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Aktueller Online-Flyer vom 07. August 2022  

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Literatur
Kees van der Pijl: Die belagerte Welt
Corona: Die Mobilisierung der Angst – und wie wir uns daraus befreien können
Von Jochen Mitschka

Kees van der Pijl ist ein Wissenschaftler, der aus seiner Seele nie eine Mördergrube gemacht hat, und immer aussprach, was er dachte. Das hat ihm im wissenschaftlichen Establishment viele Feinde eingebracht, aber auch viele Verehrer. Auch mit diesem Buch, wird er sich wieder Verleumdungen anhören müssen. Zum Beispiel die, ein "Verschwörungstheoretiker" zu sein. Denn einige seiner Thesen sind nicht belegt und nicht beweisbar. Nun kann man sich fragen, warum zur politischen Chronik ein solches Buch gehört. Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. In der Vergangenheit hat es unzählige Male "Verschwörungstheorien" gegeben, die sich später als Tatsachen herausstellten, und niemand mehr wollte dann etwas davon hören, dass es einmal Verschwörungstheorien waren. Wenn man aber aus der Geschichte lernen will, sollte man das wissen und zur Kenntnis nehmen, um die Gegenwart beurteilen zu können.

Im Fall von Corona gab es sogar jede Menge von Verschwörungstheorien, die sich kurz darauf als Tatsachen bewiesen. Da war z.B. das Gerücht, dass das deutsche Gesundheitsministerium Beschränkungen im öffentlichen Leben erlassen würde, die vehement bestritten wurden. Der bayrische Rundfunk hatte sogar eine Videoaufklärung veröffentlicht, welche sich über die "Verschwörungstheoretiker" lustig machte. Nur wenige Wochen später war es jedoch Tatsache.

Oder schauen wir uns die Theorie der "Querdenker" aus 2020 an, dass es zu einem Impfzwang kommen könnte. Konnte jemand im Jahr 2021 behaupten, dass es keinen solchen Zwang gab, wenn man in Beruf und Gesellschaft teilnehmen will? Dann erklärten Wissenschaftler, die angeblich zu Schwurblern wurden, dass die so genannte Impfung mit mRNA Stoffen zu erhöhter Thrombosegefahr führen würde. Und einige Wochen später wurde es wissenschaftlich bewiesen. Und wie ist es mit der Wirksamkeit? Von Anfang an wurde von "Verschwörungstheoretikern" gesagt, dass ein Virus, der sich in den Schleimhäuten vermehrt, mit einer Impfung nicht bekämpft werden kann, sondern höchstens schlimme Folgen, wenn das Virus in die Blutbahn gerät, und dass mit jeder zu erwartenden Mutation, eben wie im Fall aller anderen Viren, mit einem Versagen des Impfstoffes zu rechnen ist. Auch das hat sich bestätigt und ist keine Verschwörungstheorie mehr. 2021 wird bereits über die dritte und vierte Impfung gesprochen. Die Liste könnte noch lange weitergeführt werden, und jede Woche gibt es neue Nachrichten, welche Fakten, die angeblich unumstößliche waren, plötzlich verändern.

Deshalb ist es berechtigt und angemessen, die Thesen, Meinungen eines angesehenen und erfahrenen Wissenschaftlers auch dann zu veröffentlichen, wenn sie zum Zeitpunkt der Erscheinung des Buches noch Spekulation sind, aber auf erstrangigen Quellen basieren. Denn nur so können spätere Generationen lernen, wie sie wissenschaftliche und politische Aussagen zu werten haben. Aus der Vergangenheit und dem Erkennen von Verhaltensmustern und Faktenmutationen ist es möglich, zeitgenössische "Wahrheiten", angebliche "FakeNews" oder "Verschwörungstheorien" und wissenschaftliche Aussagen zu gewichten.

Dabei ist natürlich wichtig, einige Dinge zu beachten, z.B. der Interessenhintergrund von Protagonisten, der wissenschaftliche Ruf und die Abhängigkeit oder Unabhängigkeit. Aber über das Erkennen von FakeNews wird demnächst noch ein anderes Buch vom Verein erscheinen.

Wir sollten uns anhören, was Kees van der Pijl zu sagen hat, damit wir später erkennen können, ob er Recht hatte, um dann unsere Schlüsse zu ziehen. Deshalb ist es wichtig, dass ältere Leser des Buches, es weitergeben an junge Menschen. Denn die werden es benötigen, um die Zukunft mitzugestalten. Und durch die Dichte der Informationen werden selbst Menschen, die glauben, gut über die Corona-Krise informiert zu sein, überrascht werden.


Kees van der Pijl: Die belagerte Welt



verfügbar in 5 verschiedenen Buchformaten, Hardcover, 222 Seiten, 24,90 Euro, verlegt durch den gemeinnützigen Verein "Der Politikchronist e.V. i.Gr." (hier bestellen [https://www.politikchronist.org/index.php/shop/product/68-die-belagerte-welt-hardcover.html]


Transparenzinformation: Jochen Mitschka ist 1. Vorsitzender des Vereins www.politikchronist.org


Anhang: Kees van der Pijl zu seinem neuen Buch:

Meine These in diesem Buch ist, dass die Gesellschaft, wie wir sie kennen, der globale Kapitalismus mit seiner Basis im Westen, in eine revolutionäre Krise geraten ist. Nach jahrelanger Vorbereitung hat die herrschende Oligarchie, die heute weltweit die Macht ausübt, den Ausbruch der SARS-CoV-2 zugeschriebenen Atemwegserkrankung Covid-19 zum Anlass genommen, Anfang 2020 einen globalen Ausnahmezustand auszurufen. Mit dieser Machtergreifung soll verhindert werden, dass die Revolution der Informationstechnologie (im Folgenden: IT-Revolution), die in dieser Hinsicht mit dem Aufkommen des Buchdrucks am Ende des Mittelalters verglichen werden kann, einen demokratischen Wandel einleitet.

Im Jahr 2008 kam die Spekulationsmaschine eines 20 Jahre zuvor entfesselten Kapitalismus zum Stillstand. Das Kasino wurde nach kurzer Zeit wiedereröffnet, mit einem Wasserschaden, wie es schien, doch in der Zwischenzeit hatte sich in der Weltbevölkerung eine nie dagewesene Unruhe entwickelt. Anders als am Vorabend des Ersten Weltkriegs hatte die Massenunzufriedenheit keine eindeutige politische Ausrichtung, da die IT-Revolution, anders als die industrielle Revolution, keine organisierte revolutionäre Kraft wie die sozialistische Arbeiterbewegung hervorbrachte. Die Unruhen, die nach 2008 aufkamen, gingen in alle Richtungen – Arabischer Frühling, Occupy Wall Street, die Gelbwesten in Frankreich und so weiter. Streiks, Unruhen und regierungsfeindliche Demonstrationen sowie Massenmigration und Drogenmissbrauch haben seither alle bisherigen Rekorde gebrochen – bis die Weltgesundheitsorganisation den Notstand ausrief. Regierungen auf der ganzen Welt folgten und verhängten Ausnahmezustände, die paradoxerweise mit dem Abklingen des Virus verschärft wurden.

Dieses Buch soll zur Befreiung von der Psychose der Angst beitragen, in die die Welt gestürzt wurde. Im Laufe der Recherchen und des Schreibens habe ich festgestellt, dass die „Pandemie“ kein einfacher, einmaliger Betrug oder großartiger Plan ist, der von Klaus Schwab, dem Orakel von Davos, ausgeheckt und von den nationalen Regierungen gehorsam ausgeführt wird. Es handelt sich um eine komplexe historische Krise, eine Machtergreifung durch die weltweit herrschende Klasse, die von verschiedenen Ausgangspositionen aus eingeleitet wurde. Vieles von dem, was über die Covid-„Pandemie“ noch geheimnisumwittert ist, bleibt vorläufig unenthüllt. Es scheint sicher, dass das Virus aus einem Labor entwichen ist, aber aus welchem, wissen wir nicht. Was wir feststellen können, ist, dass die offizielle Darstellung dessen, was um uns herum geschieht, in hohem Maße unrichtig ist und irgendwann zusammenbrechen wird. Die Zeitspanne, bis dies geschieht, sollte nicht unterschätzt werden, denn die Mainstream-Medien sind ein wichtiger Teil des Komplexes von Kräften, die in diesem Prozess die Macht ergriffen haben. Täuschung und Propaganda in Bezug auf wichtige historische Ereignisse sind seit den 1990er Jahren zur Routine geworden.

Entscheidend ist, dass die Machtergreifung der „Coronisten“ einen demokratischen Übergang zu einer Gesellschaft jenseits des Kapitalismus verhindert. Die revolutionäre Krise, die jetzt akut geworden ist, besteht darin, dass die Regierungen ihre Bevölkerungen als Geiseln genommen haben und sie nicht freizulassen wagen oder können. Dies ist ein weiterer Grund, warum das ganze Unternehmen zum Scheitern verurteilt ist. Zu viel ist zu früh und unzusammenhängend in Gang gesetzt worden, und die Widersprüche zwischen den verschiedenen Interessen und Institutionen, die scheinbar alle übereinstimmen, werden zwangsläufig in einen offenen Konflikt münden.

Das Buch ist wie folgt aufgebaut. Im ersten Kapitel stelle ich die wichtigsten Fakten zur Pandemie vor, die deutlich machen, dass wir es nicht mit einem medizinischen, sondern mit einem politischen Notfall zu tun haben. Was sich vor unseren Augen abspielt, ist der schrittweise Austausch des westlichen Liberalismus gegen eine autoritäre Staats- und Gesellschaftsstruktur, alles im Namen des „Virus“.

Der im Frühjahr 2020 ausgerufene Kriegszustand dient in Wirklichkeit der Sicherung der bestehenden Ordnung; wie George Orwell in seinem prophetischen Roman 1984 darlegte, dienen alle modernen Kriege in erster Linie diesem Zweck. Doch der Ausnahmezustand hat im Westen andere Vorläufer als in den sogenannten Anwärterstaaten wie China. Deren Gesellschaften leben in gewissem Sinne in einem permanenten Ausnahmezustand. Daher ist auch die Art und Weise, in der die Bevölkerung Repressionen ausgesetzt ist, eine andere. In einem Land wie China sind die Menschen seit Generationen an die Grenzen des politischen Engagements gewöhnt; in der liberalen Tradition hingegen sind drakonische, nur mit psychologischer Kriegsführung und geistiger Folter vergleichbare Sanktionen nötig. In Kapitel 2 gehe ich auf die Frage ein, warum dieser Prozess eingeleitet wurde, wenn es keinen echten medizinischen Notfall gibt.

Der Vergleich mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ist hier angebracht. Auch hier ist in bestimmten Regionen und Ländern eine zunehmende Welle von Volksunruhen zu beobachten, die an einen Aufstand grenzen. Im Nahen Osten und in Ländern wie Indien, Chile und Frankreich traten Bewegungen auf den Plan, die in der Lage waren, Regierungen zu stürzen, oder dies bereits getan hatten und die den herrschenden Klassen in aller Welt Angst einflößten. Mit dem Ausnahmezustand von Covid ist die Volksbewegung in ihrer ganzen Vielfalt vorerst eingefroren worden. Die spezifische soziale Struktur Nordamerikas, Australasiens und Europas hat diese Quasi-Normalisierung bisher begünstigt. Auf der einen Seite haben wir einen kosmopolitischen Kader, der für die Oligarchie arbeitet und sich in den Großstädten konzentriert. Er teilt sich den städtischen Raum mit einer wachsenden Einwandererpopulation, die vor allem in niederen Berufen tätig ist. Ihr gegenüber steht eine marginalisierte einheimische Bevölkerung, die weitgehend überflüssig geworden ist. In diesem komplexen Kräftegefüge hat sich eine politische Pattsituation herauskristallisiert, in der die Bezeichnungen „links“ und „rechts“ an Aussagekraft verlieren, die aber dennoch ein revolutionäres Potenzial birgt. Das Kapitel beschreibt auch die Schattenstrukturen der Repression, die die vorherige Ära des Klassenkompromisses begleiteten. Diese sind nun offen zutage getreten und haben sich Methoden der Aufstandsbekämpfung zu eigen gemacht, um dem wachsenden Widerstand gegen den Ausnahmezustand zu begegnen.

In Kapitel 3 analysiere ich die Covid-Krise als Machtergreifung, die der Gesellschaft eine „neue Normalität“ aufzwingen soll. Jede Machtausübung im liberalen Kapitalismus beruht auf einem Gesellschaftsvertrag mit einer begleitenden Ideologie, einem umfassenden Herrschaftskonzept, das die Rolle ersetzt, die zuvor die Religion, die Nation oder eine Zivilisation gespielt hat. Diesmal hat sich die herrschende Klasse dafür entschieden, nicht darauf zu warten, dass sich eine „neue Normalität“ organisch aus dem Prozess der Klassenbildung ergibt, wie nach dem Zweiten Weltkrieg und in den 70er Jahren.

Der Kapitalismus ist nicht mehr in der Lage, einen rationalen Klassenkompromiss herbeizuführen, und hat stattdessen begonnen, mittels Worst-Case-Szenarien zu regieren. Der neue Machtblock, der aus den nachrichtendienstlichen Bedürfnissen des nationalen Sicherheitsstaats der USA hervorgegangen ist und als IT-Monopole und ausufernde (Multi-)Medienkonglomerate privatisiert wurde, hat das Covid-Szenario durch einen externen Schock von oben aufgezwungen, der eine Überwachungsgesellschaft schaffen soll. Das Finanzwesen hatte von den IT-Innovationen profitiert, aber nach dem Crash von 2008 wurden die riskantesten Formen der Spekulation durch die Umstrukturierung der Finanzkontrolle in Form von „passiven Indexfonds“ wie BlackRock eingedämmt. Ob die Covid-Krise genutzt wurde, um einem drohenden Finanzkollaps zuvorzukommen, die Wiederwahl des populistischen Präsidenten Donald Trump zu verhindern, oder beides, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Der nationale Populismus, der die politische Krise der westlichen Demokratie überwinden will, indem er wie in den 1930er Jahren die Unzufriedenheit gegen die privilegierten städtischen Kader und gegen Einwanderer mobilisiert, präsentiert sich als revolutionäre Kraft.

Doch unter den gegenwärtigen Bedingungen scheint der Mainstream in der Oligarchie diese Hilfskraft vorerst nicht zu brauchen. In Kapitel 4 zeige ich, dass eine – reale oder eingebildete – Pandemie zum idealen Deckmantel für die Etablierung der Überwachungsgesellschaft geworden ist, ohne auf offene Gewalt zurückgreifen zu müssen. Nachdem die Angst vor dem Terrorismus nachgelassen hatte, erwiesen sich die vermeintliche Bedrohung durch „Putin“, das Gespenst des Klimawandels und andere Worst-Case-Szenarien als ungeeignet, die Gesellschaft in gleichem Maße zu mobilisieren. Der Ausbruch einer unbekannten Infektionskrankheit hat sich stattdessen als äußerst wirksame Umsetzung der Politik der Angst erwiesen, auf die sich die Legitimität der Regierungen im Westen nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus stützt. Nach der Jahrhundertwende zeigten SARS-1, die Vogelgrippe und nach dem Finanzkollaps die Mexiko- oder Schweinegrippe-Panik von 2009, was mit einem Virusalarm politisch möglich war, auch wenn diese Epidemien nicht weit genug verbreitet waren, um die Verhängung eines Ausnahmezustands zu ermöglichen. Doch die Lockdowns in China und Kanada zur Zeit von SARS-1 haben gezeigt, dass die Bürger einen solch radikalen Eingriff als Test für ihre Staatsbürgerschaft, ja sogar für ihren Patriotismus empfinden. 2010 entwarf die Rockefeller Foundation ein detailliertes Szenario für eine imaginäre Pandemie, die eine Massenunterdrückung ermöglichen würde. In den darauffolgenden Jahren wurde das Drehbuch für eine integrale Abschaltung der Gesellschaft im Detail ausgearbeitet. Dabei diente die Gates Foundation von Microsoft-Gründer Bill Gates, dem Exponenten des IT-Machtblocks schlechthin, als Schaltzentrale, über die das Virenszenario an die WHO, die nationalen Regierungen und den eigentlichen biopolitischen Komplex, auf den ich in Kapitel 6 näher eingehe, weitergeleitet wurde.

Einer der unsichersten Faktoren in der Covid-Krise ist das Verhältnis zwischen dem Westen, insbesondere den USA, und China. In Kapitel 5 zeige ich, dass die USA eine umfassende Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur für biologische Kriegsführung aufgebaut haben, die auf Russland und China ausgerichtet ist und Schwarzafrika als zusätzliches Testgebiet nutzt. Paradoxerweise gab es auch im Bereich der mikrobiologischen Forschung eine enge Zusammenarbeit mit China, obwohl China ein Machtkonkurrent ist, der z.B. im IT-Bereich als Gegner behandelt wurde. Im Laufe des Jahres 2019 ging die US-chinesische Zusammenarbeit bei der Bioabwehr schief, an der auch Kanada beteiligt war. Dass „das Virus“ aus einem Labor entwich, in dem Viren „verbessert“ wurden, um sie gefährlicher zu machen, scheint sicher zu sein, aber ob es sich dabei um das Labor in Wuhan handelte, an das die USA Forschungsaufträge vergeben hatten, oder um Fort Detrick in Maryland, ist ungewiss. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass es trotz der autoritären Umwandlung des liberalen Westens in das chinesische Modell angesichts der raschen Verschiebung des Kräfteverhältnisses unwahrscheinlich ist, dass dies auch zu einem stabilen, „ultraimperialistischen“ Waffenstillstand in den gegenseitigen Beziehungen führen wird.

In Kapitel 6 erörtere ich die Pandemie als Katastrophenkapitalismus, Naomi Kleins Begriff für die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die sich für Unternehmen durch große Katastrophen ergeben. In diesem Fall sind dies Chancen für den biopolitischen Komplex, insbesondere für die pharmazeutische Industrie, den Biotech-Sektor, die Gates-Stiftung und medizinische Schulen und Forschungszentren wie die Johns Hopkins University. Die Internationalisierung des Staates, bei der die einzelnen Regierungen die auf globaler Ebene festgelegten Richtlinien umsetzen, bot die Kanäle, über die der Geheimdienst-IT-Medien-Block im Verbund mit dem biopolitischen Komplex den Covid-Ausnahmezustands durchsetzen konnte. Im Laufe des Jahres 2019 werden wir sehen, wie eine Reihe von Planungstreffen einen möglichen Virusausbruch vorbereitete, sich insbesondere auf die „Infodemie“ abweichender Meinungen konzentrierte und die politische Stoßrichtung des angenommenen medizinischen Notfalls hervorhob. Warum der aufstrebende Machtblock eine echte Gesundheitskatastrophe riskierte, indem er Pharmaunternehmen erlaubte, experimentelle Gentherapien ohne ordnungsgemäße Tests als Impfstoffe an die Weltbevölkerung zu vermarkten, ist ein Rätsel; es sei denn, es gibt Pläne, die Menschheit biochemisch zu kontrollieren, vielleicht mit Hilfe von IT und/oder Nanotechnologie, und die „Impfung“ unter dem Deckmantel einer Pandemie wäre das Mittel, um auf die menschliche Biomasse zuzugreifen. Ich behaupte, dass es sich hierbei um einen völlig verfrühten Sprung handelt, der aus der Angst vor der Weltbevölkerung und den Fantasien der reichsten IT- und Medienoligarchen wie Gates, Eric Schmidt von Google und anderen hervorging.

Das abschließende Kapitel 7 untersucht die Möglichkeiten der IT-Revolution für einen anderen Kurs, der auf radikale Demokratie und digitale Planung abzielt. Das Besondere an der IT-Revolution ist, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Widerspruch zwischen individueller Freiheit und kollektiver sozialer und ökologischer Sicherheit prinzipiell überwunden wird. Die herrschende Klasse des kapitalistischen Westens ist sich dieses Potenzials bewusst und will es im Keim ersticken; auch die herrschenden Klassen der nichtwestlichen Länder sind an diesem Eingriff interessiert, wenn sie nicht schon selbst wichtige Schritte zur permanenten Überwachung ihrer Bevölkerungen unternommen haben. Wie der (Staats-)Sozialismus leidet auch die Planung nach der Stagnation und dem Zusammenbruch der sowjetischen Kommandowirtschaft heute unter einem schlechten Ruf, obwohl alle großen Unternehmen digitale Logistiksysteme einsetzen. In diesem Kapitel zeige ich, dass zu Sowjetzeiten bemerkenswerte Initiativen ergriffen wurden, um ein solches digitales Planungssystem auf nationaler Ebene zu implementieren, was jedoch aufgrund von bürokratischem Konservatismus und mangelnder Demokratie scheiterte. In Chile wurde ein vergleichbares Experiment durch den Pinochet-Putsch abgebrochen. Diesmal ist es anders. Die Welt ist von der Oligarchie in eine revolutionäre Situation gezwungen worden und steht nun vor der Wahl, sich zu fügen oder sich für eine tragfähige Alternative zu entscheiden, die die Enteignung der milliardenschweren Besitzer des, wie Marx es nannte, „sozialen Gehirns“ mit sich bringen würde. In diesem Prozess wird eine breite, politisch heterogene Freiheitsbewegung entstehen, die die Demokratie wiederherstellt und erneuert und dabei die Möglichkeiten der IT-Revolution für eine lebensfähige menschliche Zukunft nutzt – oder untergeht.

Online-Flyer Nr. 780  vom 10.11.2021

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