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Aktueller Online-Flyer vom 14. Dezember 2019  

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Globales
Rechtswidrige Regierungspolitik Berlins an den Pranger
EU und USA: Bosheit und bockiger Hochmut bis zum bitteren Ende?
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die medialen Attacken auf die Moskauer Innenpolitik klingen höchst scheinheilig - nicht nur im Licht der fürchterlichen Gewalt, die die französische Polizei auf die demonstrierenden Gelbwesten ausübt, sondern auch angesichts der Exzesse der Hamburger Polizei während des G-20 Gipfels in Hamburg im Juli 2017, als friedliche Demonstranten von der hiesigen Polizei brutal angegriffen wurden. Um die aktuelle Lage, den Kampf ums Öl, um Syrien, Iran und das Geschrei um Putin und Russland besser zu verstehen, lohnt es sich sehr, die Vollversion des Filmes "Der unbekannte Putin" anzusehen (1). Es sind darin nicht nur Hintergründe zur Person Wladimir Putin enthalten, sondern sehr viel zur russischen Situation vor 2004. 

„Production Sharing Aggreement“ (PSA) der USA mit Russland bis Jahr 2000

Im Film ist viel die Rede von dem „Production Sharing Aggreement“ (PSA), das Russland bis zum Jahr 2000 benachteiligte, als es unter Präsident Putin gekündigt wurde. Als die Sowjetunion zusammenbrach, war das Land fast zahlungsunfähig. Unter diesen Umständen war Russland darauf angewiesen, von den USA Kredite anzunehmen. In diesem Zusammenhang erfolgte das PSA-Abkommen, das den USA Zugriff auf russische Bodenschätze und ihre industrielle Verwertung gab. Wladimir Putin gelang es, diese Abhängigkeitsverhältnisse schrittweise zu beenden.

"PSA ist ein Abkommen, unter dem Amerika Russland seit den 1990er Jahren beraubt und im Gegenzug Jelzin Darlehen gewährt hat. Die Beseitigung des PSA-Abkommens ist eine große Errungenschaft. Putin kämpfte fast vier Jahre lang mit Hilfe einer Vielzahl von Veränderungen für dessen Aufhebung. Das hat in Amerika für einen unglaublichen Hass auf Putin gesorgt, denn er hat damit die grenzenlose Ausplünderung Russlands beendet. Allein deshalb hasst ihn Amerika und das sollte jeder wissen." So Brigitte Queck, Staatswissenschaftlerin und Übersetzerin aus Potsdam.

Westlicher Überfall auf Libyen und von westlichen Ländern bestellte und unterstützte Dschihadisten in Syrien

Das humanitäre Gerede über Syrien ist sicherlich genauso absurd und heuchlerisch in Anbetracht dessen, was wir über den missbräuchlichen westlichen Überfall auf Libyen 2011 wissen und die Untaten der Dschihadisten in Syrien, die von westlichen Ländern bestellt und unterstützt werden. Das Gespräch des Präsidenten Frankreichs mit einem höchst professionellen Gast wie Wladimir Putin in Brégançon am 19.8.2019 lässt auf einen glorreichen ruhmvollen politischen Sommer hoffen nach einem langen Winter von Stagnation und Unzufriedenheit in Europa.

Substanz und klare Positionen von den EU-Verantwortungsträgern gefragt

Am aller wichtigsten ist es jetzt, dass die neuen Weichenstellungen für die Weltpolitik auf der Grundlage des Völkerrechts stark und firm bleiben. In diesem Zusammenhang sind die Worte von Emmanuel Macron zu verstehen: „Wir müssen den Schwung der G7 wiederfinden, das man sich wirklich austauscht und Dialoge führt, in denen man wirklich etwas sagt.“ Er selbst habe schließlich genug an Verhandlungen über Dokumente mitgearbeitet, „die am Ende keiner liest und die das Ergebnis von endlosem Zank“ seien. Damit ist klar, was neben Macron sicherlich alle Europäer erwarten: Substanz und klare Positionen von den Verantwortungsträgern, um die internationalen Krisen richtig anzupacken. Europa ist dazu gefragt, nicht die USA.

Zäsur in der Geschichte

Deutsche Außenpolitiker und Redaktionen widerspiegeln erbärmliche Ratlosigkeit und teilweise eine unentschuldbare Ahnungslosigkeit, wie sich Europa zukünftig verhalten sollte. Die Frage, wie die Zukunft für Deutschland und Europa aussehen soll, ist existentiell. Gerade hier stellt sich die Unprofessionalität auf höchster Ebene des deutschen Außenministerium und der Medien bloß. Ihre Unterwanderung und Infiltration machen sie taub und blind vor den realen existentiellen Problemen des Landes und Europas.

Fixiert auf US-Führerschaft Europas, die es nicht mehr gibt

Ohne Bildung in internationalen Beziehungen und die festgeschriebene Weltordnung ignorierend, bleibt der Chef des Ressorts Außenpolitik der Süddeutsche Zeitung fixiert auf eine US-Führerschaft Europas, die es nicht mehr gibt und die immer wieder seit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhundert die Weltunordnung geschaffen hat. Deshalb hat sich das 21. Jahrhundert, das US-amerikanische Regierungsstellen gerne das amerikanische Jahrhundert nennen, bisher schrecklich blutig gezeigt mit zahlreichen Aggressionskriegen, westlicher Kollaboration mit Terroristen und Kampfgruppen aller Art und ihre Unterstützung, die im Nahen Osten, zuletzt in Syrien, wüten und morden. Dieser US-Schrecken hat eine lange Vorgeschichte, die überhaupt nichts mit dem heutigen Präsidenten Donald Trump zu tun hat.

Die außenpolitische Wende, die Frankreichs Präsident Macron an der Seite Russlands bei seinem Treffen in Brégançon am 19.8.2019 angedeutet hat, ist schon lange fällig. Die USA können sich nicht durch ihre Verbündeten definieren, auch nicht durch ihre unselige, Terror verbreitende NATO-Organisation in Brüssel, die im Extremfall sogar bereit ist, den totalen Krieg auszulösen.

Es ist aber schwer, sich eine neue Ära vorzustellen, solange sich sowohl in Washington als auch in Brüssel eine Interventionspolitik zum Regime-Change profiliert mit andauernden Drohungen, die alle souveränen Staaten übergehen. Werden Washington und Brüssel bis zum bitteren Ende an ihrer Bosheit und bockigen Hochmut festhalten?

Bisher nie gesehener Zuwachs an Wohlstand in China mit der regierenden Kommunistischen Partei

Nicht nur politisch stellen sich die sogenannten westlichen Demokratien als tief dekadent und unglaubwürdig bloß, was ihre hoch hinaus posaunten Werte angeht, sondern auch wirtschaftlich werden sie von Ländern mit einem anderen wirtschaftlich-politischen System, wie China und Vietnam, rasant überholt. Gerade China mit einer regierenden kommunistischen Partei hat für einen in der Menschheitsgeschichte bisher nie gesehenen Zuwachs an Wohlstand die Grundlage geschaffen.

"China hat innerhalb weniger Jahrzehnte 200 Millionen Menschen aus der Armut befreit und schickt sich an, die größte Wirtschaftsmacht der Erde zu werden. Das widerspricht all dem, was der Westen bisher über die Absichten der Kommunisten und die Unfähigkeit des Sozialismus in Umlauf gebracht hatte. Und das ist kein Einzelfall. Denn Ähnliches wiederholt sich gerade in Vietnam. Chinesen reisen um die Welt und sind überall als zahlungskräftige und ausgabefreudige Touristen gerne gesehen. Das bedeutet aber, die alten Propagandamärchen bezüglich der kommunistischen Parteien können nicht länger aufrecht erhalten werden, weil die Menschen in der Welt aus eigenem Erleben etwas anderes sehen. Sie erleben Chinesen in ihren Städten und Universitäten. Chinesen investieren überall in der Welt." („Von China lernen heißt siegen lernen“ von Rüdiger Rauls)

Entgegen allen gewohnten westlichen Propaganda-Klischees vollbringt das kommunistische China ein wahres Wunder im Kampf der Menschheit gegen die Armut. Dagegen stehen die so genannten westlichen Demokratien vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Zudem ist Chinas Seidenstraßen-Projekt das größte Investitionsprojekt des Jahrhunderts, an dem sich in der EU schon Italien, Tschechien und Österreich beteiligen und außerhalb der EU sehr viele andere Länder. Auf der internationalen Ebene wirkt China als Friedensweltmacht in vollem Einklang mit den Grundsätzen der UN-Charta.

Konstruierte Gegner der NATO, aber real existierende Gefahr USA unbeachtet

Es bleibt die Frage, was ein allein dastehender, bis zu den Zähnen bewaffneter westlicher Block eigentlich soll. Gerade darin liegt das Problem der NATO. Sie musste seit der Auflösung des Warschauer Paktes und nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 immer wieder neue Gegner maliziös erfinderisch konstruieren, um sich selbst zu legitimieren, denn der Kommunismus war in Europa verschwunden, eigentlich niemals eine Gefahr, um einen solchen Wahnsinn wie die NATO zu rechtfertigen. Der ganze Kalte Krieg war eine verschwendete Zeit, wie ein großer FDP-Politiker, Thomas Dehler, im Bundestag in einer historisch dramatischen Rede in den 50er Jahren schon erkannte. Er bezeichnete die haltlose, bodenlose Politik des Kalten Krieges als einen „Witz“.

Verschwunden der Kommunismus in Europa, wurde der Terrorismus, dann der Islamismus und heute Russland als Feind erfunden! Hauptsache, die NATO hat eine Aufgabe und der Militärindustriekomplex behält seine lukrativen NATO-Aufträge. Mehr als ein halbes Jahrhundert ist vergangen und die deutsche Regierungsspitze bleibt immer noch in vergangenen irrsinnigen Vorurteilen und Phantastereien verankert, ja paralysiert. Ihre Medien wiederholen und propagieren den Irrsinn, blasen eine irreale Gefahr auf, während die reale existentielle Gefahr unbeachtet und versteckt bleibt: Die Vereinigten Staaten von Amerika mit ihren über 800 weltweit verstreuten Militärstützpunkten und einem unermesslich mächtigen Militärindustriekomplex, dessen Arme in alle US-alliierten Länder reicht.

Medien als Plattform für Desinformations- und Kriegsstimmen

Zu lange haben sich deutsche Medien als Plattform für Desinformations- und Kriegsstimmen hergegeben. Aber ist es überhaupt möglich, deutsche Redaktionen aus ihrer Misere herauszunehmen? Wer könnte das tun, wer ist in der Lage, sie zur Rechenschaft zu ziehen? Sind Redakteure in den vorhandenen Mediengegebenheiten überhaupt imstande, sich selbst Rechenschaft abzulegen oder sich einem entsprechenden Gremium zu stellen und sich zu korrigieren? Die Pressefreiheit wird missbraucht, um Desinformation und Kriegshetzerei zu betreiben. Ein Fall für die Justiz!

Destabilisierungskriege

US- und EU-Regierungen, die als US-Satelliten handeln, verursachten nicht nur im Nahen/Mittleren Osten Destabilisierungskriege, sondern auch in Europa, nämlich in Serbien und in der Ukraine. Seit Ende des zweiten Weltkriegs bevorzugen US-Regierungen lieber Faschisten als Kommunisten. Clinton war ein skrupelloser Interventionist, der zusammen mit Deutschland die Desintegration Jugoslawiens mit NATO-Bomben betrieb, um schließlich die größte europäische US-Militärbasis im Kosovo zu errichten, einer serbischen Provinz, die Serbien per US/NATO-Krieg weggenommen wurde. Barack Obama kennzeichnete sich als Putschist. Er selbst bestätigte in einem seiner letzten Interviews mit CNN den US-geführten Putsch in der Ukraine Anfang Februar 2014. Ob der damalige deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier mit dieser Intervention, mit der Obama-Regime-Change-Politik in Kiew einverstanden war, bleibt sein dunkles Geheimnis. Offensichtlich Ja. Der Größenwahn beherrscht und verwirrt das Berliner Auswärtige Amt bis heute noch. Wollte man in Hinblick auf den Putsch in Kiew in Berlin mitmischen für den Fall, dass die Ukraine in die NATO eintrete und dann die Krim ein NATO-Stützpunkt werden würde – entgegen den elementarsten Sicherheitsinteressen Russlands?

Sich mit Völkerrecht und Chronologie der Ereignisse in der Ukraine beschäftigen

Die russische Handlungsweise beim Anschluss der Krim war jedenfalls beispielhaft. Diese Angliederung von vormals russischem Territorium ist ohne Anwendung von Gewalt zustande gekommen, völlig demokratisch in vollem Einverständnis mit der betroffenen Bevölkerung, die sich einwandfrei für den Eintritt in die russische Föderation durch ein Referendum am 16.März 2014 aussprach. Demgemäß traf die russische Föderation den entsprechenden Entschluss, die Krim aufzunehmen. Demokratischer konnte es kaum sein. Deutsche Medien verschweigen diese Wirklichkeit, die sie nicht wahrnehmen wollen oder dürfen, weil es nicht der Interessenlage der Regierungsmächtigen passt. Von „völkerrechtswidriger Annexion“ zu sprechen ist falsch, völlig haltlos und absolut fehl am Platz. Deutsche Medien wollen diese Realität nicht verbreiten, sondern die westliche und deutsche Regierungspropaganda von „Annexion“. Das Bundeskanzleramt, das Auswärtige Amt wie deutsche Journalisten, gerade auch die Deutsche Welle, sollten sich mit der UN-Charta, d.h. mit dem Völkerrecht und der Chronologie der Ereignisse in der Ukraine beschäftigen, bevor sie sich haltlos irreführend über die Lage in der Ukraine aussprechen.

Unterschied zwischen Recht und Unrecht erkennen

Bis heute ist noch nicht erkennbar, dass deutsche Regierungsspitzen den Unterschied zwischen Recht und Unrecht erkennen können. Darin besteht das Problem, vor allem bei der CDU, wobei ein konsequentes Einsehen hinsichtlich, was Europa ausmacht und hinsichtlich der jüngsten deutschen Geschichte fehlt. Unrecht und Verbrechen müssen als solche erkannt und bewertet werden - ohne Makulatur, ohne Relativierung. Gerade der Mangel an dieser Erkenntnis ist in den Regierungsparteien bemerkenswert auffällig. Daraus ergibt sich zu Recht die Vertrauenskrise in die politischen Institutionen der EU.

Deutscher Außenminister als US-Vasall und Realität der Donbass-Republiken

Im Widerstand zu einem Putsch-Regime in Kiew entstanden die Donbass-Republiken. Kiew führt Krieg gegen sie und will nicht mit deren Vertretern reden. Durch Waffenlieferung instigiert die US-Regierung diesen Krieg weiter. Anstatt sich gegen solche anmaßende US-Einmischung in einen inner-ukrainischen Konflikt energisch auszusprechen, schweigt der deutsche SPD-Außenminister Heiko Maas als Vasall der US-Regierung. Die Donbass-Republiken sind aber Realität, die sich wie die Krim auf den Willen ihrer Bewohner stützen.  Sergej Lawrow, Außenminister Russlands: <Die Führung der Republiken des Donbass ist zu einem solchen Gespräch bereit. Es ist offensichtlich, dass es die Staatslenker in der Ukraine sind, bei denen es am politischen Willen für das Vorankommen mangelt. ... die westlichen Partner in den letzten fünf Jahren, statt Kiew dazu zu bewegen, den übernommenen Verpflichtungen nachzukommen, im Grunde sein Vorgehen begünstigten. ... Faktisch verschließen sie die Augen vor beschämenden Kehrseiten der ukrainischen Realität wie Wiederaufleben des Neonazismus, zwangsweise Einschränkungen der russischen Sprache, Unterdrückung unabhängiger Medien, durch die ukrainische Regierung inspirierte Verfolgung der kanonischen Ukrainischen Orthodoxen Kirche und deren Gemeinde... Der vollständige Waffenstillstand ist von zentraler Bedeutung.>(Interview mit Sergej Lawrow, Rheinische Post, 18.7.2019)

Aufklärender russischer Außenminister Sergej Lawrow

Diese schlimme, höchst besorgniserregende bedrohliche Lage hat der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 16. Februar 2019 aufklärend auf den Punkt gebracht: "Unsere westlichen Kollegen... wollen das Völkerrecht nicht einhalten, … Sie wollen nur die 'Regeln' anwenden, die sie selbst erfunden haben, um die Charta unter Verletzung ihrer geltenden Grundsätze auszulegen."

Westliche Demokratien, nicht China oder Russland, missachten Recht und Ordnung und verursachen Chaos, Tod und Verwüstung anderer Völker


Es sind autoritäre Regierungen wie in Russland und China und nicht die vermeintlich großen freiheitlichen Demokratien, die in den Vereinten Nationen dezidierte Verteidiger des Friedens in Einklang mit dem Völkerrecht und internationalen Gesetz in der Weltpolitik sind, während die sogenannten westlichen Demokratien verrohen und abstoßen, indem sie Recht und Ordnung missachten und Chaos, Tod und Verwüstung anderer Völker verursachen. Den jüngsten, in fast allen Medien peinlichst verschwiegenen Beweis dafür lieferte Deutschland an der Seite von Belgien und Kuwait in der Vereinten Nationen, als diese Länder einen Resolutionsentwurf vorlegten, um den legitimen Kampf der syrischen Armee gegen die Terroristen in Idlib zu stoppen. Die unabhängige Journalistin Karin Leukefeld berichtet ausführlich darüber:

"Russland und China hatten mit den drei Autoren-Ländern zuvor Gespräche geführt, um weitere Punkte in die Resolution aufzunehmen. Da das verweigert wurde, reichten Moskau und Peking einen Gegenentwurf ein. Ausdrücklich sollen demnach Terrorgruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als solche gelistet sind, sowie deren Unterstützer, Unternehmen und Einrichtungen von dem angestrebten Waffenstillstand ausgeschlossen werden. Alle Staaten sollten zudem ihre finanzielle oder militärische Unterstützung für diese Gruppen einstellen und die vom Sicherheitsrat verhängten Sanktionen einhalten. Nachdem der russisch-chinesische Vorschlag abgelehnt wurde, legten beide Länder ihr Veto gegen den Antrag der drei anderen Staaten ein." („Krieg und Frieden in New York - Auch die Lage im Jemen, am Persischen Golf und in Syrien ist Thema der UN-Vollversammlung“ von Karin Leukefeld, Damaskus, junge Welt, 23.9.19)

Terror-Bekämpfung durch die syrische Armee von Berlin abgelehnt: Peinlich-skandalöser Eklat bei den Vereinten Nationen, ARD/ZDF schweigen

Mit welcher Begründung hat Deutschland den vernünftigen russisch-chinesischen Vorschlag gegen Terroristen abgelehnt? Für die gesamte Weltstaatengemeinschaft und die Weltöffentlichkeit ist es jetzt noch einmal ganz offenkundig, dass sich die Berliner Regierung an der Seite von Belgien und Kuwait für den fortdauernden Terror in Idlib engagiert, als sie die Terror-Bekämpfung durch die syrische Armee ablehnt. In der Tat wurde die unzulässige deutsch-belgische-kuwaitische Resolution von China und Russland zurecht abgelehnt, da eine solche törichte Resolution bedeuten würde, die Kampfgruppen in Idlib, nämlich Terroristen, in Schutz zu nehmen. Verharrt die Bundesregierung schon seit langem auf ihrer gescheiterten erratischen Nahost-Außenpolitik an der Seite von gewalttätigen Gruppen, die zu bekämpfen sind, solange sie ihre Waffen nicht niederlegen, müssen Redaktionen diese beschämende rechtswidrige Regierungspolitik an den Pranger stellen, anstatt sie zu verstecken, wie es ZDF-Heute und ARD-Tagesschau am 20.9. taten, als sie den für die deutsche Regierung peinlichen wie skandalösen Eklat bei den Vereinten Nationen verschwiegen.

Karin Leukefeld weiter: „Syriens Botschafter bei den Vereinten Nationen, Baschar Al-Dschafari, warf den Unterstützern des deutsch-belgisch-kuwaitischen Vorschlag vor, die humanitäre Lage in seinem Land politisch instrumentalisieren zu wollen. Das Leid der Menschen werde benutzt, um die Sicherheit Syriens zu gefährden, das Land zu destabilisieren und den Terror zu unterstützen, sagte er. Das Leid der Bevölkerung werde durch die einseitigen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen verschärft, die gegen Damaskus verhängt worden sein.“ („Krieg und Frieden in New York- Auch die Lage im Jemen, am Persischen Golf und in Syrien ist Thema der UN-Vollversammlung“ von Karin Leukefeld, Damaskus, junge Welt, 23.9.2019)

"Die Lage in Syrien wird derweil in einer Reihe von Treffen und Konferenzen am Rande der UN-Vollversammlung eine wichtige Rolle spielen.. Die Außenminister der aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Saudi-Arabien, Jordanien und Ägypten bestehenden 'kleinen Syrien-Gruppe' - der geopolitischen Gegenspielern zur Astana-Gruppe aus Russland, Iran und der Türkei in Syrien – wollen sich am Donnerstag (26.9.2019) treffen, zwei Tage zuvor (24.9.) will die EU-Kommission ihre Syrien-Politik darlegen, ebenso die vom außenpolitischen Komitee des US-Senats eingerichtete 'Studiengruppe Syrien'." („Krieg und Frieden in New York - Auch die Lage im Jemen, am Persischen Golf und in Syrien ist Thema der UN-Vollversammlung“ von Karin Leukefeld, Damaskus, junge Welt, 23.9.2019)

Berlin an der Seite des Terrors in Syrien beleidigt Weltstaatengemeinschaft

Jeder Journalist, jeder Redakteur und jeder Beobachter kann erkennen, wie unverschämt sich die deutsche Regierung gegenüber den Menschen in Syrien verhält, wie es jetzt erneut klar wurde, als es aufgrund eines von Deutschland mitgetragenen UN-Resolutionsentwurf zu Syrien/Idlib zum Eklat bei den Vereinten Nationen in New York kam. Mit seiner unerhörten Stellungnahme an der Seite des Terrors in Syrien beleidigt Deutschland die Weltstaatengemeinschaft, die für den Erhalt des Frieden in den Vereinten Nationen auf der Basis der UN-Charta zusammenarbeitet. Was soll eigentlich die Präsenz Deutschlands im Sicherheitsrat? Was berechtigt Berlin, Mitglied in einem UN-Friedenssicherheitsorgan zu sein, wenn es sich plump auf die Seite von Terroristen stellt und für sie plädiert? Ein Fall für eine präzise Anfrage aus dem Bundestag an die Regierung.


Fußnote:

1 https://www.youtube.com/watch?v=swN43mKszec


Verfasst am 23.09.2019 unter Bezugnahme auf Meldungen und Kommentare zu Beziehungen mit Russland und China, junge Welt vom 23.9.2019: „Krieg und Frieden in New York - Auch die Lage im Jemen, am Persischen Golf und in Syrien ist Thema der UN-Vollversammlung“ von Karin Leukefeld

Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war tätig im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.


Online-Flyer Nr. 720  vom 25.09.2019

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