SUCHE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Druckversion
Lokales
Die Armut in Köln wird immer jünger
Hungrig zur Schule
Von Hans-Dieter Hey
Kinderarmut nimmt in Köln zu
Zahlen zeigen nicht die wirklichen Auswirkungen von Armut auf Menschen. Dennoch sind sie zur Beurteilung der Situation wichtig. Das „Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe" hat für Köln ermittelt, dass jedes vierte Kind in Köln in Armut lebt. Nach einem aktuellen Armutskompass könnte sich diese Zahl sogar auf 27 Prozent erhöht haben. Von den 25.000 Alleinerziehenden wuchsen im Jahr 2004 rund 37 Prozent in Armut auf. 2001 waren es noch 31 Prozent. Besonders betroffen sind Familien mit zwei und mehr Kindern. Hier stieg die Armut im gleichen Zeitraum von 41 Prozent auf 47 Prozent. Und auch diese Zahl nimmt – nach Auskunft der Kölner Sozialdezernentin Marlis Bredehorst im Mai 2008 – „fast täglich zu, und das macht mir große Sorgen". In Köln gibt es derzeit rund 115.000 Menschen in Bedarfsgemeinschaften, darunter 30.000 Kinder. 148.000 Kölnerinnen und Kölner besitzen einen Köln-Pass, darunter viele Niedrigverdiener, die von ihrem Lohn nicht leben können und staatliche Unterstützung bekommen.

Kümmern sich um arme Kinder: v.l.n.r.: Herterich, Wenner, Kostolnik, Demirel, Hoheisel-Adejolu
Für Marlis Herterich, Vorsitzende des Kinderschutzbundes NRW, potenziert sich auch künftig das Problem, „weil der größere Teil der Kinder in ärmeren Schichten geboren wird. Und dann ist Kinderarmut und auch Gewalt gegen Kinder oft nicht zu trennen. Wir erleben, dass Kinder nicht richtig angezogen oder ernährt sind und verwahrlosen. In diesen Familien gehört Armut fast immer dazu. Armut macht müde, Armut macht stumpf und hoffnungslos. Und die Kinder sind das schwächste Glied in der Familie. Sie bekommen alles ab."
Unseriöse ARGE macht Kinder arm
Die Geschäftsführerin des Kölner Arbeitslosenzentrums KALZ, Hedel Wenner, sieht die Auswirkungen vor allem nach der Einführung von Hartz IV durch die damalige rot-grüne Regierung: „Wir wussten, dass Hartz IV ein großes Verarmungsprogramm war, das mit einer großen Lüge eingeleitet wurde, weil man bereits 2004 nachrechnen konnte, dass der Regelsatz nicht stimmte." Doch auch vom Kindergeld profitieren arme Kinder nicht, weil es vom Regelsatz des Arbeitslosengeldes II abgezogen wird. Und die von der Politik vollmundig verkündeten Hilfen sind gesetzlich augenscheinlich so gestrickt, dass arme Familien kaum davon profitieren. Zum Beispiel bei Wohngeld und Kinderzuschlag. Wenner: „In meiner ganzen Beratungspraxis habe ich es vielleicht erst zweimal erlebt, dass Familien das bekommen haben." Die Einführung des Erziehungsgeldes ist für arme Familien ein besonderer Rückschritt, weil es von zwei auf ein Jahr gekürzt wurde.
Beihilfen für zusätzlichen Bedarf, die es zu Zeiten der Sozialhilfe noch gab, sind gänzlich weggefallen, und für gesellschaftliche oder schulische Anforderungen an Kleidung, Sportkleidung oder beispielsweise Gummistiefel gibt es nichts mehr. Selbst die im Regelsatz enthalten prozentualen Kleidungsanteile wurden 2004 zusammengestrichen. Nach Wenner kommt hinzu: „Wenn man Eltern arm macht, macht man auch die Kinder arm". Dass die Politik Hartz IV so niedrig ansetzen konnte und es in der Bevölkerung keinen Aufschrei gab, lag an der diskriminierenden und erniedrigenden Kampagne der Politik gegen Erwerbslose. Jetzt verursache die ARGE vor allem durch die sofort einsetzenden gesetzlichen Sanktionen Probleme: „Das führt auf keine Fall zu einer Förderung junger Menschen. Hartz-IV ist hier in Köln im Projekt MOZART erprobt worden. Man ist immer davon ausgegangen, 30 Prozent der Jugendlichen zu fördern und 30 Prozent aus dem System zu drängen, wohin auch immer. Mit Hartz IV hat sich dieses Problem noch potenziert." Zwar sei die Arbeitsagentur mit staatlicher Gewalt zur Ausübung von Sanktionen ausgestattet, doch zur Förderung komme man dort offensichtlich nicht mehr. Als Personalschlüssel zur Betreuung für Erwachsene sei ein ArGe-Mitarbeiter für 150 Erwachsenen oder 75 Jugendliche vorgesehen gewesen. Heute habe sich der Personalschlüssel um das dreifache verschlechtert. Allein im November 2007 hätte es dort 30.000 Postrückstände in der Bearbeitung gegeben. Deshalb führe diese unseriöse Behördenorganisaton - so Hedel Wenner - nur noch zu Sanktionen.

Vieles für die Entwicklung unserer Kinder...
Die Folgen sind inzwischen dramatisch, und Kinderarmut müsse daher besonders bekämpft werden, meint Marlis Herterich vom Kinderschutzbund: „Arme Kinder können soviel an ihrer Entwicklung verlieren. Arme Kinder sind weniger gesund, haben weniger Bildungschancen und sie haben fast keine gesellschaftliche Teilhabe. Dies alles kann man im Erwachsenenalter nie mehr nachholen." Vor allem erzürnt Herterich, dass Kinder in der Sozialgesetzgebung zu 60-Prozent-Menschen gemacht wurden. Doch „ein Kind braucht jedes Jahr neue Kleidung, wenn es im Wachstum ist, und manchmal wachsen sie in einem Jahr um zwei Schuhgrößen. Man muss endlich weg von diesem Satz der 60-Prozent-Menschen". Der Regelsatz für Kinder bis zu 14 Jahren beträgt nach Hartz IV lediglich 208 Euro. Für das Essen bleiben dann 2,72 Euro pro Tag, für die Schule gerade mal 1,79 Euro im Monat.
Kein Geld für den Schulkakao
Wegen der finanziellen Not werden Kinder von armen Familien inzwischen von der Ganztagsbetreuung abgemeldet, weil sie die 21 Euro im Monat für das Mittagessen nicht mehr aufbringen können, denn auch dieser Betrag ist im Regelsatz von Hartz IV enthalten. Nicht einmal der früher selbstverständliche Schulkakao ist drin und viel vom Schulmaterial, was es früher noch umsonst gab, gibt es heute nicht mehr. Selbst für die Erstausstattung in der Schule, die ungefähr 180 Euro kostet, fehlt das Geld.
Für Marlis Herterich ist es an der Zeit, „dass die Kinderrechte endlich in das Grundgesetz aufgenommen werden. Doch hier scheitern wir nach wie vor. Wir müssen endlich lernen, Kinder als eigenständige Menschen und Persönlichkeiten mit eigenen Rechten anzusehen, weil wir erst dann unserer Verpflichtung nachkommen, die wir mit der UN-Kinderrechtskonvention eingegangen sind".

...steht unter Finanzierungsvorbehalt.
Einig waren sich die Teilnehmer in der Formulierung von Forderungen zur Bekämpfung der Kinderarmut. Außer der Erhöhung des Kindergeldes und der schulischen Erstausstattung für „i-Dötzchen" bei Eltern mit dem Köln-Paß fordert Özlem Demirel von der Ratsfraktion DIE.LINKE „eine flächendeckende Kinderbetreuung, weil nur so bessere Chancen und bessere soziale Entfaltungsmöglichkeiten entstehen. Unsere Forderung lautet ganz klar, dass die NRW-Landesregierung künftig dafür mehr Geld zur Verfügung stellen muss. Auf jeden Fall fordern wir in einem ersten Schritt eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder auf 300 Euro im Monat und langfristig eine Grundsicherung für Kinder." Vor allen dürfe es nicht sein, dass das Kindergeld vom Regelsatz wieder abgezogen wird. Als schnelle Hilfen auf kommunaler Ebene werden vor allem das kostenlose Mittagessen und Schulbeihilfen für Kinder mit Kölnpass gefordert sowie eine kostenfreie Teilnahme am kulturellen Leben durch freie Besuche von Museen, Sportvereinen oder Bibliotheken.
Die Politik muss endlich handeln
Elke Hoheisel-Adejolu ist auch Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Sie fordert von der Politik „endlich einen Rechtsanspruch auf freie Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule, die Wiederherstellung der Lehrmittelfreiheit, kleinere Klassen und Förderprogramme, sowie Bezahlung der Erstausstattung und finanzielle Unterstützung bei Klassenfahrten für benachteiligte Kinder".

Kinderrechte gehören in das Grundgesetz
Quelle: gesichter zei(ch/g)en
Für Marlis Herterich liegt die Hilfe in präventiven Maßnahmen, bevor „alles zu spät ist." Der Kampf müsse sich vor allem frühzeitig gegen die große Perspektivlosigkeit richten: „Ein Kind aus ärmeren Schichten hatte die Möglichkeit, sich am Mittelstand zu orientieren. Jetzt fehlt diese Schicht immer mehr und damit auch die Perspektive. An den Flicks und den Gerlings kann sich kein armes Kind orientieren, sondern zum Beispiel am Bäcker oder am Facharbeiter. Das ist noch ein machbares Ziel." Und deshalb müsse die Politik in Deutschland auch endlich mehr Geld für helfende Institutionen ausgeben, wie dies in anderen europäischen Ländern längst normal sei. Doch gerade jetzt streicht die NRW-Landesregierung gerade die Gelder für die Arbeitslosenzentren.
Kinderarmut ist kein Kölner Problem. In ganz Deutschland erregt die zunehmende Armut und vor allem die Kinderarmut die Gemüter. Dabei gibt es unterschiedliche Entwicklungen im Osten und im Westen Deutschlands. Prof. Dr. Christoph Butterwegge aus Köln hat sich intensiv mit den Ursachen und psychosozialen Folgen von Kinderarmut in den alten und neuen Bundesländern auseinandergesetzt. Ein Vergleich zwischen Erfurter und Kölner Kindern schlüsselt Unterschied und Gemeinsamkeiten in den Lebenslagen auf und weist auf Vorschläge zur Bekämpfung der Kinderarmut hin. (PK)

Christoph Butterwegge, Michael Klundt, Matthias Belke-Zeng (Hrsg.)
Kinderarmut ind Ost- und
Westdeutschland
2. Auflage 2008
VS-Verlag Wiesbaden
ISBN 978-3-531-15915-7
24,90 €
Online-Flyer Nr. 151 vom 18.06.2008
Druckversion
Lokales
Die Armut in Köln wird immer jünger
Hungrig zur Schule
Von Hans-Dieter Hey
Kinderarmut nimmt in Köln zu
Zahlen zeigen nicht die wirklichen Auswirkungen von Armut auf Menschen. Dennoch sind sie zur Beurteilung der Situation wichtig. Das „Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe" hat für Köln ermittelt, dass jedes vierte Kind in Köln in Armut lebt. Nach einem aktuellen Armutskompass könnte sich diese Zahl sogar auf 27 Prozent erhöht haben. Von den 25.000 Alleinerziehenden wuchsen im Jahr 2004 rund 37 Prozent in Armut auf. 2001 waren es noch 31 Prozent. Besonders betroffen sind Familien mit zwei und mehr Kindern. Hier stieg die Armut im gleichen Zeitraum von 41 Prozent auf 47 Prozent. Und auch diese Zahl nimmt – nach Auskunft der Kölner Sozialdezernentin Marlis Bredehorst im Mai 2008 – „fast täglich zu, und das macht mir große Sorgen". In Köln gibt es derzeit rund 115.000 Menschen in Bedarfsgemeinschaften, darunter 30.000 Kinder. 148.000 Kölnerinnen und Kölner besitzen einen Köln-Pass, darunter viele Niedrigverdiener, die von ihrem Lohn nicht leben können und staatliche Unterstützung bekommen.

Kümmern sich um arme Kinder: v.l.n.r.: Herterich, Wenner, Kostolnik, Demirel, Hoheisel-Adejolu
Für Marlis Herterich, Vorsitzende des Kinderschutzbundes NRW, potenziert sich auch künftig das Problem, „weil der größere Teil der Kinder in ärmeren Schichten geboren wird. Und dann ist Kinderarmut und auch Gewalt gegen Kinder oft nicht zu trennen. Wir erleben, dass Kinder nicht richtig angezogen oder ernährt sind und verwahrlosen. In diesen Familien gehört Armut fast immer dazu. Armut macht müde, Armut macht stumpf und hoffnungslos. Und die Kinder sind das schwächste Glied in der Familie. Sie bekommen alles ab."
Unseriöse ARGE macht Kinder arm
Die Geschäftsführerin des Kölner Arbeitslosenzentrums KALZ, Hedel Wenner, sieht die Auswirkungen vor allem nach der Einführung von Hartz IV durch die damalige rot-grüne Regierung: „Wir wussten, dass Hartz IV ein großes Verarmungsprogramm war, das mit einer großen Lüge eingeleitet wurde, weil man bereits 2004 nachrechnen konnte, dass der Regelsatz nicht stimmte." Doch auch vom Kindergeld profitieren arme Kinder nicht, weil es vom Regelsatz des Arbeitslosengeldes II abgezogen wird. Und die von der Politik vollmundig verkündeten Hilfen sind gesetzlich augenscheinlich so gestrickt, dass arme Familien kaum davon profitieren. Zum Beispiel bei Wohngeld und Kinderzuschlag. Wenner: „In meiner ganzen Beratungspraxis habe ich es vielleicht erst zweimal erlebt, dass Familien das bekommen haben." Die Einführung des Erziehungsgeldes ist für arme Familien ein besonderer Rückschritt, weil es von zwei auf ein Jahr gekürzt wurde.
Beihilfen für zusätzlichen Bedarf, die es zu Zeiten der Sozialhilfe noch gab, sind gänzlich weggefallen, und für gesellschaftliche oder schulische Anforderungen an Kleidung, Sportkleidung oder beispielsweise Gummistiefel gibt es nichts mehr. Selbst die im Regelsatz enthalten prozentualen Kleidungsanteile wurden 2004 zusammengestrichen. Nach Wenner kommt hinzu: „Wenn man Eltern arm macht, macht man auch die Kinder arm". Dass die Politik Hartz IV so niedrig ansetzen konnte und es in der Bevölkerung keinen Aufschrei gab, lag an der diskriminierenden und erniedrigenden Kampagne der Politik gegen Erwerbslose. Jetzt verursache die ARGE vor allem durch die sofort einsetzenden gesetzlichen Sanktionen Probleme: „Das führt auf keine Fall zu einer Förderung junger Menschen. Hartz-IV ist hier in Köln im Projekt MOZART erprobt worden. Man ist immer davon ausgegangen, 30 Prozent der Jugendlichen zu fördern und 30 Prozent aus dem System zu drängen, wohin auch immer. Mit Hartz IV hat sich dieses Problem noch potenziert." Zwar sei die Arbeitsagentur mit staatlicher Gewalt zur Ausübung von Sanktionen ausgestattet, doch zur Förderung komme man dort offensichtlich nicht mehr. Als Personalschlüssel zur Betreuung für Erwachsene sei ein ArGe-Mitarbeiter für 150 Erwachsenen oder 75 Jugendliche vorgesehen gewesen. Heute habe sich der Personalschlüssel um das dreifache verschlechtert. Allein im November 2007 hätte es dort 30.000 Postrückstände in der Bearbeitung gegeben. Deshalb führe diese unseriöse Behördenorganisaton - so Hedel Wenner - nur noch zu Sanktionen.
Vieles für die Entwicklung unserer Kinder...
Kein Geld für den Schulkakao
Wegen der finanziellen Not werden Kinder von armen Familien inzwischen von der Ganztagsbetreuung abgemeldet, weil sie die 21 Euro im Monat für das Mittagessen nicht mehr aufbringen können, denn auch dieser Betrag ist im Regelsatz von Hartz IV enthalten. Nicht einmal der früher selbstverständliche Schulkakao ist drin und viel vom Schulmaterial, was es früher noch umsonst gab, gibt es heute nicht mehr. Selbst für die Erstausstattung in der Schule, die ungefähr 180 Euro kostet, fehlt das Geld.
Für Marlis Herterich ist es an der Zeit, „dass die Kinderrechte endlich in das Grundgesetz aufgenommen werden. Doch hier scheitern wir nach wie vor. Wir müssen endlich lernen, Kinder als eigenständige Menschen und Persönlichkeiten mit eigenen Rechten anzusehen, weil wir erst dann unserer Verpflichtung nachkommen, die wir mit der UN-Kinderrechtskonvention eingegangen sind".
...steht unter Finanzierungsvorbehalt.
Die Politik muss endlich handeln
Elke Hoheisel-Adejolu ist auch Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Sie fordert von der Politik „endlich einen Rechtsanspruch auf freie Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule, die Wiederherstellung der Lehrmittelfreiheit, kleinere Klassen und Förderprogramme, sowie Bezahlung der Erstausstattung und finanzielle Unterstützung bei Klassenfahrten für benachteiligte Kinder".

Kinderrechte gehören in das Grundgesetz
Quelle: gesichter zei(ch/g)en
Für Marlis Herterich liegt die Hilfe in präventiven Maßnahmen, bevor „alles zu spät ist." Der Kampf müsse sich vor allem frühzeitig gegen die große Perspektivlosigkeit richten: „Ein Kind aus ärmeren Schichten hatte die Möglichkeit, sich am Mittelstand zu orientieren. Jetzt fehlt diese Schicht immer mehr und damit auch die Perspektive. An den Flicks und den Gerlings kann sich kein armes Kind orientieren, sondern zum Beispiel am Bäcker oder am Facharbeiter. Das ist noch ein machbares Ziel." Und deshalb müsse die Politik in Deutschland auch endlich mehr Geld für helfende Institutionen ausgeben, wie dies in anderen europäischen Ländern längst normal sei. Doch gerade jetzt streicht die NRW-Landesregierung gerade die Gelder für die Arbeitslosenzentren.
Kinderarmut ist kein Kölner Problem. In ganz Deutschland erregt die zunehmende Armut und vor allem die Kinderarmut die Gemüter. Dabei gibt es unterschiedliche Entwicklungen im Osten und im Westen Deutschlands. Prof. Dr. Christoph Butterwegge aus Köln hat sich intensiv mit den Ursachen und psychosozialen Folgen von Kinderarmut in den alten und neuen Bundesländern auseinandergesetzt. Ein Vergleich zwischen Erfurter und Kölner Kindern schlüsselt Unterschied und Gemeinsamkeiten in den Lebenslagen auf und weist auf Vorschläge zur Bekämpfung der Kinderarmut hin. (PK)

Christoph Butterwegge, Michael Klundt, Matthias Belke-Zeng (Hrsg.)
Kinderarmut ind Ost- und
Westdeutschland
2. Auflage 2008
VS-Verlag Wiesbaden
ISBN 978-3-531-15915-7
24,90 €
Online-Flyer Nr. 151 vom 18.06.2008
Druckversion
NEWS
KÖLNER KLAGEMAUER
FILMCLIP
FOTOGALERIE






















