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Literatur
Der Fortsetzungsroman in der NRhZ - Kapitel X 
"Niemandsland"
Von Wolfgang Bittner

Der Roman führt zurück in die achtziger Jahre der Bundesrepublik Deutschland. Der Ich-Erzähler, ein Universitätsdozent, gerät in eine Sinnkrise und Depression, aus der er sich durch das Erfassen seiner eigenen Geschichte zu befreien versucht. Er hat sich einen Standort geschaffen, doch die scheinbare Geborgenheit wird nach und nach in Frage gestellt. Das Gefühl der Sinnlosigkeit lähmt und läßt zugleich ahnen, daß die Ursache der Depression ein tiefes unterbewußtes Entsetzen ist. Fast zwanghaft spürt der Erzähler diesem unbestimmten Gefühl nach, nähert sich dem Ursprung seiner Angst. Ein Mosaik entsteht. Lesen Sie heute Kapitel X: "Überblick"
Die Vergangenheit ist unabweisbar. Sie beeinflußt unser Denken und Handeln in weitaus größerem Maße, als wir uns bewußt zu machen vermögen. Keine Handlung, kein Verhalten ist ohne Folgen. Was war, hat in uns gewirkt, Wurzeln geschlagen, uns geprägt. Und was auf uns zu­trifft, gilt in gleicher Weise für die sozialen Verhältnisse, in denen wir uns befinden. In den vergangenen Tagen habe ich mir ins Gedächtnis zurückgerufen, wie ich als Jugendlicher aufwuchs und in eine Arbeitswelt hineinge­riet, die mich im Rückblick fast so unwirklich anmutet, wie Szenen aus Franz Kafkas Romanen.

Die Menschen auf dem Lande erschienen dem Fremden ruhig, bedächtig und zurückhaltend, aber nicht un­freundlich, zwar ungebildet, aber nicht dumm. Die Land­schaft war eindrucksvoll in ihrer Weite und Natürlichkeit. Grüne Marsch, oder Wallhecken und Gebüschgruppen, kilometerweit, ohne Dach und Schornstein. Hinter dem Wald das vor Sonnenhitze flimmernde Moor bis an den Horizont. Damals gab es noch nicht in jedem Haus einen Fernseher, der heute die Bewohner der entlegensten Ge­biete mehr und einheitlicher prägt, als es Klima und Land­schaft je vermochten. Nicht im Dorfkrug, aber auf einer Bank neben der Haustür oder auf einer Schleusenmauer am Kanal traf man noch in den fünfziger Jahren Men­schen an, die, obwohl sie weder lesen noch schreiben konn­ten, über mehr zu berichten wußten, als über das Ergebnis des letzten Fußballspiels.

Will man sich einen knappen Überblick über die Infra­struktur jener Gegend und die Mentalität ihrer Bewohner verschaffen, ergeben wenige statistische Zahlen ein ziem­lich genaues Bild. Bei der Volkszählung im Jahre 1804 lebten im gesamten Landkreis etwa 23.000 Menschen. 1933 waren es 42.589 und 1949, trotz des Krieges, sogar 63.069, darunter 16.500 Heimatvertriebene. Bei der Kreisverwaltung waren vor dem zweiten Weltkrieg 31 Personen beschäftigt, 1956 waren es 206 und 1976 zählte man 452. 1933 errangen die Nationalsozialistische Deut­sche Arbeiterpartei und die Deutschnationale Volkspartei zusammen einen Stimmanteil von 85,6 Prozent. 1949 hat­te die FDP im Kreistag 18 Sitze, die SPD 13, die CDU 2; ab 1964 besaß dann die CDU die Mehrheit. Das, was allgemein als gesellschaftlicher Fortschritt bezeichnet wird, läßt sich aus der Statistik nicht ablesen - es ist überhaupt fraglich, worin dieser Fortschritt bestehen soll. Denn die Arbeitslosigkeit liegt in jener Gegend heute bei 25 bis 35 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung.
Hochzeiten, Kindtaufen, Beerdigungen, Schützenfeste. Mitte der fünfziger Jahre gab es in der Stadt einmal einen Lottokönig, er hieß Rettich. Vor seinem großen Gewinn und wieder einige Jahre danach handelte er mit Seife, Bürsten und Besen, die er an den Haustüren anbot. Als die Nachricht von seinem Glück innerhalb weniger Stun­den die Runde machte, stand die Stadt Kopf. Hunderte von Bettelbriefen, Empfehlungen und Angeboten erreich­ten den Gewinner und seine Frau bereits am folgenden Tag. Die beiden Postboten sollen für den Transport des Waschkorbes mit den Einsendungen jeder hundert Mark Trinkgeld erhalten haben.
Gefeiert wurde abwechselnd im Goldenen Anker und im Hof von Hannover. Rettichs Gefolgschaft erweiterte sich von Tag zu Tag, die Gelage wurden immer anspruchs­voller und kostspieliger, er hielt Hof. Man habe Austern aus Spanien und echten Cognac aus Frankreich bestellt, hieß es. Ein Mercedes wurde gekauft und eine Villa in Auftrag gegeben, später noch eine Gastwirtschaft gepach­tet. Aber der erwartete Zustrom von Gästen blieb dann doch aus. Immer öfter hing an der Tür ein Schild mit der Aufschrift: »Wegen Reichtum geschlossen.«
Auch andere Geschichten machten die Runde. Eines Morgens hatte Luise Rettich, die Lottokönigin, Schwie­rigkeiten beim Wasserlassen. Im Laufe des Vormittags suchte sie, da sich ihre Beschwerden nicht besserten, den neuen Frauenarzt auf, der nach kurzer Untersuchung ein Schnapsglas zu Tage förderte.
Zwei Jahre später war plötzlich kein Geld mehr da. Der Mercedes wurde verkauft, die Pelzmäntel und Bril­lantringe wanderten in die Pfandleihe, das gerade erst bezogene Haus kam unter den Hammer.
In der Stadt ging man wieder zur Tagesordnung über. Die Frau eines Papierwarenhändlers hatte in einem Hotel­zimmer in Oldenburg Selbstmord begangen. Auf dem Marktplatz wurden die schönen alten Kastanienbäume gefällt, um dem Ort städtisches Aussehen zu geben. Das Barackenlager am Stadtrand gab es immer noch.
Wie war es möglich, aus diesen Verhältnissen herauszu­kommen? Mancher zog ins Ruhrgebiet, um im Kohlen­bergbau zu arbeiten. Herbert Kowollek wurde Zuhälter in Frankfurt, Monika Dietzel - so war zu hören - hatte jemand in Bremen gesehen, wo sie auf den Strich ging. Am besten, sagte ich mir, würde ich Boxer, Fußballstar oder Filmschauspieler.
Ich las Heftromane über Westernhelden und Comics wie »Tarzan« oder »Prinz Eisenherz«. Diese Lektüre machte einen nachhaltigen Eindruck auf mich. Immer ging es darin um einen Helden, der sich allen Widrigkeiten zum Trotz durchkämpfte. Half alles nichts, sprachen die Fäuste, der Colt oder das Schwert. Selten, und dann durch Zufall, stieß ich auf anderen Lesestoff.
Einmal kamen die Großeltern zu Besuch, und abends wurde viel von früher erzählt, von »Zuhause«. Mein Großvater berichtete, daß unsere Familie ursprünglich aus Franken stamme und, im zwölften oder dreizehnten Jahr­hundert, nach Schlesien eingewandert sei. In einem alten Stammbuch lasse sich nachlesen, daß die Vorfahren im siebzehnten Jahrhundert einen Bauernhof in Niederschle­sien bewirtschafteten und freie Erbsassen waren. Darauf legte mein Großvater Wert, darauf war er besonders stolz. Denn das bedeute, so erklärte er mir, daß der Hof vom Vater auf den ältesten Sohn weitervererbt werden konnte, daß unsere Vorfahren niemals leibeigen, sondern immer freie Bauern gewesen seien, später dann Förster oder Dorfschullehrer. Ich zog die Lehre daraus, daß wir uns also - bis auf weiteres - verschlechtert hatten.

Als Lehrling bei der Kreisverwaltung anzufangen, galt als eine Ehre. Denn von etwa fünfzig Bewerbern wurden nach einem mehrstündigen Test nur vier ausgewählt. Die Ausbildung bestand darin, für jeweils drei Monate einer Abteilung oder Dienststelle zugeordnet zu werden, wo vor allem Aktenvorgänge abzuheften, Briefe zu tippen und Botengänge zu erledigen waren. Mein Vater sagte: »Lehrjahre sind keine Herrenjahre.« Meine ersten Ausbil­der, zwei Verwaltungsangestellte der Fürsorgeabteilung, hießen Siefken und Memminga; ich saß bei ihnen im Zimmer am Katzentisch. Am ersten Tag lernte ich ein Telefon bedienen, eine für mich völlig neuartige Erfah­rung.

Es gibt Abschnitte im Leben, die sich mit vielen Einzel­heiten unwiderruflich einprägen. Siefken war ein hagerer, sich vornehm gebender Mann mit pomadisiertem Haar und einem Siegelring am Finger. Er sprach in gezierten Wendungen, erwähnte oft, daß sein Vater Finanzinspektor gewesen war und behandelte die Fürsorgeempfänger wie Aussätzige. Memminga, der jeden Morgen eine halbe Stun­de in der Zeitung las, machte einen behäbigen, gemütli­chen Eindruck, hatte aber nichts zu sagen. Durch eine Kriegsverletzung war sein linker Arm verkrüppelt, und er trug einen schwarzen Lederhandschuh.
»Daß einer mit siebzehn Jahren noch nicht telefonieren kann, finde ich erstaunlich«, sagte Siefken und warf einen neugierigen Blick auf mich. »Haben Sie denn zu Hause kein Telefon?« Memminga sah von seinen Akten hoch und meinte: »Wenn ich mich nicht täusche, ist doch Ihr Vater Verwaltungsangestellter. Wohnen Sie nicht draußen in dem Barackenlager?« Das war zu Beginn.
Als Siefken Geburtstag hatte, gab er nachmittags für jeden eine Flasche Bier aus. Wir saßen um die Schreibti­sche herum und schwätzten. Ein Mädchen aus Memmin­gas Nachbarschaft hatte ein uneheliches Kind bekommen. »Das war vorherzusehen«, sagte er und berichtete: »Vor zwei Jahren wäre ich beinahe über sie gestolpert, da lag sie mit einem Kerl auf dem Feldweg hinter unserem Garten. Ich kam vom Angeln nach Hause, und es war schon dunkel. Aber nicht so dunkel, daß ich ihre Titten und ihren Busch nicht hätte sehen können, als sie aufsprang und weglief.« Er saugte an seiner Bierflasche.
»Hm - ja«, sagte Siefken. »Was es alles so gibt.« Grin­send berichtete er von einer Witwe, die in einem Haus ihm gegenüber wohnte. »Sie ist mit dem alten Cordes befreundet, und das in ihrem Alter. Ich glaube, sie ist schon Ende Fünfzig.«
»Mit dem früheren Postboten?« fragte Memminga. Siefken nickte und räkelte sich in seinem Sessel. »Wenn er abends kommt, gehe ich auf den Boden und gucke aus der Dachluke. Sie denken ja, sie brauchten die Gardinen nicht vorzuziehen, weil wir oben sonst keine Fenster ha­ben.« An dieser Stelle brach er in wieherndes Gelächter aus, und Memminga schloß sich ihm an.
So verlief so eine Unterhaltung, bis die Reihe an mir war, aber mir fiel nichts ein. Die beiden beäugten mich erwartungsvoll, aber mir fiel nie etwas ein. Auch Witze konnte ich mir nicht merken. Einmal sagte ich kommen­tierend: »Das hilft dem Vater auf die Mutter«, nur um etwas zu sagen. Das kam nicht an. Überraschte Blicke, und Memminga schnaufte vor sich hin. Siefken brummte pikiert, als dächte er an seinen Finanzinspektorvater und dessen Gattin, die Mutter: »Wenn das Ihr Vater hören würde.« Am besten, man schwieg.
Der Abteilungsleiter, ein Oberinspektor, führte seine Machtvollkommenheit vor. Er befahl mir, das im Hof herumliegende Papier aufzusammeln. Scham, Unsicher­heit, Wut, Verzweiflung. Er und mehrere Beamte standen an den Fenstern, sahen zu. Ich fühlte mich gedemütigt und dachte gleichzeitig, daß irgend jemand das Papier schließlich aufheben müsse. Ich beeilte mich. Befehl ausge­führt, der Vollzug wurde gemeldet. Ein Beamter sei kein gewöhnlicher Mensch, hieß es, er stehe in einem Dienst­- und Treueverhältnis zum Staat, er sei Träger besonderer Rechte und Pflichten. Ein Angestellter war so etwas ähnli­ches, und ein Lehrling war auf dem Wege dahin.
Jedes Jahr gab es einen Betriebsausflug in die nähere Umgebung. Man konnte dabei den Oberkreisdirektor kennenlernen, freilich nur aus der Entfernung. Eine gött­liche Erscheinung, Akademiker. Er verfügte über unbe­schränkte Herrschaftsgewalt. Sprach er mit unteren Dienstgraden, zum Beispiel über das Wetter, war das eine Auszeichnung, die mancher sein Leben lang nicht mehr vergaß.
Und noch eine Veranstaltung zur Förderung des Ge­meinschaftsgefühls: ein Boßelwettkampf, jedes Jahr im Dezember oder Januar, zumeist mit einer benachbarten Kreisverwaltung. Bei diesem Boßeln, einem Nationalsport jener Gegend, kegelte man eine Holzkugel mit jedem Wurf so weit wie möglich die Landstraße entlang. Wer am Ende vorne lag, hatte gewonnen. Während des Spiels wurde kostenlos Schnaps ausgeschenkt; und es gab Mett­würste, dafür konnte ich mich am meisten begeistern.
Wer etwas Geld übrig hatte, baute sich ein Haus, wenn möglich im Sozialen Wohnungsbau. Aber auch wer kein Geld übrig hatte, baute, meine Eltern ebenfalls. Monate­lang ging es hin und her, bis sie endlich von der Neuen Heimat ein Grundstück zugewiesen bekamen, auf dem inmitten einer Siedlung in einfachster Bauweise ein Zie­gelhaus entstand, das haargenau so aussah, wie die zwanzig anderen, die zu gleicher Zeit errichtet wurden. Es bestand aus Wohnzimmer, Küche, Waschküche und Bade­zimmer, drei butzenartigen Schlafzimmern unter dem Dach und einem winzigen Keller. Es kostete 40.000 Mark, und das erforderliche Eigenkapital von 4.000 Mark wur­de, entgegen den Bestimmungen, durch einen zusätzli­chen Kredit beschafft. Wie denn sonst?
Das Grundstück war ziemlich groß und von Baufahr­zeugen zerwühlt. Fast zwei Jahre dauerte es, bis Wege, Vorgarten und Garten richtig angelegt waren. Abends und an den Wochenenden wurden Sand und Steine ge­karrt. Das trug mir schließlich einen Bandscheibenscha­den ein, der mich davor bewahrte, die Kampfkraft und Verteidigungsbereitschaft einer neu entstandenen Armee eines neu entstandenen Vaterlandes zu erhöhen. Militär, wohin man blickte schon wieder Militär. Uniformen, Lastwagenkolonnen, Panzer, Düsenjäger, Manöver, gro­ßer Zapfenstreich auf dem Marktplatz. Wer beim Abspie­len des Deutschlandliedes vergaß, seine Mütze abzuneh­men, wurde von irgendeinem Oberlehrer angepfiffen.
Die Nachbarschaft in der Siedlung war herzlich. Frau Möbus und Frau Sawatzki saßen jeden Tag zusammen, tranken Tee, paßten gemeinsam auf die Kinder auf und klatschten. Bis Jan Möbus sich einen Opel Kadett kaufte und für dieses Juwel eine Garage anbaute. Durch ein Versehen des Bauunternehmers wurde die Garage sechs Zentimeter über die Grenze gebaut, was sein Nachbar erst nach Abschluß der Bauarbeiten entdeckte. Dafür ver­langte Franz Sawatzki fünfhundert Mark, die Jan Möbus nicht zahlen wollte. Die Folgen: ein langwieriger Rechts­streit, durchstochene Autoreifen, mit Benzin vergiftete Obstbäume und eine Todfeindschaft, in die andere Nach­barn hineingezogen wurden. »Dieser krummbeinige Torf­kopf«, sagte der eine. »Dieser hergelaufene Kloßfresser«, sagte der andere.
Möbus war Angestellter beim Landkreis, leicht erreg­bar und trank gern einen über den Durst. Wir gingen nach dem Dienst oft zusammen nach Hause. Begann er auf Betriebsausflügen zu vorgerückter Stunde an den Lehrmädchen herumzu­fummeln, erhielt er - das war bekannt - von seiner Frau ein paar kräftige Maulschellen und wurde im Polizeigriff abgeführt. Dennoch war er beliebt, denn er konnte in noch nicht ganz so fortgeschrittenem Stadium der Alko­holisierung sehr spannend von seiner Zeit als Hitlerjunge und Flakhelfer berichten. »Wir lagen am Stadtrand von Wilhelmshaven«, so begann er, »gleich neben uns in den Baracken, nur durch einen Maschendrahtzaun getrennt,die Nachrichtenhelferinnen. Was meinst du, was da los war.«
Im Erzählen war Jan Möbus ein Naturtalent, ein schmächtiger Pantoffelheld mit schütterem Haar und O­-Beinen. Ich hörte immer sehr aufmerksam zu. Damals erfuhr ich, daß intime Beziehungen durch Maschendraht hindurch außerordentlich reizvoll sein sollen.
Ich wollte weg, dieser Gedanke setzte sich immer mehr bei mir fest, da halfen auch nicht die Wanderfahrten mit dem Fahrrad nach Süddeutschland und nach Schweden. Meine Freundschaft mit Henriette, der Tochter eines Zahn­arztes, ging in die Brüche, noch ehe sie richtig begonnen hatte. Henriette wurde schwanger, aber nicht von mir. Sie trieb ab, indem sie Unmengen von Tabletten schluckte und im dritten Monat solange vom Heizöltank im Hof ihrer Eltern heruntersprang, bis sie eine Fehlgeburt hatte. Sie tat mir damals sehr leid.
Da hatte ich beim Landkreis schon gekündigt. Nur weg, raus aus diesen Verhältnissen, nach Aurich, Osna­brück, Hannover. Das war schon etwas. Ich arbeitete jetzt bei einer Landesbehörde, fuhr ein altes Auto, lernte reiten und ging manchmal tanzen oder ins Theater. Außerdem las ich viel, He­mingway, Gerstäcker, Traven, Balzac, Dickens, Dosto­jewski, mehr zufällig auch Schopenhauer und Freud. Heimlich schrieb ich Gedichte. Dann erfuhr ich, daß man das Abitur nachholen könne. Vielleicht gelingt es, dachte ich mir. Wenn nicht, kann ich mich immer noch aufhän­gen.

Wolfgang Bittner-Niemandsland

Dieses Buch erschien erstmals 1992 im Forum Verlag Leipzig, im September 2000 neu aufgelegt im Allitera Verlag, München









Der Autor

Wolfgang BittnerWolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, lebt als Schriftsteller in Köln. Er studierte Jura, Soziologie und Philosophie und promovierte 1972 zum Dr. jur. Bis 1974 ging er verschiedenen Tätigkeiten nach, u. a. als Fürsorgeangestellter, Verwaltungsbeamter und Rechtsanwalt. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Vorderasien, Mexiko und Kanada. Er hat mehr als 50 Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geschrieben, darunter die Romane »Marmelsteins Verwandlung«, »Die Fährte des Grauen Bären«, »Die Lachsfischer vom Yukon« und »Narrengold« sowie das Sachbuch »Beruf: Schriftsteller«. 
www.wolfgangbittner.de


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