NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 22. Oktober 2017  

zurück  
Druckversion

Krieg und Frieden
G20-Protest und das Feindbild-Trio Trump-Putin-Erdogan
Feindbildproduktion auf Hochtouren
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Ein Feindbild-Trio ist entstanden. Die G20-Proteste haben dazu ihren willkommenen Beitrag geleistet. „Wir sind gegen einen G20-Gipfel, der nur leere Versprechungen hinterlässt und nichts hinsichtlich Völkerverständigung, Klimawandel und einer gerechten Verteilung des Wohlstandes erreicht... Was können wir denn ernsthaft erwarten, wenn die Diskussionen von Politikern geführt werden, die schon in ihrem eigenen Land so wichtige Themen wie freie Meinungsäußerung (z.B. Erdogan), Klimaschutz (z.B. Trump) und soziale Versorgungssysteme (z.B. Putin) unter den Teppich kehren“, fragt eine Getränke-Firma und propagiert mit ihrer Werbekampagne "mensch, wach auf!" die Feindbilder, die die Bewegung dann aufgreifen kann. Und in der Tat: es ist verblüffend, was bei den G20-Protesten im Juli 2017 in Hamburg auf der Straße zu sehen ist: die Feindbilder Trump, Putin und Erdogan. Zumindest prägen sie den Protest in einem bemerkenswerten Ausmaß. Wie ist das möglich? Oder in den Worten von Rainer Rupp: Wer schrieb das Drehbuch für die G20-Proteste in Hamburg?


Website der Werbekampagne "mensch, wach auf!"


Werbekampagne "mensch, wach auf!" – Motiv 1: Trump


Werbekampagne "mensch, wach auf!" – Motiv 2: Putin


Werbekampagne "mensch, wach auf!" – Motiv 3: Erdogan


Werbekampagne "mensch, wach auf!" im öffentlichen Raum – am Deichtorplatz, dem Startpunkt der G20-Proteste am 8. Juli 2017 in Hamburg (dieses und weitere Fotos: arbeiterfotografie.com)


G20-Protest „Grenzenlose Solidarität statt G20“ am 8. Juli 2017 in Hamburg – alle drei Motive vereint in einem Plakat


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Motiv "Scheiß Trump"


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Motiv "Scheiß Putin"


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Motiv "Scheiß Erdogan"


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Dollar-Krake mit Hauptmotiv Trump – umgeben von den Motiven Putin und Erdogan (sowie weiteren)


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Dollar-Krake mit Hauptmotiv Trump


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Dollar-Krake – Motiv Putin


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Dollar-Krake – Motiv Erdogan


G20-Protest am 8. Juli 2017 in Hamburg – Dollar-Krake – Motive Trump und Putin

Wie sagte der Journalist Richard H. Rovere? „Die Direktoren des Council on Foreign Relations bilden eine Art Präsidium für jenen Teil des Establishments, der unser Schicksal als Nation in den Händen hält... Selten gelingt es ihnen nicht, eines ihrer Mitglieder, oder zumindest einen ihrer Verbündeten, in das Weiße Haus zu bringen. Tatsächlich gelingt es ihnen meistens, dass die Kandidaten beider Parteien aus ihrer Sicht akzeptable Männer sind.“ "Swiss Propaganda Research" kommentiert in einem Artikel über "Das American Empire und seine Medien": „Mit dieser Einschätzung lag er bis vor kurzem weitgehend richtig. Erst bei den Präsidentschaftswahlen von 2016 konnte sich der Council, offenbar, nicht durchsetzen. Jedenfalls noch nicht.“ Das unerwartete Ergebnis der Präsidentschaftswahlen von 2016 lautete: Trump.

Wer in den Augen derer, die die Weltherrschaft im Blick haben, ein Risiko darstellt, muss zum Feindbild aufgebaut werden. Dazu haben diese Kreise ihre Medien. Ein US-Präsident, der nicht in ausreichendem Maße auf Krieg setzt und nicht vom Imperium abgesegnet ist, wird zum Feindbild. Ein Präsident Russlands, der sein Land nicht als Kolonie des Imperiums zu betrachten bereit ist, wird zum Feindbild. Ein Präsident der Türkei, der eigene Wege zu gehen droht – sogar gen Russland –, wird zum Feindbild. Aber wie ist es möglich, dass Feindbilder in eine linke Bewegung eingeschleust werden und dort ablenken von der ungleich größeren Gefahr, die von denen ausgeht, die die Feindbilder kreieren, um damit ihre Weltherrschaftspläne abzusichern und einen großen Krieg gegen Russland führen zu können? Es ist keine Frage: diejenigen, die als Feindbilder in den Fokus gerückt werden, sind nicht makellos. Und je mehr Untaten sie zu verantworten haben, desto leichter haben es die Feindbildkonstrukteure. Aber das darf uns nicht blind machen. Die Opfer eines Krieges gegen Russland wären nicht zuletzt wir in Europa.


Siehe auch:

Arbeiterfotografie-Reportage von den G20-Protesten in Hamburg am 8.7.2017 (in 6 Teilen)
http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2017/index-2017-07-08-hamburg-g20-grenzenlose-solidaritaet.html

Wer schrieb das Drehbuch für die G20-Proteste in Hamburg?
Ein Marxist zieht schonungslos Bilanz
Von Rainer Rupp
NRhZ 622 vom 19.07.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23981

Das American Empire und seine Medien
Swiss Propaganda Research über den Einfluss des Council on Foreign Relations (CFR)
NRhZ 623 vom 26.07.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24017


Anhang:

Anmerkungen von Klaus-Peter Kurch: Das Trio wird zu EINEM FEINDBILD verschmolzen!


TrumpPutinErdogan, die allem Anschein nach gegenwärtig jeder in seiner Weise dazu beitragen, ISIS in Syrien in verlustreichen Kämpfe zu schlagen (Hier die neuesten Informationen) – diese drei sind zum schillernd-dreieinigen Feindbild der Globalisten-Mafia geworden.

Die Mediengewalt der Globalisten-Mafia sorgt dafür, das Feindbild TrumpPutinErdogan in die Köpfe zu hämmern. Die Einflussagenten der Globalisten-Mafia (und ihre naiven Mitläufer) sorgen dafür, dass „zivilgesellschaftliche Organisationen“ (mit und ohne Anführungszeichen) in TrumpPutinErdogan-Protestzügen mittanzen.

All das wissen wir von den G20-Protesten in Hamburg. Doch es bildhaft-anschaulich wahrzunehmen – das ist noch einmal eine andere Nummer. Die unermüdliche „Arbeiterfotografie“ liefert die Bilder:
   
Website der Werbekampagne „mensch, wach auf!“


Noch viel mehr G20-Bilder und aufklärende Textbeiträge in der Neuen Rheinischen Zeitung.

Und nicht vergessen: Der komplette „Freidenker“ 2/2016 widmet sich dem Thema:
„Bilder Wahrnehmen in Bewegung kommen“
mit Beiträgen von „Arbeiterfotografie“- Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann, die z. T. online verfügbar sind.

Veröffentlicht am 2. bzw. 5. August 2017
https://opablog.net/2017/08/05/das-trio-wird-zu-einem-feindbild-verschmolzen/


Online-Flyer Nr. 624  vom 02.08.2017

Druckversion     



Startseite           nach oben

KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP


Männerbünde
Aus dem KAOS-Kunst- und Video-Archiv
FOTOGALERIE


Schwarzer Freitag für H&M
Von Arbeiterfotografie