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Arbeit und Soziales
Breites Bündnis in Münster bereitet antifaschistischen Kongress vor
„Zivilcourage gegen Nazis!“
Von Peter Kleinert

Mobilisierte „Münster gegen Nazis“ – Axel Reitz
Neofaschistische Aktivitäten nehmen bundesweit zu. Inzwischen sitzen sie in drei ostdeutschen Landesparlamenten, bundesweit sitzen sie in vielen Stadtparlamenten, teilweise unter populistischen Tarnnamen wie „Pro Köln“. Auch in Westfalen sind sie aktiv. „Von rechten Konzerten in Greven oder Lippstadt, Angriffen auf Einwanderer oder Wohnungslose, neofaschistischen Demonstrationen in Hamm, Minden, Bielefeld und Münster, rechten Lifestyle-Läden oder der DVU im Dortmunder Stadtrat. Die Palette reicht weit“, so der Münsteraner GEW-Geschäftsführer und einer der Sprecher des Bündnisses, Carsten Peters. „Auch in Westfalen nehmen rechtsextreme Umtriebe zu“.
Aus diesem Milieu werden Straftaten verübt, die sich nicht auf Propagandadelikte beschränken, sondern – wie in Hamm – durch mehrfache Körperverletzungen gegen Andersdenkende und Sachbeschädigungen gegen demokratische Organisationen zum Ausdruck kommen. Offene positive Bezugnahme auf die nationalsozialistische Diktatur ist hier keine Ausnahme, Knast-Erfahrung ebensowenig.

Anti-Nazi-Kundgebung in Münster 2006
Doch gegen diese Entwicklung formiert sich demokratischer Widerstand nicht nur von der VVN/BdA und in den Gewerkschaften, sondern auch aus der Mitte der Gesellschaft. Um bereits bestehende regionale Aktivitäten zusammenzuführen und zu stärken, wird das Bündnis nun am 9. Juni einen Kongress unter dem Motto „Zivilcourage gegen Nazis! – Wie macht man das?!?“ in Münster durchführen. „Eingeladen sind alle Aktiven und Aktiv-Werden-Wollenden aus ganz Westfalen“, so Carsten Peters.
„Den rechten Umtrieben etwas entgegen zu setzen, ist die Devise. Es gibt viele örtliche Initiativen gegen Faschismus und Rassismus. Diese arbeiten aber meistens unabhängig voneinander. Aus den erfolgreichen Aktionen anderer kann man aber lernen. Das soll dieser Kongress leisten“, beschreibt er die Motivation des Bündnisses, den Kongress durchzuführen.

Widerstand aus der Mitte der Gesellschaft
Fotos: „Münster gegen Nazis“
Um eine gemeinsame inhaltliche Grundlage zu schaffen wird der bekannte Soziologe Prof. Dr. Arno Klönne aus Paderborn über historische und aktuelle Strategien der Nazi-Szene referieren. Anschließend soll in verschiedenen Arbeitsgruppen das Thema vertieft werden. Unter anderem sind Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aktionsformen gegen Neofaschismus, zu der Ideologie verschiedener Strömungen des Neonazismus oder auch zu neofaschistischer Jugendkultur, zum Thema „weibliche Nazis“ zur „intellektuellen Rechten“ und zur Vernetzung bestehender Initiativen gegen Rechts geplant.
Das Programm wird durch die Ausstellung „Rechtsum und ab durch die Mitte!“, das Impro-Theater „Scharf im Wolfspelz“ und verschiedene Informationsstände von Initiativen gegen Nazismus und rechte Gewalt, zum Beispiel die „Aktion Noteingang“, abgerundet.
Online-Flyer Nr. 90 vom 11.04.2007
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Arbeit und Soziales
Breites Bündnis in Münster bereitet antifaschistischen Kongress vor
„Zivilcourage gegen Nazis!“
Von Peter Kleinert

Mobilisierte „Münster gegen Nazis“ – Axel Reitz
Neofaschistische Aktivitäten nehmen bundesweit zu. Inzwischen sitzen sie in drei ostdeutschen Landesparlamenten, bundesweit sitzen sie in vielen Stadtparlamenten, teilweise unter populistischen Tarnnamen wie „Pro Köln“. Auch in Westfalen sind sie aktiv. „Von rechten Konzerten in Greven oder Lippstadt, Angriffen auf Einwanderer oder Wohnungslose, neofaschistischen Demonstrationen in Hamm, Minden, Bielefeld und Münster, rechten Lifestyle-Läden oder der DVU im Dortmunder Stadtrat. Die Palette reicht weit“, so der Münsteraner GEW-Geschäftsführer und einer der Sprecher des Bündnisses, Carsten Peters. „Auch in Westfalen nehmen rechtsextreme Umtriebe zu“.
Aus diesem Milieu werden Straftaten verübt, die sich nicht auf Propagandadelikte beschränken, sondern – wie in Hamm – durch mehrfache Körperverletzungen gegen Andersdenkende und Sachbeschädigungen gegen demokratische Organisationen zum Ausdruck kommen. Offene positive Bezugnahme auf die nationalsozialistische Diktatur ist hier keine Ausnahme, Knast-Erfahrung ebensowenig.

Anti-Nazi-Kundgebung in Münster 2006
Doch gegen diese Entwicklung formiert sich demokratischer Widerstand nicht nur von der VVN/BdA und in den Gewerkschaften, sondern auch aus der Mitte der Gesellschaft. Um bereits bestehende regionale Aktivitäten zusammenzuführen und zu stärken, wird das Bündnis nun am 9. Juni einen Kongress unter dem Motto „Zivilcourage gegen Nazis! – Wie macht man das?!?“ in Münster durchführen. „Eingeladen sind alle Aktiven und Aktiv-Werden-Wollenden aus ganz Westfalen“, so Carsten Peters.
„Den rechten Umtrieben etwas entgegen zu setzen, ist die Devise. Es gibt viele örtliche Initiativen gegen Faschismus und Rassismus. Diese arbeiten aber meistens unabhängig voneinander. Aus den erfolgreichen Aktionen anderer kann man aber lernen. Das soll dieser Kongress leisten“, beschreibt er die Motivation des Bündnisses, den Kongress durchzuführen.

Widerstand aus der Mitte der Gesellschaft
Fotos: „Münster gegen Nazis“
Um eine gemeinsame inhaltliche Grundlage zu schaffen wird der bekannte Soziologe Prof. Dr. Arno Klönne aus Paderborn über historische und aktuelle Strategien der Nazi-Szene referieren. Anschließend soll in verschiedenen Arbeitsgruppen das Thema vertieft werden. Unter anderem sind Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aktionsformen gegen Neofaschismus, zu der Ideologie verschiedener Strömungen des Neonazismus oder auch zu neofaschistischer Jugendkultur, zum Thema „weibliche Nazis“ zur „intellektuellen Rechten“ und zur Vernetzung bestehender Initiativen gegen Rechts geplant.
Das Programm wird durch die Ausstellung „Rechtsum und ab durch die Mitte!“, das Impro-Theater „Scharf im Wolfspelz“ und verschiedene Informationsstände von Initiativen gegen Nazismus und rechte Gewalt, zum Beispiel die „Aktion Noteingang“, abgerundet.
Online-Flyer Nr. 90 vom 11.04.2007
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