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Aktueller Online-Flyer vom 27. Mai 2016  

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Medien
Wie Politik und Medien Al Kaida im Sauerland entdeckten (Teil 3)
Ein Käfig voller Enten
Von Walter van Rossum

Wie in "Warten auf Godot" erschien die Hauptperson auch im Düsseldorfer Prozeßtheater gegen die "Sauerlandzelle" nicht - der "Strippenzieher" Yehia Yousif. Der freilich zugleich als bezahlter Statist der Staatsschutz-Regie fungierte. Walter van Rossum allerdings nennt, im Gegensatz zur offiziellen Verlautbarungspresse, die volle Besetzung beim Namen - hier im letzten Teil seiner "Rezension" des Staatsschauspiels "Sauerlandzelle". - Die Redaktion

Durch die "Sauerlandzelle" 
weltbekannt geworden 
– Fritz Gelowicz
Quelle: BKA
V. Geheimdienste, die Zweite
 
"Es war ein heißer Tag im August vergangenen Jahres, als der 15-jährige Alaeddine T. aus Braunschweig in einer Moschee in Istanbul auf einen großen, sportlichen Mann traf, der sich Obeida nannte. Tags darauf, so erzählte es der Junge später Beamten des Bundeskriminalamtes, habe Obeida ihm eine Tüte mit einer Jeans und ein paar Schuhen übergeben, mit der Bitte, sie nach Deutschland mitzunehmen." So steht es in einem Artikel, der im September 2008 auf der Internetseite www.stern.de erschien und der ein völlig neues Licht auf die Aktivitäten der berüchtigten Sauerlandzelle warf. Einer der Autoren: Rainer Nübel.
 
Sprengzünder vom CIA-Agenten
 
"Am 26. August übergab Alaeddine T., wie ihm geheißen war, die Tüte in einer Moschee in Braunschweig. Der junge Mann, der sie dort entgegennahm, war eine gute Woche später auf der ganzen Welt bekannt: Fritz Gelowicz. In den Schuhen aus der Türkei waren 20 Sprengzünder versteckt. Der Mann, der die Tüte in Istanbul übergeben hatte, war offenbar ein Kontaktmann des amerikanischen Geheimdienstes CIA und stammt aus der Pfalz, wie stern.de aus Sicherheitskreisen erfuhr: Mevlüt K., ein 29-jähriger Türke aus Ludwigshafen..."
 
stern-Autor Nübel: "Wir stießen bei unseren Recherchen auf der Person Mevlüt K., der in Ludwigshafen gelebt hat und der von der Polizei gesucht wurde. Wir erfuhren, dass er in die Türkei ging, dort inhaftiert wurde und, nach dem, was wir recherchiert haben, dann offensichtlich vom türkischen Geheimdienst quasi rekrutiert worden sein soll - in Absprache aber auch mit dem amerikanischen Geheimdienst CIA. Tatsache ist, wie jetzt Recherchen ergeben haben, die auf einer breiten Aktengrundlage basieren, dass in der Tat dieser Mevlüt K. nach Einschätzungen und Erkenntnissen des BKA eine erhebliche Rolle bei der Zünderbeschaffung gespielt hat. (...) Und Mevlüt K. hat von dem her eine entscheidende Rolle gespielt, dass nach Erkenntnissen des BKA er mit den maßgeblichen Leuten, die die Zünder beschafft haben, engen Kontakt hatte, er als Chef galt (...) und er offensichtlich auch der war, der einen Teil der Zünder diesem jungen Mann mitgab nach Deutschland, das heißt eine ganz zentrale Funktion. - Da stellt man sich schon Fragen, wenn einer, von dem man erfährt, dass er Kontakte zu Geheimdiensten haben soll, einer der maßgeblich Beteiligten dieser Terrorvorbereitungen war."
 
Keine lästigen Fragen stellen
 
Das veranlaßt aber offenbar nur sehr wenige Journalisten zu Fragen. In diesem Falle allerdings wurde von einigen Medien wie zum Beispiel Spiegel online die Rolle von Mevlüt K. sogar thematisiert, allerdings, so Rainer Nübel, "...in einer Diktion, die mich wirklich wundert, nämlich ausschließlich als Erfolg der staatlichen Stellen, auch des Bundesnachrichtendienstes. Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass man sich dort doch eher der Diktion staatlicher Stellen anschließt, um nicht gar zu sagen: die übernimmt - um vielleicht auch nicht die eigene Linie verlassen zu müssen."
 
So gesehen, müssen diese Medien dann ja auch nicht mehr fragen, wo sich Mevlüt K. heute aufhält. Rainer Nübel hält das allerdings für "eine gute Frage": "Nach dem, was uns gesagt wird, lebt er in der Türkei - zu unserer Überraschung frei. Er scheint kein Problem mit den Ermittlungsbehörden zu haben. Was uns wundert, denn der andere Tatverdächtige im Sauerland-Komplex, dem das BKA ja auch vorwirft, bei der Beschaffung der Zünder beteiligt zu sein, den hat man vor einigen Monaten in der Türkei festgenommen. Mevlüt K. ist weiterhin auf freiem Fuß, obwohl gegen ihn ein Ermittlungsverfahren der Bundesanwaltschaft läuft."
 
"Ohne Zünder geht nichts..."
 
Attila Selek ist der vierte Angeklagte im Prozess gegen die Sauerlandzelle. Auch er wird beschuldigt, bei der Beschaffung der Zünder beteiligt gewesen zu sein. Es ist auffällig, wie wenig sich die Medien für diesen Herrn interessieren. Warum? Müsste man dann vielleicht auch wieder an Mevlüt K. erinnern? Und was war denn eigentlich die Rolle von Mevlüt K.? Womöglich war er ein V-Mann, aber - und darüber kann auch Rainer Nübel nur spekulieren: "Nur ist halt einfach die Frage, ob nicht staatliche Stellen relativ nahe dran waren ( ...) bei diesem neuralgischen Punkt der Zünderbeschaffung, ein Stück weit das auch mit dirigiert haben. Die drei in Oberschledorn hätten hantieren können mit Wasserstoffperoxyd wie sie wollten - ohne Zünder ging nichts. Und da könnte die Theorie dahingehen, dass man zumindest so weit ging, was ja auch Fakt ist, dass die Zünder auch an die drei gekommen sind. Ob es eine bewusste Hinführung war im Sinne dessen, dass man quasi auch die Belege dafür haben wollte - wäre eine logische Ergänzung dieser Theorie."
 
Übrigens, von 17 Zündern, die Techniker des BKA untersucht haben, waren nur zwei funktionsfähig.
 
VI. Geheimdienste, die Dritte
 
Anfang 2009 erschoss in Winnenden ein 17jähriger 16 Menschen. Die Medien suchten tagelang nach Haarrissen im Charakter des traurigen Jungen, stöberten in seiner Biographie, suchten nach Motiven. Bei Fritz Gelowicz und seinen Freunden begnügt man sich mit einem schlichten Schema. So wie unser ARD-Film "Terrorjagd im Sauerland":
 
Verwandlung des Sunnyboy zum Terrorbomber
 
"Aus dem ehemaligen Sunnyboy, der leidenschaftlich american football spielte, wird ein fanatischer Islamjünger. Er betet fünf Mal am Tag, lässt sich einen Bart wachsen, trägt islamische Kleidung, besucht Islamseminare."
 
Der nette Junge von nebenan, aus guten Verhältnissen, wird im nächsten Moment ein islamistischer Terrorist. Den meisten Medien scheint es wichtig, dieses Bild nicht zu stören - sie pflegen das Bild der heilen Welt, in der Fritz Gelowicz angeblich gelebt hatte, bevor er islamistisch infiziert wurde. Nur in einem Artikel des Spiegel und kürzlich im stern konnte man anderes lesen und natürlich bei dem unabhängigen Journalisten und Autor Jürgen Elsässer:
 

Für den Verfassungsschutz peinliche 
Veröffentlichungen – Jürgen Elsässer
NRhZ-Archiv
"Die Sauerlandzelle sind jugendliche Desperados. Der angebliche Anführer Fritz hat ja eine wilde Jugend hinter sich, hat die Lehrer geschlagen, hatte mit Drogen Kontakt, alles, was man sich vorstellen kann. Das sind völlig labile, zu Gewalt und Kriminalität neigende Jugendliche, wie es sie nicht nur in der islamischen Diaspora gibt, sondern auch in ostdeutschen Reihen, urdeutschen Gemeinden. Das ist einfach Jugendkriminalität. - Die hatten schon Hass im Bauch, die hätten bestimmt gerne Leute geschädigt, Leute getötet, sind aber von ihrer Persönlichkeitsstruktur her absolut unfähig, einen großen Anschlag in Szene zu setzen. Absolut unfähig."
 
Islamisten-Sozialisation durch Verfassungsschutz-IM?
 
Auf der Suche nach Fritz Gelowicz' islamistischer Sozialisation präsentiert der ARD-Film einen gewissen Reda Seyam aus dem Verein Multi-Kultur-Haus in Ulm. Seyam ist Deutscher ägyptischer Herkunft und steht seit Jahren im Verdacht, an verschiedenen Anschlägen als „Hintermann“ beteiligt gewesen zu sein, doch nie war ihm etwas nachzuweisen. Vor der Kamera gibt er ein paar eher harmlose Gesinnungs-Partikel zu Protokoll, die von den Autoren zu Kriegserklärungen hochtoupiert werden. Wie auch immer: Reda Seyam kannte Fritz Gelowicz nur flüchtig. Entscheidenden Einfluss auf den jungen Fritz Gelowicz nahm ein anderer, so Jürgen Elsässer:
 
"Eine Sache ist ganz wichtig, was in der medialen Darstellung keine Rolle spielt, nämlich, dass der Chef der Gruppe, dieser Fritz Gelowicz, praktisch gecoacht wurde über Jahre hinweg von einem Ulmer Hassprediger, der seinerseits auf der Gehaltsliste des Verfassungsschutzes stand, ein gewisser Yehia Yousif."
 
Und immerhin, auch der ARD-Film - und sonst fast niemand - erwähnt wenigstens diesen Arzt und seine sonderbaren Beziehungen zu den Sicherheitsbehörden: "Yousif arbeitet jahrelang als Informant für den Geheimdienst. Doch es stellt sich heraus, er hat nur allgemeine Informationen weitergegeben. Und so weiß der Verfassungsschutz letztlich nur: Irgendetwas braut sich da zusammen."
 
Das möchte man sich auf der Zunge zergehen lassen: Einer der schlimmsten islamistischen Ideologen arbeitet jahrelang für den deutschen Verfassungsschutz, soll aber angeblich nichts Wichtiges verraten haben? Woher wissen das die Autoren? Haben sie das recherchiert oder plappern sie nur nach, was ihnen in strategischer Absicht gesteckt wurde? Glauben sie tatsächlich, der Verfassungsschutz würde Yehia Yousif zur erstrangigen Quelle erklären?
 
Strippenzieher im Dienste der Inneren Sicherheit
 
Jürgen Elsässer: "Dieser Hassprediger Yehia Yousif hat - und jetzt zitiere ich wieder den Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg - die Fäden der Sauerlandzelle gezogen bis hin zu ihrer Verhaftung. Trotzdem spricht heute niemand von dem. Und dieser Hassprediger, früher Ulm, lebt heute unbehelligt in Saudi Arabien, ohne dass es m.W. einen Auslieferungsbefehl deutscherseits gibt. (... ) Und dieser Hassprediger Yehia Yousif, hat nach Angaben des Verfassungsschutzes sechs Jahre für ihn gearbeitet."
 
Ein "Hassprediger" also arbeitete für den Verfassungsschutz und stiftete aus der Bahn geratene Jugendliche zur Vorbereitung von Anschlägen an, die wiederum ein Innenminister zum Anlass für die Verschärfung von Gesetzen, den Abbau von Grundrechten nutzt?
 
"Wächteramt der Presse"?
 
Da deutet sich ein spektakulärer Stoff mit quer über den Globus agierenden Geheimdiensten an, abenteuerliche Verstrickungen, mit denen man sonst doch so gerne das Publikum unterhält, eine skandalöse Geschichte, in der die Presse ihre viel beschworene Rolle als vierte Kraft glänzend spielen könnte. Doch was passiert? Die allermeisten Medien und Journalisten wollen damit partout nichts zu tun haben.
 
VII. Terror als Medienspiel
 
Betrachtet man die Geschichte der sogenannten Sauerland-Bomber aus der Nähe, dann bleibt wenig übrig von den eiskalten Terroristen, die, von Al Kaida gesteuert, die Superbombe in Deutschland zünden wollten. Wir sehen Amateure, die mit ungeeigneten Chemikalien gefährlich rumhantieren und sich geradezu grotesk auffällig benehmen. Die angeblichen Verbindungen zur Creme des internationalen islamistischen Terrorismus sind reichlich undurchsichtig. Man muss, die bekannten Fakten nüchtern betrachtet, die medial verbreitete Geschichte von der generalstabsmäßig organisierten und durchgeführten Geheimoperation der Sicherheitsbehörden gegen die zum Blutbad entschlossenen Terroristen aus guten Gründen bezweifeln.
 
Medienbusiness Terrorgefahr
 
Beunruhigender noch sind die deutlichen Hinweise auf die Verstrickungen der verschiedenen Geheimdienste in die Aktivitäten der verdächtigen jungen Männer. Genauso beunruhigend ist aber auch, dass der überwiegende Teil der Medien von den Ungereimtheiten der offiziellen Darstellung aus Kreisen der Sicherheitsbehörden keine Notiz zu nehmen bereit ist, geschweige denn sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit macht. Dennoch scheint bei den meisten Beteiligten Zufriedenheit mit dem Stand der Dinge zu herrschen. Warum?
 
Der vielgehandelte Terrorismus-Experte Rolf Tophoven vom Essener Institut für Terrorismusforschung meint: "Man muss heute davon ausgehen, dass mehr denn je der moderne Terrorismus des 21. Jahrhunderts eine Art Medienstrategie fährt, weil die Drahtzieher des Terrors haben begriffen, dass man mit der medialen Konfrontation der Bevölkerung größere Hysterie, Panik und Angst einjagen kann als möglicherweise mit der Bombe. Ich gehe ja soweit, dass ich sage, Kriege oder Auseinandersetzungen mit terroristischen Gruppierungen werden heute sehr häufig in den Medien gewonnen oder verloren."
 
Offenbar leisteten die "mutmaßlichen Terroristen" um Fritz Gelowicz ganze Arbeit, ohne je einen Schuss abgegeben zu haben: Nach einer Umfrage des Emnid-Institus im September 2007 ist für eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung die Terrorgefahr in Deutschland so groß wie nie zuvor. 72 Prozent halten den islamistischen Terrorismus für bedrohlicher als den Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) vor 30 Jahren. 25 Prozent fühlen sich persönlich bedroht.
 
Wer instrumentalisiert wen?
 
Rolf Tophoven: "Wir sehen hier, dass das Kalkül, die Medien einzusetzen, ein perfektes Kalkül aus der Strategie von Konfliktparteien auch aus der Strategie von Terroristen heute ist. Medien und Terrorismus sind heute unabdingbar sich aufeinander zu bewegende Segmente. Der Terrorist, der nicht zur Kenntnis genommen wird durch die Medien - über das Fernsehen, über den Rundfunk, über die Printmedien - der verpufft in seiner Wirkung."
 
So instrumentalisieren dem Terrorexperten zufolge die "Terroristen" die Medien. Und die sogenannten Sicherheitsdienste? Die haben, gibt Tophoven zu, schon ihre eigenen Interessen:
 
"Wenn eine konzertierte Aktion von Warnungen vor möglichen Terroranschlägen - jetzt ganz konkret in Deutschland - an die Öffentlichkeit getragen wird, hat das immer zwei Ziele: Auf der einen Seite will ich durch eine beschwörende Geste - die Gefahr ist vor der Haustür - suggerieren, wir müssen wachsam sein. Dass die Wachsamkeit zu fördern ist oder gefördert werden soll, ist sicher ein legitimes Anliegen jener Behörden, die für die Sicherheit der Bevölkerung zuständig sind. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine Art Selbstschutz - so nach dem Motto: Wir wollen uns nie vorwerfen lassen, wir hätten nicht rechtzeitig und ausreichend gewarnt."
 
Nicht zu vergessen natürlich, dass die Etats und Befugnisse der Sicherheitsbehörden in enger Abhängigkeit zur behaupteten Bedrohung stehen, ebenso wie die Aktien für den sicherheitspolitischen Maßnahmenkatalog des Innenministers.
 
"Kritische Distanz" - eine vergessene Pressetugend?
 
Rainer Nübel vom "stern" appelliert vor solchem Hintergrund an die kritische Distanz der Zunft gegenüber Versuchen der Instrumentalisierung: "Ich erinnere nur an die unheimlich öffentlichkeitswirksame Festnahme der mutmaßlichen Islamisten auf dem Flughafen Köln, als die Sicherheitskräfte mehr oder weniger das Flugzeug stürmten. Wir Medien, wir Journalisten müssen uns, wenn wir so eine Nachricht bekommen, bevor wir dann alle dahin pilgern, doch überlegen, wenn man das wusste, warum hat man die Leute nicht einfach abgefischt, als sie eincheckten, und warum ging man wegen der großen öffentlichen Wirkung ins Flugzeug rein? Wenige Tage später hat sich das Ganze fast in Luft aufgelöst. Die mutmaßlichen Islamisten, die Deutschland verlassen wollten, um dann als Terroristen zurückzukehren, von denen hat das BKA dann kaum mehr gesprochen."
 
Enten im Käfig - Bürger in der Falle
 
Auch Rolf Tophoven warnt vor Instrumentalisierung - als deren Urheber er aber ausschließlich die "Terroristen" sieht: "Alle müssen aufpassen: Sicherheitsbehörden und Medien, müssen aufpassen, dass wir nicht in die mediale Falle der militanten Islamisten oder Terroristen tappen."
 
Doch zeigt gerade unser "Käfig voller Enten", daß wir uns insbesondere vor den PR-Fallen in acht nehmen sollten, die offizielle Instanzen der "Inneren Sicherheit" und ihre Marketing-Experten aufstellen, um mit Angst- und Drohszenarien noch mehr Kompetenzen für Polizei und Geheimdienste zu Lasten der Bürgerrechte durchzusetzen. Zweifelhaft bleibt allerdings, ob damit auch im einst idyllischen Sauerland wieder der gewohnte Friede einkehrt, der, unserem ARD-Film zufolge, noch auf lange Sicht getrübt bleiben wird:
 
"In Oberschledorn herrscht fast wieder Normalität. Doch die heile Welt hat einen Knacks bekommen - das Sicherheitsgefühl ist weg. Das Gefühl, dass man in Deutschland weit entfernt ist von den Auseinandersetzungen der großen Weltpolitik." (PK)
 
In Kapitel 15 seines inzwischen in der zweiten Auflage erschienenen Buches „Terrorziel Europa. Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste“ befasst Jürgen Elsässer sich mit der Sauerlandzelle. 

Online-Flyer Nr. 208  vom 29.07.2009

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