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Inland
Warum keine Aufwindkraftwerke anstatt AKW-Laufzeiten zu verlängern?
Mehr als heiße Luft
Von Dr. Stefan Spaarmann
Ein lesenswertes Zitat aus einer Pressenotiz der Ruhruniversität Uni Bochum (RUB) über eine Tagung zu Aufwindkraftwerken (1): „Konkurrenzfähig mit Kohle-, Öl-, Gas- und Kernenergie sind die Aufwindkraftwerke allemal, da die Baukosten geringer und die Lebensdauer mit über 100 Jahren doppelt so lang ist.“ – Deshalb wünschte sich auf dieser Tagung Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Niemann: „Konkrete Bauvorhaben für Aufwindkraftwerke gibt es derzeit nicht, es wäre schön, wenn man recht bald ein Projekt mit 500-Meter Turm realisieren würde, um Erfahrungen mit dem Bau zu sammeln.“

Aufwindkraftwerk im spanischen
Manzanares - Quelle:
Der Grund für die Hoffnung des emeritierten Inhabers des Lehrstuhls für Windingenieurwesen und Strömungsmechanik an der RUB: Die solare Aufwindtechnologie – Solar Chimney Power Technology – sei eine interessante Option. Die Sonne erhitzt die Luft unter einem gigantischen Glasdach über idealerweise dunklem Boden. Die heiße, leichte Luft will nach oben entweichen und muss dabei den Weg durch einen sehr hohen Kamin nehmen. Auf ihrem Weg treibt sie Turbinen an und erzeugt so Strom. „Im Grunde handelt es sich somit um ein Windkraftwerk, angetrieben von einer solar erzeugten Luftströmung“, so Prof. Niemann. Die Hauptbestandteile der benötigten Baustoffe – Beton und Glas – sind in allen Wüsten der Erde vorhanden.
Konkurrenzfähig mit Kohle- und Atomstrom
Die Technik dieser Kraftwerke sei robust und weitgehend wartungsfrei, die Entwurfs-Lebensdauer von über 100 Jahren garantiert niedrige Stromgestehungskosten. „Die Kilowattstunde Strom könnte in den ersten 25 Jahren, in denen die Baukosten wieder hereinkommen müssen, etwa 12 bis 18 Cent abhängig von der Größe des Aufwindkraftwerks kosten, danach nur noch rund zwei Cent“, schätzt Prof. Niemann. „Damit ist der Preis absolut konkurrenzfähig mit Kernkraft- und Kohlestrom, die je unter fünf bzw. unter sieben Cent pro Kilowattstunde liegen.“ Die Baukosten für ein Aufwindkraftwerk mit einem 500-Meter-Turm, einem Kollektor von ca. zwei Kilometern Durchmesser und einer Leistung von etwa 20 Megawatt schätzt er auf rund 150 bis 200 Mio. Euro. Zum Vergleich: Der Bau eines Kohlekraftwerks mit 1.200 Megawatt Leistung kostet rund 1,2 Mrd. Euro, die Lebensdauer beträgt etwa 50 Jahre.

Diplomphysikerin Angela Merkel
Die Bundeskanzlerin - sie hat die Richtlinienkompetenz im Lande, und damit eine große Verantwortung - kann nicht alles wissen, was in den Instituten „ihres Lan- des“ erarbeitet wird. Aber ihre Berater, die sucht sie sich aus. Wenn ein Konzern von ihr Unterstützung will, dann springen sie eilfertig aus dem Vorzimmer herbei. Oder hat jemand davon gehört, dass sie sich kürzlich vor ihrer Entscheidung für Atom auch für Energieerzeugungsprojekte inter-essiert hat, die nicht im Interesse eines Konzerns lagen? War Bochum für sie zu weit weg? Fragt sie manchmal auch Um- weltschutzverbände, oder lieber nur Herrn Ackermann? Dafür gibt es keine Ausreden.
Ein Video zum Thema finden Sie hier:http://www.wdr.de/themen/wissen/1/energie_der_zukunft/beitrag.php?l=3&b=1
Dr. Stefan Spaarmann ist Diplomphysiker
Online-Flyer Nr. 278 vom 01.12.2010
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Inland
Warum keine Aufwindkraftwerke anstatt AKW-Laufzeiten zu verlängern?
Mehr als heiße Luft
Von Dr. Stefan Spaarmann
Ein lesenswertes Zitat aus einer Pressenotiz der Ruhruniversität Uni Bochum (RUB) über eine Tagung zu Aufwindkraftwerken (1): „Konkurrenzfähig mit Kohle-, Öl-, Gas- und Kernenergie sind die Aufwindkraftwerke allemal, da die Baukosten geringer und die Lebensdauer mit über 100 Jahren doppelt so lang ist.“ – Deshalb wünschte sich auf dieser Tagung Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Niemann: „Konkrete Bauvorhaben für Aufwindkraftwerke gibt es derzeit nicht, es wäre schön, wenn man recht bald ein Projekt mit 500-Meter Turm realisieren würde, um Erfahrungen mit dem Bau zu sammeln.“

Aufwindkraftwerk im spanischen
Manzanares - Quelle:
www.buch-der-synergie.de/
Der Grund für die Hoffnung des emeritierten Inhabers des Lehrstuhls für Windingenieurwesen und Strömungsmechanik an der RUB: Die solare Aufwindtechnologie – Solar Chimney Power Technology – sei eine interessante Option. Die Sonne erhitzt die Luft unter einem gigantischen Glasdach über idealerweise dunklem Boden. Die heiße, leichte Luft will nach oben entweichen und muss dabei den Weg durch einen sehr hohen Kamin nehmen. Auf ihrem Weg treibt sie Turbinen an und erzeugt so Strom. „Im Grunde handelt es sich somit um ein Windkraftwerk, angetrieben von einer solar erzeugten Luftströmung“, so Prof. Niemann. Die Hauptbestandteile der benötigten Baustoffe – Beton und Glas – sind in allen Wüsten der Erde vorhanden.
Konkurrenzfähig mit Kohle- und Atomstrom
Die Technik dieser Kraftwerke sei robust und weitgehend wartungsfrei, die Entwurfs-Lebensdauer von über 100 Jahren garantiert niedrige Stromgestehungskosten. „Die Kilowattstunde Strom könnte in den ersten 25 Jahren, in denen die Baukosten wieder hereinkommen müssen, etwa 12 bis 18 Cent abhängig von der Größe des Aufwindkraftwerks kosten, danach nur noch rund zwei Cent“, schätzt Prof. Niemann. „Damit ist der Preis absolut konkurrenzfähig mit Kernkraft- und Kohlestrom, die je unter fünf bzw. unter sieben Cent pro Kilowattstunde liegen.“ Die Baukosten für ein Aufwindkraftwerk mit einem 500-Meter-Turm, einem Kollektor von ca. zwei Kilometern Durchmesser und einer Leistung von etwa 20 Megawatt schätzt er auf rund 150 bis 200 Mio. Euro. Zum Vergleich: Der Bau eines Kohlekraftwerks mit 1.200 Megawatt Leistung kostet rund 1,2 Mrd. Euro, die Lebensdauer beträgt etwa 50 Jahre.
Dazu gibt es noch viel mehr zu sagen, z.B. dass die Dimensionen keineswegs so gigantisch sein müssen, und, was jeder sofort begreift, das Aufwind-Prinzip funktioniert nicht nur in der Wüste, sondern ist auch für die Senkung des Heizenergieverbrauchs von Gebäuden ohne den Umweg über die Stromerzeugung direkt nutzbar. Um es bildlich auszudrücken: mit dem „Frühbeet an der Fassade“ oder mit „transparenter Wärmedämmung“. So lässt man die Sonne auch durch die Wände ins Haus, die Überdämmung dagegen sperrt sie aus. Das macht nur Sinn im Polarwinter, da sie dann nicht scheint.
Projekte wie Aufwindkraftwerke und viele andere, die ebenfalls nicht gefördert werden, lassen den Optimismus entstehen, den man braucht, um es in dieser von Dummheit, Ignoranz und Börsenkursen geprägten Welt aushalten zu können.

Diplomphysikerin Angela Merkel
NRhZ-Archiv
Eine weitere Fehlhandlung nach dem Atomenergiebeschluss für Deutschland bahnt sich an: Energieeinsparen ist vernünftig, aber nun möchte man am liebsten Hausbesitzer und Mieter zwingen, nicht vorhandenes Geld im Interesse der Dämmstoffindustrie in Überdämmung zu stecken. Obwohl das deutsche Energieeinsparkonzept für Gebäude der Physik insofern widerspricht, als es einen technisch falschen Weg (Lufterwärmung und daher Luftdichtheit statt Wandtemperierung ohne absolute Luftdichtheit) vorschreibt, dass es den Infrarot-Strahlungsanteil in der Wärmebilanz der Wände ignoriert, wie oben geschildert. Ist denn hinnehmbar, dass Bürger und Architekten zunehmend ihrer Entscheidungsfreiheit beraubt werden, als wären sie Trottel? Hat die neue Glühbirnenverbotsmentalität etwas mit Demokratie oder Fortschritt zu tun? Sollen wir ein solches Europa bejubeln? Haben wir nicht in der DDR erlebt, wohin es führt, wenn man die Bürger zum vermeintlichen „Glück“ zwingt?
Verordnung im Sinne der Konzerne durchgedrückt
Das persönliche Konto der „Physikerin“ wächst immer mehr an. Nicht zu vergessen ist. dass der Ärger, den immer mehr Bürger mit der 26. Bundesimmissionschutzverordnung haben, weil sie durch die permanente Strahlung der Mobilfunk-Basisstationen aus ihren eigenen Häusern vertrieben und somit indirekt zwangsenteignet werden, nur mit Nicht-Beschäftigung mit quantenphysikalischen Zusammenhängen zwischen Strahlung und lebender Materie im Studium erklärbar ist. Vollkommen unverständlich, oder will sie es nur nicht wissen?
Frau Dr. Merkel hat die Verordnung 1996 durchgedrückt, so wie es die Konzerne wünschten - ohne Vorsorgeprinzip. Ist seitdem die Zeit stehen geblieben? Komisch, es gibt angeblich keine neuen Erkenntnisse. Überall sonst werden immer strengere Forderungen an den Umweltschutz gestellt, die Immissionen minimiert. Hier nicht, das fällt dem Dümmsten auf. Ist es klug, als Physikerin nach so vielen Jahren auf der total überholten Wissenschaft des 19 Jahrhunderts basierende Gesetze zu tabuisieren, obwohl offensichtlich ist, dass damit nur aus kurzsichtigen Interessen heraus der Wettbewerb um die Verminderung der Strahlenbelastung blockiert wird? Innovationsfeindlichkeit ist tödlich für ein Land wie unseres. Sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerung werden hier veralbert, bis ihnen der Kragen platzen wird.
Überall spielen die Naturwissenschaften eine große Rolle, aber was passiert, wenn jemand ins Amt kommt, der alles Gelernte verdrängt und Macht vor Verantwortung gestellt hat? Dann werden Entscheidungen getroffen, an die die Bürger bei der nächsten Wahl unbedingt denken sollten. Der Schaden ist sonst immer schwieriger wieder gut zu machen. (PK)
Ein Video zum Thema finden Sie hier:http://www.wdr.de/themen/wissen/1/energie_der_zukunft/beitrag.php?l=3&b=1
Dr. Stefan Spaarmann ist Diplomphysiker
Online-Flyer Nr. 278 vom 01.12.2010
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