vom 22. März 2017  

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Lokales
"Menschen statt Mauern – für ein Europa ohne Jugendgefängnisse“
Spendenaufruf für die Ausstellung
Von Klaus Jünschke

Im Frühjahr 2007 sind wir mit unserer Ausstellung "Menschen statt Mauern – für ein Europa ohne Jugendgefängnisse“ erstmals an die Öffentlichkeit getreten. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Zelle in Originalmaßen und mit einer Inneneinrichtung, wie sie in der Jugendabteilung der JVA Köln üblich ist. Vermittelt werden soll damit, dass Jugendliche nicht in so einem Raum festgehalten werden sollen. Diese Zelle ist kein pädagogischer Ort. Schon in der Weimarer Republik sagte der damalige Justizminister Gustav Radbruch: „Wir brauchen keine besseren Gefängnisse, sondern etwas Besseres als das Gefängnis.“ Schirmherr der Ausstellung ist der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum, der bei fast allen Ausstellungseröffnungen anwesend war und gesprochen hat.


Initiator Klaus Jünschke nach Eröffnung der Ausstellung in der Kölner Uni
NRhZ-Archiv
 
Gewidmet ist die Ausstellung dem verstorbenen Leiter der JVA Köln, Jörn Foegen, weil er sich Gedanken über den Abbau der Zahl der Zellen gemacht hat. Er betonte, dass er kein Klinikdirektor sei und verwies darauf, dass eine an Leidverminderung orientierte Drogenpolitik dazu führt, dass er jede dritte Zelle schließen könnte.
 
Nachdem wir jetzt vier Jahre mit der Ausstellung hauptsächlich in Köln und Nordrhein-Westfalen unterwegs waren, wollen wir sie ein letztes Mal da zeigen, wo wir im April 2007 gestartet sind: im Kalk-Karree.


Foto von unserer Ausstellung, als wir im April 2007 damit im Kalk-Karree loslegten.
Quelle: www.jugendliche-in-haft.de
 
Um die Ausstellung zu lagern, mussten wir eine Garage für 900 Euro im Jahr mieten. Für den Transport der Ausstellung müssen wir einen kleinen LKW für 200 Euro mieten und für den Aufbau und den Abbau selbst sind vier Leute mit insgesamt weiteren 400 Euro zu bezahlen. Im Kalk-Karree fällt außerdem eine Miete von 200 Euro an.
 
Da diese Summen unseren kleinen Verein überfordern, bitten wir um Spenden auf unser Haftvermeidungskonto 7042002 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 37020500). Wenn genügend Spenden eingehen, müssen wir die Ausstellung im Sommer nicht entsorgen, sondern könnten sie weiter für öffentliche Veranstaltungen bereit halten. Spenden an uns sind steuerlich absetzbar. Für jede Überweisung mit Namen und Adresse wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt. (PK)

Klaus Jünschke hat diesen Text für das Projekt "Haftvermeidung" des Kölner Appell gegen Rassismus e.V. geschrieben. Projekt-Homepage: www.jugendliche-in-haft.de
Zusammen mit Christiane Ensslin und Jörg Hauenstein hat er das Buch "Pop Shop – Gespräche mit Jugendlichen in Haft“ herausgegeben, das im konkret-Verlag erschien: 240 Seiten, gebunden mit zahlreichen Fotos, 20 Euro, ISBN 978-3-89458-254-8
 
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12820
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15128
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15209

Online-Flyer Nr. 298  vom 20.04.2011

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