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Aktueller Online-Flyer vom 21. Oktober 2017  

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Wirtschaft und Umwelt
Stiftung übergibt "Black Planet Award 2010" auf der Hauptversammlung
"ethecon"-Schmähpreis in London an BP
Von Bettina Schneider

Am kommenden Donnerstag, 14. April, werden in London mehrere Vertreter der "ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie" den Internationalen ethecon-"Black Planet Award 2010" an den BP-Konzern übergeben. Dies geschieht im Rahmen der ersten BP-Aktionärshauptversammlung nach der von dem Konzern verschuldeten Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Kurz vor dem Jahrestag der Explosion der Deepwater Horizon-Ölplattform will ethecon mit der Übergabe des Schmähpreises an die Verantwortung des BP-Konzerns erinnern.


BP-Katastrophe auf der Deepwater Horizon-Ölplattform vor einem Jahr
Quelle: www.lobbycontrol.de/
 
Auf Initiative von ethecon haben bereits in Kooperation mit dem "Gulf Coast Fund" auch mehrere betroffene Fischer aus der Region an einer Informationsveranstaltung am Abend des 12. April teilgenommen und werden ebenfalls tags darauf an der Hauptversammlung teilnehmen. Ebenfalls vor Ort sein wird die amerikanische Umweltaktivistin und ethecon Blue Planet Preisträgerin Diane Wilson, die für ihre Protestaktionen gegen BP und die Ölpest im vergangenen August zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt worden ist.
 
Beim Informationstreffen, das gemeinsam mit dem UK Tar Sands Network, Greenpeace und anderen britischen und kanadischen Umweltorganisationen veranstaltet wurde, war die Presse eingeladen und hatte die Möglichkeit zu Interviews mit dem ethecon-Vorstand Axel Köhler-Schnura, der Blue Planet Preisträgerin Diane Wilson und den Fischern Tracy Kuhns, Mike Roberts und Byron Encalade.
 
Seit 2006 verleiht "ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie" jährlich zwei Preise. Der internationale Positiv-Preis "Blue Planet Award" würdigt außerordentlichen Einsatz zum Erhalt und zur Rettung des "Blauen Planeten". Der internationale Schmähpreis "Black Planet Award" prangert herausragende Verantwortung für den Ruin und die Zerstörung des "Blauen Planeten" an. Mit den Positivpreisen hat ethecon in den vergangenen Jahren Diane Wilson/USA (2006), Vandana Shiva/Indien (2007), José Abreu und Hugo Chávez/Venezuela (2008), Uri Avnery/Israel (2009) sowie Elias Bierdel/Österreich (2010) ausgezeichnet. Die Schmähpreise gingen bisher an die EigentümerInnen bzw. AktionärInnen und das verantwortliche Management der Konzerne Monsanto/USA (2006), Nestlé/Schweiz (2007), Blackwater (Xe)/USA (2008), Formosa Plastics Group/Taiwan (2009) und BP/Großbritannien (2010).
 
ethecon ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen "von unten", die sich mit ihren derzeit 19 StifterInnen und dem Leitmotiv "Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!" in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht. Die noch junge Stiftung finanziert sich über Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften. Ihre Stifter und Förderer sind überzeugt davon, dass sich nur mit der Entwicklung und Durchsetzung umweltgerechter und menschenwürdiger Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle drohende ökologische und soziale Katastrophen abwenden lassen werden. Deshalb arbeitet die Stiftung mit Vision und Perspektive, weit über den Generationenwechsel hinweg. (PK)

 
Siehe hierzu einige frühere NRhZ-Artikel unter
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15550
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14536
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14481
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11725
 
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Online-Flyer Nr. 297  vom 13.04.2011

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