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Literatur
Lyrik
An die Ausbeuter
Von Ludwig Verbeek


es ist nicht der neid
auf saus und braus
auf glanz und prunk
es riecht nach stunk

ihr schmeißt uns raus
da schäumt die wut
man hat kein haus
man döst das leid

ihr stehlt uns das brot
zieht gold aus kot
ihr nehmt uns den mut
uns kocht das blut

ihr drückt uns klein
brecht uns das kreuz
müllt uns den kopf
wir sind das schwein

was euch bringt glück
hackt uns zu stück
stumm dumm und dick
sind wir der schlick




ludwig verbeekLudwig Verbeek wurde 1938 in Köln geboren und studierte Philologie, Psychologie und Kunst in Bonn, wo er seit vielen Jahren lebt. Er veröffentlichte zahlreiche Essays, Erzählungen, Gedichte in Zeitungen, Zeitschriften, in Rundfunk und Internet sowie in Anthologien (wie beispielsweise in „Der Neue Conrady“).  

Im Jahre 2005 erschien „Lichtjahre und ich“ in der Edition Pajam, Bonn – gefördert durch die Kunststiftung NRW und die Stadt Bonn. Außerdem übertrug der Autor für „Omar Chayyam: Philosophische Bildergalerie aus dem 11. Jahrhundert“ Verse frei ins Deutsche (Übersetzung J. R. Goora, erschienen im Goethe&Hafis Verlag, Bonn 2006).




Online-Flyer Nr. 130  vom 23.01.2008

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