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Aktueller Online-Flyer vom 18. November 2019  

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Kommentar
Europa neu denken: Natur braucht neuen Lebensraum im Osten
Klimaschutz kennt keine Grenzen
Von Hartmut Barth-Engelbart

Is ja klar, wo es doch zu eng wird für die Natur im Westen. Total übervölkert. Natur ohne Raum, wie schon im letzten Jahrtausend. Da gab’s doch auch schon solche Kinderkreuzzüge für besseres Klima in Palästina. Vor fast 1000 Jahren hieß das beste Klimaschutzverfahren „Unternehmen Barbarossa“. Eine von den Kreuzzugsmädels soll dann doch auch Päpstin geworden sein und Vegetarierin und Gründerin des Demeter Heilkräutervertriebs. Aber da bin ich mir nicht so ganz sicher. Einfach Mal googeln oder den Feliks von Wikipedia fragen. Die wissen das besser. IKEA unterstützt GRETA und holzt die letzten Urwälder Europas ab. Das verwirrt nicht wenig. Aber das kriegen wir schon ausgebügelt. Mit Klimaschützengräben, der LEO3 läuft eh als E-Mobil, wasserstoffangetriebene EURO-Fighter werfen nur noch Trinkwasserstoffbomben. Und schlauer als die Ami-Deppen geht’s uns jetzt nicht mehr alleine um den Golf, nicht Dessert Storm, nicht Nah-Ost-Barbarossa, wir nennen unsren Kreuzzug für die Neuordnung Europas “Steppenwolf”! Und werden dafür sorgen, dass uns der Bär Europa nicht nochmal entführt.


EU-Wahlplakat 2019 (Foto: arbeiterfotografie.com)

Klima- und Menschenrechtsschutz kennen keine Grenzen: wie Reporter ohne Grenzen, wie Campact mit MoveOn grenzenlos im In- & Auslandseinsatz, dort allen voran die Bundesmarine. Die kann leider im NO BORDER-Einsatz “SOPHIA” zur Menschenrettung im MARE NOSTRUM nicht weitermachen. Das darf doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein! Da liegt doch die Forderung auf der Hand: die Bundeswehr braucht mehr Mittel für den Einsatz im Mittelmeer, im Schwarzen Meer, im Roten Meer, präventiv, bevor aus den Flüchtlingen am Horn von Afrika wieder verstärkt Piraten werden, wie anderswo auch.

Und man sollte FRONTEX umbenennen, weil das so nach Unkrautvernichtungsmittel klingt. Peace-Corps wäre kürzer als Friedens-Truppe und klingt insgesamt friedlicher. Auch noch besser als UN-PEACE-Corps, was ja die Übersetzung “Unfriedens-Truppe” zuließe.

Die Blau-Braunen machen Wahlkampf-Kohle nicht nur in der Lausitz, weil es hier nach dem segensreichen Wirken der Birgit Breul um die nächste Stufe der Deindustrialisierung der Ostkolonien geht. Betriebe, die mit riesigen Absatzgebieten in Osteuropa, Asien, Afrika und Lateinamerika eine sichere Zukunft gehabt hätten, hat die Treuhand unter Kohls Zweit-Liebling Birgit Breul “abgewickelt”. So, wie alle Industrien der Länder zwischen Deutschland und der russischen Föderation inklusive der Länder der jugoslawischen Bundesrepublik und der anderen Balkanstaaten – auch inklusive Österreichs von ihren Märkten abgeschnitten wurden. Die große Mehrheit dieser Staaten wurde durch die dritte “Neuordnung Europas” (nach den beiden gescheiterten Ersten) im 20. Jahrhundert zu NATO-EU-US-abhängigen Armenhäusern gemacht. Und gleichzeitig wurde damit der westeuropäischen Industrie die Möglichkeit der eigenständigen Ost-Kooperation, der Zugang zu den Märkten und Ressourcen im Osten genommen oder durch Sanktionen erschwert. Dass diese “Neuordnung” direkt gegen Russland und indirekt gegen die westeuropäische Konkurrenz durch US-Kapital und seine Regierungen wesentlich mit dirigiert wurde, ist seit dem Angebot der SIEMENS-Schuckert AG unter Walther Rathenau an die junge UdSSR, sie bei der Elektrifizierung des riesigen Landes zu unterstützen, offensichtlich.

Die Erschließung des eurasischen Marktes durch SIEMENS & Co wäre ein gewaltiger schlag gegen die US-Konkurrenz gewesen. Auf diesem historischen Hintergrund werden die US-Sanktionen u.a. gegen SIEMENS im Irangeschäft leichter zu durchschauen.

Ebenfalls auf diesem Hintergrund wird plausibel, warum General Electrics, GM, Ford, Coco-Cola, die FED, Standard Oil usw. den Aufbau der NSDAP u.a. über die BIZ in Basel mitfinanzierten. Nicht umsonst lautete eine der wichtigsten frühen Hetzparolen der Faschisten: “Knallt ab den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau , dieses Sinnbild der herbeifantasierten jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung”.

(Mit dabei im US-NS-Spenden-Spiel als Spitzen-Stürmer der SS-Sturmbannführer Freiherr von Schröder, der nach 1945 wieder als größter deutscher Privat-Bankier eine systemisch wichtige Rolle spielte. Deshalb wurde das Bankhaus Schröder, Münchmeyer & Hengst nach der 1983er HANOMAG- & WIBAU-Pleite der SMH auch staatlich gerettet. Für 5000 Arbeitslose im Kinzigtal bei Frankfurt gab es ebenso wenig eine Rettung wie für die nochmal so vielen Arbeitslosen an den HANOMAG-Standorten.)

Ähnlich wie der Versuch, die Nord-Stream-Gaspipeline zugunsten der Flüssiggasimporte aus den USA zu kippen, verhielt es sich mit dem Röhrenkrieg der Stahlgiganten der USA gegen Mannesmann.

Schröders legendäre “Holzmann-Rettung” war nur vorübergehend möglich durch eine Kooperation mit Libyen gegen US-Interessen in Afrika, ebenso wie das libysche Engagement von Wintershall.

Alle ökonomischen westeuropäischen Initiativen werden in der Regel nur dann geduldet, wenn die den Interessen der stärksten US-Kapital-Fraktionen und ihrer Politik-Darsteller im Weißen Haus entsprechen.

Klimaschutz kennt keine Grenzen, so wie Menschenrechte, Demokratie, Freiheit und anderes aus dem Bananensonderangebot der westlichen rosa-grün dekorierten Wertegemeinschaft: Jugoslawien ,Libyen, Mali, Somalia, Jemen, Afghanistan, Syrien, Irak, Ukraine, ….

Amsel, Drohne, Fink und Star-Fighter … heute heißt er EURO-Fighter und darf als nicht rein-deutsches Produkt selbstverständlich überall hin exportiert werden. Der AIRBUS A400M ist ja auch kein rein-deutsches Produkt. und jetzt ist Boing ja so ins Trudeln geraten. Aus welchem Stall kommt die Trans-Überfall? VFW? Das Nachfolgeprodukt aus dem Hause des entschiedenen und unter rätselhaften Umständen wie Aldo Moro ums Leben gekommenen Anti-Transatlantikers Hanns-Martin Schleyer ist trotz eines rätselhaften Absturzes in Spanien um Längen besser als die US-Konkurrenz. Nur zur Beruhigung: Hanns-Martin Schleyer wollte keinen historischen Kompromis, keine Koalition von CDU und DKP verhindern! So etwas zu behaupten, wäre der Gipfel der Verschwörungstheorie! Eine solche Koalition hätte weder ausreichend Stimmen gehabt, noch hätte sie den Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok eröffnet. Obwohl ja 2 Jahre zuvor unter der Führung der Bewegung der Streitkräfte mit Otelo Saraiva de Carvalho an ihrer Spitze die Nelkenrevolution eine solche Perspektive zu eröffnen schien, als sie den Austritt aus der Nato ankündigte.

Nun, Otelo Saraiva de Carvalho wurde als “Terrorist” vor Gericht gestellt und eingekerkert. Helmut Schmidt drohte damals im Auftrag der “Friedrich-Ebert-Stiftung” und anderer übergeordneter nordatlantischer Stellen Portugal mit dem Einsatz von GLADIO-Einheiten für den Fall, dass die Enteignungen der Großgrundbesitzer und die Vorbereitungen zum NATO-Austritt fortgesetzt würden...

Online-Flyer Nr. 703  vom 01.05.2019

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