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Literatur
Der Fortsetzungsroman in der NRhZ - Kapitel X
"Niemandsland"
Von Wolfgang Bittner
Die Vergangenheit ist unabweisbar. Sie beeinflußt unser Denken und Handeln in weitaus größerem Maße, als wir uns bewußt zu machen vermögen. Keine Handlung, kein Verhalten ist ohne Folgen. Was war, hat in uns gewirkt, Wurzeln geschlagen, uns geprägt. Und was auf uns zutrifft, gilt in gleicher Weise für die sozialen Verhältnisse, in denen wir uns befinden. In den vergangenen Tagen habe ich mir ins Gedächtnis zurückgerufen, wie ich als Jugendlicher aufwuchs und in eine Arbeitswelt hineingeriet, die mich im Rückblick fast so unwirklich anmutet, wie Szenen aus Franz Kafkas Romanen.
Die Menschen auf dem Lande erschienen dem Fremden ruhig, bedächtig und zurückhaltend, aber nicht unfreundlich, zwar ungebildet, aber nicht dumm. Die Landschaft war eindrucksvoll in ihrer Weite und Natürlichkeit. Grüne Marsch, oder Wallhecken und Gebüschgruppen, kilometerweit, ohne Dach und Schornstein. Hinter dem Wald das vor Sonnenhitze flimmernde Moor bis an den Horizont. Damals gab es noch nicht in jedem Haus einen Fernseher, der heute die Bewohner der entlegensten Gebiete mehr und einheitlicher prägt, als es Klima und Landschaft je vermochten. Nicht im Dorfkrug, aber auf einer Bank neben der Haustür oder auf einer Schleusenmauer am Kanal traf man noch in den fünfziger Jahren Menschen an, die, obwohl sie weder lesen noch schreiben konnten, über mehr zu berichten wußten, als über das Ergebnis des letzten Fußballspiels.
Will man sich einen knappen Überblick über die Infrastruktur jener Gegend und die Mentalität ihrer Bewohner verschaffen, ergeben wenige statistische Zahlen ein ziemlich genaues Bild. Bei der Volkszählung im Jahre 1804 lebten im gesamten Landkreis etwa 23.000 Menschen. 1933 waren es 42.589 und 1949, trotz des Krieges, sogar 63.069, darunter 16.500 Heimatvertriebene. Bei der Kreisverwaltung waren vor dem zweiten Weltkrieg 31 Personen beschäftigt, 1956 waren es 206 und 1976 zählte man 452. 1933 errangen die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei und die Deutschnationale Volkspartei zusammen einen Stimmanteil von 85,6 Prozent. 1949 hatte die FDP im Kreistag 18 Sitze, die SPD 13, die CDU 2; ab 1964 besaß dann die CDU die Mehrheit. Das, was allgemein als gesellschaftlicher Fortschritt bezeichnet wird, läßt sich aus der Statistik nicht ablesen - es ist überhaupt fraglich, worin dieser Fortschritt bestehen soll. Denn die Arbeitslosigkeit liegt in jener Gegend heute bei 25 bis 35 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung.
Hochzeiten, Kindtaufen, Beerdigungen, Schützenfeste. Mitte der fünfziger Jahre gab es in der Stadt einmal einen Lottokönig, er hieß Rettich. Vor seinem großen Gewinn und wieder einige Jahre danach handelte er mit Seife, Bürsten und Besen, die er an den Haustüren anbot. Als die Nachricht von seinem Glück innerhalb weniger Stunden die Runde machte, stand die Stadt Kopf. Hunderte von Bettelbriefen, Empfehlungen und Angeboten erreichten den Gewinner und seine Frau bereits am folgenden Tag. Die beiden Postboten sollen für den Transport des Waschkorbes mit den Einsendungen jeder hundert Mark Trinkgeld erhalten haben.
Gefeiert wurde abwechselnd im Goldenen Anker und im Hof von Hannover. Rettichs Gefolgschaft erweiterte sich von Tag zu Tag, die Gelage wurden immer anspruchsvoller und kostspieliger, er hielt Hof. Man habe Austern aus Spanien und echten Cognac aus Frankreich bestellt, hieß es. Ein Mercedes wurde gekauft und eine Villa in Auftrag gegeben, später noch eine Gastwirtschaft gepachtet. Aber der erwartete Zustrom von Gästen blieb dann doch aus. Immer öfter hing an der Tür ein Schild mit der Aufschrift: »Wegen Reichtum geschlossen.«
Auch andere Geschichten machten die Runde. Eines Morgens hatte Luise Rettich, die Lottokönigin, Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Im Laufe des Vormittags suchte sie, da sich ihre Beschwerden nicht besserten, den neuen Frauenarzt auf, der nach kurzer Untersuchung ein Schnapsglas zu Tage förderte.
Zwei Jahre später war plötzlich kein Geld mehr da. Der Mercedes wurde verkauft, die Pelzmäntel und Brillantringe wanderten in die Pfandleihe, das gerade erst bezogene Haus kam unter den Hammer.
In der Stadt ging man wieder zur Tagesordnung über. Die Frau eines Papierwarenhändlers hatte in einem Hotelzimmer in Oldenburg Selbstmord begangen. Auf dem Marktplatz wurden die schönen alten Kastanienbäume gefällt, um dem Ort städtisches Aussehen zu geben. Das Barackenlager am Stadtrand gab es immer noch.
Wie war es möglich, aus diesen Verhältnissen herauszukommen? Mancher zog ins Ruhrgebiet, um im Kohlenbergbau zu arbeiten. Herbert Kowollek wurde Zuhälter in Frankfurt, Monika Dietzel - so war zu hören - hatte jemand in Bremen gesehen, wo sie auf den Strich ging. Am besten, sagte ich mir, würde ich Boxer, Fußballstar oder Filmschauspieler.
Ich las Heftromane über Westernhelden und Comics wie »Tarzan« oder »Prinz Eisenherz«. Diese Lektüre machte einen nachhaltigen Eindruck auf mich. Immer ging es darin um einen Helden, der sich allen Widrigkeiten zum Trotz durchkämpfte. Half alles nichts, sprachen die Fäuste, der Colt oder das Schwert. Selten, und dann durch Zufall, stieß ich auf anderen Lesestoff.
Einmal kamen die Großeltern zu Besuch, und abends wurde viel von früher erzählt, von »Zuhause«. Mein Großvater berichtete, daß unsere Familie ursprünglich aus Franken stamme und, im zwölften oder dreizehnten Jahrhundert, nach Schlesien eingewandert sei. In einem alten Stammbuch lasse sich nachlesen, daß die Vorfahren im siebzehnten Jahrhundert einen Bauernhof in Niederschlesien bewirtschafteten und freie Erbsassen waren. Darauf legte mein Großvater Wert, darauf war er besonders stolz. Denn das bedeute, so erklärte er mir, daß der Hof vom Vater auf den ältesten Sohn weitervererbt werden konnte, daß unsere Vorfahren niemals leibeigen, sondern immer freie Bauern gewesen seien, später dann Förster oder Dorfschullehrer. Ich zog die Lehre daraus, daß wir uns also - bis auf weiteres - verschlechtert hatten.
Als Lehrling bei der Kreisverwaltung anzufangen, galt als eine Ehre. Denn von etwa fünfzig Bewerbern wurden nach einem mehrstündigen Test nur vier ausgewählt. Die Ausbildung bestand darin, für jeweils drei Monate einer Abteilung oder Dienststelle zugeordnet zu werden, wo vor allem Aktenvorgänge abzuheften, Briefe zu tippen und Botengänge zu erledigen waren. Mein Vater sagte: »Lehrjahre sind keine Herrenjahre.« Meine ersten Ausbilder, zwei Verwaltungsangestellte der Fürsorgeabteilung, hießen Siefken und Memminga; ich saß bei ihnen im Zimmer am Katzentisch. Am ersten Tag lernte ich ein Telefon bedienen, eine für mich völlig neuartige Erfahrung.
Es gibt Abschnitte im Leben, die sich mit vielen Einzelheiten unwiderruflich einprägen. Siefken war ein hagerer, sich vornehm gebender Mann mit pomadisiertem Haar und einem Siegelring am Finger. Er sprach in gezierten Wendungen, erwähnte oft, daß sein Vater Finanzinspektor gewesen war und behandelte die Fürsorgeempfänger wie Aussätzige. Memminga, der jeden Morgen eine halbe Stunde in der Zeitung las, machte einen behäbigen, gemütlichen Eindruck, hatte aber nichts zu sagen. Durch eine Kriegsverletzung war sein linker Arm verkrüppelt, und er trug einen schwarzen Lederhandschuh.
»Daß einer mit siebzehn Jahren noch nicht telefonieren kann, finde ich erstaunlich«, sagte Siefken und warf einen neugierigen Blick auf mich. »Haben Sie denn zu Hause kein Telefon?« Memminga sah von seinen Akten hoch und meinte: »Wenn ich mich nicht täusche, ist doch Ihr Vater Verwaltungsangestellter. Wohnen Sie nicht draußen in dem Barackenlager?« Das war zu Beginn.
Als Siefken Geburtstag hatte, gab er nachmittags für jeden eine Flasche Bier aus. Wir saßen um die Schreibtische herum und schwätzten. Ein Mädchen aus Memmingas Nachbarschaft hatte ein uneheliches Kind bekommen. »Das war vorherzusehen«, sagte er und berichtete: »Vor zwei Jahren wäre ich beinahe über sie gestolpert, da lag sie mit einem Kerl auf dem Feldweg hinter unserem Garten. Ich kam vom Angeln nach Hause, und es war schon dunkel. Aber nicht so dunkel, daß ich ihre Titten und ihren Busch nicht hätte sehen können, als sie aufsprang und weglief.« Er saugte an seiner Bierflasche.
»Hm - ja«, sagte Siefken. »Was es alles so gibt.« Grinsend berichtete er von einer Witwe, die in einem Haus ihm gegenüber wohnte. »Sie ist mit dem alten Cordes befreundet, und das in ihrem Alter. Ich glaube, sie ist schon Ende Fünfzig.«
»Mit dem früheren Postboten?« fragte Memminga. Siefken nickte und räkelte sich in seinem Sessel. »Wenn er abends kommt, gehe ich auf den Boden und gucke aus der Dachluke. Sie denken ja, sie brauchten die Gardinen nicht vorzuziehen, weil wir oben sonst keine Fenster haben.« An dieser Stelle brach er in wieherndes Gelächter aus, und Memminga schloß sich ihm an.
So verlief so eine Unterhaltung, bis die Reihe an mir war, aber mir fiel nichts ein. Die beiden beäugten mich erwartungsvoll, aber mir fiel nie etwas ein. Auch Witze konnte ich mir nicht merken. Einmal sagte ich kommentierend: »Das hilft dem Vater auf die Mutter«, nur um etwas zu sagen. Das kam nicht an. Überraschte Blicke, und Memminga schnaufte vor sich hin. Siefken brummte pikiert, als dächte er an seinen Finanzinspektorvater und dessen Gattin, die Mutter: »Wenn das Ihr Vater hören würde.« Am besten, man schwieg.
Der Abteilungsleiter, ein Oberinspektor, führte seine Machtvollkommenheit vor. Er befahl mir, das im Hof herumliegende Papier aufzusammeln. Scham, Unsicherheit, Wut, Verzweiflung. Er und mehrere Beamte standen an den Fenstern, sahen zu. Ich fühlte mich gedemütigt und dachte gleichzeitig, daß irgend jemand das Papier schließlich aufheben müsse. Ich beeilte mich. Befehl ausgeführt, der Vollzug wurde gemeldet. Ein Beamter sei kein gewöhnlicher Mensch, hieß es, er stehe in einem Dienst- und Treueverhältnis zum Staat, er sei Träger besonderer Rechte und Pflichten. Ein Angestellter war so etwas ähnliches, und ein Lehrling war auf dem Wege dahin.
Jedes Jahr gab es einen Betriebsausflug in die nähere Umgebung. Man konnte dabei den Oberkreisdirektor kennenlernen, freilich nur aus der Entfernung. Eine göttliche Erscheinung, Akademiker. Er verfügte über unbeschränkte Herrschaftsgewalt. Sprach er mit unteren Dienstgraden, zum Beispiel über das Wetter, war das eine Auszeichnung, die mancher sein Leben lang nicht mehr vergaß.
Und noch eine Veranstaltung zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls: ein Boßelwettkampf, jedes Jahr im Dezember oder Januar, zumeist mit einer benachbarten Kreisverwaltung. Bei diesem Boßeln, einem Nationalsport jener Gegend, kegelte man eine Holzkugel mit jedem Wurf so weit wie möglich die Landstraße entlang. Wer am Ende vorne lag, hatte gewonnen. Während des Spiels wurde kostenlos Schnaps ausgeschenkt; und es gab Mettwürste, dafür konnte ich mich am meisten begeistern.
Wer etwas Geld übrig hatte, baute sich ein Haus, wenn möglich im Sozialen Wohnungsbau. Aber auch wer kein Geld übrig hatte, baute, meine Eltern ebenfalls. Monatelang ging es hin und her, bis sie endlich von der Neuen Heimat ein Grundstück zugewiesen bekamen, auf dem inmitten einer Siedlung in einfachster Bauweise ein Ziegelhaus entstand, das haargenau so aussah, wie die zwanzig anderen, die zu gleicher Zeit errichtet wurden. Es bestand aus Wohnzimmer, Küche, Waschküche und Badezimmer, drei butzenartigen Schlafzimmern unter dem Dach und einem winzigen Keller. Es kostete 40.000 Mark, und das erforderliche Eigenkapital von 4.000 Mark wurde, entgegen den Bestimmungen, durch einen zusätzlichen Kredit beschafft. Wie denn sonst?
Das Grundstück war ziemlich groß und von Baufahrzeugen zerwühlt. Fast zwei Jahre dauerte es, bis Wege, Vorgarten und Garten richtig angelegt waren. Abends und an den Wochenenden wurden Sand und Steine gekarrt. Das trug mir schließlich einen Bandscheibenschaden ein, der mich davor bewahrte, die Kampfkraft und Verteidigungsbereitschaft einer neu entstandenen Armee eines neu entstandenen Vaterlandes zu erhöhen. Militär, wohin man blickte schon wieder Militär. Uniformen, Lastwagenkolonnen, Panzer, Düsenjäger, Manöver, großer Zapfenstreich auf dem Marktplatz. Wer beim Abspielen des Deutschlandliedes vergaß, seine Mütze abzunehmen, wurde von irgendeinem Oberlehrer angepfiffen.
Die Nachbarschaft in der Siedlung war herzlich. Frau Möbus und Frau Sawatzki saßen jeden Tag zusammen, tranken Tee, paßten gemeinsam auf die Kinder auf und klatschten. Bis Jan Möbus sich einen Opel Kadett kaufte und für dieses Juwel eine Garage anbaute. Durch ein Versehen des Bauunternehmers wurde die Garage sechs Zentimeter über die Grenze gebaut, was sein Nachbar erst nach Abschluß der Bauarbeiten entdeckte. Dafür verlangte Franz Sawatzki fünfhundert Mark, die Jan Möbus nicht zahlen wollte. Die Folgen: ein langwieriger Rechtsstreit, durchstochene Autoreifen, mit Benzin vergiftete Obstbäume und eine Todfeindschaft, in die andere Nachbarn hineingezogen wurden. »Dieser krummbeinige Torfkopf«, sagte der eine. »Dieser hergelaufene Kloßfresser«, sagte der andere.
Möbus war Angestellter beim Landkreis, leicht erregbar und trank gern einen über den Durst. Wir gingen nach dem Dienst oft zusammen nach Hause. Begann er auf Betriebsausflügen zu vorgerückter Stunde an den Lehrmädchen herumzufummeln, erhielt er - das war bekannt - von seiner Frau ein paar kräftige Maulschellen und wurde im Polizeigriff abgeführt. Dennoch war er beliebt, denn er konnte in noch nicht ganz so fortgeschrittenem Stadium der Alkoholisierung sehr spannend von seiner Zeit als Hitlerjunge und Flakhelfer berichten. »Wir lagen am Stadtrand von Wilhelmshaven«, so begann er, »gleich neben uns in den Baracken, nur durch einen Maschendrahtzaun getrennt,die Nachrichtenhelferinnen. Was meinst du, was da los war.«
Im Erzählen war Jan Möbus ein Naturtalent, ein schmächtiger Pantoffelheld mit schütterem Haar und O-Beinen. Ich hörte immer sehr aufmerksam zu. Damals erfuhr ich, daß intime Beziehungen durch Maschendraht hindurch außerordentlich reizvoll sein sollen.
Ich wollte weg, dieser Gedanke setzte sich immer mehr bei mir fest, da halfen auch nicht die Wanderfahrten mit dem Fahrrad nach Süddeutschland und nach Schweden. Meine Freundschaft mit Henriette, der Tochter eines Zahnarztes, ging in die Brüche, noch ehe sie richtig begonnen hatte. Henriette wurde schwanger, aber nicht von mir. Sie trieb ab, indem sie Unmengen von Tabletten schluckte und im dritten Monat solange vom Heizöltank im Hof ihrer Eltern heruntersprang, bis sie eine Fehlgeburt hatte. Sie tat mir damals sehr leid.
Da hatte ich beim Landkreis schon gekündigt. Nur weg, raus aus diesen Verhältnissen, nach Aurich, Osnabrück, Hannover. Das war schon etwas. Ich arbeitete jetzt bei einer Landesbehörde, fuhr ein altes Auto, lernte reiten und ging manchmal tanzen oder ins Theater. Außerdem las ich viel, Hemingway, Gerstäcker, Traven, Balzac, Dickens, Dostojewski, mehr zufällig auch Schopenhauer und Freud. Heimlich schrieb ich Gedichte. Dann erfuhr ich, daß man das Abitur nachholen könne. Vielleicht gelingt es, dachte ich mir. Wenn nicht, kann ich mich immer noch aufhängen.

Dieses Buch erschien erstmals 1992 im Forum Verlag Leipzig, im September 2000 neu aufgelegt im Allitera Verlag, München
Der Autor
Wolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, lebt als Schriftsteller in Köln. Er studierte Jura, Soziologie und Philosophie und promovierte 1972 zum Dr. jur. Bis 1974 ging er verschiedenen Tätigkeiten nach, u. a. als Fürsorgeangestellter, Verwaltungsbeamter und Rechtsanwalt. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Vorderasien, Mexiko und Kanada. Er hat mehr als 50 Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geschrieben, darunter die Romane »Marmelsteins Verwandlung«, »Die Fährte des Grauen Bären«, »Die Lachsfischer vom Yukon« und »Narrengold« sowie das Sachbuch »Beruf: Schriftsteller«. www.wolfgangbittner.de
Online-Flyer Nr. 58 vom 22.08.2006
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Literatur
Der Fortsetzungsroman in der NRhZ - Kapitel X
"Niemandsland"
Von Wolfgang Bittner
Die Vergangenheit ist unabweisbar. Sie beeinflußt unser Denken und Handeln in weitaus größerem Maße, als wir uns bewußt zu machen vermögen. Keine Handlung, kein Verhalten ist ohne Folgen. Was war, hat in uns gewirkt, Wurzeln geschlagen, uns geprägt. Und was auf uns zutrifft, gilt in gleicher Weise für die sozialen Verhältnisse, in denen wir uns befinden. In den vergangenen Tagen habe ich mir ins Gedächtnis zurückgerufen, wie ich als Jugendlicher aufwuchs und in eine Arbeitswelt hineingeriet, die mich im Rückblick fast so unwirklich anmutet, wie Szenen aus Franz Kafkas Romanen.
Die Menschen auf dem Lande erschienen dem Fremden ruhig, bedächtig und zurückhaltend, aber nicht unfreundlich, zwar ungebildet, aber nicht dumm. Die Landschaft war eindrucksvoll in ihrer Weite und Natürlichkeit. Grüne Marsch, oder Wallhecken und Gebüschgruppen, kilometerweit, ohne Dach und Schornstein. Hinter dem Wald das vor Sonnenhitze flimmernde Moor bis an den Horizont. Damals gab es noch nicht in jedem Haus einen Fernseher, der heute die Bewohner der entlegensten Gebiete mehr und einheitlicher prägt, als es Klima und Landschaft je vermochten. Nicht im Dorfkrug, aber auf einer Bank neben der Haustür oder auf einer Schleusenmauer am Kanal traf man noch in den fünfziger Jahren Menschen an, die, obwohl sie weder lesen noch schreiben konnten, über mehr zu berichten wußten, als über das Ergebnis des letzten Fußballspiels.
Will man sich einen knappen Überblick über die Infrastruktur jener Gegend und die Mentalität ihrer Bewohner verschaffen, ergeben wenige statistische Zahlen ein ziemlich genaues Bild. Bei der Volkszählung im Jahre 1804 lebten im gesamten Landkreis etwa 23.000 Menschen. 1933 waren es 42.589 und 1949, trotz des Krieges, sogar 63.069, darunter 16.500 Heimatvertriebene. Bei der Kreisverwaltung waren vor dem zweiten Weltkrieg 31 Personen beschäftigt, 1956 waren es 206 und 1976 zählte man 452. 1933 errangen die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei und die Deutschnationale Volkspartei zusammen einen Stimmanteil von 85,6 Prozent. 1949 hatte die FDP im Kreistag 18 Sitze, die SPD 13, die CDU 2; ab 1964 besaß dann die CDU die Mehrheit. Das, was allgemein als gesellschaftlicher Fortschritt bezeichnet wird, läßt sich aus der Statistik nicht ablesen - es ist überhaupt fraglich, worin dieser Fortschritt bestehen soll. Denn die Arbeitslosigkeit liegt in jener Gegend heute bei 25 bis 35 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung.
Hochzeiten, Kindtaufen, Beerdigungen, Schützenfeste. Mitte der fünfziger Jahre gab es in der Stadt einmal einen Lottokönig, er hieß Rettich. Vor seinem großen Gewinn und wieder einige Jahre danach handelte er mit Seife, Bürsten und Besen, die er an den Haustüren anbot. Als die Nachricht von seinem Glück innerhalb weniger Stunden die Runde machte, stand die Stadt Kopf. Hunderte von Bettelbriefen, Empfehlungen und Angeboten erreichten den Gewinner und seine Frau bereits am folgenden Tag. Die beiden Postboten sollen für den Transport des Waschkorbes mit den Einsendungen jeder hundert Mark Trinkgeld erhalten haben.
Gefeiert wurde abwechselnd im Goldenen Anker und im Hof von Hannover. Rettichs Gefolgschaft erweiterte sich von Tag zu Tag, die Gelage wurden immer anspruchsvoller und kostspieliger, er hielt Hof. Man habe Austern aus Spanien und echten Cognac aus Frankreich bestellt, hieß es. Ein Mercedes wurde gekauft und eine Villa in Auftrag gegeben, später noch eine Gastwirtschaft gepachtet. Aber der erwartete Zustrom von Gästen blieb dann doch aus. Immer öfter hing an der Tür ein Schild mit der Aufschrift: »Wegen Reichtum geschlossen.«
Auch andere Geschichten machten die Runde. Eines Morgens hatte Luise Rettich, die Lottokönigin, Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Im Laufe des Vormittags suchte sie, da sich ihre Beschwerden nicht besserten, den neuen Frauenarzt auf, der nach kurzer Untersuchung ein Schnapsglas zu Tage förderte.
Zwei Jahre später war plötzlich kein Geld mehr da. Der Mercedes wurde verkauft, die Pelzmäntel und Brillantringe wanderten in die Pfandleihe, das gerade erst bezogene Haus kam unter den Hammer.
In der Stadt ging man wieder zur Tagesordnung über. Die Frau eines Papierwarenhändlers hatte in einem Hotelzimmer in Oldenburg Selbstmord begangen. Auf dem Marktplatz wurden die schönen alten Kastanienbäume gefällt, um dem Ort städtisches Aussehen zu geben. Das Barackenlager am Stadtrand gab es immer noch.
Wie war es möglich, aus diesen Verhältnissen herauszukommen? Mancher zog ins Ruhrgebiet, um im Kohlenbergbau zu arbeiten. Herbert Kowollek wurde Zuhälter in Frankfurt, Monika Dietzel - so war zu hören - hatte jemand in Bremen gesehen, wo sie auf den Strich ging. Am besten, sagte ich mir, würde ich Boxer, Fußballstar oder Filmschauspieler.
Ich las Heftromane über Westernhelden und Comics wie »Tarzan« oder »Prinz Eisenherz«. Diese Lektüre machte einen nachhaltigen Eindruck auf mich. Immer ging es darin um einen Helden, der sich allen Widrigkeiten zum Trotz durchkämpfte. Half alles nichts, sprachen die Fäuste, der Colt oder das Schwert. Selten, und dann durch Zufall, stieß ich auf anderen Lesestoff.
Einmal kamen die Großeltern zu Besuch, und abends wurde viel von früher erzählt, von »Zuhause«. Mein Großvater berichtete, daß unsere Familie ursprünglich aus Franken stamme und, im zwölften oder dreizehnten Jahrhundert, nach Schlesien eingewandert sei. In einem alten Stammbuch lasse sich nachlesen, daß die Vorfahren im siebzehnten Jahrhundert einen Bauernhof in Niederschlesien bewirtschafteten und freie Erbsassen waren. Darauf legte mein Großvater Wert, darauf war er besonders stolz. Denn das bedeute, so erklärte er mir, daß der Hof vom Vater auf den ältesten Sohn weitervererbt werden konnte, daß unsere Vorfahren niemals leibeigen, sondern immer freie Bauern gewesen seien, später dann Förster oder Dorfschullehrer. Ich zog die Lehre daraus, daß wir uns also - bis auf weiteres - verschlechtert hatten.
Als Lehrling bei der Kreisverwaltung anzufangen, galt als eine Ehre. Denn von etwa fünfzig Bewerbern wurden nach einem mehrstündigen Test nur vier ausgewählt. Die Ausbildung bestand darin, für jeweils drei Monate einer Abteilung oder Dienststelle zugeordnet zu werden, wo vor allem Aktenvorgänge abzuheften, Briefe zu tippen und Botengänge zu erledigen waren. Mein Vater sagte: »Lehrjahre sind keine Herrenjahre.« Meine ersten Ausbilder, zwei Verwaltungsangestellte der Fürsorgeabteilung, hießen Siefken und Memminga; ich saß bei ihnen im Zimmer am Katzentisch. Am ersten Tag lernte ich ein Telefon bedienen, eine für mich völlig neuartige Erfahrung.
Es gibt Abschnitte im Leben, die sich mit vielen Einzelheiten unwiderruflich einprägen. Siefken war ein hagerer, sich vornehm gebender Mann mit pomadisiertem Haar und einem Siegelring am Finger. Er sprach in gezierten Wendungen, erwähnte oft, daß sein Vater Finanzinspektor gewesen war und behandelte die Fürsorgeempfänger wie Aussätzige. Memminga, der jeden Morgen eine halbe Stunde in der Zeitung las, machte einen behäbigen, gemütlichen Eindruck, hatte aber nichts zu sagen. Durch eine Kriegsverletzung war sein linker Arm verkrüppelt, und er trug einen schwarzen Lederhandschuh.
»Daß einer mit siebzehn Jahren noch nicht telefonieren kann, finde ich erstaunlich«, sagte Siefken und warf einen neugierigen Blick auf mich. »Haben Sie denn zu Hause kein Telefon?« Memminga sah von seinen Akten hoch und meinte: »Wenn ich mich nicht täusche, ist doch Ihr Vater Verwaltungsangestellter. Wohnen Sie nicht draußen in dem Barackenlager?« Das war zu Beginn.
Als Siefken Geburtstag hatte, gab er nachmittags für jeden eine Flasche Bier aus. Wir saßen um die Schreibtische herum und schwätzten. Ein Mädchen aus Memmingas Nachbarschaft hatte ein uneheliches Kind bekommen. »Das war vorherzusehen«, sagte er und berichtete: »Vor zwei Jahren wäre ich beinahe über sie gestolpert, da lag sie mit einem Kerl auf dem Feldweg hinter unserem Garten. Ich kam vom Angeln nach Hause, und es war schon dunkel. Aber nicht so dunkel, daß ich ihre Titten und ihren Busch nicht hätte sehen können, als sie aufsprang und weglief.« Er saugte an seiner Bierflasche.
»Hm - ja«, sagte Siefken. »Was es alles so gibt.« Grinsend berichtete er von einer Witwe, die in einem Haus ihm gegenüber wohnte. »Sie ist mit dem alten Cordes befreundet, und das in ihrem Alter. Ich glaube, sie ist schon Ende Fünfzig.«
»Mit dem früheren Postboten?« fragte Memminga. Siefken nickte und räkelte sich in seinem Sessel. »Wenn er abends kommt, gehe ich auf den Boden und gucke aus der Dachluke. Sie denken ja, sie brauchten die Gardinen nicht vorzuziehen, weil wir oben sonst keine Fenster haben.« An dieser Stelle brach er in wieherndes Gelächter aus, und Memminga schloß sich ihm an.
So verlief so eine Unterhaltung, bis die Reihe an mir war, aber mir fiel nichts ein. Die beiden beäugten mich erwartungsvoll, aber mir fiel nie etwas ein. Auch Witze konnte ich mir nicht merken. Einmal sagte ich kommentierend: »Das hilft dem Vater auf die Mutter«, nur um etwas zu sagen. Das kam nicht an. Überraschte Blicke, und Memminga schnaufte vor sich hin. Siefken brummte pikiert, als dächte er an seinen Finanzinspektorvater und dessen Gattin, die Mutter: »Wenn das Ihr Vater hören würde.« Am besten, man schwieg.
Der Abteilungsleiter, ein Oberinspektor, führte seine Machtvollkommenheit vor. Er befahl mir, das im Hof herumliegende Papier aufzusammeln. Scham, Unsicherheit, Wut, Verzweiflung. Er und mehrere Beamte standen an den Fenstern, sahen zu. Ich fühlte mich gedemütigt und dachte gleichzeitig, daß irgend jemand das Papier schließlich aufheben müsse. Ich beeilte mich. Befehl ausgeführt, der Vollzug wurde gemeldet. Ein Beamter sei kein gewöhnlicher Mensch, hieß es, er stehe in einem Dienst- und Treueverhältnis zum Staat, er sei Träger besonderer Rechte und Pflichten. Ein Angestellter war so etwas ähnliches, und ein Lehrling war auf dem Wege dahin.
Jedes Jahr gab es einen Betriebsausflug in die nähere Umgebung. Man konnte dabei den Oberkreisdirektor kennenlernen, freilich nur aus der Entfernung. Eine göttliche Erscheinung, Akademiker. Er verfügte über unbeschränkte Herrschaftsgewalt. Sprach er mit unteren Dienstgraden, zum Beispiel über das Wetter, war das eine Auszeichnung, die mancher sein Leben lang nicht mehr vergaß.
Und noch eine Veranstaltung zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls: ein Boßelwettkampf, jedes Jahr im Dezember oder Januar, zumeist mit einer benachbarten Kreisverwaltung. Bei diesem Boßeln, einem Nationalsport jener Gegend, kegelte man eine Holzkugel mit jedem Wurf so weit wie möglich die Landstraße entlang. Wer am Ende vorne lag, hatte gewonnen. Während des Spiels wurde kostenlos Schnaps ausgeschenkt; und es gab Mettwürste, dafür konnte ich mich am meisten begeistern.
Wer etwas Geld übrig hatte, baute sich ein Haus, wenn möglich im Sozialen Wohnungsbau. Aber auch wer kein Geld übrig hatte, baute, meine Eltern ebenfalls. Monatelang ging es hin und her, bis sie endlich von der Neuen Heimat ein Grundstück zugewiesen bekamen, auf dem inmitten einer Siedlung in einfachster Bauweise ein Ziegelhaus entstand, das haargenau so aussah, wie die zwanzig anderen, die zu gleicher Zeit errichtet wurden. Es bestand aus Wohnzimmer, Küche, Waschküche und Badezimmer, drei butzenartigen Schlafzimmern unter dem Dach und einem winzigen Keller. Es kostete 40.000 Mark, und das erforderliche Eigenkapital von 4.000 Mark wurde, entgegen den Bestimmungen, durch einen zusätzlichen Kredit beschafft. Wie denn sonst?
Das Grundstück war ziemlich groß und von Baufahrzeugen zerwühlt. Fast zwei Jahre dauerte es, bis Wege, Vorgarten und Garten richtig angelegt waren. Abends und an den Wochenenden wurden Sand und Steine gekarrt. Das trug mir schließlich einen Bandscheibenschaden ein, der mich davor bewahrte, die Kampfkraft und Verteidigungsbereitschaft einer neu entstandenen Armee eines neu entstandenen Vaterlandes zu erhöhen. Militär, wohin man blickte schon wieder Militär. Uniformen, Lastwagenkolonnen, Panzer, Düsenjäger, Manöver, großer Zapfenstreich auf dem Marktplatz. Wer beim Abspielen des Deutschlandliedes vergaß, seine Mütze abzunehmen, wurde von irgendeinem Oberlehrer angepfiffen.
Die Nachbarschaft in der Siedlung war herzlich. Frau Möbus und Frau Sawatzki saßen jeden Tag zusammen, tranken Tee, paßten gemeinsam auf die Kinder auf und klatschten. Bis Jan Möbus sich einen Opel Kadett kaufte und für dieses Juwel eine Garage anbaute. Durch ein Versehen des Bauunternehmers wurde die Garage sechs Zentimeter über die Grenze gebaut, was sein Nachbar erst nach Abschluß der Bauarbeiten entdeckte. Dafür verlangte Franz Sawatzki fünfhundert Mark, die Jan Möbus nicht zahlen wollte. Die Folgen: ein langwieriger Rechtsstreit, durchstochene Autoreifen, mit Benzin vergiftete Obstbäume und eine Todfeindschaft, in die andere Nachbarn hineingezogen wurden. »Dieser krummbeinige Torfkopf«, sagte der eine. »Dieser hergelaufene Kloßfresser«, sagte der andere.
Möbus war Angestellter beim Landkreis, leicht erregbar und trank gern einen über den Durst. Wir gingen nach dem Dienst oft zusammen nach Hause. Begann er auf Betriebsausflügen zu vorgerückter Stunde an den Lehrmädchen herumzufummeln, erhielt er - das war bekannt - von seiner Frau ein paar kräftige Maulschellen und wurde im Polizeigriff abgeführt. Dennoch war er beliebt, denn er konnte in noch nicht ganz so fortgeschrittenem Stadium der Alkoholisierung sehr spannend von seiner Zeit als Hitlerjunge und Flakhelfer berichten. »Wir lagen am Stadtrand von Wilhelmshaven«, so begann er, »gleich neben uns in den Baracken, nur durch einen Maschendrahtzaun getrennt,die Nachrichtenhelferinnen. Was meinst du, was da los war.«
Im Erzählen war Jan Möbus ein Naturtalent, ein schmächtiger Pantoffelheld mit schütterem Haar und O-Beinen. Ich hörte immer sehr aufmerksam zu. Damals erfuhr ich, daß intime Beziehungen durch Maschendraht hindurch außerordentlich reizvoll sein sollen.
Ich wollte weg, dieser Gedanke setzte sich immer mehr bei mir fest, da halfen auch nicht die Wanderfahrten mit dem Fahrrad nach Süddeutschland und nach Schweden. Meine Freundschaft mit Henriette, der Tochter eines Zahnarztes, ging in die Brüche, noch ehe sie richtig begonnen hatte. Henriette wurde schwanger, aber nicht von mir. Sie trieb ab, indem sie Unmengen von Tabletten schluckte und im dritten Monat solange vom Heizöltank im Hof ihrer Eltern heruntersprang, bis sie eine Fehlgeburt hatte. Sie tat mir damals sehr leid.
Da hatte ich beim Landkreis schon gekündigt. Nur weg, raus aus diesen Verhältnissen, nach Aurich, Osnabrück, Hannover. Das war schon etwas. Ich arbeitete jetzt bei einer Landesbehörde, fuhr ein altes Auto, lernte reiten und ging manchmal tanzen oder ins Theater. Außerdem las ich viel, Hemingway, Gerstäcker, Traven, Balzac, Dickens, Dostojewski, mehr zufällig auch Schopenhauer und Freud. Heimlich schrieb ich Gedichte. Dann erfuhr ich, daß man das Abitur nachholen könne. Vielleicht gelingt es, dachte ich mir. Wenn nicht, kann ich mich immer noch aufhängen.

Dieses Buch erschien erstmals 1992 im Forum Verlag Leipzig, im September 2000 neu aufgelegt im Allitera Verlag, München
Der Autor
Wolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, lebt als Schriftsteller in Köln. Er studierte Jura, Soziologie und Philosophie und promovierte 1972 zum Dr. jur. Bis 1974 ging er verschiedenen Tätigkeiten nach, u. a. als Fürsorgeangestellter, Verwaltungsbeamter und Rechtsanwalt. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Vorderasien, Mexiko und Kanada. Er hat mehr als 50 Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geschrieben, darunter die Romane »Marmelsteins Verwandlung«, »Die Fährte des Grauen Bären«, »Die Lachsfischer vom Yukon« und »Narrengold« sowie das Sachbuch »Beruf: Schriftsteller«. www.wolfgangbittner.deOnline-Flyer Nr. 58 vom 22.08.2006
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