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Aktueller Online-Flyer vom 18. Mai 2022  

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Literatur
Broschüre "The Great Reset – Der grosse Rückfall" von Rudolph Bauer
Wichtiger Baustein mit großer Sprengkraft
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Schon die Ankündigung des neuen Werkes "The Great Reset – Der grosse Rückfall" von Prof. Rudolph Bauer ist lesenswert. Prägnant wird hier umrissen, worum in der fast 80seitigen Schrift geht (siehe unten). Es liegt eigentlich alles so klar auf der Hand - zumindest wenn es einem so überzeugend dargestellt wird wie in dieser Schrift - dass es verwundert, dass große Teile der Linken das nicht auch so sehen können oder wollen. Mit der vorliegenden Broschüre müsste es gelingen, auch in Organisationen und Initiativen hineinzuwirken, die sich entscheidenden Erkenntnissen bislang versperren - vorbei an den Kräften in diesen Organisationen und Initiativen, die im Interesse - wenn nicht sogar im Auftrag - der Herrschenden, die entscheidenden Erkenntnisse zu blockieren und zu diffamieren trachten. In diesem Sinne ist die Broschüre von Rudolph Bauer ein wichtiger Baustein mit großer Sprengkraft. Denn Wissen ist eine starke Waffe, mittels derer die vernebelnde Propaganda weggesprengt werden kann, und denen, die sich die Macht über große Teile der Linken an sich gerissen haben, die Macht wieder entrissen werden kann.

Was die Broschüre deutlich machen will, schildert der Autor in der Einleitung selber: "Die Broschüre benennt Wendepunkte, vor allem solche digitaler und biotechnologischer Art, die – unter den Prämissen von Kapitalismus und Imperialismus – auf die vorhandenen Krisen von Politik, Gesellschaft und Ökonomie reagieren. Es zeichnet sich ab, dass ein scheinbar weicher Totalitarismus auf der Massenbasis des Hygienefaschismus in Richtung eines Governance-Systems steuert, welches – unter staatlicher Duldung und Förderung – ökonomisch beherrscht wird von Big Pharma, Big Data und Big Money."

Der Titel der Broschüre "The Great Reset – Der grosse Rückfall" ist genial. Das ist eine Übersetzung nicht nur aus einer Sprache in eine andere, es ist auch die Übersetzung aus der Welt der Propaganda in die Welt des klaren - um nicht zu sagen marxistischen - Denkens. Was mit dem "Great Reset" tatsächlich gemeint ist, wird in der Broschüre mit folgender Darstellung vertiefend skizziert: "Sie propagieren einen 'Umbruch', der sich sowohl politisch als auch sozial zum Nachteil großer Teile der Weltbevölkerung auswirken wird. Bezeichnender Weise versagen die WEF-Autoren bei der Benennung von Konzepten zur Lösung der gesellschaftlichen und politischen Probleme und Aufgaben. Ihr ausschließliches Ziel ist der Fortbestand der kapitalistischen Strukturen und die weitreichende Privilegierung der herrschaftsprivilegierten Klassen... In letzter Konsequenz geht es dem World Economic Forum... um eine Art der Krisenbewältigung, die den Kapitalismus als imperiales ökonomisches System strukturell 'modernisieren' und herrschaftspersonell für ewige Zeiten erhalten soll. Gesellschaftlich und politisch sind die WEF-Vorschläge gleichbedeutend mit einem Rückschritt in totalitäre und faschistisch anmutende Verhältnisse. Letztere begannen 'coronabedingt' bereits 2020 länderübergreifend Fuß zu fassen und sich auszubreiten."

Die Weltherrschaftspläne treten meist nicht als solche zu Tage. Sie verstecken sich z.B. hinter Begriffen wie "Global Governance". Im Kapitel "Governance im Überwachungskapitalismus" heißt es: "Wenn diese Veränderungen unter der Prämisse erfolgen, dass es gilt, die fundamentalen Wirtschafts- und Finanzkrisen auf kapitalistische und imperialistische Weise zu bewältigen, dann stellen die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen – sprich: Totalitarismus und Faschismus – im allerhöchsten Maße eine bedrohliche Gefahr für das Einzelindividuum, die werktätige Bevölkerung eines Landes sowie für die Menschheit und selbst den Planeten dar." Wie es zu werten ist, dass die Frühjahrskonferenz des International Finance Forum (IFF), die Ende Mai 2021 in Peking stattgefunden hat, unter dem Motto "Das Zeitalter nach der Pandemie: Global Governance und internationale Zusammenarbeit" stand, bleibt eine offene Frage.

Die Frage, welche Rolle Russland und besonders China bei diesem Geschehen spielen, wird nur am Rande berührt. Eine interessante Frage in diesem Zusammenhang stellt Rudolph Bauer an anderer Stelle - im Schriftwechsel mit einem der angesehensten marxistischen Denker Deutschlands: "Was China und Cuba betrifft, ist zu fragen, ob den Genossen in diesen Ländern die politisch schädliche Fernwirkung ihrer Corona-Politik bewusst ist. (Es ist davon auszugehen, dass das Virus eine Waffe im Klassenkampf ist – hierzulande sowieso, wohl aber auch innerhalb Chinas und der KPCh sowie ggf. auch in Cuba.) Gleichfalls wäre zu klären, ob und in welchem Ausmaß die sozialistischen Länder und Parteien in den pseudowissenschaftlichen Intrigenkrieg der von Milliardären finanzierten Weltgesundheitsorganisation sowie des Weltwirtschaftsforums und der Bilderberger verwickelt sind."

Das Kapitel "Die Hygienegemeinschaft als Massenbasis" holt die LeserInnen bei dem ab, was verbreiteter Konsens sein dürfte, bei der Verurteilung der Ideologie, die "minderwertiges Leben" beseitigen will und als "Nationalsozialismus" bezeichnet wird und die heute in Plänen zur Dezimierung der Weltbevölkerung wiederkehrt – Eugenik genannt. Dazu schreibt Rudolph Bauer: "Unter der Hand entwickelt sich ein neues Eugenik-Programm, das die 'Volkskörper'-Mehrheit der 'geimpften' Hygienegemeinschaft verfassungswidrig privilegiert und einer kritischen oder skeptischen Minderheit die demokratischen Menschen- und Freiheitsrechte verweigert. Unter 'transhumanistischen' Vorzeichen entsteht eine 'moderne' Variante der Bio- und Bevölkerungspolitik, die – aus verständlichen Gründen – ihren faschistischen Ursprung leugnet... Die Leugnung der Gefahren einer neuen Eugenik ist möglich geworden, weil große Teile der Bevölkerung im Sinne kognitiver Dissonanz und gutgläubig nach wie vor von zwei Grundüberzeugungen ausgehen: 'Das würden uns doch all die Regierungen nicht antun. Wenn doch, würde die Presse es aufdecken.'"

Das faschistoide Denken der Hygienegemeinschaft zeigt sich im Umgang mit denen, die als Feindbild aufgebaut worden sind. Rudolph Bauer: "Als 'Untermenschen' sozial ausgegrenzt werden nicht Juden und andere Minderheiten, sondern Kritiker und Skeptiker." Die Feindbild-Propaganda verorte sie pauschal "im rechten Milieu". Doch, wer andere "an den rechten Schandpfahl" binde, setzt sich dem Verdacht aus, selbst an einer modifizierten Variante des Faschismus interessiert zu sein.

Es ist davon auszugehen, dass die Darstellung von Rudolph Bauer - insbesondere in scheinbar "linken", aber tatsächlich dem Imperialismus hörigen Kreisen - nicht nur Zustimmung erntet - z.B. wenn er schreibt: "Die gegenwärtigen politischen Herrschaftsmethoden sind – verglichen mit denen des NS-Regimes – zwar weichgespült und softtotalitär abgeschwächt. Deshalb sind sie sich einer ebenso breiten wie blinden und willigen Zustimmung sicher. Der Regierung gelingt es, Zweifler als 'egoistisch' abzustempeln. Unter Zugriff auf eine vormals politische Kampfparole der Arbeiterbewegung, welche sich der (Klassen-)Solidarität verschrieben hatte, werden Forderungen nach Freiheit und für das Recht auf Selbstbestimmung als „unsolidarisch“ abgewiesen." Zu befürchten sei eine Entwicklung, "die sich an überwunden geglaubten historischen Vorbildern" orientiert. Oder anders formuliert: der Great Reset ist der grosse Rückfall, der die Errungenschaften des Klassenkampfs in einem Rollback zu eliminieren droht.

Rudolph Bauer schließt mit folgender Passage: "Der 'Great Reset' und die 'Vierte Industrielle Revolution' bergen auf eine im Rahmen der Notstands- und Ermächtigungsmaßnahmen sichtbare Weise die Gefahr einer Entwicklung, die wir überwunden zu haben glaubten. Hygienegemeinschaft, Softtotalitarismus und Überwachungskapitalismus konservieren den imperialistischen Kapitalismus, der erneut Krisen hervortreiben wird. Zu fordern und zu gestalten sind deshalb im Interesse einer glücklichen Zukunft der Menschheit: Ein Aufbruch statt des Umbruchs! Demokratische Revolution statt Industrielle Restauration!" Das ist eine Einschätzung, mit der verdeutlicht wird: die Opfer der herrschenden Klasse müssen nicht auf Dauer Opfer bleiben. Sie haben es in der Hand, das Ruder herumzureißen und Kurs auf ein Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zu nehmen, das den Bedürfnissen und Interessen aller dient.


Rudolph Bauer: The Great Reset – Der grosse Rückfall. Hygienegemeinschaft – Softtotalitarismus – Überwachungskapitalismus



Erscheinungstermin: Anfang November 2021, ca. 80 Seiten, 6 Euro, Staffelpreis bei Direktbestellung (bei pad-verlag, Am Schlehdorn 6, 59192 Bergkamen, pad-verlag@gmx.net) ab 5 Explaren: 5 Euro pro Expl.


Inhalt

Einleitung: Tunnelblick, Krisen und deutsche Singularität
Krisen aus historischer und wissenschaftlicher Sicht
Die Wirtschafts- und Finanzkrisen
Die Rolle des Corona-Virus
Governance im Überwachungskapitalismus
Gesellschaftliche Verwerfungen
Wen betrifft Covid-19
Die Hygienegemeinschaft als Massenbasis
Politik und Demokratie im Krisenmodus
Das Virus als Ausweg
Das softtotalitäre Corona-Regime
Postskriptum: Großer Aufbruch statt Großer Umbruch
Literaturverzeichnis
Über den Autor


Ankündigungstext

Alle reden von Corona, Covid-19 und der Corona-Krise. Das Gesundheitsthema – politisch, wissenschaftlich und medial hochgeputscht – führt zu einem virologischen Tunnelblick, der in massenpsychotischer Todesangst ausblendet, dass wir seit Beginn des 21. Jahrhunderts mit elementaren Krisendramen globalen Ausmaßes konfrontiert sind: mit Wirtschafts- und Finanzkrisen, fundamentalen gesellschaftlichen Verwerfungen und einem langdauernden Krisenverlauf, der Politik und Demokratie zunehmend lähmt.

Alle reden von Corona, Covid-19 und der Corona-Politik. Auch das Weltwirtschaftsforum, zusammengesetzt aus „Stakeholdern“ der Politik, von Weltunternehmen und Banken sowie aus zahlreichen, von Multimilliardären geförderten Stiftungen, ThinkTanks und PrivatePublicPartnerships. Das Virus hält die gebannte Aufmerksamkeit der Menschen gefangen, während ökonomische, soziale und politische Umwälzungen verdeckt und geräuschlos in Gang gebracht werden. Stichwort: „Great Reset“ („Großer Umbruch“), das visionäre Thema von Prof. Klaus Schwab und seiner Anhänger vom World Economic Forum.

Alle reden von Corona, Covid-19 und den Corona-Notstandsmaßnahmen. Für die einen dienen letztere der Volksgesundheit. Für die Planer des „Großen Umbruchs“ bilden sie den propagandistischen Flankenschutz für den „Großen Rückfall“: Es werden alte Herrschaftsmuster wiederbelebt, damit die imperialistische Globalherrschaft des Kapitals nicht an den elementaren Systemkrisen zerbricht.

Alle reden von Corona, Covid-19, neuen Corona-Varianten und weiteren Corona-Wellen. Indessen nehmen die alten Machthabermethoden auf täuschende Weise neue Gestalt an: der wirtschaftspolitische Korporatismus der Nazi-Ära heißt neudeutsch Governance und ist gleichbedeutend mit dem digitalen Überwachungskapitalismus; die faschistische Volksgemeinschaft kehrt wieder als medizinisch-pharmazeutische Hygienegemeinschaft; der NS-Terror maskiert sich überwiegend als mundnasenvermummter Softtotalitarismus.

Alle reden von Corona, Covid-19 und der durch das Corona-Virus beschleunigten „Vierten Industriellen Revolution“ (Klaus Schwab). Getarnt als digitale, biowissenschaftliche und klimaneutrale Zukunftskulisse bedeutet die damit verbundene transhumanistische Perspektive einen Rückfall in alte Herrschaftsmuster. Ihre zeitgemäße Verpackung verbirgt die alten Eugenik- und Weltherrschaftspläne.

Alle reden von Corona, Covid-19 und der Corona-Krise. Die Broschüre „The Great Reset – Der Große Rückfall“ nennt die Alternative: den Großen Aufbruch der „Vierten Demokratischen Revolution“.


Über den Autor:

Rudolph Bauer ist Politikwissenschaftler, Schriftsteller und Künstler. Er war Professor für Wohlfahrtspolitik und Soziale Dienstleistungen an der Universität Bremen. Geboren 1939 in Amberg/Oberpfalz, studierte er nach dem Abitur u. a. die Fächer Politologie, Soziologie und Philosophie an den Universitäten in München, Erlangen, Frankfurt am Main und Konstanz. Berufliche Erfahrungen sammelte er u. a. als freier Mitarbeiter und Journalist bei Tageszeitungen und Zeitschriften, bei „konkret“ und der Frankfurter Studentenzeitung „Diskus“; als freiberuflicher Sozialforscher in Offenbach/Main; als Forschungsassistent und Vertretungsprofessor an der Universität Gießen; als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe für das Chinesisch-Deutsche Lexikon am Fremdspracheninstitut Nr. 1 der Universität in Beijing in der VR China; als Fellow in Philanthropy am Institute for Policy Studies der Johns Hopkins University in Baltimore/Mass. in den USA. Bauer ist Autor bzw. Herausgeber einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen.


Und hier noch drei Montagen von Rudolph Bauer zur Illustration (nicht aus der Broschüre):


Der Linke Ramelow


Der Grosse Unterschied Oder Polizeiliche Festnahmen im Abstand von 80 Jahren


Die komisasrische Kanzlerin will es nochmals wissen

Online-Flyer Nr. 780  vom 10.11.2021

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