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Aktueller Online-Flyer vom 29. Juli 2026  

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Aktuelles
Was weiß KI über die unterirdische Kerosin-Pipeline von Godorf bei Köln zum Flughafen Köln-Bonn?
Das "Central Europe Pipeline System" der NATO gerät ins Blickfeld
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Auf die Anfrage "Was ist bekannt über die unterirdische Kerosin-Pipeline, die unter dem Rhein verläuft und von Godorf zum Köln-Bonner Flughafen führt? Welchem Zweck dient sie? Welche zivile und militärische Bedeutung hat sie?" ist KI nicht zögerlich. Zu erfahren ist, dass die Pipeline die Kerosinversorgung für den stark frequentierten Flughafen Köln/Bonn sichert und sie in das Central Europe Pipeline System (CEPS) der NATO integriert oder damit verbunden ist. CEPS sei ein großes, multinationales NATO-Pipelinesystem (über 5.000 km in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Niederlande), ursprünglich für die militärische Versorgung im Kalten Krieg gebaut, das zurzeit modernisiert und Richtung Osteuropa erweitert würde. Hier die komplette Antwort:


Die unterirdische Kerosin-Pipeline von der Shell-Raffinerie in Köln-Godorf zum Köln/Bonner Flughafen (CGN) dient primär dem effizienten Transport von Jet A-1 (Flugkerosin) und ersetzt zehntausende Lkw-Fahrten pro Jahr.

Zweck und Technik

Die Shell-Rheinland-Raffinerie (Werk Godorf) produziert Kerosin aus Rohöl, das per Pipeline aus Rotterdam kommt. Eine direkte Produktleitung verbindet die Raffinerie mit dem Flughafen Köln/Bonn. Das Kerosin fließt auf dem „kürzesten Weg“ zu den Flugzeugen.

Bau und Verlauf: Die Pipeline (teilweise als Anschluss an das NATO-Pipeline-Netz beschrieben) verläuft von Wesseling/Godorf unter dem Rhein hindurch (Dükerung[1]/Tunnelung), dann weiter über Troisdorf-Altenrath zum Flughafen. Sie wurde um 2003 in Betrieb genommen und ersetzte damals ca. 11.000 Tankwagenfahrten pro Jahr (bei einem Jahresbezug des Flughafens von ca. 360.000 Kubikmeter Jet A-1 von der Raffinerie).

Weitere Verbindungen: Es gibt auch Leitungen zu Tanklagern am Frankfurter Flughafen. Der Betreiber RMR (Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft, Sitz in Godorf) managt ein größeres Netz (ca. 525 km) für diverse Mineralölprodukte (Diesel, Benzin, Kerosin etc.) von der niederländischen Grenze bis ins Rhein-Main-Gebiet.

Dieser Transport ist wirtschaftlich und umweltentlastend (weniger Lkw-Verkehr).

Zivile Bedeutung

Versorgungssicherheit: Die Pipeline sichert die Kerosinversorgung für den stark frequentierten Flughafen Köln/Bonn (und Anteile für Frankfurt). Sie ist robust durch direkte Anbindung und macht die Versorgung unabhängiger von Straßen- oder Schiffsverkehr.

Wirtschaftlich: Sie spart enorme Logistikkosten und reduziert Emissionen durch weniger Straßentransporte. Die Raffinerie in Godorf ist ein zentraler Produktionsstandort für mehrere deutsche Flughäfen.

Integration: Teil größerer ziviler Pipelinesysteme (z. B. RMR), die Raffinerien, Chemiewerke und Tanklager verbinden.

Militärische Bedeutung


Die Pipeline ist in das Central Europe Pipeline System (CEPS) der NATO integriert oder damit verbunden. CEPS ist ein großes, multinationales NATO-Pipelinesystem (über 5.000 km in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Niederlande), ursprünglich für die militärische Versorgung im Kalten Krieg gebaut.

NATO-Nutzung: Es transportiert vor allem Jet Fuel (Jet A-1) zu militärischen und zivilen Flughäfen (u. a. Köln/Bonn). Im Krisen- oder Kriegsfall kann es priorisiert militärisch genutzt werden. Ca. 90 Prozent der Transporte sind derzeit zivil, aber die Infrastruktur dient der Verteidigungsbereitschaft.

Strategische Rolle: Solche Leitungen gewährleisten schnelle, sichere Treibstoffversorgung für Luftwaffenstützpunkte und zivile Airports, die im Ernstfall dual genutzt werden können. CEPS wird aktuell modernisiert und erweitert (u. a. Richtung Osteuropa).

Zusammenfassend handelt es sich um eine wichtige Dual-Use-Infrastruktur: zivil für den alltäglichen Flugbetrieb (hohe wirtschaftliche Relevanz für die Region), militärisch als Teil der NATO-Versorgungssicherheit. Öffentliche Details zu genauen Kapazitäten, exakter Trassenführung oder militärischen Betriebsmodi sind aus Sicherheitsgründen begrenzt. Es gab in der Vergangenheit vereinzelte Lecks an alten Leitungen im Raffineriegebiet (keine direkten Berichte zum Flughafen-Abschnitt).


Fußnote:

1 Dükerung: Graben im Flussbett ausbaggern, Rohr verlegen und wieder verfüllen – heute seltener, weil umweltbelastender und schifffahrtsstörender

Online-Flyer Nr. 866  vom 29.07.2026

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