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Globales
Auf seinem eigenen afrikanischen Weg in die Zukunft
Eritrea – das Kuba Afrikas?
Von Georges Hallermayer
Es gibt wenig deutschsprachige Literatur über das kleine Land am Roten Meer (1). Deshalb soll von einem neu erschienenen Buch die Rede sein. Keine leichte Kost für Touristen, obschon biografische Erinnerungen. Aber es zeigt eine kurze, aber zentrale Phase im Befreiungskrieg Eritreas aus der Sicht eines berühmten Chirurgen, der die medizinische Versorgung an der Front organisierte. Wurde mit der Belagerung von Nakfa, einer Stadt im Norden Eritreas, die Guerillataktik aufgegeben, so wurde das befreite Nakfa zum Symbol des Widerstands, aber auch für das Vertrauen in die eigene Stärke, den eigenen Weg zu gehen.
Von der Medien-Industrie wird Eritrea als das „Nordkorea Afrikas verschrien, die Politik der auf Autarkie gerichteten Selfreliance als Isolationismus interpretiert, das Einparteiensystem als undemokratisch gebrandmarkt. Doch diese feindseligen Töne werden leiser, wo selbst US-Präsident Donald Trump seine Sanktionen zurücknimmt und diplomatische Fühler ausstreckt, seit sich am Golf die Machtverhältnisse verschieben.
Doch auch von links wird Eritrea als das „Kuba Afrikas“, zweifelnd beäugt, obwohl zahlreiche Analogien es nahelegen könnten („Revolution durch die Gewehrläufe“, direkte Wahl, „der Mensch im Mittelpunkt“, etc.). Doch sah sich die Eritreische Volksbefreiungsbewegung EPLF von Äthiopiens kommunistischer Militärregierung DERG 1974, wie zuvor unter Kaiser Haile Selassi, unterdrückt. Denn im Kalten Krieg unterstützte die Sowjetunion, Kuba und Süd-Jemen die äthiopische Besatzungsarmee militärisch massiv. Dieser ideologische Schock (S. 131 ff.) für die vielen Anhänger Lenins und Stalins in den Reihen der Befreiungsfront, die Gefallenen und die Wunden durch sowjetische Waffen (S. 248ff. ) – war doch die Kalaschnikov das Symbol der weltweiten Befreiungsbewegung – wird auch von Tekeste Fekadu in dem hier in die Hand genommene Werk behandelt, wie auch der erfolglose Vermittlungsversuch der DDR (S. 299), der von Herbert Graf in seinem vergriffenen Taschenbuch (2) eingehender dokumentiert ist.
So musste die EPLF sich in die Region im Norden um Nakfa zurückziehen, die 1976 als erste befreit und – mit einem verzweigten System aus Verteidigungslinien, Bunkern und Tunneln befestigt - nie wieder verloren wurde. Äthiopische Großoffensiven wie die „Operation Red Star“ scheiterten wiederholt. So steht Nakfa heute als Symbol des kämpferischen Widerstandes, der Unabhängigkeit, auch der „Self-Reliance“, dem Vertrauen in die eigene Stärke. Nach dieser Heldenstadt Nakfa wurde die Landeswährung benannt. Auf der einen Seite der Geldscheine sind Kinder, Männer und Frauen abgebildet, die die neun ethnischen Gruppen des Landes repräsentieren.
Diesem zentralen Zeitraum, von 1976 der Einnahme Nakfas, bis 1979 der strategische Rückzug begann, widmete Prof. Dr. Tekeste Fekadu das 352 Seiten starke, auf seinen biografischen Erinnerungen ruhende Buch „Von Nakfa nach Nakfa“ (3). Prof. Tekeste Fekadu hat mehrere Bücher geschrieben, auch in diesem Buch geht es um Menschen, Männer und Frauen in Uniform, sympathisierende Bürger oder auch gegnerisch Gesinnte. Aber Prof. Tekeste Fekadu zeigt auf, mit welcher Hingabe die Herausforderungen die medizinische Erstversorgung, die Triage, die pausenlosen Operationen bewältig werden mussten, wie unbedingter Kampfgeist den Verwundeten half. Mit großem Respekt ist nachzuvollziehen - einige Schwarz-Weiß-Fotos dokumentieren das - unter welch „primitiven“ Bedingungen unter drohender feindlicher Luftwaffe mit unzureichenden Hilfsmitteln operiert werden musste. Mir wurde klar, dass „self-reliance“, Selbstversorgung, die grundsätzliche Haltung war. Nicht nur „Waffen vom Feind“ erbeuten, auch als Arzt „Mach was Du kannst, mit dem was Du hast“ (S. 81). Alemseged Tesfai würdigte diesen Faktor als ein Kern-Charakteristikum der eritreischen Befreiungsbewegung. (4)
Mehrmals geht Prof. Tekeste Fekadu auf den Bruderzwist (S. 132 ff., 235 ff.) und die gescheiterte Vereinigung zwischen der religiös orientierten, in sich zerstrittenen ELF und der EPLF ein, die marxistisch-leninistisch zentralistisch geführt, den kurzen Bürgerkrieg für sich entschied, während die ELF sich in den Sudan zurückzog.
Die ersten hundert Seiten des Buches sind den Monaten von September 1976 bis März 1977, der Schlacht um Nakfa gewidmet (Teil 1), die verschiedenen Phasen der Einkreisung (S. 18 ff.), die Belagerung, äthiopische Entsatzversuche (S. 57 ff.) und die Kapitulation. Der Fall dieser Bezirksstadt im Sahel bewirkte einen Domino-Effekt bis Juli 1977, in dem Städte wie Afabet (S. 116 ff.), Keren und Dequemhare (S. 150 ff.) befreit wurden (Teil 2). „Das Volk und das Land Schritt für Schritt zu befreien“, die Menschen für die Revolution zu gewinnen, war auch das Verdienst des medizinischen Dienstes, die Einrichtung von Krankenstationen, auch Krankenhäuser (S. 286 ff.).
Im Mittelpunkt von Teil 3 „Schocks für das äthiopische Regime und die Sowjets“ stehen die militärischen Erfolge, die Unterbrechung der Verkehrsachse zwischen der Hafenstadt Massawa und Asmara bis zur Umzingelung der Hauptstadt.
Um ihre drohende Niederlage abzuwenden, startete die äthiopische Armee im Juli 1978 die erste Offensive, ausgestattet mit modernen sowjetischen Waffen und Hunderttausenden neu geworbener Rekruten. Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EPLF, aber auch Reaktionen aus der Gesellschaft beschreibt der Autor in Teil 4 „Pattsituation“. Eine 16fach größere Armee mit modernsten sowjetischen Waffen stand der EPLF gegenüber - sich kämpfend zurückzuziehen, war unabweisbar.
Der beschlossene strategische Rückzug (Teil 5) in den Norden Richtung Nakfa löste ein breites Spektrum an Reaktionen im In- und Ausland aus (S.308 ff.). Er wurde beschleunigt durch die zweite äthiopische Offensive im November 1978, die im südlichen und zentralen Teil bekämpft wurde. Eine große logistische Herausforderung nicht nur für die medizinische Versorgung, sondern auch um Korridore für die Evakuierung zu schaffen, um im Norden Verteidigungslinien um Nakfa aufzubauen.
Tekeste Fekadu wandelte am Schluss des Buches ein Zitat von Lenin um: “Eine der Lektionen dieser Zeit. Ich sagte: Okay„ wir haben einen Schritt zurück getan… Nun werden wir die zwei Schritte vorwärts machen.“ Während Äthiopien zunehmend durch wirtschaftliche Krisen, Hungersnöte und dem Zerfall der sowjetischen Unterstützung unter Druck geriet, baute die EPLF eine hochorganisierte Guerilla- und Volksarmee auf. Zehn Jahre später, 1988 begann die Offensive der PELF in Richtung Süden. Am 24. Mai 1991 zog die Eritreische Volksbefreiungsfront in Asmara ein – heute vor 35 Jahren.
Mein Schlusswort: Eins habe ich beim Lesen „Von Nakfa nach Nakfa“ sehr schnell begriffen: Eritrea ist weder in Nordkorea noch in Kuba zu verorten, sondern beschreitet seinen eigenen afrikanischen Weg in die Zukunft…
Verfasst am 13. Mai 2026
Fußnoten:
1 Als Standardwerk gilt der Herausgeber des (mittlerweilen eingestellten) Basler „Afrika Bulletin“ Hans-Ulrich Stauffer: „Eritrea. Der zweite Blick“ Rotpunktverlag Zürich 2017, 269 S.
2 Herbert Graf: „Eritrea. Oase am Roten Meer. Ein junger Staat auf neuen Wegen. Friedensbeginn und Sanktionsende“, Verlag am Park in der Edition Ost Verlag 2019, 183 S.
3 Tekeste Fekadu: „Von Nakfa nach Nakfa. Der Kampf Eritreas um seine Unabhängigkeit. Ein Arzt erinnert sich an die Jahre 1976 bis 1979“ hrsg. von Hidri Publishers, Asmara, Deutscher Militärverlag Berlin 2026, 352 S.
4 Alemseged Tesfai: „Land & Liberation in Eritrea: Reflecting on the Work of Lionel Cliffe“, in: Review of African Political Economy, Vol. 30, No. 96, 2003, S. 249 - 254
Online-Flyer Nr. 864 vom 17.06.2026
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Auf seinem eigenen afrikanischen Weg in die Zukunft
Eritrea – das Kuba Afrikas?
Von Georges Hallermayer
Es gibt wenig deutschsprachige Literatur über das kleine Land am Roten Meer (1). Deshalb soll von einem neu erschienenen Buch die Rede sein. Keine leichte Kost für Touristen, obschon biografische Erinnerungen. Aber es zeigt eine kurze, aber zentrale Phase im Befreiungskrieg Eritreas aus der Sicht eines berühmten Chirurgen, der die medizinische Versorgung an der Front organisierte. Wurde mit der Belagerung von Nakfa, einer Stadt im Norden Eritreas, die Guerillataktik aufgegeben, so wurde das befreite Nakfa zum Symbol des Widerstands, aber auch für das Vertrauen in die eigene Stärke, den eigenen Weg zu gehen.Von der Medien-Industrie wird Eritrea als das „Nordkorea Afrikas verschrien, die Politik der auf Autarkie gerichteten Selfreliance als Isolationismus interpretiert, das Einparteiensystem als undemokratisch gebrandmarkt. Doch diese feindseligen Töne werden leiser, wo selbst US-Präsident Donald Trump seine Sanktionen zurücknimmt und diplomatische Fühler ausstreckt, seit sich am Golf die Machtverhältnisse verschieben.
Doch auch von links wird Eritrea als das „Kuba Afrikas“, zweifelnd beäugt, obwohl zahlreiche Analogien es nahelegen könnten („Revolution durch die Gewehrläufe“, direkte Wahl, „der Mensch im Mittelpunkt“, etc.). Doch sah sich die Eritreische Volksbefreiungsbewegung EPLF von Äthiopiens kommunistischer Militärregierung DERG 1974, wie zuvor unter Kaiser Haile Selassi, unterdrückt. Denn im Kalten Krieg unterstützte die Sowjetunion, Kuba und Süd-Jemen die äthiopische Besatzungsarmee militärisch massiv. Dieser ideologische Schock (S. 131 ff.) für die vielen Anhänger Lenins und Stalins in den Reihen der Befreiungsfront, die Gefallenen und die Wunden durch sowjetische Waffen (S. 248ff. ) – war doch die Kalaschnikov das Symbol der weltweiten Befreiungsbewegung – wird auch von Tekeste Fekadu in dem hier in die Hand genommene Werk behandelt, wie auch der erfolglose Vermittlungsversuch der DDR (S. 299), der von Herbert Graf in seinem vergriffenen Taschenbuch (2) eingehender dokumentiert ist.
So musste die EPLF sich in die Region im Norden um Nakfa zurückziehen, die 1976 als erste befreit und – mit einem verzweigten System aus Verteidigungslinien, Bunkern und Tunneln befestigt - nie wieder verloren wurde. Äthiopische Großoffensiven wie die „Operation Red Star“ scheiterten wiederholt. So steht Nakfa heute als Symbol des kämpferischen Widerstandes, der Unabhängigkeit, auch der „Self-Reliance“, dem Vertrauen in die eigene Stärke. Nach dieser Heldenstadt Nakfa wurde die Landeswährung benannt. Auf der einen Seite der Geldscheine sind Kinder, Männer und Frauen abgebildet, die die neun ethnischen Gruppen des Landes repräsentieren.
Diesem zentralen Zeitraum, von 1976 der Einnahme Nakfas, bis 1979 der strategische Rückzug begann, widmete Prof. Dr. Tekeste Fekadu das 352 Seiten starke, auf seinen biografischen Erinnerungen ruhende Buch „Von Nakfa nach Nakfa“ (3). Prof. Tekeste Fekadu hat mehrere Bücher geschrieben, auch in diesem Buch geht es um Menschen, Männer und Frauen in Uniform, sympathisierende Bürger oder auch gegnerisch Gesinnte. Aber Prof. Tekeste Fekadu zeigt auf, mit welcher Hingabe die Herausforderungen die medizinische Erstversorgung, die Triage, die pausenlosen Operationen bewältig werden mussten, wie unbedingter Kampfgeist den Verwundeten half. Mit großem Respekt ist nachzuvollziehen - einige Schwarz-Weiß-Fotos dokumentieren das - unter welch „primitiven“ Bedingungen unter drohender feindlicher Luftwaffe mit unzureichenden Hilfsmitteln operiert werden musste. Mir wurde klar, dass „self-reliance“, Selbstversorgung, die grundsätzliche Haltung war. Nicht nur „Waffen vom Feind“ erbeuten, auch als Arzt „Mach was Du kannst, mit dem was Du hast“ (S. 81). Alemseged Tesfai würdigte diesen Faktor als ein Kern-Charakteristikum der eritreischen Befreiungsbewegung. (4)
Mehrmals geht Prof. Tekeste Fekadu auf den Bruderzwist (S. 132 ff., 235 ff.) und die gescheiterte Vereinigung zwischen der religiös orientierten, in sich zerstrittenen ELF und der EPLF ein, die marxistisch-leninistisch zentralistisch geführt, den kurzen Bürgerkrieg für sich entschied, während die ELF sich in den Sudan zurückzog.
Die ersten hundert Seiten des Buches sind den Monaten von September 1976 bis März 1977, der Schlacht um Nakfa gewidmet (Teil 1), die verschiedenen Phasen der Einkreisung (S. 18 ff.), die Belagerung, äthiopische Entsatzversuche (S. 57 ff.) und die Kapitulation. Der Fall dieser Bezirksstadt im Sahel bewirkte einen Domino-Effekt bis Juli 1977, in dem Städte wie Afabet (S. 116 ff.), Keren und Dequemhare (S. 150 ff.) befreit wurden (Teil 2). „Das Volk und das Land Schritt für Schritt zu befreien“, die Menschen für die Revolution zu gewinnen, war auch das Verdienst des medizinischen Dienstes, die Einrichtung von Krankenstationen, auch Krankenhäuser (S. 286 ff.).
Im Mittelpunkt von Teil 3 „Schocks für das äthiopische Regime und die Sowjets“ stehen die militärischen Erfolge, die Unterbrechung der Verkehrsachse zwischen der Hafenstadt Massawa und Asmara bis zur Umzingelung der Hauptstadt.
Um ihre drohende Niederlage abzuwenden, startete die äthiopische Armee im Juli 1978 die erste Offensive, ausgestattet mit modernen sowjetischen Waffen und Hunderttausenden neu geworbener Rekruten. Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EPLF, aber auch Reaktionen aus der Gesellschaft beschreibt der Autor in Teil 4 „Pattsituation“. Eine 16fach größere Armee mit modernsten sowjetischen Waffen stand der EPLF gegenüber - sich kämpfend zurückzuziehen, war unabweisbar.
Der beschlossene strategische Rückzug (Teil 5) in den Norden Richtung Nakfa löste ein breites Spektrum an Reaktionen im In- und Ausland aus (S.308 ff.). Er wurde beschleunigt durch die zweite äthiopische Offensive im November 1978, die im südlichen und zentralen Teil bekämpft wurde. Eine große logistische Herausforderung nicht nur für die medizinische Versorgung, sondern auch um Korridore für die Evakuierung zu schaffen, um im Norden Verteidigungslinien um Nakfa aufzubauen.
Tekeste Fekadu wandelte am Schluss des Buches ein Zitat von Lenin um: “Eine der Lektionen dieser Zeit. Ich sagte: Okay„ wir haben einen Schritt zurück getan… Nun werden wir die zwei Schritte vorwärts machen.“ Während Äthiopien zunehmend durch wirtschaftliche Krisen, Hungersnöte und dem Zerfall der sowjetischen Unterstützung unter Druck geriet, baute die EPLF eine hochorganisierte Guerilla- und Volksarmee auf. Zehn Jahre später, 1988 begann die Offensive der PELF in Richtung Süden. Am 24. Mai 1991 zog die Eritreische Volksbefreiungsfront in Asmara ein – heute vor 35 Jahren.
Mein Schlusswort: Eins habe ich beim Lesen „Von Nakfa nach Nakfa“ sehr schnell begriffen: Eritrea ist weder in Nordkorea noch in Kuba zu verorten, sondern beschreitet seinen eigenen afrikanischen Weg in die Zukunft…
Verfasst am 13. Mai 2026
Fußnoten:
1 Als Standardwerk gilt der Herausgeber des (mittlerweilen eingestellten) Basler „Afrika Bulletin“ Hans-Ulrich Stauffer: „Eritrea. Der zweite Blick“ Rotpunktverlag Zürich 2017, 269 S.
2 Herbert Graf: „Eritrea. Oase am Roten Meer. Ein junger Staat auf neuen Wegen. Friedensbeginn und Sanktionsende“, Verlag am Park in der Edition Ost Verlag 2019, 183 S.
3 Tekeste Fekadu: „Von Nakfa nach Nakfa. Der Kampf Eritreas um seine Unabhängigkeit. Ein Arzt erinnert sich an die Jahre 1976 bis 1979“ hrsg. von Hidri Publishers, Asmara, Deutscher Militärverlag Berlin 2026, 352 S.
4 Alemseged Tesfai: „Land & Liberation in Eritrea: Reflecting on the Work of Lionel Cliffe“, in: Review of African Political Economy, Vol. 30, No. 96, 2003, S. 249 - 254
Online-Flyer Nr. 864 vom 17.06.2026
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