NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 18. Oktober 2017  

zurück  
Druckversion

Sport
Totgeglaubte leben länger: 1.FC Saarbrücken erhöht auf fünf Punkte
„Wölfinnen“ verputzen Rotkäppchen
Von Bernd J.R. Henke

Der VfL Wolfsburg gewann gegen den FC Bayern München 4:0 (3:0) und feierte damit den zweiten Erfolg in Serie. Die „Wölfinnen“ haben aber ebenso wie die Bayern zehn Punkte auf dem Konto und zogen in der Tabelle aufgrund des besseren Torverhältnisses an ihren Münchner Kontrahentinnen vorbei. Die Frauen des 1.FC Saarbrücken beglückten Trainer Stephan Fröhlich zu Hause mit einem 5:0 Kantersieg gegen den SC Freiburg. Somit ist der Vizemeister FC Bayern München ins Mittelfeld gerutscht.




VFL-Mittelfeldspielerinnen Selina Wagner im Spiel gegen FC Bayern München | Foto:VFLW       
                    
                                                                                       

Von Anfang an nahm der VFL das Heft in die Hand. Schon nach drei Minuten sorgte Europameisterin Martina Müller nach einem Eckball für die schnelle 1:0 Führung. Die sichtlich geschockten Bayerinnen überließen danach den Wölfinnen enorm viele freie Räume. Chance auf Chance häufte sich im Elfmeterraum des FC Bayern. Der VFL überzeugte und drückte in dieser wichtigen Anfangsphase auf das Tor. In der 13. Minute bewies Selina Wagner, ein Jahr zuvor noch der Zweiten Liga beim 1.FC Saarbrücken aktiv, eine enorme Nervenstärke, als sie nach einem Doppelpassspiel mit Andrea Wilkens direkt vor der Bayern-Keeperin Katrin Längert auftauchend, kaltschnäuzig zur 2:0 Führung verwandelte. Die Hintermannschaft der Bayerinnen schien regelrecht betäubt. Scheinbar war ein jahreszeitlich bedingter Grippevirus unter die Bayern Abwehr gekommen. Für überraschend spritzigen Konterfußball fehlten dem FC Bayern wichtige Spielerinnen wie Europameisterin Melanie Behringer und Sturmspitze Mandy Islacker. Dem hohen Tempo der Wölfinnen war der Vizemeister an diesem Tag nicht gewachsen. Fast wie im Märchen passte Martina Müller auf die zehnmalige U 19 Nationalspielerin Selina Wagner, die mit ihrem zweiten Tor kurz vor Halbzeit (44.) den Spielstand lässig zur verdienten 3:0 Führung ausbauten konnte..

Außer Tritt                                                                                                                           
Und die Gäste aus Bayern? Bis auf einen Kopfball durch Carina Wenninger neben den Kasten von Wolfsburgs Torfrau Nadine Richter (31.) war weit und breit nichts zu sehen. Im zweiten Durchgang steigerte sich der FC Bayern anfangs. Abermals Wenninger konnte im Strafraum aber nicht verwerten (54.). So erzielte Müller mit der einzigen richtigen VfL-Chance nach dem Seitenwechsel noch den 4:0-Endstand (66.). Bayern-Trainer Günther Wörle: „Wolfsburg legte mit hohem Tempo los. Wir konnten uns anfangs nicht richtig dagegen wehren.“ Momentan haben wir einfach nicht die Kraft dagegen zuhalten.“ FCB Mittelfeldspielerin Bianca Rech: „Den schnellen Gegentoren hatten wir wenig entgegen zu setzen. Wir waren einfach nicht in der Lage dazu.“ 

Fazit: Die erschöpften Bayerinnen müssen das Ergebnis schnell abhaken und benötigen einige Tage der Regeneration. Die Champions-League-Spiele und DFB Vereinspokalspiele kosten nun dem FC Bayern körperlichen Tribut. Die Situation erinnert an die Schwächeperiode des 1.FFC Frankfurt im Vorjahr. Durch den Sieg überholten die Wölfinnen die Bayern und stehen jetzt auf dem fünften Tabellenplatz. „Entscheidend war, wie wir aufgetreten sind. Wir wissen eben, dass wir immer torgefährlich sein können. Das frühe Tor spielte uns dabei noch in die Karten“, resümierte der VFL-Trainer Ralf Kellermann. Und weiter: „ Wir wussten, dass wir gut drauf sind und auch gegen Bayern München eine Chance haben. Meine Mannschaft war die ganzen 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft und hat sich die drei Punkte redlich verdient.“

Runderneuert                                                                                                                      
Mit einem runderneuerten Kader startete Aufsteiger 1.FC Saarbrücken, für viele schon Abstiegskandidat, in die Saison. Sieben Leistungsträgerinnen verlor das Team, darunter auch die zum 1. FFC Frankfurt gewechselte Dzsenifer Marozsan. Ein Aderlass, der nur schwer zu verkraften schien. Mit dem neuen Trainer Stephan Fröhlich (vorher 1.FFC Frankfurt II) kamen als Neuzugänge Selina Dambier und Meike Trach (beide 1. FFC Frankfurt II) sowie die bundesligaerfahrene Torfrau Barbara Legrand (VfR Limburg), die ebenfalls schon beim 1. FFC Frankfurt unter Vertrag stand, nach Saarbrücken. Daneben holte man Anika Scherer aus der eigenen Jugend. Den Lockrufen der spielstarken deutschen Bundesliga erlagen die „Legionärinnen“ Agata Tarczynska (ASC Wroclaw) aus Polen und Meredith Teague (Seattle Pacific University) aus den USA, die ebenfalls beim Aufsteiger unterschrieben. Weitgehend ohne Spektakel und Öffentlichkeit entschied sich die nigerianische Nationalspielerin Cynthia Uwak auch für die Bundesliga und für den 1.FC Saarbrücken. Uwak zählt zu den stärksten Spielerinnen Afrikas. Fußballlehrer Fröhlich, der im Juni noch mit einer Frankfurter Universitätsmannschaft Deutscher Hochschulmeister der Frauen im Kleinfeld wurde, blieb locker. Er hielt sich an den Spruch: „Totgesagte leben länger“. Die Integration der neuen Spielerinnen in den geschrumpften Stammkader war sein sportliches Saisonziel sowie den Erhalt der obersten Spielklasse.


Cynthia Uwak, Nationalspielerin aus Nigeria, seit 2009 Stürmerin beim 1.FC Saarbrücken - Foto: Bildagentur A2 Hartenfelser

Vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg war dem Team des 1.FC Saarbrücken klar, dass gegen diesen Gegner gleicher Kragenweite Punkte geholt werden mussten, um auf Dauer im Bundesligakampf zu bestehen. Die hoch motivierte Mannschaft gewann dann auch im Stadion am Kieselhumes mit einer super Leistung hoch mit 5:0 (2:0). Schon sehr früh gelang den Saarbrückerinnen die Führung. In der 18. Spielminute verzückte die spritzige Cynttia Uwak die Zuschauer mit einem Solo, lies Torhüterin Marisa Brunner keine Chance und schob zum 1:0 ein. Das war schockierend für Freiburg. Nur sieben Minuten später legte die agile Afrikanerin nach. Einen Schuss aus der zweiten Reihe verlängerte sie mit dem Kopf und netzte zum 2:0 ein (17.). Nach einem wiederholten Foul in der 27. Minute von SC-Verteidigerin Valeria Kleiner erhielt die Spielerin die Gelb-Rote Karte und der SC Freiburg war in Unterzahl. Die Freiburgerinnen kämpften motiviert weiter, um an den Anschlusstreffer zu kommen.

Zusammenbruch                                                                                                                   
Nach der Halbzeit startete Saarbrücken weiter mit Druck und die sichtlich überforderte Freiburger Mannschaft erhielt den weiteren massiven Dämpfer. Die Freiburger Kapitänin Kerstin Boschert foulte die Stürmerin Cynttia Uwak im Strafraum. Die Schiedsrichterin zögerte keinen Moment und zeigte auf den Punkt. Sarah Karnbach legte sich den Ball zurecht und traf zum 3:0 (49.). Die instabilen Freiburgerinnen fanden weiter nicht mehr zum Spiel, sodass die Ex –Frankfurterin Maike Trach zum 4:0 (62.) und in der 79. zum 5:0 verwandeln konnte. Saarbrücken rückte mit dem Sieg vom vorletzten Tabellenplatz auf den achten Platz direkt hinter dem FC Bayern München.

Stimmen zum Spiel

“Glückwunsch an Saarbrücken für den mehr als verdienten Sieg. Der Wille zur Revanche von Saarbrücken nach dem Pokalspiel war sichtbar. Wir haben uns trotz Unterzahl gewehrt. Das stimmt mich aber zuversichtlich, dass wir bis zur 90. Minute nie aufgesteckt habe,“ erklärte Freiburgs Trainer Günther Rommel. Saarbrückens Trainer Stephan Fröhlich meinte: „Uns ist mit dem ersten Heimsieg ein Stein vom Herzen gefallen. Nach dem erneuten personellen Rückschlag mit dem Ausfall von Selina Dambier, habe ich zur Mannschaft gesagt ‚Rückt enger zusammen und glaubt an Euch‘. Der Sieg war in dieser Höhe erspielt und erarbeitet, Kompliment an meine Truppe.“ Fußballexperte Johann Blaha erklärte: „ Trainer Fröhlich ist es gelungen aus einer Truppe mit unterschiedlichsten Spielanlagen und Erfahrungen eine homogene Mannschaft zu formen. Die Nigerianerin Cynthia Uwak wird noch mancher Abwehr der Bundesliga das Fürchten lehren.“

Tabellenführer                                                                                       

Im Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga musste sich der 1. FFC Frankfurt dem FCR Duisburg 2:3 (1:1) nach einem hochklassigen und abwechslungsreichen Spiel geschlagen geben. Trotz dem großen Commerzbank Marathonlauf waren über 2880 Zuschauer ins Stadion am Brentanobad gekommen. Mit dem Sieg übernahmen die Duisburgerinnen die Tabellenspitze, da der SC Bad Neuenahr nicht über ein torloses Unentschieden gegen den Hamburger SV hinauskam. Für Frankfurts Trainer Sven Kahlert war es die erste Niederlage nach zwei Siegen zum Auftakt auf der Trainerbank der Frankfurterinnen. Zunächst geriet der FFC durch ein Tor von Alexandra Popp (7. Minute) in Rückstand. Doch der Ausgleich gelang der Mannschaft von Kahlert noch vor der Pause. Petra Wimbersky egalisierte in der 17. Minute. Nationalspielerin Inka Grings (61., 77.) mit ihrem zehnten und elften Saisontor brachte die Duisburgerinnen nach der Pause erneut in Front. DFB-Teamkollegin Birgit Prinz konnte nur noch den Anschlusstreffer für Frankfurt markieren.


Feldüberlegenheit mit Rückstand
                                                                                                                 
Bei Frankfurt fehlte die schwedische Nationalspielerin Sara Thunebro, die international ihre Heimat in einem wichtigen Länderspiel vertrat. Dafür präsentierte Trainer Kahlert die Verteidigerin Karolin Thomas. Bei Duisburg fehlte die niederländische Nationalspielerin Annemieke Kiesel, die vom Verein eine Länderspielfreigabe erhielt. Auffällig war die Spielstärke der erst 16-jährigen Duisburger Verteidigerin Luisa Wensing , die nach einer Verletzung der Rechtsaußen Jennifer Oster schon sehr früh in eine offensivere Rolle schlüpfte. Nach einem Eckball von Europameisterin Simone Laudehr erwischte die 18-jährige Alexandra Popp das Leder und köpfte aus vier Meter unerreichbar für Europameisterin Nadine Angerer ins Tor zur 1:0 Führung. Frankfurt behielt aber die Feldüberlegenheit. Schon zwei Minuten später erkämpfte nach einem Eckball (8.) die FFC Stürmerin Laura del Rio Garcia den Ball und Kerstin Garefrekes traf aus vollem Lauf knapp am Tor vorbei. Frankfurt blieb weiterhin feldüberlegen und der FCR 01 Duisburg verlegte sich auf das Konterspiel mit der frechen und abgebrühten Europameisterin Simone Laudehr und der bissigen belgischen Nationalspielerin Femke Maes im Mittelfeld und als Sturmspitze mit der cleveren und erfahrenen Torjägerin und Europameisterin Inka Gings.

Ausgleich                                                                                                                                                 

In der 17. Minute gelang dem 1.FFC Frankfurt der Ausgleich, nachdem sich Kerstin Garefrekes mit geschickter Körpertäuschung durch die Duisburger Reihen marschierte und auf dem Lauf heraus ein „No-look“ Pass auf die Elfmeterraum stehende Petra Wimbersky schoss, die sich der Bewachung durch Linda Bresonik entledigte, wiederum der Torhüterin Ursula Holl keine Chance ließ und zum 1:1 Unentschieden verwandelte. Petra Wimbersky absolvierte an diesem Tag ein grandioses kämpferisches Spiel. Ihre scharfe halbhohe Flanke kurz danach verpasste Laura del Rio Garcia nur knapp. Der 1.FFC Frankfurt blieb tonangebend. Das etatmäßige Sturmduo Birgit Prinz und Sandra Smisek spielte im Mittelfeld und nicht als Sturmspitze. Durch das ständige Vorpreschen der defensiv aufgestellten Europameisterin Kerstin Garefrekes beherrschten diese drei Frankfurterinnen das zentrale Mittelfeld. Kerstin Garefrekes traf mit einem energischen Weitschuss (24.) nur das Außennetz. Die größte Chance der kämpferischen Frankfurterinnen in Führung zu gehen begann als die Frankfurter Sturmspitze Laura del Rio Garcia nach Vorlage der durch die Duisburger Reihen marschierenden Sandra Smisek mit einem Aufsetzer, den die Torhüterin Ursula Holl nicht festhalten konnte. Danach sprang das runde Leder zu Sandra Smisek, die von Links in Nähe des Torpfostens in die freie Mitte schoss, wo aber zum Glück der Duisburgerinnen (29.) die zurückeilende Annike Krahn mit dem Kopf klären konnte.

Offene Partie                                                                                                                                 
Die Duisburger standen kompakt in der Abwehr und beschränkten sich auf Konter. Als durch eine Unachtsamkeit der FFC Abwehr Inka Grings den Ball erspielte (39.) und frei vor Nationaltorhüterin Nadine Angerer auftauchte, rettete die Torhüterin mit einer artistischen Reaktion und gutem Reflex den Ball und verhinderte die Duisburger Führung. Nach der Pause                                                                                                                        kamen beide Mannschaften unverändert aus den Kabinen. Die Partie gestaltete sich weiterhin völlig offen. Beide Teams zeigten besten Offensivfußball. Beide Teams hatten den Willen zum Sieg. Die überragende Europameisterin Kerstin Garefrekes überraschte die Torhüterin Ursula Holl mit einem Kopfball, die aber mit einer schnellen Reaktion parierte. Innerhalb einer Druckperiode gelang der cleveren Inka Grings in leicht abseitsverdächtiger Position ein Pass zur schnellen Femke Maes, die FFC Innenverteidigerin Saskia Bartusiak umspielte (54.) und erst von Nadine Angerer gestoppt werden konnte. Im Gegenzug schoss Laura del Rio Garcia über das Duisburger Tor und Saskia Bartusiak rettete wiederum bei einer Duisburger Freistoß mit blitzschneller Reaktion in brenzliger Situation.

Erneute Führung
                                                                                                                      

Aus einem Fehler und Ballverlust der Frankfurterinnen im Mittelfeld passte Femke Maes steil und Inka Grings lief allein aufs Tor zu. Die personifizierte Spielübersicht Inka Grings und deren Abgezogtheit überwand diesmal Nadine Angerer, die frühzeitig aus dem Kasten kam. Doch sie konnte die coole Nationalstürmerin nicht irritieren. Die leichtfüßige Inka Grings schlenzte zur 2:1 Führung ein. Nur zwei Minuten später setzte sich Europameisterin Simone Laudehr trickreich und abgebrüht auf der linken Seite durch und ihr Torschuss endete am langen Pfosten. Kraftvolle Gegenoffensive der Frankfurter war die Folge. Die junge Dzsenifer Marozsan zog aus 25 Metern einen ihrer gefürchteten Weitschüsse ab und Ursula Holl konnte den Ball im letzten Moment hochfausten. Den sich daraus ergebenen Kopfball setzte Laura del Rio übers Tor. Nachdem eine Flanke von der gutaufgelegten Petra Wimbersky abgewehrt wurde, erkämpfte sich Kertin Garefrekes das runde Leder und wurde daraufhin von Femke Maes mit einem Foul gestoppt. Dzsenifer Marozsan konnte die Chance per Freistoß diesmal weniger nutzen. Das runde Leder flog haushoch über den Kasten. Auch nach dieser Druckphase meldete sich die Duisburger Konter. In Minute 77. setzte sich die überragende 16 jährige Luisa Wensing rechts durch und flankte in bester Manier auf den Kopf der völlig freistehenden Inka Grings, die wiederum meisterlich das Tor zum 3:1 erzielte.
                                                                                                                
Die Spielerinnen des 1.FFC Frankfurt schienen wenig geschockt. Ein Wechsel im Doppelpack durch Trainer Sven Kahlert war die Antwort. Die beiden U 23 Nationalspielerinnen Svenja Huth und Dzsenifer Marozsan wurden durch Conny Pohlers im Sturm und durch Sarah Günther ersetzt, die in die rechte Verteidigung rückte. Die quirlige Conny Pohlers zeigte sofort, dass schon ein Ballkontakt mit ihr den Gegner in Gefahr bringt. Sie umdribbelte auf Rechtsaußenposition die Duisburgerin Alexandra Popp, die Flanke erreichte nach einigem Geplänkel die in der Mitte lauernde Birgit Prinz, die im Fallen noch zum 3:2 eindrücken (84.) konnte. Ein Weitschuss von Smisek verfehlte knapp, ein scharf geschossener Freistoß aus 16 Metern von Inka Grings wurde durch eine Glanzparade von Nadine Angerer entschärft. Drei Nachspielminuten nutzte Sarah Günther, indem sie einen Eckball zu Petra Wimbersky trat, die jedoch am Tor vorbeischoss. Der Schlusspfiff beendete die Partie. Freude bei dem FCR 01 Duisburg und enttäuschte Mienen beim 1.FFC.

Trainerin
Martina Voss-Tecklenburg
 

„Es war ein gutes Spiel, total intensiv, alle sind an ihre Grenzen gegangen. Dass wir drei Punkte geholt haben, freut mich natürlich sehr. Wir haben uns lange überlegt, wie wir den Gegner stoppen können und haben uns für die Innenverteidigung Bresonik/Krahn und die erst 16-jährige Luisa Wensing auf rechts entschieden, die ein sensationelles Spiel machte. Im Training haben wir die Standards geübt, denn aus den Erfahrungen von der Nationalmannschaft wussten wir, dass da die FFC-Torfrau und -Abwehr verwundbar sind. Frankfurt hatte nach unserer schnellen Führung mehr vom Spiel, agierte im Mittelfeld sehr kreativ. Wir haben gefährlich gekontert. Ich denke, dass unser Sieg auf Grund der klaren Torchancen verdient war.“


Trainer Sven Kahlert
 
   
„Wir haben ein sehr gutes Spiel gesehen. Die Mannschaft hat meine Anweisungen umgesetzt, spielte mutig nach vorne. Wir wussten, dass gegen ein Topteam wie Duisburg jeder Fehler in der Verteidigung gnadenlos ausgenutzt wird. So kam es auch. So viele Torchancen darfst Du nicht zulassen. An unserem Defensiv-Verhalten werden wir im Training verstärkt arbeiten. Kein Vorwurf an die Mannschaft. Sie hat alles versucht und ein super Spiel gemacht. Nach dem Rückstand haben wir bis zur 40. Minute überragend gespielt und hätten auch in Führung gehen müssen. Auch nach der Pause hatten wir noch gute Chance. Das wichtigste neue Element bei uns ist der Spaß am Spiel“


FFC Manager Sigfried Dietrich                                                                                                  
FFC-Manager Siegfried Dietrich war trotz Niederlage sichtlich zufrieden: „Dieser Spaß ist das wertvollste Element, das der neue Trainer reinbringen konnte. Ein Kompliment an Sven Kahlert. Er wurde von der Mannschaft sofort akzeptiert und sorgte für einen Aufwind, der sich fortsetzen wird. Aber auch ein Dank an die Mannschaft. Diese Niederlage war trotzdem das beste Spiel des 1.FFC Frankfurt seit dem Sieg im UEFA Womens Cup 2008.“ (PK)

Online-Flyer Nr. 221  vom 28.10.2009

Druckversion     



Startseite           nach oben

KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP


Männerbünde
Aus dem KAOS-Kunst- und Video-Archiv
FOTOGALERIE


Schwarzer Freitag für H&M
Von Arbeiterfotografie