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Globales
Afrikas Antwort auf Trump
Afrika rückt zusammen
Von Georges Hallermayer
Auf der 39. Generalversammlung der Afrikanischen Union vom 11. bis 15. Februar 2026 in Addis Abeba behandelten die Staats- und Regierungschefs die drückenden Probleme, die kriegerischen Konflikte wie im Sudan und Kongo zu beenden, aber auch weitere zu verhindern. Auch wenn der Beitritt von Marokko und Ägypten zum Trump’schen "Board of peace“ die Bemühungen von APSA „African Peace and Security Architecture“ der Afrikanischen Union erschwert, Brandherde zu löschen (aktuell aufgeflammt der Grenzstreit zwischen Togo und Ghana). Burundis Präsident Evariste Ndayishimiye, der neue AU-Präsident, forderte die schwärende Wunde des Krieges im Sudan zu schließen. Südafrika wird für zwei Jahre APSA leiten und kündigte größeren Druck auf die Kriegsparteien an.
Die afrikanischen Staatschefs betonten zu wirtschaftspolitischen Fragen die Integration voranzutreiben, die Industrialisierung, den innerafrikanischen Handel und eine zunehmende Wertschöpfung als Prioritäten zu fördern. (1) Sie arbeiten daran, das Leuchtturm-Projekt der AU-Agenda 2063, die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone AfCFTA mit Leben zu füllen. Die meisten Länder haben das Abkommen ratifiziert, um den afrikanischen Binnenhandel zu fördern, der in den letzten Jahren von 12 % auf 18 % gestiegen ist (im Vergleich 69 % EU, 55 % Nordamerika). Zölle sollen abgebaut, Standards vereinheitlich und die Bürokratie soll durch Digitalisierung vereinfacht werden. Die Afrikanische Entwicklungsbank BAD hat in den neun Jahren bis 2024 50 Mrd. $ in die Verkehrs-Infrastruktur investiert und mobilisierte 9 Mrd. $ für die Entwicklung eines Korridors von Abidjan bis Lagos, entlang der Küste des Golfs von Guinea. (2)
Telekom. So haben einige benachbarte Ländern wie Burkina Faso und Togo (3) oder die Allianz der Sahel Staaten AES die hohen Roaming-Gebühren völlig abgeschafft, regionale Wirtschaftsgemeinschaften wie die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft CEDEAO mindestens die Gebühren gesenkt. Die gemeinsame Nutzung von maritimen Glasfaserkabel und Satelliten-Verbindungen für ein schnelleres Internet wird - vor allem unter US-Ägide - beschleunigt ausgebaut. Aber auch China fördert den Ausbau digitaler Infrastruktur im Rahmen des FOCAC, zum Beispiel die Glasfaserverbindung zwischen Guinea, Sierra Leone und Mali. (4)
Kenia stellte auf der Generalversammlung mit „BiasharaLink“ und „Deal House“ den Start zweier digitaler Plattformen vor, die afrikanischen Botschaften in Handelszentren transformiert, um KMUs (kleinen und mittleren Unternehmen) im Rahmen von AfCFTA den innerafrikanischen Handel zu erleichtern. (5)
Energie. Nicht nur Äthiopien versorgt mit dem Wasserkraftwerk GERD, dem Gand Ethiopian Renaissance Dam, die Nachbarländer Djibouti, Sudan und Kenia mit Strom (Tansania hat den Testbetrieb 2025 aufgenommen) – die Regierungen der benachbarten Kongo Kinshasa und Brazzaville kamen überein, bis zu 30 MW gemeinsam zu nutzen. (6)
Binnenhandel. Das African Trade Observatory zeigt neben dem exponentiellen Anstieg im Durchschnitt einen klaren Trend differenzierter Entwicklung: Eine Handvoll Länder mit stärkerer industrieller Basis, effizienten Häfen und zunehmend koordinieren Verkehrsnetzen dominieren die regionalen Exportströme: Südafrika mit 31 Mrd.$ intrakontinentalem Exportvolumen, gefolgt von Ägypten mit 7,58 Mrd.$, von Angola und der DRC mit über 7 Mrd. $.
Zum Beispiel: So hat Ägypten auf dem Nil von Assuan bis Wadi Halfa nach sechs Jahren Unterbrechung die Binnenschifffahrt mit dem Norden Sudans geöffnet. (7) Die Demokratische Republik Congo RDC baut mit Zambia den 165 km langen Kolwezi-Solwezi-Korridor und für 230 Mio. Dollar die Autobahn von Solwezi nach Likasi im kongolesischen Haut-Katanga. (8) Die Afrikanische Entwicklungsbank finanziert das 150 Mio. Dollar-Projekt, die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik Bangui mit Kisangani (RDC), Kampala, (Uganda) und Kisangani mit Bujumbura (Burundi) zu verbinden mit einer grenzüberschreitenden Brücke über den Fluss Oubangui zwischen Zongo (RDC) und Bangui (RCA). (9)
Kein Wunder, dass Südafrika mit Ägypten und Marokko die besten logistischen Leistungen in Afrika bringen, so die auf Forschung spezialisierte Agentur Transport Intelligence in ihrem „Agility Emerging Markets Logistics Index 2024“. (10) Im Ranking danach kommen mit über 4 Mrd. $ Ghana, die Elfenbeinküste und Kenya; mit 3 Mrd. $ Marokko, Namibia und Tansania. (11) Tansania und Nachbar Burundi wollen bis 2030 mit einer 282 km lange elektrifizierte Bahnlinie den 4-Tage-Transport (von Gold, Tantal, Zinn und Seltene Erden) per LKW auf einen Tag verkürzen. Mit dem von China Railway Group gebauten „Central Corridor“ soll Kenias SGR mit Tansanias Eisenbahn-System vernetzt werden. (12)
Dass allerdings Nigeria, die größte Ökonomie in der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft in diesem Ranking fehlt, zeigt, wie groß der Nachholbedarf an nachbarschaftlicher Vernetzung ist. Doch das soll sich ändern: Immerhin ist das im Bau befindliche bis knapp 400 km lange Normalspur-Eisenbahnprojekt von Kano (Nigeria) bis Maradi (Niger) zu 60 % fertiggestellt. 20 Bahnhöfe und 52 Brücken baut das portugiesische Unternehmen Mota-Engil. Das 1,9 Mrd. Dollar-Projekt wird zu 85 % mit einem chinesischen Kredit bei einer Laufzeit von 50 Jahren finanziert. Angeschlossen an das bestehende Lagos-Kano-Netz können nahtlos täglich etwa 3000 t Güter und über 9.000 Passagiere bis zu den Häfen transportiert werden. (13)
Wie Islamischer Terror die Entwicklung behindert, zeigt die 2017 begonnene Sanierung des 52 km langen Straßen-Korridors Bamenda – Babadjou zwischen Nigeria und Kamerun: Unterbrochen bis 2022 ist sie erst seit August 2025 in Betrieb (14).
Die Afrikanische Entwicklungsbank finanziert mit 372 Mio. $ die Modernisierung des 246 km langen Douala-Ndjamena-Handelskorridors zwischen Kamerun und Tschad. Auch die Europäische Union beteiligt sich im Rahmen von Global Gateway mit 40 Mio. Euro daran. (15)
den Hunger besiegen – die Armut überwinden
Monopole, multinationale Agrarhandelskonzerne, das ABCD-Quartett: Archer-Daniels Midland (ADM) in Chicago, Bunge Ltd in Chesterfield, Cargill Inc. in Minnetonka und Luis Dreyfus Comp.(LDC) in Rotterdam kontrollieren wesentliche Teile der globalen Nahrungsmittel-Wertschöpfungskette (70 bis 90 % des weltweiten Handels mit Getreide, Mais, Soja und Zucker). Sie versorgen Landwirte mit Krediten, Saatgut, Dünger und Pestiziden. Ihre Marktmacht ermöglicht es ihnen, durch Kontrolle über Lagerung, Verarbeitung und Transport massive Gewinne zu erzielen und Preise zu diktieren. (16) COFCO Intl. in Genf als Fünfter der „Big Five“ ist vor allem auf den Import für den chinesischen Markt orientiert und konkurriert mit dem ABCD-Quartett und treibt global das Ökolabel „Responsible Agriculture Standard“ voran.
Dabei schwebt die Geißel des Hungers über dem Kontinent. Dürreperioden und Überschwemmungen, aber auch Terror und Krieg zwingen Millionen Afrikaner zu hungern. Die Karten des Centre d’Etudes stratégiques de l’Afrique vom 2. Dez. 2025 zeigt die Schwerpunkte der Nahrungsmittelunsicherheit vor allem in Zentralafrika: Nigeria mit 30,6 Mio. bedrohter Menschen, die Demokratische Republik Kongo mit 20,7 Mio., der Sudan mit 24,6 Mio., Äthiopien 15 Mio, Süd-Sudan mit 7,7 Millionen Menschen.
Die Förderung der Landwirtschaft in den nationalen Programmen zur ökonomischen Souveränität hat absolute Priorität – schließlich ist sie im afrikanischen Durchschnitt mit 30%igem Anteil am BIP beteiligt (Sierra Leone 60 %, Tschad 54 %). Nur drei afrikanische Länder, Algerien, Südafrika und Ägypten, zählen zu den Ländern mit „befriedigender Resilienz“ nach der Studie von Economist Impact. (17)
Die Afrikanische Union beschloss auf ihrem außerordentlichen Gipfel am 11.Januar 2025, dass die Staaten zur Entwicklung der eigenen Landwirtschaft das Budget auf 10 % anheben sollten, (18) ein Ziel, schwierig zu erreichen. Aber so wichtig weiterhin internationale Hilfsorganisationen wie das UN World Food Programme oder UNICEF sind - nunmehr werden Anbauflächen ausgedehnt, Bewässerungssysteme erweitert, dürreresistentes Saatgut eingeführt, der Anbau mechanisiert, Anbaumethoden modernisiert, Schulungsprogramme zur Selbsthilfe angeboten, um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern – im Rahmen der chinesischen FOCAC-Vereinbarungen oder PPP-Projekte.
Zum Beispiel: So richtete die nigerianische Regierung in finanzieller Kooperation mit der Afrikanischen Entwicklungsbank BAD, der Islamischen Entwicklungsbank, dem Internationalen Agrarfonds und dem Africa Growing Together Fund mehrere Spezialzonen ein zur agro-industriellen Weiterverarbeitung mit einem Investitionsvolumen von 538 Mio. $ für Phase 1. (19) Ägypten und Burkina Faso investieren 8 Mio. $ bzw. 6 Mio. $, um die Kartoffel im Lande weiterzuverarbeiten. (20)
Aber die Importe von Lebensmitteln übersteigen seit 2006 systematisch den Export. Nur Südafrika, die Elfenbeinküste, Kenia, Ghana und Marokko exportieren mehr Agrarprodukte als sie einführen. (21) Vier Basisprodukte decken 45 % des Kalorienbedarfs in Afrika: Maniok, Mais, Reis und Weizen, die gemäß Weltbank zum großen Teil aus Europa und Südasien importiert werden. 14 % aller gehandelten Lebensmittel werden über Seehäfen importiert, 22 % für Binnenländer und 37 % für die „Länder mit niedrigstem Einkommen“. „Manchmal ist es billiger, Zwiebeln aus den Niederlande zu importieren als von einem westafrikanischen Nachbarn,“ sagte Aliyu Isah vom Observatoire regional ORO/AOC. (22)
Transportkosten senken – Infrastruktur ausbauen
Das Logistikunternehmen Kühne & Nagel berichtet über teure Wartezeiten von 4 Tagen im Hafen von Tema (Ghana)und Mombasa (Kenia) bzw. drei Wartetage in Douala/Kribi (Kamerun). (24) Ebenso das Container Management von Maersk. (25) Eine ineffiziente Bürokratie (doppelt so viele Dokumente wie in Europa), Mangel an Kapazitäten und an Infrastruktur verteuern die Waren zusätzlich. 80 % des afrikanischen Warenverkehrs wird über Straßen abgewickelt, die allerdings nur zum geringen Teil geteert sind: im subsaharischen Afrika 2,3 km auf 100 qkm (Indien 138 km). 40 % der geteerten Straßen liegen in Südafrika und Algerien, so der Report „State of Africas Infrastructure 2024“ der Africa Finance Corporation. (26)
Politics for an „ashole“ (Donald Trump 2018)
Die einschneidenden Veränderungen, die der US-Präsident im Jahr 2025 den afrikanischen Ländern auferlegt hatte, haben den Kontinent aufgerüttelt:
Auf der 39. Generalversammlung präsentierte Afrika auch die Rechnung für jahrhundertelange kolonialer Ausbeutung: Wiedergutmachung für die Sklaverei – noch sei es nicht die Zeit, über Zahlen zu sprechen, doch die Anerkennung als Verbrechen gegen die Menschheit sei ein erster notwendiger Schritt. Wir dürfen sicher sein, dass das Thema auf dem Tisch bleibt. AU-Präsident Mahama etabliert einen institutionellen Mechanismus: das AU-Coordination Reparations-Team, AU-Reparations-Experten-Team und eine externe Gruppe von Rechtsexperten. Er rief dazu auf, nationale Reparationskommissionen einzurichten und die Dekade der Reparationen zu unterstützen (33). Was wäre, wenn die afrikanischen Staaten den Gedanken Thomas Sankara aufgreifen, den Schuldendienst kollektiv zu verweigern? Wann ist es Zeit aufzurechnen, die Verbrechen des Sklavenhandels gegen einen Schuldenerlass für Afrika, die neokoloniale Schuldenfalle des Weltwährungsfonds? Trotz alledem, die Zeit wird kommen.
Die Afrikanische Union gab mit ihrer Forderung die Antwort auf die Lobrede von US-Außenminister Marc Rubio während der Münchner Sicherheitskonferenz - auf den christlich-imperialistischen Westen und kolonialer Expansion („godless communist revolutions and anti-colonial uprisings“).
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach am Rande der Generalversammlung Tacheles, Afrika müsse „mit einer Stimme sprechen, … dass Afrika Geschäfte zu seinen eigenen Bedingungen tätigt und sicherstellt, dass die Entscheidungen, die wir beim G20-Gipfel hinsichtlich des Umgangs mit unseren Bodenschätzen, insbesondere kritischen Mineralien, getroffen haben, auch umgesetzt werden. Es darf nicht länger vorkommen, dass Gestein, Erde und Staub aus Afrika exportiert werden, ohne dass sie verwertet werden“. (34)
Stanislas Zézé, der Gründer von Bloomfield Investment Corp. pflichtet ihm bei: “Die Souveränität Afrikas, den Prozess kann man verlangsamen, aber nicht anhalten.“ (35) Und die panafrikanischen antiimperialistischen politischen und gewerkschaftlichen Organisationen rücken auch immer mehr zusammen, wie man in der gemeinsamen Deklaration zur Verteidigung Venezuelas sehen kann, in Pressenza New York im Februar veröffentlicht. (36)
Verfasst am 21. Februar. 2026, updated 12. März 2026
Fußnoten:
1 African Union 15. Februar 2026:Press Release „39th Ordinary Session of the Assembly of the African Union Concludes in Addis Ababa“
2 Agence Edcofin 29. Mai 2024: „BAD: plus de 50 milliards $ investis dans les infrastructures en 9 ans“
3 Agence Ecofin 22. April 2025: „Le Togo et le Burkina Faso s’accordentpour la suppression des frais de roaming“
4 Agence Ecofin 30.Juli 2024: „La Guinée veut s’interconnecter par fibre optique à la Sierra Leone“
Agence Ecofin 1. Juli 2024: „La Guinée et le Mali signent un accord d’interconnexion par fibre optique“
5 Agence Ecofin 17.Febr. 2026: „Le Kenya lance deux plateformes numériques pour accélérer le commerce intra-africain“
6 Bankable 22. Dez. 2025: „Kinshasa et Brazzaville concluent un accord de partage de 30 MW d’électricité“
7 Agence Ecofin 23. Jan. 2026: „Le transport fluvial entre le Soudan et l’Égypte reprend après 6 années d'interruption“
8 Bankable 15. Juli 2025: „Likasi–Solwezi :une route de 230 millions $ pourfluidifier le commerce RDC–Zambie“
9 Bankable 14. Juli 2025: „Corridors :unprojet de 150 millions $ pourrelier la RDC à la RCA, l’Ouganda et le Burundi“
10 Agence Ecofin 7. Feb. 2024: „Classement 2024 des marchés émergents africains affichant les meilleures performances logistiques (rapport)“
11 African Exponent 29. Nov. 2025: „Top 10 African Countries with the Highest Intra-African Export Volumes 2025“
12 Semafor 22. Aug. 2025: „East Africa’s Central Corridor kicks off“
13 Ecofin 1. Aug. 2025: „La construction de l’axeferroviaire Niger - Nigeria progresse“
14 The Observer 17.Sept. 2025: „2017-2025, The story of The Bamenda-Babadjou Road“
15 Business Insider Africa 24. Mai 2025: „EU backs Central African trade growth with €40 million corridor upgrade“
16 Infosperber 24. Dez. 2024: „Big Five profitieren vom Oligopol auf Agrarrohstoffe“
17 Agence Ecofin 5. März 2026: „Quels sont les pays africains ayant les systèmes alimentaires les plus résilients en 2026 (Economist Impact)“
18 The Conversation 8. Jan. 2025: „Comment les gouvernements africains soutiennent-ils l’agriculture?“
19 Banque Africaine de Development 1. April 2025: „La BAD et le gouvernement fédéral du Nigéria lancent la
20 Agence Ecofin 24. Dez. 2025: „Égypte: un projet de transformation de pomme de terre de 8?millions?$ à Sokhna“
Agence Ecofin 3. März 2026: „Burkina Faso: un projet de 6 millions $ pour transformer la pomme de terre à Yaadga“
21 Agence Ecofin 24. Jan. 2026: „Focus sur 5 pays africains exportateurs nets de produits agricoles“
22 Agence Ecofin 4. März 2026:s „«Il est parfois moins coûteux d’importer des oignons depuis les Pays-Bas que depuis un voisin ouest-africain» (Aliyu Isah - ORO/AOC)“
23 Banque mondiale 17. Juli 2025: „Les liens entre transport, logistique et sécurité alimentaire en Afrique“
24 Kühne&Nagel News 2. Febr. 2026: „West African port congestion intensifies as carriers confront prolonged delays“
25 Sea News 4. Febr. 2026: „West African port congestion intensifies as carriers confront prolonged delays
26 Agence Ecofin 19. Nov. 2024: „40% des routes bitumées du continent concentrées en Afrique du sud et en Algérie (AFC)“
27 Bankable 6. Jan. 2026: „Corridor de Nacala : une extension ferroviaire envisagée jusqu’en RDC“
28 Agence Ecofin 28. Febr. 2026: „L'Africa CDC alerte sur les partages de données avec les États-Unis (le point santé)“
29 AgenceEcofin 10. Sept. 2025: „Infrastructuresafricaines :lescatastrophesnaturellescausent des pertes de 12,7 milliards $ par an (CDRI)“
30 Agence Ecofin 2. März 2026: „Crise Iran–USA–Israël: pourquoi Ormuz et Suez exposent l’Afrique à un choc énergétique et logistique“
31 Jeune Afrique 3. März 2026: „Pétrole: la raffinerie Dangote en passe de conquérir l’Afrique… et d’évincer les multinationales?“
32 Saba (Jemen) 6. Okt. 2025: „Äthiopien: Das erste Land der Welt, das den Import von Benzin- und Diesel-Lkw verbietet“
33 Peoples dispatch 19. Febr. 2026: „AU adopts landmark resolution on slavery, colonialism, and reparatory justice“
34 The Africa Report 15. Feb. 2026: „Ramaphosa on Rubio: Africa must avoid a new colonialism“
35 Sidwaya 26. Febr. 2026: „Stanislas Zézé, fondateur de Bloomfield Investment Corporation: «La souveraineté de l’Afrique, on peut ralentir le processus, mais pas l’arrêter»“
36 Pardem 11. Febr. 2026: „La gauche africaine unie soutient le Venezuela“
Online-Flyer Nr. 859 vom 14.03.2026
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Afrikas Antwort auf Trump
Afrika rückt zusammen
Von Georges Hallermayer
Auf der 39. Generalversammlung der Afrikanischen Union vom 11. bis 15. Februar 2026 in Addis Abeba behandelten die Staats- und Regierungschefs die drückenden Probleme, die kriegerischen Konflikte wie im Sudan und Kongo zu beenden, aber auch weitere zu verhindern. Auch wenn der Beitritt von Marokko und Ägypten zum Trump’schen "Board of peace“ die Bemühungen von APSA „African Peace and Security Architecture“ der Afrikanischen Union erschwert, Brandherde zu löschen (aktuell aufgeflammt der Grenzstreit zwischen Togo und Ghana). Burundis Präsident Evariste Ndayishimiye, der neue AU-Präsident, forderte die schwärende Wunde des Krieges im Sudan zu schließen. Südafrika wird für zwei Jahre APSA leiten und kündigte größeren Druck auf die Kriegsparteien an.Die afrikanischen Staatschefs betonten zu wirtschaftspolitischen Fragen die Integration voranzutreiben, die Industrialisierung, den innerafrikanischen Handel und eine zunehmende Wertschöpfung als Prioritäten zu fördern. (1) Sie arbeiten daran, das Leuchtturm-Projekt der AU-Agenda 2063, die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone AfCFTA mit Leben zu füllen. Die meisten Länder haben das Abkommen ratifiziert, um den afrikanischen Binnenhandel zu fördern, der in den letzten Jahren von 12 % auf 18 % gestiegen ist (im Vergleich 69 % EU, 55 % Nordamerika). Zölle sollen abgebaut, Standards vereinheitlich und die Bürokratie soll durch Digitalisierung vereinfacht werden. Die Afrikanische Entwicklungsbank BAD hat in den neun Jahren bis 2024 50 Mrd. $ in die Verkehrs-Infrastruktur investiert und mobilisierte 9 Mrd. $ für die Entwicklung eines Korridors von Abidjan bis Lagos, entlang der Küste des Golfs von Guinea. (2)
Telekom. So haben einige benachbarte Ländern wie Burkina Faso und Togo (3) oder die Allianz der Sahel Staaten AES die hohen Roaming-Gebühren völlig abgeschafft, regionale Wirtschaftsgemeinschaften wie die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft CEDEAO mindestens die Gebühren gesenkt. Die gemeinsame Nutzung von maritimen Glasfaserkabel und Satelliten-Verbindungen für ein schnelleres Internet wird - vor allem unter US-Ägide - beschleunigt ausgebaut. Aber auch China fördert den Ausbau digitaler Infrastruktur im Rahmen des FOCAC, zum Beispiel die Glasfaserverbindung zwischen Guinea, Sierra Leone und Mali. (4)
Kenia stellte auf der Generalversammlung mit „BiasharaLink“ und „Deal House“ den Start zweier digitaler Plattformen vor, die afrikanischen Botschaften in Handelszentren transformiert, um KMUs (kleinen und mittleren Unternehmen) im Rahmen von AfCFTA den innerafrikanischen Handel zu erleichtern. (5)
Energie. Nicht nur Äthiopien versorgt mit dem Wasserkraftwerk GERD, dem Gand Ethiopian Renaissance Dam, die Nachbarländer Djibouti, Sudan und Kenia mit Strom (Tansania hat den Testbetrieb 2025 aufgenommen) – die Regierungen der benachbarten Kongo Kinshasa und Brazzaville kamen überein, bis zu 30 MW gemeinsam zu nutzen. (6)
Binnenhandel. Das African Trade Observatory zeigt neben dem exponentiellen Anstieg im Durchschnitt einen klaren Trend differenzierter Entwicklung: Eine Handvoll Länder mit stärkerer industrieller Basis, effizienten Häfen und zunehmend koordinieren Verkehrsnetzen dominieren die regionalen Exportströme: Südafrika mit 31 Mrd.$ intrakontinentalem Exportvolumen, gefolgt von Ägypten mit 7,58 Mrd.$, von Angola und der DRC mit über 7 Mrd. $.
Zum Beispiel: So hat Ägypten auf dem Nil von Assuan bis Wadi Halfa nach sechs Jahren Unterbrechung die Binnenschifffahrt mit dem Norden Sudans geöffnet. (7) Die Demokratische Republik Congo RDC baut mit Zambia den 165 km langen Kolwezi-Solwezi-Korridor und für 230 Mio. Dollar die Autobahn von Solwezi nach Likasi im kongolesischen Haut-Katanga. (8) Die Afrikanische Entwicklungsbank finanziert das 150 Mio. Dollar-Projekt, die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik Bangui mit Kisangani (RDC), Kampala, (Uganda) und Kisangani mit Bujumbura (Burundi) zu verbinden mit einer grenzüberschreitenden Brücke über den Fluss Oubangui zwischen Zongo (RDC) und Bangui (RCA). (9)
Kein Wunder, dass Südafrika mit Ägypten und Marokko die besten logistischen Leistungen in Afrika bringen, so die auf Forschung spezialisierte Agentur Transport Intelligence in ihrem „Agility Emerging Markets Logistics Index 2024“. (10) Im Ranking danach kommen mit über 4 Mrd. $ Ghana, die Elfenbeinküste und Kenya; mit 3 Mrd. $ Marokko, Namibia und Tansania. (11) Tansania und Nachbar Burundi wollen bis 2030 mit einer 282 km lange elektrifizierte Bahnlinie den 4-Tage-Transport (von Gold, Tantal, Zinn und Seltene Erden) per LKW auf einen Tag verkürzen. Mit dem von China Railway Group gebauten „Central Corridor“ soll Kenias SGR mit Tansanias Eisenbahn-System vernetzt werden. (12)
Dass allerdings Nigeria, die größte Ökonomie in der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft in diesem Ranking fehlt, zeigt, wie groß der Nachholbedarf an nachbarschaftlicher Vernetzung ist. Doch das soll sich ändern: Immerhin ist das im Bau befindliche bis knapp 400 km lange Normalspur-Eisenbahnprojekt von Kano (Nigeria) bis Maradi (Niger) zu 60 % fertiggestellt. 20 Bahnhöfe und 52 Brücken baut das portugiesische Unternehmen Mota-Engil. Das 1,9 Mrd. Dollar-Projekt wird zu 85 % mit einem chinesischen Kredit bei einer Laufzeit von 50 Jahren finanziert. Angeschlossen an das bestehende Lagos-Kano-Netz können nahtlos täglich etwa 3000 t Güter und über 9.000 Passagiere bis zu den Häfen transportiert werden. (13)
Wie Islamischer Terror die Entwicklung behindert, zeigt die 2017 begonnene Sanierung des 52 km langen Straßen-Korridors Bamenda – Babadjou zwischen Nigeria und Kamerun: Unterbrochen bis 2022 ist sie erst seit August 2025 in Betrieb (14).
Die Afrikanische Entwicklungsbank finanziert mit 372 Mio. $ die Modernisierung des 246 km langen Douala-Ndjamena-Handelskorridors zwischen Kamerun und Tschad. Auch die Europäische Union beteiligt sich im Rahmen von Global Gateway mit 40 Mio. Euro daran. (15)
den Hunger besiegen – die Armut überwinden
Monopole, multinationale Agrarhandelskonzerne, das ABCD-Quartett: Archer-Daniels Midland (ADM) in Chicago, Bunge Ltd in Chesterfield, Cargill Inc. in Minnetonka und Luis Dreyfus Comp.(LDC) in Rotterdam kontrollieren wesentliche Teile der globalen Nahrungsmittel-Wertschöpfungskette (70 bis 90 % des weltweiten Handels mit Getreide, Mais, Soja und Zucker). Sie versorgen Landwirte mit Krediten, Saatgut, Dünger und Pestiziden. Ihre Marktmacht ermöglicht es ihnen, durch Kontrolle über Lagerung, Verarbeitung und Transport massive Gewinne zu erzielen und Preise zu diktieren. (16) COFCO Intl. in Genf als Fünfter der „Big Five“ ist vor allem auf den Import für den chinesischen Markt orientiert und konkurriert mit dem ABCD-Quartett und treibt global das Ökolabel „Responsible Agriculture Standard“ voran.
Dabei schwebt die Geißel des Hungers über dem Kontinent. Dürreperioden und Überschwemmungen, aber auch Terror und Krieg zwingen Millionen Afrikaner zu hungern. Die Karten des Centre d’Etudes stratégiques de l’Afrique vom 2. Dez. 2025 zeigt die Schwerpunkte der Nahrungsmittelunsicherheit vor allem in Zentralafrika: Nigeria mit 30,6 Mio. bedrohter Menschen, die Demokratische Republik Kongo mit 20,7 Mio., der Sudan mit 24,6 Mio., Äthiopien 15 Mio, Süd-Sudan mit 7,7 Millionen Menschen.
Die Förderung der Landwirtschaft in den nationalen Programmen zur ökonomischen Souveränität hat absolute Priorität – schließlich ist sie im afrikanischen Durchschnitt mit 30%igem Anteil am BIP beteiligt (Sierra Leone 60 %, Tschad 54 %). Nur drei afrikanische Länder, Algerien, Südafrika und Ägypten, zählen zu den Ländern mit „befriedigender Resilienz“ nach der Studie von Economist Impact. (17)
Die Afrikanische Union beschloss auf ihrem außerordentlichen Gipfel am 11.Januar 2025, dass die Staaten zur Entwicklung der eigenen Landwirtschaft das Budget auf 10 % anheben sollten, (18) ein Ziel, schwierig zu erreichen. Aber so wichtig weiterhin internationale Hilfsorganisationen wie das UN World Food Programme oder UNICEF sind - nunmehr werden Anbauflächen ausgedehnt, Bewässerungssysteme erweitert, dürreresistentes Saatgut eingeführt, der Anbau mechanisiert, Anbaumethoden modernisiert, Schulungsprogramme zur Selbsthilfe angeboten, um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern – im Rahmen der chinesischen FOCAC-Vereinbarungen oder PPP-Projekte.
Zum Beispiel: So richtete die nigerianische Regierung in finanzieller Kooperation mit der Afrikanischen Entwicklungsbank BAD, der Islamischen Entwicklungsbank, dem Internationalen Agrarfonds und dem Africa Growing Together Fund mehrere Spezialzonen ein zur agro-industriellen Weiterverarbeitung mit einem Investitionsvolumen von 538 Mio. $ für Phase 1. (19) Ägypten und Burkina Faso investieren 8 Mio. $ bzw. 6 Mio. $, um die Kartoffel im Lande weiterzuverarbeiten. (20)
Aber die Importe von Lebensmitteln übersteigen seit 2006 systematisch den Export. Nur Südafrika, die Elfenbeinküste, Kenia, Ghana und Marokko exportieren mehr Agrarprodukte als sie einführen. (21) Vier Basisprodukte decken 45 % des Kalorienbedarfs in Afrika: Maniok, Mais, Reis und Weizen, die gemäß Weltbank zum großen Teil aus Europa und Südasien importiert werden. 14 % aller gehandelten Lebensmittel werden über Seehäfen importiert, 22 % für Binnenländer und 37 % für die „Länder mit niedrigstem Einkommen“. „Manchmal ist es billiger, Zwiebeln aus den Niederlande zu importieren als von einem westafrikanischen Nachbarn,“ sagte Aliyu Isah vom Observatoire regional ORO/AOC. (22)
Transportkosten senken – Infrastruktur ausbauen
- 75%: Anteil der Transportkosten an den Warenpreisen in Afrika
- 35%: Anteil der Transportkosten am Exportwert in Zentralafrika
- 45%: Anteil der Transportkosten am Gesamtwert der Einfuhren in Zentralafrika
Das Logistikunternehmen Kühne & Nagel berichtet über teure Wartezeiten von 4 Tagen im Hafen von Tema (Ghana)und Mombasa (Kenia) bzw. drei Wartetage in Douala/Kribi (Kamerun). (24) Ebenso das Container Management von Maersk. (25) Eine ineffiziente Bürokratie (doppelt so viele Dokumente wie in Europa), Mangel an Kapazitäten und an Infrastruktur verteuern die Waren zusätzlich. 80 % des afrikanischen Warenverkehrs wird über Straßen abgewickelt, die allerdings nur zum geringen Teil geteert sind: im subsaharischen Afrika 2,3 km auf 100 qkm (Indien 138 km). 40 % der geteerten Straßen liegen in Südafrika und Algerien, so der Report „State of Africas Infrastructure 2024“ der Africa Finance Corporation. (26)
Politics for an „ashole“ (Donald Trump 2018)
Die einschneidenden Veränderungen, die der US-Präsident im Jahr 2025 den afrikanischen Ländern auferlegt hatte, haben den Kontinent aufgerüttelt:
- Das US-Gesetz AGOA für zollfreien Export wurde (mit Ausnahmen) nur für ein Jahr verlängert, denn die Trump’sche Zollpolitik soll zur Botmäßigkeit zwingen: - politisch zum Beispiel Nigeria, eine größere Präsenz von Africom (Hauptquartier?) hinzunehmen, - ökonomisch die Demokratische Republik Kongo, deren Koltan-Vorkommen unter US-Dominanz auszubeuten, um nur zwei Beispiele zu nennen.
- Andererseits lockt die US-Regierung mit Zuckerbrot, sprich Investitionen in Milliarden-Höhe – zum Beispiel mit dem Ausbau des angolanischen Lobito-Korridors nach Westen – um unter ihrer Hoheit eine Lieferkette für die Bodenschätze der DRC und Zambia zu installieren und die chinesische Konkurrenz mit der Tazara-Bahn nach Osten auszustechen.
- Dass Japan mit dem brasilianischen Bergbau-Multi Vale S.A. den Nacala Logistics Corridor von Mozambique aus über Malawi in die RDC vorantreibt, unterstreicht nur ihre imperialistischen Ambitionen. (27)
- Mit der Abwicklung von USAID fehlten von heute auf morgen Millionen Dollar, die für Gesundheit und Subventionierung von Nahrungsmitteln in nationalen Budgets eingeplant waren. Vor einem „vergifteten Geschenk“ warnte Africa CDC, das afrikanische Zentrum zur Kontrolle und Vorbeugung von Krankheiten, den USA in bilateralen Abkommen für 5jährigen Budgetzuschuss den ungehemmten Zugriff auf die Gesundheitsdaten der Bevölkerung zu geben. Nachdem sich etwa ein Dutzend afrikanischer Länder auf diesen „Deal“ eingelassen hatten, wächst der Widerstand dagegen. (28)
- Und mit dem Ausstieg aus dem Klima-Abkommen verweigern die USA, ihren Teil der Verantwortung für die desaströsen Folgen zu übernehmen. Nach dem Report von CDRI „Infrastructure Resilience in Africa“ verursachen die Naturkatastrophen durchschnittlich einen jährlichen Schaden in Afrika von 12,7 Mrd. Dollar. (29)
- Wie weit die globalen Umweltschäden des von den USA und Israel vom Zaun gebrochenen Kriegs gegen den Iran Afrika betreffen, wird noch zu berechnen sein, aber schon aktuell bedrohen inflationäre Tendenzen und Rohstoff-Knappheit die Ökonomien (80 % des Imports per Schiff) (30). So hat Nigeria als erstes Land die Reißleine gezogen und den Import von Petroleum gestoppt. (31) Äthiopien ist weniger betroffen, es hat als erstes Land weltweit ab 2. Okt. 2025 den Import von Verbrenner-LKW verboten. (32)
Auf der 39. Generalversammlung präsentierte Afrika auch die Rechnung für jahrhundertelange kolonialer Ausbeutung: Wiedergutmachung für die Sklaverei – noch sei es nicht die Zeit, über Zahlen zu sprechen, doch die Anerkennung als Verbrechen gegen die Menschheit sei ein erster notwendiger Schritt. Wir dürfen sicher sein, dass das Thema auf dem Tisch bleibt. AU-Präsident Mahama etabliert einen institutionellen Mechanismus: das AU-Coordination Reparations-Team, AU-Reparations-Experten-Team und eine externe Gruppe von Rechtsexperten. Er rief dazu auf, nationale Reparationskommissionen einzurichten und die Dekade der Reparationen zu unterstützen (33). Was wäre, wenn die afrikanischen Staaten den Gedanken Thomas Sankara aufgreifen, den Schuldendienst kollektiv zu verweigern? Wann ist es Zeit aufzurechnen, die Verbrechen des Sklavenhandels gegen einen Schuldenerlass für Afrika, die neokoloniale Schuldenfalle des Weltwährungsfonds? Trotz alledem, die Zeit wird kommen.
Die Afrikanische Union gab mit ihrer Forderung die Antwort auf die Lobrede von US-Außenminister Marc Rubio während der Münchner Sicherheitskonferenz - auf den christlich-imperialistischen Westen und kolonialer Expansion („godless communist revolutions and anti-colonial uprisings“).
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach am Rande der Generalversammlung Tacheles, Afrika müsse „mit einer Stimme sprechen, … dass Afrika Geschäfte zu seinen eigenen Bedingungen tätigt und sicherstellt, dass die Entscheidungen, die wir beim G20-Gipfel hinsichtlich des Umgangs mit unseren Bodenschätzen, insbesondere kritischen Mineralien, getroffen haben, auch umgesetzt werden. Es darf nicht länger vorkommen, dass Gestein, Erde und Staub aus Afrika exportiert werden, ohne dass sie verwertet werden“. (34)
Stanislas Zézé, der Gründer von Bloomfield Investment Corp. pflichtet ihm bei: “Die Souveränität Afrikas, den Prozess kann man verlangsamen, aber nicht anhalten.“ (35) Und die panafrikanischen antiimperialistischen politischen und gewerkschaftlichen Organisationen rücken auch immer mehr zusammen, wie man in der gemeinsamen Deklaration zur Verteidigung Venezuelas sehen kann, in Pressenza New York im Februar veröffentlicht. (36)
Verfasst am 21. Februar. 2026, updated 12. März 2026
Fußnoten:
1 African Union 15. Februar 2026:Press Release „39th Ordinary Session of the Assembly of the African Union Concludes in Addis Ababa“
2 Agence Edcofin 29. Mai 2024: „BAD: plus de 50 milliards $ investis dans les infrastructures en 9 ans“
3 Agence Ecofin 22. April 2025: „Le Togo et le Burkina Faso s’accordentpour la suppression des frais de roaming“
4 Agence Ecofin 30.Juli 2024: „La Guinée veut s’interconnecter par fibre optique à la Sierra Leone“
Agence Ecofin 1. Juli 2024: „La Guinée et le Mali signent un accord d’interconnexion par fibre optique“
5 Agence Ecofin 17.Febr. 2026: „Le Kenya lance deux plateformes numériques pour accélérer le commerce intra-africain“
6 Bankable 22. Dez. 2025: „Kinshasa et Brazzaville concluent un accord de partage de 30 MW d’électricité“
7 Agence Ecofin 23. Jan. 2026: „Le transport fluvial entre le Soudan et l’Égypte reprend après 6 années d'interruption“
8 Bankable 15. Juli 2025: „Likasi–Solwezi :une route de 230 millions $ pourfluidifier le commerce RDC–Zambie“
9 Bankable 14. Juli 2025: „Corridors :unprojet de 150 millions $ pourrelier la RDC à la RCA, l’Ouganda et le Burundi“
10 Agence Ecofin 7. Feb. 2024: „Classement 2024 des marchés émergents africains affichant les meilleures performances logistiques (rapport)“
11 African Exponent 29. Nov. 2025: „Top 10 African Countries with the Highest Intra-African Export Volumes 2025“
12 Semafor 22. Aug. 2025: „East Africa’s Central Corridor kicks off“
13 Ecofin 1. Aug. 2025: „La construction de l’axeferroviaire Niger - Nigeria progresse“
14 The Observer 17.Sept. 2025: „2017-2025, The story of The Bamenda-Babadjou Road“
15 Business Insider Africa 24. Mai 2025: „EU backs Central African trade growth with €40 million corridor upgrade“
16 Infosperber 24. Dez. 2024: „Big Five profitieren vom Oligopol auf Agrarrohstoffe“
17 Agence Ecofin 5. März 2026: „Quels sont les pays africains ayant les systèmes alimentaires les plus résilients en 2026 (Economist Impact)“
18 The Conversation 8. Jan. 2025: „Comment les gouvernements africains soutiennent-ils l’agriculture?“
19 Banque Africaine de Development 1. April 2025: „La BAD et le gouvernement fédéral du Nigéria lancent la
20 Agence Ecofin 24. Dez. 2025: „Égypte: un projet de transformation de pomme de terre de 8?millions?$ à Sokhna“
Agence Ecofin 3. März 2026: „Burkina Faso: un projet de 6 millions $ pour transformer la pomme de terre à Yaadga“
21 Agence Ecofin 24. Jan. 2026: „Focus sur 5 pays africains exportateurs nets de produits agricoles“
22 Agence Ecofin 4. März 2026:s „«Il est parfois moins coûteux d’importer des oignons depuis les Pays-Bas que depuis un voisin ouest-africain» (Aliyu Isah - ORO/AOC)“
23 Banque mondiale 17. Juli 2025: „Les liens entre transport, logistique et sécurité alimentaire en Afrique“
24 Kühne&Nagel News 2. Febr. 2026: „West African port congestion intensifies as carriers confront prolonged delays“
25 Sea News 4. Febr. 2026: „West African port congestion intensifies as carriers confront prolonged delays
26 Agence Ecofin 19. Nov. 2024: „40% des routes bitumées du continent concentrées en Afrique du sud et en Algérie (AFC)“
27 Bankable 6. Jan. 2026: „Corridor de Nacala : une extension ferroviaire envisagée jusqu’en RDC“
28 Agence Ecofin 28. Febr. 2026: „L'Africa CDC alerte sur les partages de données avec les États-Unis (le point santé)“
29 AgenceEcofin 10. Sept. 2025: „Infrastructuresafricaines :lescatastrophesnaturellescausent des pertes de 12,7 milliards $ par an (CDRI)“
30 Agence Ecofin 2. März 2026: „Crise Iran–USA–Israël: pourquoi Ormuz et Suez exposent l’Afrique à un choc énergétique et logistique“
31 Jeune Afrique 3. März 2026: „Pétrole: la raffinerie Dangote en passe de conquérir l’Afrique… et d’évincer les multinationales?“
32 Saba (Jemen) 6. Okt. 2025: „Äthiopien: Das erste Land der Welt, das den Import von Benzin- und Diesel-Lkw verbietet“
33 Peoples dispatch 19. Febr. 2026: „AU adopts landmark resolution on slavery, colonialism, and reparatory justice“
34 The Africa Report 15. Feb. 2026: „Ramaphosa on Rubio: Africa must avoid a new colonialism“
35 Sidwaya 26. Febr. 2026: „Stanislas Zézé, fondateur de Bloomfield Investment Corporation: «La souveraineté de l’Afrique, on peut ralentir le processus, mais pas l’arrêter»“
36 Pardem 11. Febr. 2026: „La gauche africaine unie soutient le Venezuela“
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