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Aktueller Online-Flyer vom 26. August 2016  

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Inland
Mediziner: „Impfstoff ein höheres Risiko als die Schweinegrippe selbst“
Warnung vor Pandemrix®
Von Peter Kleinert

„Die Schweinegrippe breitet sich in Deutschland rasant aus“, behauptete am Dienstag die Rheinische Post, denn: „Die Welle hat jetzt begonnen", so laut RP der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker. Wegen des deutlich früheren und rascheren Anstiegs der Fälle von Schweinegrippe im Vergleich zur saisonalen Influenza sei Eile bei der Vorbeugung geboten. Im Gegensatz zu ihm warnt der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner (dbu) nachdrücklich vor dem „Impfstoff für das Volk“.

„Die Welle hat jetzt begonnen" - Prof. Dr. Drs.
 h.c. Jörg Hinrich Hacker
Quelle: http://www.rki.de/ Reinhilde Merkert
Trotz der Panikmache von Medien und Bundesregierung, die für den „Impfstoff für das Volk“ Milliarden bereitgestellt hat (für die Kommandierenden gibt’s bekanntlich einen weniger risikoreichen), trotz Robert-Koch- und Paul-Ehrlich-Institut, das - wie der Impfstoff-Hersteller selbst mit Unbedenklichkeitsbeteuerungen um sich wirft, äußern die dbu-Mediziner „ernsthafte Bedenken“ gegen den von Berlin für die breite Masse zur Verfügung gestellten Pandemieimpfstoff „Pandemrix®“ des weltweit zweitgrößten britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK).
 
Konzernumsatz stieg um 15 Prozent
 
GSK, dessen Wurzeln in einer 1715 in London eröffneten Apotheke zu finden sind, wirbt auf der Internetseite seiner Münchener Tochter mit dem Hinweis, man gehöre „zu den weltweit führenden forschungsorientierten Gesundheitsunternehmen“. Bereits „seit sich der Vogelgrippevirus H5N1 weltweit verbreitet“ habe, arbeite GSK „mit Regierungen und Behörden zusammen“, um „die Versorgung auch im Falle einer Pandemie zu garantieren“. Im Zusammenhang mit der Schweinegrippe und deren H1N1-Virus habe das Unternehmen „eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um die bestehenden Lagerbestände zu optimieren und die Produktionskapazitäten zu erhöhen“. Ergebnis: Die starke Nachfrage nach dem Impfstoff - zunächst in den USA - trieb den Umsatz um 15 Prozent auf 6,76 Milliarden Pfund nach oben, und der Aktienkurs steigt rasant.
 
Erhebliche Gesundheitsrisiken
 
„Pandemrix® stellt wegen fehlender Sicherheitsnachweise ein erhebliches Gesundheitsrisiko bei Massenimpfungen dar. Wegen der Haftungsfreistellung des Herstellers durch die Bundesregierung liegt das Risiko von Nebenwirkungen und/oder bleibenden Schäden durch den Impfstoff letztlich beim Patienten“, warnt der dbu vor dem GSK-Produkt. Nicht nur wegen des „bisher eher milden Verlaufs der Schweinegrippepandemie“ warnen die Umweltmediziner vor der Pandemievaccine Pandemrix®. Es bestünden vielmehr „erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffes“. In der Zulassungsphase sei „ein Impfstoff mit einem um 40% höheren Anteil an Virusantigen (5,25 µg) als die jetzt ausgelieferte Vaccine (3,75 µg) getestet“ worden. Daher bestehe „noch kein eindeutiger Konsens, ob die Impfung einmalig oder zweimalig pro Saison erfolgen solle.


Profit für Roche durch “Vogelgrippe“ und jetzt für GlaxoSmithKline durch “Schweinegrippe“-Impfungen
NRhZ-Archiv
 
Es bestehen auch „erhebliche Zweifel an der Unbedenklichkeit des adjuvantierten Wirkverstärkers, da dieser erstmals verwendet wird. Der Impfstoff enthält 27,4 mg AS03, eine Emulsion aus Polysorbat, Squalen und Tocopherol. Ausreichende Studien dazu fehlen, da in der Erprobungsphase als Surrogatkriterium lediglich der Aufbau von Antikörpertitern bestimmt wurde und nicht etwaige Nebenwirkungen“.
 
Auslöser des Golf-Krieg-Syndroms
 
Der Hersteller und amtliche Stellen verschweigen laut dbu, dass Squalen (eine Substanz aus Haifischleber, aber auch im Olivenöl enthalten), im Gegensatz zur Aufnahme durch den Mund, „bei subkutaner oder intramuskulärer Anwendung ein proinflammatorisches immunaktivierendes Immunogen ist“. Dadurch könnten Autoimmunkrankheiten provoziert und bereits bestehende aktiviert werden. Squalen, so die dbu-Mediziner, „wird mit der Entstehung eines Guillan-Barré-Syndroms (GBS) in Zusammenhang gebracht und gilt heute als der Auslöser des Golf-Krieg-Syndroms (GWS). In Tierversuchen hat Squalen das Krankheitsbild einer rheumatoiden Arthritis ausgelöst“. Eine impfbedingte Bildung von Squalen-Antikörpern löse an den Membranen chronische Entzündungen aus, die Erkrankungen wie GWS, aber auch degenerative Nervenerkrankungen wie MS, ALS, CIDP und GBS erklären würden.


Cartoon: Kostas Koufogiorgos  
 
Auch die Auslieferung des Impfstoffes in Mehrfachdosenampullen wird von den Medizinern abgelehnt: „In Einzeldosenampullen wären Quecksilber haltige Konservierungsstoffe wie das in Pandemrixthaltene Thiomersal überflüssig. Auch Quecksilber löst erwiesenermaßen Autoimmunkrankheiten aus.“   
 
Völlig unverständlich sei vor allem aber: „Da der Impfstoff weder an Kleinkindern noch an Schwangeren erprobt wurde (Einspruch der Ethikkommission), stellt die Forderung, gerade diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe in der ersten Impfphase bevorzugt zu impfen, einen unzulässigen Feldversuch dar.“ Und für Umweltpatienten und Immunsupprimierte (z.B. AIDS) stelle der Impfstoff ein höheres Risiko als die Schweinegrippe selbst dar.
 
Fehlentscheidung der Bundesregierung
 
GlaxoSmithKline ist laut Vertrag mit der Bundesregierung weitgehend von der Haftung freigestellt. Im Falle eines Impfschadens würde der betroffene Impfling statt gegen GSK gegen die Regierung und somit gegen den deutschen Staat klagen müssen, ein im Regelfall aussichtsloses Unterfangen. Um nicht selbst in die Haftungsfalle zu geraten, müsse der die Impfung durchführende Arzt den Patienten über alle Risiken der Impfung und des Impfstoffes sorgfältig aufklären. Auch der Hinweis darauf, dass andere risikoärmere Impfstoffe in Europa existieren, diese aber wegen der Fehlentscheidung der Bundesregierung für die deutsche Bevölkerung zur Zeit nicht zur Verfügung stehen, sollte in diesem Aufklärungsgespräch nicht fehlen.
 
Fazit des dbu-Vorstands: „Aus allgemeinmedizinischen und umweltmedizinischen Überlegungen heraus rät der dbu dringend von der Durchführung einer Impfung mit Pandemrix ab!“
 
Paul-Ehrlich-Institut Lüge vorgeworfen
 
Beim Paul-Ehrlich-Institut in Langen, auf dessen Gutachten zugunsten des GSK-Konzerns sich die Bundesregierung stützt, bekam dessen Sprecherin Dr. Susanne Stöcker in einem Offenen Brief des Paderborner Internisten Dr. med. Jürgen Seefeldt schwere Vorwürfe zu lesen. Sie war im Westfalen-Blatt mit den Worten zitiert worden, „die Schutzimpfung gegen die Neue Grippe ist unbedenklich...". Reaktion des Paderborner Facharztes: „Ich möchte Sie dringend ersuchen, diese infame Lüge zu unterlassen! Sie sind in dieser Aussage durch von mir unten genannte Medline-gelistete Aufsatz-Literatur inhaltlich damit einer Falschaussage überführt.“
 
Seefeldts dann folgenden Vorwürfe decken sich weitgehend mit denen der dbu-Mediziner. Sein Fazit: „Sie sollten also im Interesse der Bevölkerung derartige Falschaussagen in Zukunft unterlassen und lieber Ihre Kraft und Energie darauf verwenden, Squalen- und Quecksilberfreie Schweinegrippe-Impfstoffe herzustellen. Dass dies technisch möglich ist, beweisen die USA, wo in Einzelampullen kein Thiomersal und damit kein Quecksilber enthalten ist. Auch Squalen ist in den ganzen USA nicht in Schweinegrippe-Impfstoffen enthalten!“
 
Werbung für Pharmakonzerne
 
Bereits in NRhZ 196 vom 6.5.2009 hatten wir gefragt: „Warum betreiben Politik und Medien Panikmache mit der "Schweinegrippe"?“ Die Antwort war damals wie heute offenbar immer noch gültig: „Werbung für Pharmakonzerne“. Im Mai hatten ARD-Tagesschau, ZDF-Heute und  Morgenmagazin erst einmal das durch die “Vogelgrippe“ bekannt gewordene Tamiflu des Schweizer Pharmakonzerns Roche immer wieder unübersehbar als Impfstoff gegen die “Schweinegrippe“ ins Bild gestellt. Da kannten sie das Pandemrix® von GlaxoSmithKline offenbar noch nicht. Tamiflu hatte Roche 2003 bis 2006 mit Hilfe der von Politik und Medien geschürten Angst vor der “Vogelgrippe“ Milliardenumsätze und G.W. Bush’s Kriegsminister Donald Rumsfeld eine runde Million Dollar mehr Vermögen eingebracht. Der ehemalige Pentagon-Chef profitierte von seiner Beteiligung an dem US-Biotech-Unternehmen Gilead Science, dessen Vertrieb Roche gegen kräftige Lizenzgebühren übernommen hatte (siehe http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13739). Nun ist die Medienwerbung dank Bundesregierung, Robert-Koch- und Paul-Ehrlich-Institut auf Pandemrix® umgestiegen. Und die Eigentümer und Aktionäre von GlaxoSmithKline können sich freuen (PK)  

Online-Flyer Nr. 222  vom 04.11.2009

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