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Aktueller Online-Flyer vom 22. September 2020  

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Globales
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Es geht um die Verhinderung der Pipeline Nord Stream 2
Der Fall Nawalny und die "westlichen-Werte"
Von Claudia Karas

Die Spindoctoren aus Politik und Konzernmedien sind schon seit Jahren kräftig dabei, den deutschen Michel mit täglicher Gehirnwäsche vom „bösen Putin“ einzuseifen und fürderhin in Kriegslaune zu versetzen. „Mache die Lüge groß, mache sie einfach, wiederhole sie immer wieder, und letztendlich wird man sie glauben“, was ja auch schon bei Hitler geklappt hat. Den Russenhassern reicht die Einkreisung Russlands, die gefährliche Osterweiterung durch die NATO (Nord-Atlantische Terror-Organisation), schon lange nicht mehr. Ganz offensichtlich träumen sie von der Vollendung des Vernichtungskriegs im Osten, denn bekanntlich wurde mit Hitler ja „das falsche Schwein geschlachtet“ (O-Ton Winston Churchill). Dass jetzt auch noch die NATO wegen eines unbedeutenden, vom Westen als "wichtig"  aufgeblasenen „Kreml-Kritikers“ zu diesem Fall tagt, offenbart nur, wie verzweifelt sie nach einer Daseinsberechtigung sucht, denn „den drohenden Krieg am Horizonte braucht der Militarismus wie ein Stückchen Brot. Er wird nicht nur als drohend, sondern als unvermeidlich hingestellt.“ (Bertha von Suttner). Und für diesen Irrsinn sollen 2% des BIP von den Völkern abgepresst werden, mit Hilfe ihrer willigen Vollstrecker in den Parlamenten.

Was im Irak mit den Lügen von den „Massenvernichtungswaffen“ geklappt hat, soll jetzt wieder gelingen… Wer erinnert sich nicht an die theatralischen Worte Colin Powells, der – so wissen wir es jetzt – gelogen hat, genauso wie der Informant des BND, Deckname „Curveball“, der für seine Lügen gut bezahlt wurde und als Belohnung obendrauf noch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat.

Bekanntlich findet sich in diesen Kreisen auch immer eine käufliche Kreatur, die das – übrigens auch in allen anderen Giftlaboren der NATO-Staaten (!) vorhandene Novichok-„Gift“ – wenn auch mit noch so aus der Luft gegriffenen Behauptungen (wie bei all den anderen in den Konzernmedien immer wieder rauf und runter deklinierten Putin-Putin-Putin-„Fälle“ – beweisen kann. Das sehen wir gerade.

Der gesunde Menschenverstand fragt: Wem nützt dieser „Gift“-Anschlag? Ganz sicher nicht dem russischen Präsidenten, der garantiert nicht an einer weiteren Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehung interessiert ist!

Wem nützt der „Gift“-Anschlag also? Dazu genügt nur ein Blick in die Abendnachrichten, bei denen geifernde Politiker, die sich schier überschlagen in Forderungen nach Bestrafung und weiteren Sanktionen und nach einem Ende des deutsch-russischen Pipeline-Projekts Nord Stream 2. Eine Schwächung der deutschen Wirtschaft nehmen sie  gerne in Kauf.

Als besondere Scharfmacher und mit infamen Behauptungen tun sich bei der unerträglichen Dämonisierung der Person Putin Politiker aller Couleur, von CDU bis Nato-oliv-Grüne, hervor und auch der „Linke“ Bartsch findet die „selten harten Reaktionen der Bundesregierung angemessen“, wofür er sicher ein Fleißkärtchen der herrschenden stramm antikommunistischen Clique einheimsen kann.

Geradezu lächerlich wird es, wenn die sogenannten „westlichen Werte“ ins boshafte Spiel gebracht werden, diese da sind: ständige Angriffskriege, Zerstörung der arabischen-islamischen Welt und ihrer Menschen, die zur Flucht (Stichwort: „wir schaffen das“) aufgrund ihrer vernichteten Lebensgrundlage gezwungen werden. Forderungen nach einem Ende dieser Angriffskriege und Bombardierungen kommen diesen „westlichen-Werte“-Apologeten nicht über die Lippen.

Diese sogenannten „westlichen Werte“ bedeuten auch das demonstrative schändliche Nichtstun gegen das schreiende Unrecht, das dem unschuldig in britischer Isolations-Folterhaft sitzenden investigativen Journalisten Julian Assange angetan wird, der wegen der Veröffentlichung schwerer US-Kriegsverbrechen auf WikiLeaks bestraft und zum Schweigen gebracht werden soll. Die eklatante Verletzung seiner Menschenrechte und Menschenwürde interessiert diese heuchlerischen transatlantischen Handlanger nicht im Mindesten! Da wundert es einen auch nicht, dass der damalige Chef des Bundeskanzleramts und Beauftragte für die Nachrichtendienste und heutige Bundespräsident einem von den USA nach Guantanamo verschleppten und dort jahrelang unter Folter inhaftierten Bundesbürger trotz erwiesener Unschuld die Rückkehr nach Deutschland verhindert hat.

Eine Binsenweisheit: „Mord gehört zum Geschäft vieler Geheimdienste, doch kaum einer ist so berüchtigt für seine Killerkommandos wie Israels Mossad.“

Ich kann mich jedoch nicht erinnern, dass der bei ihrem Mordhandwerk in Dubai eingesetzte deutsche Pass bei all den Menschenrechts-Heuchlern irgendeine vergleichbare empörte Reaktion ausgelöst hat. Auch die Ermordung von mindestens vier iranischen Atomwissenschaftlern durch den jüdischen Staat wurde hier ohne große Aufregung hingenommen und wie man weiß, wurden bei dessen bisher tausenden Mordaktionen nicht nur die Zielpersonen ermordet, sondern auch viele Unschuldige, aber auch das ficht unsere „westliche-Werte“-Heuchler nicht an. Desgleichen erregte die Ermordung des iranischen Generals Kassem Soleimani und seiner Begleiter durch den verschlagenen "großen Bruder" die „westlichen-Werte“-Gemüter nicht. Namenlos bleiben diese Begleiter ebenso wie die immer wieder durch israelische Scharfschützen ermordeten Palästinenser, darunter auch Kinder, für die man noch nicht mal „westliche-Werte“-Krokodilstränen vergießt.

Diese „westliche-Werte“-Welt ist rund um den Globus auf Mord, Vernichtung und Ressourcenraub aus und verschleudert dafür Milliarden. Sie investiert lieber in den Tod anstatt in ein Leben in einer friedlichen Welt.

Online-Flyer Nr. 753  vom 09.09.2020

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