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Aktueller Online-Flyer vom 17. Oktober 2017  

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Kriegsgewinnler – IG Farben wiedervereinigt
Von Peter Kleinert



kriegsverbrecherprozess 1947 gegen ig-farbenAm 14. August 1947 stehen die IG-Farben Konzern-Chefs Karl Krauch, Hermann Schmitz, Georg von Schnitzler, Max Ilgner, Friedrich Jähne, Hans Kühne, Karl Lautenschläger vor dem Nürnberger Kriegsverbrechergericht. Sie werden angeklagt, daß sie „Deutschland in eine alles zerstörende Kriegsmaschine verwandeln" wollten, „um Europa und andere Länder in Übersee zu unterjochen." Darüber hinaus hätten sie nahe dem Konzentrationslager Auschwitz für den Konzern die Fabrik Monowitz errichten lassen, in der Zwangsarbeiter aus dem KZ nicht nur umsonst arbeiten mußten, sondern durch diese Arbeit gezielt vernichtet wurden.
 
Am 16. Juli 1993 protestieren in Frankfurt/Main einige hundert Menschen des "Bündnisses IG Farben in Abwicklung" gegen die Aktionärsversammlung von "IG Farben in Abwicklung". Sie wollen, wie ihr Sprecher Peter Gingold sagt, daß das Vermögen des Konzerns, dem in der Auschwitz-Fabrik Monowitz 30.000 Menschen zum Opfer fielen und durch dessen Produkt Zyklon B die Nazis zwei Millionen Menschen in den Gaskammern umbrachten, nicht bei den Aktionären bleibt, sondern in eine Stiftung für Überlebende umgewandelt wird. Schon gar nicht wollen sie, daß die Aktionäre nun, nach der "Wiedervereinigung", auch noch von der DDR enteignete Konzerngrundstücke in Ost-Berlin zurück bekommen.
 
Dies ist das Thema des Magazins "Z" 5/93, zu dem die beiden Ost-Berliner Clowns Mensching & Wenzel, die West-Berliner Video-Künstler-Gruppe "dogfilm" und die Leipziger Musiker und Kabarettisten Erwin Stache und Wolfgang Krause-Zwieback ihr Teil beisteuern. Sprecher der "IG Farben in Abwicklung" kommen nicht zu Wort. Sie verweigerten Interviews ebenso wie schriftliche Antworten auf per Fax gestellte Fragen zum Thema.
      
Autor: Peter Kleinert und Katja Leyrer, Auftraggeber: Kanal 4, Produktionsjahr: 1993, Länge: 29 min. Produktion: KAOS Film-und Video-Team Köln. Bestellmöglichkeit unter www.kaos-archiv.de
 
Hierzu der aktuelle Artikel „Für die Opfer der IG Farben AG“    

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Online-Flyer Nr. 204  vom 17. Oktober 2017



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