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Aktueller Online-Flyer vom 13. Dezember 2017  

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Globales
Informationsveranstaltung am 22. April 2017 in Zürich
Swisso Kalmo hilft in Somalia
Von Heinrich Frei

Swisso Kalmo informierte am Samstag, dem 22. April 2017, im Saal des Schweizerischen Friedensrates an der Gartenhofstrasse 7 im Zürcher Kreis 4 über seine Arbeit in Somalia. Swisso Kalmo ist seit Jahrzehnten ununterbrochen in Somalia tätig, trotz aller Widrigkeiten, trotz dem Krieg. Das Hilfswerk wurde durch die Krankenschwester Magd Nur-Frei und ihren Mann Scecdon Nur gegründet. Heute wird Swisso Kalmo in Afrika durch den somalischen Arzt Dr. med. Abdi Hersi geleitet, der eng mit UNO-Organisationen und anderen Hilfswerken zusammenarbeitet. Auch das DEZA, das Departement für Entwicklungszusammenarbeit des Bundes unterstütze seit dem letzten Jahr das Regionalspital in der Stadt Merka, das von Swisso Kalmo betrieben wird.

Scecdon Nur ist im April nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Somalia in die Schweiz zurückgekehrt und der heutige Co-Präsident von Swisso Kalmo, Bashir Gobdon, besuchte kürzlich auch seine Heimat. Beide konnten damit in Zürich am Samstag authentisch über die Lage in Somalia berichten.

Bashir Gobdon besuchte in Afghooye eine Stadt, die etwa 30 Kilometer von Mogadischu entfernt ist, ein Flüchtlingslager. Dieses Lager wird durch mobile medizinische Teams von Swisso Kalmo betreut. Kranke werden untersucht, es wird geimpft und unterernährten Kindern wird Spezialnahrung abgegeben. Im Afghooye-Korridor leben seit Jahren einige hunderttausend Flüchtlinge.
 





Mobile medizinische Teams von Swisso Kalmo betreuen Menschen in Flüchtlingslagern in Somalia

Durch die Dürre, aber auch durch den Bürgerkrieg sind etwa zwei Millionen Menschen in Somalia aus ländlichen Gebieten in die Nähe von somalischen Städten geflüchtet und sind auf Hilfe angewiesen. Viele Menschen hungern jetzt schon und eine neue grosse Hungersnot droht. Schon zwischen 2010 und April 2012 starben in diesem Land in einer Hungersnot 258'000 Menschen, und dies bei einer Einwohnerzahl von nur 12 Millionen Menschen. – Stellen sie sich vor: In der Schweiz, mit einer Einwohnerzahl von 8,4 Millionen, würden etwa 180'000 Menschen verhungern. - Zu hoffen ist, dass es der UNO und anderen Hilfsorganisationen gelingen wird Hilfe zu leisten. Jetzt sollte der UNO 4,4 Milliarden US-Dollar für Hilfsmassnahmen im Jemen, Nigeria, im Südsudan und in Somalia zur Verfügung gestellt werden. Doch bis jetzt sind jedoch erst etwa 10 Prozent der benötigten Mittel bei der UNO eingetroffen, wie der Journalist Andreas Zumach kürzlich auf der Internetplattform Infosperber schrieb.


Weitere Infos über Swisso Kalmo auf der Website: www.swisso-kalmo.ch

Online-Flyer Nr. 610  vom 26.04.2017

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