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Lokales
„Profifußballer – mein Traum“ – ein Interview
„Körnerstraße 77“ – Folge 13
Von Daniel, Handeren, Joseph, Klaus, Madlin, Sebastian und Tarik

Tarik: Profi - das ist mein Traum.
Foto: „Körnerstraße 77“
Joseph: Ich bin Joseph und mache jetzt ein Interview mit Tarik. Mit wie vielen Jahren hast du denn angefangen Fußball zu spielen?
Tarik: Mit sieben, also vor sechs Jahren.
Joseph: Und macht es dir Spaß?
Tarik: Teilweise, ja.
Joseph: Wo spielst du jetzt?
Tarik: In der C 1.
Joseph: Und was bedeutet C 1?
Tarik: Man fängt bei den Bambini an, danach kommt die F-Jugend, die E-Jugend, die D-Jugend und dann die C-Jugend. Die Besten sind in der 1 und die schlechteren in der 2 oder 3.
Joseph: In welchem Verein bist du?
Tarik: Eintracht Köln.
Joseph: Wo ist Eintracht Köln?
Tarik: Everhardstraße/Ecke Gutenbergstraße da hinten.
Joseph: Spielst du gerne mit deinen Freunden auf der Straße Fußball?
Tarik: Wir treffen uns am Freitag nach der Schule oder samstags am Platz bei der Hansemannstraße und da spielen wir Fußball. Wir machen Mannschaften, Straßenmannschaften, wir spielen dann gegen andere Mannschaften, die aus Ossendorf kommen oder aus Bocklemünd. Wir wetten dann zum Beispiel um eine Cola, und wer gewinnt kriegt dann die Cola.
Joseph: Und wann habt ihr Training?
Tarik: Mittwochs und freitags.
Joseph: Um wieviel Uhr?
Tarik: Manchmal, wenn wir schlecht gespielt haben, dann kommen wir früher, zum Beispiel vier Uhr, dann müssen wir laufen. Wenn wir ein Spiel nicht gut gemacht haben, dann müssen wir Strafe machen, Strafrunden laufen. Eigentlich machen wir nur fünf Runden und dann müssen wir das Dreifache machen, das sind 15.
Daniel: Wenn ihr ein Spiel gewonnen habt, was bekommt ihr dann vom Trainer?
Tarik: Einen Kuss.
Daniel: Einen Kuss? (alles lacht)
Tarik: Mit Kuss meine ich ein Geschenk. Wenn wir ein Turnier gewinnen, dann bekommen wir einen Pokal oder wir machen einen Ausflug mit der ganzen Mannschaft.
Madlin: Denkst du, dass Mädchen schlechter als Jungs spielen?
Tarik: Die Frage war eben im Verein, wer im Verein schlechter spielt. Bei uns im Verein sind die Mädchen in der 3 und das heißt, dass sie schlecht sind.
Madlin: Aber manche Mädchen spielen doch gut.
Sebastian: Mich würde interessieren, in welcher Position du spielst.
Tarik: Stürmer. Ich habe schon einmal einen Pokal bekommen, als der beste Torschütze der Liga. Unsere Liga hat 20 Mannschaften. Wir wurden Meister und haben über 100 Tore geschossen und davon habe ich die Hälfte geschossen.
Klaus: Willst du Profi werden?
Tarik: Profi - das ist mein Traum.
Daniel: Da musst du beim DFB spielen.
Tarik: Man muss nicht beim DFB spielen, man kann auch woanders spielen, zum Beispiel beim 1. FC Köln. Da kann man sich anmelden und die helfen dir weiter. Man kann da Fußball spielen gehen. Und man kann als FC-Spieler oder bei einem anderen Verein mal versuchen sein Glück zu finden.
Klaus: Wie lernen sich die Mannschaften von Ossendorf, Bickendorf und Ehrenfeld kennen?
Tarik: Ich habe in der Klasse Freunde, die wohnen in Ossendorf. Und in der Frühstückspause haben wir mal gewettet, wer besser spielt. Die haben gesagt, eure Spieler sind schlechter als unsere. Und da haben wir gesagt, das wollen wir mal sehen. Dann haben die gesagt, dann machen wir ein Turnier zwischen Bickendorf, Ossendorf und Ehrenfeld. Wir sind Erster geworden.
Klaus: Habt ihr auf der Straße gespielt?
Tarik: Nein, wir spielen nicht auf der Straße. Das heißt zwar Straßenfußball, aber wir spielen auf einem Platz an der Hansemannstraße. Da ist ein Bolzplatz.
Anne: Wann hast du denn das nächste Turnier, dass man dir mal zukucken kann.
Tarik. Das muss man erst organisieren. Wenn die einen fragen, habt ihr Zeit ein Turnier zu machen, dann sagen die anderen, wir kucken mal in den Kalender. Wenn die keine Zeit haben, dann müssen wir das verschieben oder auch wenn das Wetter schlecht ist. Da können wie manchmal in eine Halle.
Klaus: Was kostet der Beitrag in einem Verein?
Tarik: Wir müssen 110 Euro im Jahr bezahlen. Andere Vereine wollen das Geld jeden Monat, aber bei uns ist es im Jahr, weil die Eltern nicht so viel Geld jeden Monat bezahlen können. Wenn man spart, dann geht es.
Handeren: Kommt es auch zwischen den Mannschaften zu Streitereien?
Tarik: Kommt darauf an, wer zum Spielen kommt. Vielleicht haben wir mal Feinde, aber sonst kommt es nicht zu Schlägereien. Mein Freund hat einmal gegen einen anderen geschimpft und dann haben die sich gekloppt.
Die „Körnerstraße 77“-Redaktion wüsste gern, was Euch an den Beiträgen aus dem Heft nicht gefällt und was Euch gefällt und was Ihr Euch für eine Kinder- und Jugendzeitschrift für Ehrenfeld wünscht. (PK)
Adresse: Körner Str. 77 – 79, 50823 Köln
Tel: 0221-9521198 – 99, Fax: 0221-9521197
E-mail: koelnerappell@t-online.de
Homepage: www.koelnerappell.de
Spenden zur Unterstützung des Projekts an Kölner Appell
Konto-Nr. 7042000
bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Online-Flyer Nr. 102 vom 04.07.2007
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„Profifußballer – mein Traum“ – ein Interview
„Körnerstraße 77“ – Folge 13
Von Daniel, Handeren, Joseph, Klaus, Madlin, Sebastian und Tarik

Tarik: Profi - das ist mein Traum.
Foto: „Körnerstraße 77“
Joseph: Ich bin Joseph und mache jetzt ein Interview mit Tarik. Mit wie vielen Jahren hast du denn angefangen Fußball zu spielen?
Tarik: Mit sieben, also vor sechs Jahren.
Joseph: Und macht es dir Spaß?
Tarik: Teilweise, ja.
Joseph: Wo spielst du jetzt?
Tarik: In der C 1.
Joseph: Und was bedeutet C 1?
Tarik: Man fängt bei den Bambini an, danach kommt die F-Jugend, die E-Jugend, die D-Jugend und dann die C-Jugend. Die Besten sind in der 1 und die schlechteren in der 2 oder 3.
Joseph: In welchem Verein bist du?
Tarik: Eintracht Köln.
Joseph: Wo ist Eintracht Köln?
Tarik: Everhardstraße/Ecke Gutenbergstraße da hinten.
Joseph: Spielst du gerne mit deinen Freunden auf der Straße Fußball?
Tarik: Wir treffen uns am Freitag nach der Schule oder samstags am Platz bei der Hansemannstraße und da spielen wir Fußball. Wir machen Mannschaften, Straßenmannschaften, wir spielen dann gegen andere Mannschaften, die aus Ossendorf kommen oder aus Bocklemünd. Wir wetten dann zum Beispiel um eine Cola, und wer gewinnt kriegt dann die Cola.
Joseph: Und wann habt ihr Training?
Tarik: Mittwochs und freitags.
Joseph: Um wieviel Uhr?
Tarik: Manchmal, wenn wir schlecht gespielt haben, dann kommen wir früher, zum Beispiel vier Uhr, dann müssen wir laufen. Wenn wir ein Spiel nicht gut gemacht haben, dann müssen wir Strafe machen, Strafrunden laufen. Eigentlich machen wir nur fünf Runden und dann müssen wir das Dreifache machen, das sind 15.
Daniel: Wenn ihr ein Spiel gewonnen habt, was bekommt ihr dann vom Trainer?
Tarik: Einen Kuss.
Daniel: Einen Kuss? (alles lacht)
Tarik: Mit Kuss meine ich ein Geschenk. Wenn wir ein Turnier gewinnen, dann bekommen wir einen Pokal oder wir machen einen Ausflug mit der ganzen Mannschaft.
Madlin: Denkst du, dass Mädchen schlechter als Jungs spielen?
Tarik: Die Frage war eben im Verein, wer im Verein schlechter spielt. Bei uns im Verein sind die Mädchen in der 3 und das heißt, dass sie schlecht sind.
Madlin: Aber manche Mädchen spielen doch gut.
Sebastian: Mich würde interessieren, in welcher Position du spielst.
Tarik: Stürmer. Ich habe schon einmal einen Pokal bekommen, als der beste Torschütze der Liga. Unsere Liga hat 20 Mannschaften. Wir wurden Meister und haben über 100 Tore geschossen und davon habe ich die Hälfte geschossen.
Klaus: Willst du Profi werden?
Tarik: Profi - das ist mein Traum.
Daniel: Da musst du beim DFB spielen.
Tarik: Man muss nicht beim DFB spielen, man kann auch woanders spielen, zum Beispiel beim 1. FC Köln. Da kann man sich anmelden und die helfen dir weiter. Man kann da Fußball spielen gehen. Und man kann als FC-Spieler oder bei einem anderen Verein mal versuchen sein Glück zu finden.
Klaus: Wie lernen sich die Mannschaften von Ossendorf, Bickendorf und Ehrenfeld kennen?
Tarik: Ich habe in der Klasse Freunde, die wohnen in Ossendorf. Und in der Frühstückspause haben wir mal gewettet, wer besser spielt. Die haben gesagt, eure Spieler sind schlechter als unsere. Und da haben wir gesagt, das wollen wir mal sehen. Dann haben die gesagt, dann machen wir ein Turnier zwischen Bickendorf, Ossendorf und Ehrenfeld. Wir sind Erster geworden.
Klaus: Habt ihr auf der Straße gespielt?
Tarik: Nein, wir spielen nicht auf der Straße. Das heißt zwar Straßenfußball, aber wir spielen auf einem Platz an der Hansemannstraße. Da ist ein Bolzplatz.
Anne: Wann hast du denn das nächste Turnier, dass man dir mal zukucken kann.
Tarik. Das muss man erst organisieren. Wenn die einen fragen, habt ihr Zeit ein Turnier zu machen, dann sagen die anderen, wir kucken mal in den Kalender. Wenn die keine Zeit haben, dann müssen wir das verschieben oder auch wenn das Wetter schlecht ist. Da können wie manchmal in eine Halle.
Klaus: Was kostet der Beitrag in einem Verein?
Tarik: Wir müssen 110 Euro im Jahr bezahlen. Andere Vereine wollen das Geld jeden Monat, aber bei uns ist es im Jahr, weil die Eltern nicht so viel Geld jeden Monat bezahlen können. Wenn man spart, dann geht es.
Handeren: Kommt es auch zwischen den Mannschaften zu Streitereien?
Tarik: Kommt darauf an, wer zum Spielen kommt. Vielleicht haben wir mal Feinde, aber sonst kommt es nicht zu Schlägereien. Mein Freund hat einmal gegen einen anderen geschimpft und dann haben die sich gekloppt.
Die „Körnerstraße 77“-Redaktion wüsste gern, was Euch an den Beiträgen aus dem Heft nicht gefällt und was Euch gefällt und was Ihr Euch für eine Kinder- und Jugendzeitschrift für Ehrenfeld wünscht. (PK)
Adresse: Körner Str. 77 – 79, 50823 Köln
Tel: 0221-9521198 – 99, Fax: 0221-9521197
E-mail: koelnerappell@t-online.de
Homepage: www.koelnerappell.de
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