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Aktueller Online-Flyer vom 21. Februar 2019  

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Krieg und Frieden
Lasst Euch nicht von den Kriegstreibern gegeneinander aufhetzen
Gepriesen seien die Kriegstreiber
Von Paul Craig Roberts / LUFTPOST

Zu Beginn des Jahres 2019 nach Christus hat die Welt nur noch eine Führungspersönlichkeit, und das ist Wladimir Putin, der Präsident Russlands. Die westlichen Staaten werden nicht mehr von starken Führungspersönlichkeiten regiert, sondern nur noch von Vasallen der Oligarchie und deren Knechten. Donald Trump wollte das nicht sein, und vielleicht schafft er es ja doch noch, aus dem Kurs auszubrechen, in den ihn der militärisch-sicherheitstechnische Komplex, die Demokratische Partei und die sich prostituierenden Medien zwingen wollen. Nur Putins Menschlichkeit und seiner Selbstdisziplin ist es zu verdanken, dass der Frieden trotz der Aggressivität Washingtons und der provozierenden Aktivitäten gegen Russland bisher noch gewahrt werden konnte. Immer wieder hat Putin Beleidigungen hingenommen, die in der Vergangenheit einen Krieg ausgelöst hätten.

Für seine Standhaftigkeit hat Putin einen hohen Preis bezahlt. Die Bewahrung des Friedens hat sich eher negativ auf sein Ansehen in Russland ausgewirkt, wenn das von fortruss.com [https://www.fort-russ.com/abou/] veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage [https://www.fort-russ.com/2018/12/new-poll-66-of-russians-feel-nostalgia-for-ussr/] zutrifft, dass die Russen dem verlorenen Großmacht-Status nachtrauern.

Diese Umfrage hat u.a. ergeben, dass eine deutliche Mehrheit der Russen (66 Prozent) den Zusammenbruch der Sowjetunion bedauert, weil der Kapitalismus wirtschaftliche Unsicherheit gebracht hat und die Auflösung der UdSSR als Niederlage empfunden wird.

Das Ansehen Putins hat nicht nur gelitten, weil Washington Russland dämonisiert und Putin beleidigt, patriotische Russen regen sich auch über die zurückhaltenden Reaktionen Putins und Lawrows auf die Lügen und die falschen Anschuldigungen gegen Russland auf. Keine US-Regierung hätte es gewagt, so respektlos mit einem führenden Politiker der Sowjetunion umzuspringen, wie das mit Putin geschieht. Die Russen wollen, dass Putin entschiedener für Russland eintritt und aufhört, (bei Schlägen ins Gesicht) auch noch die andere Backe hinzuhalten oder die Feinde Russlands immer noch als Partner zu behandeln, obwohl der Westen Russland ganz offensichtlich als Feind betrachtet.

Die russische Bevölkerung ist dagegen, dass die russische Regierung vom Westen finanzierte Zeitungen, NGOs und politische Parteien in Russland toleriert. Die russische Regierung soll die Interessen der Russen vertreten und vom Westen finanzierte Verräter, die unermüdlich daran arbeiten, Russland mit westlichem Geld zu destabilisieren, in die Schranken weisen. Russland wird zu Unrecht beschuldigt, sich in das politische Geschehen in westlichen Staaten einzumischen, denn es ist der Westen, der mit Säcken voller Geld die russische Innenpolitik zu beeinflussen versucht.

Die Russen sind Patrioten, deshalb haben sie auch Hitler überlebt und seine Wehrmacht besiegt. Die Russen wollen eine Regierung, die national und nicht global eingestellt ist und nicht immer wieder über Provokationen hinwegsieht, in der Hoffnung, dann von dem einen oder anderen Vasallen Washingtons akzeptiert zu werden. Wenn eine Umfrage ergibt, dass 66 Prozent der Befragten nostalgische Gefühle für die Sowjetunion hegen, ist das eine Botschaft an die russische Regierung, die Anbiederung an den Westen einzustellen.

Weil im Westen das Böse herrscht, sind Friedensstifter nicht mehr gefragt. Die Absicht des Präsidenten Trump, die Beziehungen zu Russland zu verbessern, hat der ehemalige CIA-Direktor John Brennan als Verrat gebrandmarkt. Die Entscheidung Trumps, US-Truppen nach ihrem erfolglosen und illegalen Einsatz aus Syrien abzuziehen, hat Susan Rice, eine ehemalige Nationale Sicherheitsberaterin, veranlasst, Trump zum Sicherheitsrisiko für die USA zu erklären. Keiner der Feinde Trumps ist hingegen der Meinung, die Verschlechterung der Beziehungen zu Russland könne die Sicherheit der USA gefährden.

Der Frieden wird als bedrohlich empfunden. Die zurückhaltenden Reaktionen Putins auf Provokationen haben sich auch in Russland negativ auf seine Umfragewerte ausgewirkt. Dass der Frieden in einer Welt hyperschneller Atomraketen nichts mehr gilt, ist ein Zeichen für den Triumph des Bösen.


Erstveröffentlichung der deutschen Übersetzung am 21.01.2019 bei LUFTPOST – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein (dort mit zusätzlichen Hinweisen)
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP00919_210119.pdf

Englischsprachiger Originalartikel:
Paul Craig Roberts: "Blessed Are The Warmongers", Institute for Political Economy, 27.12.2018
https://www.paulcraigroberts.org/2018/12/27/blessed-are-the-warmongers/


Online-Flyer Nr. 691  vom 06.02.2019

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