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Aktueller Online-Flyer vom 17. Dezember 2017  

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Kommentar
Kommentar vom Hochblauen
Und immer wieder droht die Israel-Lobby und schlägt zu
Von Evelyn Hecht-Galinski

Mit der medialen Antisemitismus-Debatte, die zu täglich neuen Höhen aufgebläht wird, entwertet man diesen Begriff zu einem unglaubwürdigen Synonym, um Israel-Kritik unmöglich zu machen. Und während sich die ansteckende Epidemie des Philosemitismus zu einer Krankheit des 21.Jahrhunderts zu entwickeln scheint, hat es die Israel-Lobby mit ihrer konzertierten Aktion der medialen Kriegsführung geschafft, die Deutungshoheit als Hüter der "jüdischen Werte" zu erlangen. Da schießen obskure Vereinigungen, wie die "jüdische Werteinitiative", wie Pilze aus dem Boden und schlimmer noch, finden auch Foren in deutschen Medien. (1)

Israel-Lobby reißt Medienhoheit an sich

Unter dem Titel "Jude ist wieder ein Schimpfwort" sind diverse Leitmedien-Artikel im Netz, die alle den selben Tenor hatten: die Besorgnis über den Antisemitismus und die "Judenfeindlichkeit" des politischen Islam und der generelle Judenhass der muslimischen Einwanderer. Was diese Islamfeindlichkeit bewirkt, erleben wir täglich schmerzlich, und ich habe das Gefühl, dass es der Israel-Lobby immer mehr gelingt, die Medienhoheit an sich zu reißen. Dagegen müssen wir versuchen, aktiv zu werden.

Besonders schlimm war die sogenannte „Antisemitismusdebatte“ im deutschen Bundestag, die zum Ziel hatte, jegliche Israel-Kritik und Antizionismus zu Antisemitismus und Judenhass zu stempeln, mit dem wir alle zum Schweigen gebracht werden sollen. Nicht mit uns! Es ist wichtig zu wissen, dass einer der „Experten“ bei der Anhörung im Menschenrechtsauschuss des Bundestages, der Rechtsanwalt Jonathan Heuberger, aktiv in die israelische Lobby eingebunden ist, was wieder einmal die Macht dieser Lobby aufzeigt, die wir mit allen Mitteln verhindern sollten. Genug Argumente haben wir ja und die Fakten stehen auf unserer Seite. Denn nichts fürchten die Zionisten mehr als die Wahrheit. (2)

Auch sein Sozius, RA Nathan Gelbart, ist bekannt als Lobbyist und führt öfter Prozesse in Deutschland gegen "Israels Feinde", zu denen ja auch ich gehörte. Gelbart war der Broder-Anwalt und ist einer der schlimmsten Vertreter der Israel-Lobby. So ist auch der "Menschrechtsausschuss" im Bundestag in Israel-Lobby Hand, die mit ihren ständigen Antisemitismus-Anschuldigungen nur ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver führt, um die illegale Besatzung Palästinas zu verschleiern. Und auch deshalb der dringende Wunsch, einen Antisemitismusbeauftragten im Bundeskanzleramt zu stationieren, also einen jüdischen bzw. "christlich-zionistischen "Staats-Trojaner" der Israel-Lobby.

Die Israel-Lobby versteht es meisterhaft, Stimmung zu machen, und die Angst der Juden vor Antisemitismus zu fördern, um sie für eigene Zwecke zu missbrauchen, d.h., um die völker- und menschenrechtswidrigen Zustände in Palästina zu instrumentalisieren und zu vertuschen, tobt hier ein Lobby-"Wertekampf", während die "jüdischen Werte" in Palästina vor die Hunde gehen.

Es ist unerträglich, wie nach jedem Aufheulen der Lobby ein mediales Zusammenspiel folgt, während nachweislich nachprüfbare Fakten negiert werden. Warum ist Deutschland auf dem pro-jüdischen und pro-israelischen Auge blind? Die Lobby im Zusammenspiel mit den Medien, und ganz vorne mit dabei die "Springer-Presse“, die aber unverständlicher Weise inzwischen von sogenannten maßgeblichen Medien wie die F.A.Z. kopiert wird.

"Auserwählt und ausgegrenzt": philosemitisches Machwerk der "Nazi-Enkel"


Man ist erstaunt, wie sich fast die gesamte Medienlandschaft mit den Filmemachern von "Auserwählt und ausgegrenzt" solidarisiert haben, obwohl sie doch alles wissen, aber nicht wirklich sehen wollten, was von diesem polemischen Machwerk zu halten ist. Ja, dieses Machwerk ist eine völlig unhistorische Aneinanderreihung von Hassparolen gegen die Palästinenser, NGO`S, sowie Aktivisten und Politiker/innen wie Annette Groth, die sich schon seit langem als mehr oder wenig einsame Ruferin der Linken als Menschenrechtsbeauftragte für Gerechtigkeit für Palästina einsetzt. Wie diese couragierte Abgeordnete jedoch in diesem Film dargestellt wird, ist eine bisher nie dagewesene Infamität, die man von der Reichsfilmkammer der Nazis oder Filmemachern wie Veit Harlan und Leni Riefenstahl kennt.

Dieser Film ist das philosemitische Machwerk der "Nazi-Enkel", die meinen, ihr schlechtes Gewissen mit übersteigerter Judenliebe auf Zelluloid bringen zu müssen, empörend allerdings mit UNSER ALLER öffentlich-rechtlichen Zwangsabgaben. Auch deshalb habe ich mir diesen "philosemitischen Schund" mit anschließender Diskussion angetan. Allerdings, war ich danach noch empörter als zuvor.

Da stand also der ARD-Programmdirektor Jörg Schönenborn als ARD-Vertreter, um die "journalistischen Standards" zu verteidigen, die dazu geführt hatten, dass diese Pseudo-Doku nicht ausgestrahlt werden sollte. Da frage ich mich allerdings, warum wurde das Machwerk dann doch ausgestrahlt? Natürlich auf Druck der Lobby! Die Faktenchecks als Beiwerk waren zwar richtig und wichtig, aber eine Bankrotterklärung des Öffentlich Rechtlichen Fernsehens, das sich tatsächlich mehr der Israel-Lobby, als den zahlenden Zuschauern verpflichtet zu sein scheint. Man spürte förmlich die Kleinmütigkeit Schönenborns, der den "Stahlhelmjuden" immer als "lieber Herr Wolffsohn" ansprach, eine wie ich meine völlig deplatzierte Anrede für diesen gar nicht lieben "deutsch-jüdischen Patrioten", dem Liebling rechter Blogs wie "Tichys Einblick" und natürlich der "Springernden Bild". Die Frage ist auch zu stellen, wieso Schönenborn mehrmals die Rechtswidrigkeit der Bild-Internet Ausstrahlung betonte, aber als ARD-Vertreter keine rechtlichen Schritte gegen diesen Rechtsbruch einleitete!

Wolffsohn, der "Liebling der deutschen Mediengötter" durfte sich ganz locker bei Schönenborn bedanken für die Publicity für dieses Machwerk, an dem er selbst tatkräftig mitgewirkt hatte, und damit so zufrieden war, dass er "sich" schon für diesen Erfolg in der "Springernden Bild" gratuliert hatte. Es konnte jedem kritischen Zuschauer nur die Wut und Schamesröte ins Gesicht treiben, dass so etwas möglich ist. Warum frage ich mich allerdings, war Tom Burow als Intendant des WDR, nicht als ARD-Vertreter gekommen, um sich dem Zuschauer zu stellen? Feigheit vor der Lobby?

Ich möchte gar nicht mehr auf dieses skandalöse Machwerk eingehen, das hat es nicht verdient. Der "Faktencheck" versucht zwar, alle „Fake News“ in diesem Film aufzulisten, doch die Ausstrahlung, mit oder ohne Faktencheck, war eine traurige Kapitulation vor dem Druck der Israel-Lobby.

Schon meldet sich die in Jerusalem ansässige NGO Monitor, eine Gerald M. Steinberg, einem zeitweisen Berater des israelischen Außenministeriums und Sicherheitsrats, 20002 gegründete „Staats-NGO“, deren Ziel nach eigenen Angaben, kritische Angaben Berichte und Analysen über internationale und lokale NGO`s zu erstellen. Dabei sollten „Verzerrungen“ in den Veröffentlichungen über Menschenrechts- und Völkerrechtsverstöße im „arabisch- israelischen“ Konflikt gefördert werden (3)

Diese „Regierungs- NGO“, verlangt jetzt also sofortigen Widerruf, des WDR  Faktencheck über die „diffamierende Darstellung“, des NGO Monitor vom WDR auf deren Website.  NGO Monitor, wird übrigens von US-Stiftungen und Privatpersonen unterstützt, viele davon sind auch Spender an illegale jüdische Siedlungen im „Jüdischen Staat“. Schon erschien diese Forderung, in vielen großen Leitmedien. Merke, während „Breaking the Silence“ als Nestbeschmutzer diffamiert wird und führende Persönlichkeiten dieser so wichtigen Organisation unter Repressalien und Verhaftungen leiden müssen, darf sich NGO Monitor als Israel-Lobby- Vertreter, voll produzieren. In diesem Fall geht es auch um die liberale israelische Zeitung Haaretz, die mit NGO Monitor auf Kriegsfuß steht und schon viele Details über Organisationen dieser Art aufklärte.

Wilde, unkoordinierte Aneinanderreihung von Fake News

Als gegen 23:45 dann noch die Maischberger-Runde zu diesem Machwerk kam, zeigte sich erneut, wie die Auswahl der Gäste diese Diskussionsrunde beeinflusste. Wolffsohn hatte zusammen mit dem "israelischen Palästinenser" Ahmed Mansour ein leichtes Spiel, ihre unhaltbaren Lobby-Ablenkungs-Thesen an den Zuschauer zu bringen. Die beiden anderen Gäste, die hervorragende ehemalige Nahost-Korrespondentin Gemma Pörzgen und der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm, ein wirklicher Kenner der Zustände in Palästina, der mehrfach Palästina zusammen mit meinem leider verstorbenen Freund, Rupert Neudeck, besucht hatte, standen ziemlich allein auf verlorenen Posten, zumal sie gegen Wolffsohn kaum zu Wort kamen, weil Maischberger diesen einseitig oft zu Wort kommen ließ. Und der jüdische Gegenpart von Wolffsohn, das ehemalige Zentralratsmitglied der Juden, Rolf Verleger, ein Psychologie-Professor aus Lübeck, zeigte leider gegen Wolffsohn eine mehr als schwache Leistung. Hier hätte ich mir solche Kaliber, wie Moshe Zuckerman oder Moshe Zimmerman, gewünscht, was aber mit Sicherheit Wolffsohn und die Lobby zu verhindern versucht hätten. Denn merke: nichts fürchten die Zionisten und "Salon Zionisten" mehr als die Wahrheit. Und die war an diesem Abend nicht erwünscht.

Als dann noch am folgenden Donnerstag sich das Grimme-Institut, das allerdings auch nicht mehr für voll zu nehmen ist, weil es z.B. einen "Ziegen Ficker-Satiriker" für ein Schmähgedicht gegen Erdogan auszeichnete, sich bemüßigt fühlte, eine Diskussionsrunde zu diesem Thema zu veranstalten, war das Maß voll. Die Teilnehmer, u.a. auch wieder der rührige Jörg Schönenborn, mussten sich gegen "einen Ausputzer" der DIG Aachen, Marc Neugröschel, erwehren, der die ganze Diskussionsrunde an sich zu reißen versuchte, indem er ständig alle anderen unterbrach, um seine Israel-Lobby-Papiere vorzulesen. Das kommt davon, wenn man eine Diskussionsrunde mit so einem Vertreter zulässt, der nichts außer wilder unkoordinierter Aneinanderreihung von Fake News losließ. Was ist bloß aus dem Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen und deutschen Diskussionsrunden geworden? Fundierte, vor allem auch jüdische Israel-Kritiker werden nicht mehr eingeladen oder angehört bzw. mitunter antisemitisch ausgegrenzt. In der Tat ist das doch in höchstem Maße antisemitisch, wenn jüdische Nachfahren von Holocaustüberlebenden als "Antisemiten" diffamiert und ausgegrenzt werden. Moshe Zuckerman hat zu Recht kritisiert und sehr richtig festgestellt, dass er, der ehemalige in Frankfurt geborene und aufs Gymnasium gegangene deutsch-jüdische Bürger, der heute in Israel lebt, sich von nachgeborenen "Nazienkeln" einen Maulkorb und Auftrittsverbot bieten lassen muss. Ja, das ist eine antisemitische Schande, wenn sich philosemitische Deutsche als Hüter des "Antisemitismus-Gral" aufspielen, verbunden in übler Nibelungentreue zu der Israel-Lobby. (4)

Dass ich mich nochmals mit diesem Thema beschäftige, ist nur meinem Zorn geschuldet, alles muss raus! Ich habe die Wut nicht erzeugt, sondern ihr nur eine Stimme gegeben. Es ist erschreckend, wie währenddessen, im Schatten der Islamfeindlichkeit und der Instrumentalisierung des Antisemitismus die wirklichen Probleme unbeachtet bleiben, und das ist die wirkliche Gefahr dieser "wissenschaftlich begleiteten" konzertierten Aktion der Lobby und ihrer willigen Helfer, der Sayanim.

Ohne Rücksicht auf Verluste

Während der "Jüdische Staat" Dschihadisten in Syrien unterstützt und mit Angriffen gegen Assad ständig in den syrischen Bürgerkrieg eingreift, sollte uns alle mehr als besorgt machen. Der "Jüdische Staat" verfolgt nur ein Ziel: die ewige Besatzung Palästinas, die ewige Besatzung des Golan, die Vernichtung von Widerstandsorganisationen wie Hisbollah und Hamas, den Iran wenn nötig anzugreifen, zusammen mit ihren neuen saudischen Freunden. Ziel Katar abzustrafen, als Hamas- und Gaza-Unterstützer um Al-Dschasira mundtot zu machen und eine neue Weltordnung für Palästina zu erreichen, die nur noch zwei Machtpole kennt, Saudi-Arabien und den "Jüdischen Staat". Was diese Ziele für uns alle bedeuten, sieht man jetzt im Jemen, Irak, Afghanistan, Mali und sonst wo, wo diese westliche "Anti-Terrorallianz" jeden Terrorismus in den Schatten stellt und die Medien und die Politik im Zusammenspiel uns mit falschen oder unterschlagenen Informationen beliefern oder uns völlig unfundierte und manipulierte Darstellungen liefern. Alles dient nur dazu, um "unsere" Hegemonie und wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen, ohne Rücksicht auf Verluste, aber mit kriegerischer Brutalität, die uns das Flüchtlingsproblem und die hausgemachten Probleme beschert. Machen wir uns nichts vor, alles nur zum Zwecke der neuen Weltordnung, die unter Trump bis zur Vollendung ausgereizt wird. Wie schrieb die Madrider Zeitung „El Pais“ so treffend: „Das Ultimatum Saudi-Arabiens an Katar stellt ein schändliches Beispiel für illegalen Druck auf einen souveränen Staat dar, den man vor inakzeptablen (…) Forderungen stellt. Das aus 13 Punkten bestehende saudische Dokument (…) ist nichts weiter als eine plumpe Ausrede, mit der man in Zukunft Maßnahmen rechtfertigen möchte, die aus völkerrechtliche Sicht illegal sind und den Frieden und die Sicherheit in der Region destabilisieren würden“

Warum berichten unsere Medien nicht über die tausende von inhaftierten Palästinenser, darunter auch Journalisten, während täglich Solidaritätsadressen an türkische oder russische inhaftierte Journalisten gehen. Jeder, und ich betone: jeder politische Häftling, der zu Unrecht im Gefängnis sitzt, sollte unterstützt werden, von Ägypten bis China, aber bitte, nicht ohne die "Jüdischen Besatzer " auszusparen! Wieder macht sich deutsche Politik mitschuldig an diesen Doppelstandards, wenn Vertreter aller Parteien sich an diesem unwürdigen philosemitischen Verbrechen beteiligen, dann ist es Zeit, dagegen zu protestieren. Ja, wir sollten ein Zeichen setzen und uns wehren gegen diese Art der Politik. Wir dürfen das Feld nicht der Israel-Lobby und den neuen rechten Israel-Freunden überlassen. Interessant daran ist, dass AfD-Vertreter inzwischen mehr Medien-Aufmerksamkeit finden, als verunglimpfte Israel-Kritiker. Das scheint mir mehr als bedenklich.

Ebenso die Hetze, die gegen die Demonstrationen zum Al-Quds Tag in Berlin losgetreten wurde. Ja, ich unterstütze die Demonstrationen, die sich für ein freies Jerusalem ohne illegale jüdische Besatzung einsetzen. Weltweit wurde für dieses Ziel demonstriert und das ist gut so! In Zeiten, wo sich rechtsradikale judaistische Judaisten, wie dem "Tempelberg Aktivisten" Yehuda Glick, mit österreichischen FPÖ-Politikern verbünden, ist es an der Zeit, dass sich die deutsche Bundesregierung unter Merkel sich endlich besinnt und Sanktionen gegen die jüdischen Besatzer einleitet, dürfte doch kein Problem sein. Merkel ist doch bei Sanktionen gegen Russland schnell dabei! Übrigens vermisste ich beim SPD-Sonderparteitag israelische oder palästinensische Israel-Kritiker, während der türkische Journalist Cem Dünda mit „Standing Ovations“ empfangen wurde. Doppelstandards!

Orwellscher Überwachungsstaat: ein Klacks gegen das Überwachungsgesetz

Zu guter letzt noch folgendes: während der "Jüdische Staat" unbehelligt siedelt, vertreibt, inhaftiert und bombardiert, Gesetze, die Illegales legalisieren, legalisiert, da beschloss der deutsche Bundestag still und leise einen Staatstrojaner, der uns alle zu gläsernen Menschen macht und Zugriffe in unsere private Sphäre macht, die uns nichts mehr an Freiheit und Privatheit lässt. Der Orwellsche Überwachungsstaat ist ein Klacks gegen dieses Überwachungsgesetz, das uns alle betrifft. Gegen diese wohl spektakulärste Überwachungstechnik, die eigentlich nur in Diktaturen vorstellbar war, ist jetzt Wirklichkeit geworden. Diese sicherheitstechnische "Israelisierung" ist ein Skandal. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen in alle unsere Lebensformen hinein und erlauben den "Staats-Trojanern" alle Möglichkeiten. Was mich nur wundert, dass es heute keine Demonstrationen mehr dagegen gibt. Wo ist die Jugend die sich dagegen aufbäumt, ach was waren das noch für Zeiten als die 68er gegen Springer und Alt-Nazis und den Muff unter den Talaren demonstrierten.

Heutzutage erleben wir eine erschreckende Lethargie der Jugend, der sogenannten "Null-Bock" Generation, die nicht einmal in der Lage ist, eine Zeitung zu lesen, geschweige denn sich gegen "Fake News" von Oben zur Wehr zu setzen. Bei den Bundestagswahlen im kommenden September haben wir die Wahl, allerdings sehe ich mehr die Qual der Wahl, denn wen kann ich noch wählen, und wo sind die Kandidaten, die sich der Springer-Presse, den Staatstrojanern, der Islamfeindlichkeit und der Israel-Lobby in den Weg stellen?


Fussnoten:

1 http://www.focus.de/politik/deutschland/antidemokratische-tendenzen-jude-ist-wieder-ein-schimpfwort-warum-das-jeden-deutschen-betrifft_id_7259547.html
2 http://itrade.gov.il/germany/anwaltskanzlei-fps-eroffnet-reprasentanz-israel/
3 http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/28921
4 http://www.dig-aachen.de/2017/06/23/umstrittene-tv-doku-diskussion-ber-antisemitismus/


Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des ehemaligen Zentralratsvorsitzenden der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, ist Publizistin und Autorin. Ihre Kommentare für die NRhZ schreibt sie regelmäßig vom "Hochblauen", dem 1165 m hohen "Hausberg" im Badischen, wo sie mit ihrem Ehemann Benjamin Hecht lebt. (http://sicht-vom-hochblauen.de/) 2012 kam ihr Buch "Das elfte Gebot: Israel darf alles" heraus. Erschienen im tz-Verlag, ISBN 978-3940456-51-9 (print), Preis 17,89 Euro. Am 28. September 2014 wurde sie von der NRhZ mit dem vierten "Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik" ausgezeichnet.

Top-Foto:
Evelyn Hecht-Galinski (sicht-vom-hochblauen.de)


Online-Flyer Nr. 619  vom 28.06.2017

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Von Kostas Koufogiorgos
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