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Aktueller Online-Flyer vom 11. Dezember 2017  

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Filmclips
Hitlers Lobsinger
Von Peter Kleinert



Hitlers LobsingerKarlheinz Deschner, 1924 in Bamberg geboren, im Krieg Soldat, studierte Jura, Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Über seine literarischen, literatur- und kirchen-kritischen Werke siehe auch unseren Dokumentarfilm „Im Grunde bin ich ein aus lauter Zweifeln bestehender gläubiger Mensch” und die Reportage "Ketzerverbrennung” in unserem KANAL 4-Magazin „Z” 11/94.

In zwölf Folgen zu je knapp zehn Minuten unter dem Serientitel „Mit Gott und den Faschisten" beweist Deutschlands bedeutendster Kirchenkritiker, daß die „Stellvertreter Gottes” im Vatikan, von Leo XIII. bis Pius XII. wesentlich zur Herrschaft des Faschismus in Italien, Spanien, Deutschland und Jugoslawien und damit zu den politischen Katastrophen und zum Völkermord im 20. Jahrhundert beigetragen haben. Über die Haltung von Benedikt XVI. zum Faschismus hat Gerhard Feldbauer in seinem Buch über „unseren deutschen Papst“ Wissenswertes veröffentlicht. Teil 1 des Vorabdrucks finden Sie in dieser NRhZ-Ausgabe.

In Folge VIII unserer Fernsehserie beschreibt Deschner, wie prominente Theologen und Politiker sich begeistert zu Hitler und seiner Bewegung bekennen. So Karl Adam, der noch 1940 bekennt: „Um des Gewissens willen dienen wir dem neuen Reich mit allen unseren Kräften, mag kommen, was will. ” So Theodor Heuß, der schon 1932 in seinem Buch „Hitlers Weg" dessen „lautere Beweggründe”, „Aufrichtigkeit” und „fabelhafte Leistung" rühmt, obwohl er weiß, daß „Köpfe rollen” würden. Konsequent zeichnet Heuß als Bundespräsident Karl Adam 1951 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz aus und erhält selbst wie Hitler-Lobsinger Adam den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Die Bischöfe wollen da nicht zurückstehen. Hitlers Gegner in den Zuchthäusern und KZs wollen sie durch geistlichen Beistand "zur inneren Umstellung und Besserung" veranlassen. Bischof Berning von Osnabrück bejubelt anläßlich des Besuchs der Emsland-KZs die dort geleistete „Aufbauarbeit des Dritten Reiches”. Protestiert wird nur gegen die Beschneidung eigener Ansprüche aus dem Konkordat und – von Graf Galen – gegen die Vernichtung von psychisch Kranken.

Autor: Karlheinz Deschner, Auftraggeber: Kanal 4, 1992, 8,30 min, Regie: Peter Kleinert und Marianne Tralau, Kamera: Tom Kaiser, Ton: Lars Klietsch, Stephan Thonett, Schnitt: Peter Kleinert, Produktionsleitung: Peter Kleinert. Bestellungen möglich über www.kaos-archiv.de

NRhZ-Leser können die komplette Serie für 19,95 Euro beim KAOS Kunst- und Video-Archiv für den privaten Gebrauch bestellen: info@kaos-Archiv.de

Brief von L.L., Küps: Obwohl ich sämtliche diesbezügliche Bücher von Herrn Deschner besitze und sorgfältig gelesen habe, verfolge ich mit gleichem Interesse die jeweiligen Sendungen über die „Politik der Päpste im 20. Jahrhundert”. Nur die späte Sendezeit ist sehr bedauerlich. Ich meine, das, was er zu sagen hat, hätte eine wesentlich günstigere Sendezeit verdient.

Brief von R.T.S., Kelkum: Könnten Sie mir netterweise mitteilen, welchen Glaubensbekenntnisses Herr Deschner ist?
(PK)

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Online-Flyer Nr. 236  vom 11. Dezember 2017



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