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Medien
Große Solidarität für die geschassten KollegInnen der Münsterschen Zeitung
Verleger Lensing-Wolff massiv in der Kritik
Von Peter Adolffs

Restlos zufrieden war die Deutsche JournalistInnen-Union (dju) in der Gewerkschaft ver.di NRW mit ihrer Protestaktion am 27. Januar gegen die Freistellung der kompletten Lokalredaktion der Münsterschen Zeitung (MZ). "Wir haben 5000 Flugblätter unter das Volk gebracht, tausende Menschen beim Samstags-Shopping in der Münsteraner City erreichen und informieren können. Viele hundert Münsteraner haben in einer Unterschriftenliste ihr Missfallen über das Vergehen des Dortmunder Verlegers Lambert Lensing-Wolff kundgetan", sagte der Vorsitzende des dju-Bezirks Münsterland, Dr. Frank Biermann.
Am Infostand der dju in ver.di und des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) vor der Geschäftsstelle der Münsterschen Zeitung (MZ) am Prinzipalmarkt hatten am sich Samstagvormittag zahlreiche Münsteraner Ratspolitiker aus allen Fraktionen von CDU bis zur Linkspartei eingefunden, dazu der Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel und der Bundestagsabgeordnete Winni Nachtweih, beide von den Grünen.

Martin Krehl
Martin Krehl, dju-Landesvorsitzender, vor der MZ-Geschäftsstelle
Foto: NRhZ-Archiv


Auch Prominenz aus der Kulturszene wie etwa der Musiker und TV-Moderator Götz Alsmann ließ sich informieren. Während der Aktion wurden etliche Solidaritätsdressen verlesen, die die dju erreicht haben. Die weit Entfernteste kam aus Ecuador. Von dort hatte der Journalist und Kabarettist Peter Korneffel solidarische Grüße übermittelt.

"Ein Ziel haben wir immerhin schon erreicht", sagte Biermann: "Lambert Lensing-Wolff ist unter einen erheblichen öffentlichen Rechtfertigungsdruck geraten". In der Münsterschen Zeitung und in der zum Medienhaus Lensing gehörenden Sonntagszeitung waren wortgleiche Interviews mit dem Verleger erschienen, in denen er erstmals Stellung zu seiner Entscheidung bezog, die komplette bewährte Lokalredaktion von heute auf morgen frei zu stellen und sie durch überwiegend junge KollegInnen zu ersetzen.

"Bislang hat Lensing-Wolff Kritik seine Praktiken immer eisern tot geschwiegen. Und wenn er jetzt behauptet, die Gewerkschaften würden eine 'Schmutzkampagne' gegen ihn initiieren, dann ist das einfach lächerlich. Wir referieren nur die Fakten. Und die hat er geschaffen", so Biermann abschließend.


Kontakt: Frank Biermann, dju-Landesvorstand in ver.di NRW, Mobil 0175/4136509, drfrankbiermann@gmx.de und Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk NRW
Karlstraße 123 – 127, 40210 Düsseldorf, Telefon: 02 11/6 18 24 - 0


Online-Flyer Nr. 80  vom 31.01.2007

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