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Aktueller Online-Flyer vom 20. Oktober 2017  

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Krieg und Frieden
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (70)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. „Es soll kein Blut fließen – und kein Krieg – nur Frieden und Gott und Freiheit“ „Unterwirf dich nicht dummen Regeln, sei du selbst und nicht ein Dummkopf. Respektiere den anderen, wie er ist, und nicht, wie du willst, dass er ist.“ „Von 1961 bis 1989 wurde Deutschland durch eine Mauer geteilt. Es gab hunderte von Toten. Warum wendet ein „demokratisches Land“ wie Israel solche menschenverachtenden Methoden an?“ „Nicht durch Zertrümmerung, sondern durch Versöhnung und Gerechtigkeit wird die Welt geeint!“ So steht es auf vier der zahllosen Klagemauer-Karten. Es begann vor 26 Jahren, im Januar 1991, mit dem so genannten Golfkrieg, als die USA den Irak überfielen. Das war Auslöser für das Projekt für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht. Initiator Walter Herrmann – 1998 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet – hat im Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit nie aufgegeben. Doch seit Januar 2016 war Walter Herrmann gesundheitlich angeschlagen. Sein Platz vor dem Kölner Dom blieb seitdem leer. Die ständigen heimtückischen Attacken gegen seine Friedensarbeit – besonders die aus seinem engeren Umfeld – hatten ihm zugesetzt. Es herrscht Krieg. Kräfte des Friedens sollen kaputt gemacht werden. Doch die Kölner Klagemauer muss weiter leben.


Die Passanten am Dom sind aufgefordert, Ihre eigene Friedensbotschaft auf einer Karte der Klagemauer zu hinterlassen. So ist ein interaktives Friedenskunstwerk von Weltrang entstanden.

Um dem Klagemauer-Projekt eine zusätzliche Wirkung zu geben, dokumentieren wir im wöchentlichen Rhythmus – beginnend einen Tag nach Walter Herrmanns 77. Geburtstag am 26. Januar 2016 – die von Passanten geschriebenen Karten-Botschaften. In den Folgen 1 bis 18 stand das Thema Palästina im Mittelpunkt. Ab Teil 19 und hier jetzt in Teil 70 sind Karten aus einem breiteren Themenspektrum zusammengestellt:


817. Es soll kein Blut fließen – und kein Krieg – nur Frieden und Gott und Freiheit


818. Unterwirf dich nicht dummen Regeln, sei du selbst und nicht ein Dummkopf. Respektiere den anderen, wie er ist, und nicht, wie du willst, dass er ist. Womöglich sind wir eines Tages in der Lage, miteinander in Frieden zu leben! Glaube einfach daran!


819. Ohne Teilen (der Ressourcen der Welt) keine Gerechtigkeit, ohne Gerechtigkeit kein Frieden, ohne Frieden keine Zukunft


820. Für mich ist wichtig, dass es keine Bombeneinschläge mehr gibt. Krieg ist sehr schlimm, weil so viele Menschen sterben.


821. Jede Sekunde gibt UNS die Chance umzudenken und das vermeintlich Richtige zu hinterfragen!


822. Von 1961 bis 1989 wurde Deutschland durch eine Mauer geteilt. Es gab hunderte von Toten. Warum wendet ein „demokratisches Land“ wie Israel solche menschenverachtenden Methoden an?


823. Palästina, meine Geliebte: wie kann ich einschlafen, während in meinen Augen das Leiden sich befindet.


824. Anarchisten gegen die Mauer


825. Lass Frieden vorherrschen und die Welt ein besserer Ort zum Leben sein. Herr Bush und Sharon, stoppen sie die Gewalt.


826.


827. Terror ist der Krieg der Armen, Krieg ist der Terror der Reichen! (Sir P. Ustinov)


828. Nicht durch Zertrümmerung, sondern durch Versöhnung und Gerechtigkeit wird die Welt geeint!


Copyright der Karten-Reproduktionen: Förderkreis Kölner Klagemauer für Frieden e.V.

Ihr könnt uns und das Klagemauer-Projekt unterstützen, indem Ihr fremdsprachige Kartentexte ins deutsche übersetzt und uns die Übersetzungen unter Angabe der Kartennummer zukommen lasst (an arbeiterfotografie@t-online.de)



Siehe auch:

Dokumentation der vorangegangenen Woche (69):
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23823

Online-Flyer Nr. 615  vom 31.05.2017

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