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Aktueller Online-Flyer vom 24. Oktober 2017  

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Globales
Zwei Pressekonferenzen mit US-Präsident Donald Trump
Verständigung mit Russland, Frieden für Palästina, kein atomarer Holocaust
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Willy Wimmer spricht von einer "berühmt-famosen Pressekonferenz", die US-Präsident Donald Trump am 16. Februar 2017 in Washington abgehalten hat (1). Rainer Rupp schreibt anerkennend, wie US-Präsident Trump "in einer live übertragenen Pressekonferenz mit neuer Energie knallhart in die Offensive gegen die Mainstreammedien" gegangen ist und diese beschuldigt hat, "eine positive Entwicklung der Beziehungen zu Russland zu behindern." (2) Und Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait schreibt von einer "brillanten" (3), Wolfgang Effenberger von einer "beachtlichen" Pressekonferenz (4). Was ist das für ein Ereignis? Wo ist das in den Mainstream-Medien gewürdigt worden. NIRGENDS! Ziele, wie US-Präsident Trump sie bei dieser Pressekonferenz und der am Vortag formuliert hat, sind: Verständigung mit Russland, Frieden für Palästina und die Vermeidung eines atomaren Holocaust. Das sind Themen, von denen das Überleben der Menschheit abhängen kann.


US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz in Washington am 16. Februar 2017

Die live übertragene Pressekonferenz am 16. Februar 2017 hatte eine ungewöhnliche Dauer: fast 80 Minuten lang stellte sich der US-Präsident den ihm kaum freundlich eingestellten Journalisten und bewältigte die nicht leichte Aufgabe mit Bravour und Ausdauer. Es folgen einige Zitate aus dieser Konferenz und der des Vortages zum Thema Israel/Palästina.

"Morgen werdet Ihr schreiben: 'Donald Trump will sich mit Russland vertragen. Das ist schrecklich!' Das ist nicht schrecklich. Das ist gut." (Now, tomorrow you'll say, Donald Trump wants to get along with Russia, this is terrible. It's not terrible -- it's good.)

"Wenn wir uns mit Russland vertragen können, ist das eine positive Sache. Wir haben einen sehr talentierten Mann, Rex Tillerson, der sich mit ihnen in Kürze treffen wird... Das Beste, was ich [Ihrer Meinung nach] tun könnte, ist, das russische Schiff, das derzeit 30 Meilen vor unserer Küste kreuzt, aus dem Wasser zu schießen. Jeder in diesem Land wird sagen, 'Oh, das ist großartig!' Aber nein, das ist nicht großartig! Ich möchte mich lieber mit Russland verstehen." (If we could get along with Russia, that's a positive thing. We have a very talented man, Rex Tillerson, who is going to be meeting with them shortly... Hey, the greatest thing I could do is shoot that ship that's 30 miles offshore right out of the water. Everyone in this country is going to say, oh, it's so great. That's not great. That's not great. I would love to be able to get along with Russia.)

"Ein nuklearer Holocaust wäre unvergleichlich. Russland ist so wie wir eine sehr starke Nuklearmacht. Wenn wir gute Beziehungen zu Russland haben - glauben Sie mir - ist das eine gute Sache, keine schlechte." (Nuclear holocaust would be like no other. [Russia is] a very powerful nuclear country and so are we. If we have a good relationship with Russia, believe me, that's a good thing, not a bad thing.)

"Die USA werden ein Friedensabkommen [für Israel/Palästina] fördern - in der Tat - ein großes Friedensabkommen. Wir werden daran sehr, sehr eifrig arbeiten... Aber es sind die beiden Parteien selbst, die eine solche Vereinbarung miteinander aushandeln müssen. Wir werden sie dabei unterstützen. Wir werden mit ihnen zusammen arbeiten... Beide Seiten werden Kompromisse zu machen haben." (The United States will encourage a peace and, really, a great peace deal. We'll be working on it very, very diligently... But it is the parties themselves who must directly negotiate such an agreement. We'll be beside them; we'll be working with them.... Both sides will have to make compromises.)

"Ich betrachte die Zwei-Staaten-Lösung wie auch die Ein-Staaten-Lösung. Ich schätze diejenige Lösung hoch, die beide Seiten gut finden. Ich bin sehr glücklich mit der Lösung, die beide Seiten schätzen. Ich kann mit einer von ihnen leben. Ich dachte ein zeitlang, die Zwei-Staaten-Lösung sei von beiden die einfacher umzusetzende. Aber ehrlich: wenn Bibi [Netanyahu] und die Palästinenser - wenn Israel und die Palästinenser glücklich sind, bin ich mit derjenigen  Lösung glücklich, die sie für die bessere halten." (I’m looking at two-state and one-state, and I like the one that both parties like. I’m very happy with the one that both parties like. I can live with either one. I thought for a while the two-state looked like it may be the easier of the two. But honestly, if Bibi and if the Palestinians -- if Israel and the Palestinians are happy, I’m happy with the one they like the best.)

Auf die Frage "Wenn Sie von Fake News sprechen, untergraben Sie das Vertrauen in die Nachrichten-Medien. Ist das nicht wichtig?" antwortet der Präsident: "Okay, ich verstehe - Sie haben recht außer diesbezüglich... Ich werde sagen: wow! Das wird eine große Geschichte, und ich werde getötet werden. Ich weiß, was gut und was schlecht ist. Ich bin ein ganz guter Reporter - nicht so gut wie Sie. Aber ich weiß, was gut ist. Und ich weiß, was schlecht ist." (Okay, I understand -- and you're right about that except this... And sometimes I’ll say, wow, that's going to be a great story, and I’ll get killed. I know what’s good and bad. I’d be a pretty good reporter -- not as good as you. But I know what’s good. I know what’s bad.)


Anhang:

Wolfgang Effenberger am 21.2.2017: im Artikel über die so genannte "Münchner Sicherheitskonferenz"

Trump [hat] in einer beachtlichen Pressekonferenz an die zehnmal wiederholt: „I want to get along with Russia“ und betont, dass zwei Atommächte miteinander auskommen sollten. Trump versuchte während der gesamten Pressekonferenz, zu erklären, dass es seiner Ansicht nach möglich ist, mit Russland zurecht zu kommen – und das sei doch eine POSITIVE Nachricht. Alles andere würde Krieg bedeuten! Nichts davon auf der "Kriegskonferenz" [der so genannten "Münchner Sicherheitskonferenz]! Die Presse jenseits des Atlantiks und hier bekämpft Trump voller Hass und fördert damit die Kriegshetze. Trump wird angegriffen, weil er nicht mitmacht. Wir dürfen dieser abgründigen Kriegspropaganda nicht glauben! [...]

Trump [hat] auf seiner Pressekonferenz ebenso die Worte "will kill me" fallen lassen. Bis jetzt wurde jeder prominente Politiker, der den Weltfrieden anstrebte, unschädlich gemacht. Eine Kugel für John F. Kennedy, eine für seinen Bruder Robert und eine für Olof Palme, der ebenso mit Russland Frieden wollte. Und nun steht Trump unter Beschuss. Es ist durchaus möglich, dass Donald Trump zum Frühlingsbeginn nicht mehr im Amt ist – das Putschpotential ist immens. Dann könnten die USA vollends ins Chaos geraten.


Sputnik Deutschland am 17.02.2017: Trump erläutert, was „Deal mit Russland“ behindert

US-Präsident Donald Trump hat bei einer Pressekonferenz wieder einmal die Medien für deren so genannten Fake News kritisiert. Derartige Falschmeldungen erschweren auch einen „Deal mit Russland“.

„Ich möchte Ihnen einfach sagen, dass falsche Berichterstattung durch Medien, durch Sie – die fehlerhafte, entsetzliche, falsche Berichterstattung macht es schwieriger, einen Deal mit Russland zu erreichen“, sagte Trump. Seine volle Rede wurde auf der offiziellen Webseite des Weißen Hauses veröffentlicht.
https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/02/16/remarks-president-trump-press-conference

Im Fernsehen jage eine Falschmeldung die andere, so Trump. Die Berichte über angebliche Verbindungen seines Wahlkampfstabs zu Russland bezeichnete er einmal mehr als Unsinn.

Trump schilderte zudem, wie er sich die Reaktion des russischen Präsidenten Wladimir Putin vorstelle, der wohl an einem Tisch sitze und denken müsse, Trump sei nicht in der Lage, die Beziehungen zu Russland zu verbessern, weil er von diesen Fake News unter Druck gesetzt werde. „Das ist eine Schande“, so der US-Präsident.

Den ganzen Skandal über einen angeblichen russischen Einfluss auf die US-Wahlen nannte der Republikaner eine List. „Übrigens, es wäre großartig, wenn wir mit Russland auskommen könnten, nur damit Sie das verstehen“, so Trump weiter.

„Aber morgen werden Sie sagen, Donald Trump will mit Russland auf gutem Fuß stehen, das ist schrecklich. Es ist nicht schrecklich – es ist gut.“

In seiner Rede übte er auch Kritik an seiner geschlagenen demokratischen Rivalin Hillary Clinton: Diese habe in ihrer Zeit als Außenministerin 20 Prozent des US-amerikanischen Urans an Russland übergeben. Uran sei „ein Ding, aus dem Nuklearwaffen“ und andere „schlechte Sachen“ hergestellt würden, erläuterte Trump.

Zudem erinnerte er an den „albernen Reset-Knopf“, den Clinton ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow als Symbol für einen Neustart in den russisch-amerikanischen Beziehungen übergeben hatte. Clinton habe selbst einen Neubeginn vorgeschlagen. „Aber wenn ich das tue, dann bin ich ein schlechter Kerl“, so Trump trotzig.

Zudem sprach der US-Präsident das russische Kriegsschiff „Viktor Leonow“ an, welches nach Angaben des TV-Senders Fox News am Mittwoch in der Nähe der Hafenstadt Norfolk im US-Bundesstaat Virginia gesichtet worden sein soll.

„Das Beste, was ich tun könnte, ist dieses Schiff, das sich 30 Meilen vor der US-Küste befindet, einfach aus dem Wasser zu schießen. Jeder in diesem Land wird sagen: ,Oh, das ist toll‘. Das ist nicht toll. Ich möchte gern gut mit Russland auskommen“, so Trump.

Quelle: https://de.sputniknews.com/politik/20170217314580870-trump-zu-deal-mit-russland/


Auszüge aus dem Transkript der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump in Washington am 16.2.2017

Q  When you call it fake news, you're undermining confidence --

THE PRESIDENT: No, I do that. No, no, I do that.

Q  -- in our news media.

THE PRESIDENT: Here’s the thing.

Q  Isn’t that important?

THE PRESIDENT: Okay, I understand -- and you're right about that except this. See, I know when I should get good and when I should get bad. And sometimes I’ll say, wow, that's going to be a great story, and I’ll get killed. I know what’s good and bad. I’d be a pretty good reporter -- not as good as you. But I know what’s good. I know what’s bad.

...

THE PRESIDENT: I think they don't believe it. I don't think the public would. That's why the Rasmussen poll just has me through the roof. I don't think they believe it. Well, I guess one of the reasons I'm here today is to tell you the whole Russian thing -- that's a ruse. That's a ruse. And, by the way, it would be great if we could get along with Russia, just so you understand that. Now, tomorrow you'll say, Donald Trump wants to get along with Russia, this is terrible. It's not terrible -- it's good.

We had Hillary Clinton try and do a reset. We had Hillary Clinton give Russia 20 percent of the uranium in our country. You know what uranium is, right? It's this thing called nuclear weapons and other things. Like, lots of things are done with uranium, including some bad things. Nobody talks about that. I didn't do anything for Russia. I've done nothing for Russia. Hillary Clinton gave them 20 percent of our uranium. Hillary Clinton did a reset, remember, with the stupid plastic button that made us all look like a bunch of jerks? Here, take a look. He looked at her like, what the hell is she doing with that cheap plastic button? Hillary Clinton -- that was a reset. Remember? It said "reset."

Now, if I do that, oh, I'm a bad guy. If we could get along with Russia, that's a positive thing. We have a very talented man, Rex Tillerson, who is going to be meeting with them shortly. And I told him, I said, I know politically it's probably not good for me. Hey, the greatest thing I could do is shoot that ship that's 30 miles offshore right out of the water. Everyone in this country is going to say, oh, it's so great. That's not great. That's not great. I would love to be able to get along with Russia.

Now, you've had a lot of Presidents that haven't taken that tact. Look where we are now. Look where we are now. So, if I can -- now, I love to negotiate things. I do it really well and all that stuff, but it's possible I won't be able to get along with Putin. Maybe it is. But I want to just tell you, the false reporting by the media, by you people -- the false, horrible, fake reporting makes it much harder to make a deal with Russia. And probably Putin said, you know -- he's sitting behind his desk and he's saying, you know, I see what's going on in the United States, I follow it closely; it's got to be impossible for President Trump to ever get along with Russia because of all the pressure he's got with this fake story. Okay? And that's a shame. Because if we could get along with Russia -- and, by the way, China and Japan and everyone -- if we could get along, it would be a positive thing, not a negative thing.

...

If Russia and the United States actually got together and got along -- and don't forget, we're a very powerful nuclear country and so are they. There's no upside. We're a very powerful nuclear country and so are they. I've been briefed. And I can tell you, one thing about a briefing that we're allowed to say because anybody that ever read the most basic book can say it: Nuclear holocaust would be like no other. They're a very powerful nuclear country and so are we. If we have a good relationship with Russia, believe me, that's a good thing, not a bad thing.

...

No, no, look. Hey, just so you understand, we had a totally divided country for eight years, and long before that, in all fairness to President Obama. Long before President Obama, we have had a very divided. I didn’t come along and divide this country. This country was seriously divided before I got here. We’re going to work on it very hard. One of the questions that was asked -- I thought it was a very good question -- was about the inner cities. I mean, that’s part of it. But we’re going to work on education. We’re going to work on lack -- you know, we’re going to stop -- we’re going to try and stop the crime. We have great law enforcement officials. We’re going to try and stop crime. We’re not going to try and stop, we’re going to stop crime. But it’s very important to me. But this isn’t Donald Trump that divided a nation. We went eight years with President Obama, and we went many years before President Obama. We lived in a divided nation. And I am going to try -- I will do everything within my power to fix that.


Auszüge aus dem Transkript der Pressekonferenz von US-Präsident Trump gemeinsam mit Israels Ministerpräsident Netanyahu in Washington am 15.2.2017

PRESIDENT TRUMP: Our administration is committed to working with Israel and our common allies in the region towards greater security and stability. That includes working toward a peace agreement between Israel and the Palestinians. The United States will encourage a peace and, really, a great peace deal. We'll be working on it very, very diligently [eifrig]. Very important to me also -- something we want to do. But it is the parties themselves who must directly negotiate such an agreement. We'll be beside them; we'll be working with them. As with any successful negotiation, both sides will have to make compromises. You know that, right? (Laughter.) PRIME MINISTER NETANYAHU: Both sides.

...

PRESIDENT TRUMP: So I’m looking at two-state and one-state, and I like the one that both parties like. (Laughter.) I’m very happy with the one that both parties like. I can live with either one. I thought for a while the two-state looked like it may be the easier of the two. But honestly, if Bibi and if the Palestinians -- if Israel and the Palestinians are happy, I’m happy with the one they like the best.


Quellen:


Video-Mitschnitt der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump in Washington am 16.2.2017

Transkript der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump in Washington am 16.2.2017
https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/02/16/remarks-president-trump-press-conference

Video-Mitschnitt der Pressekonferenz von US-Präsident Trump gemeinsam mit Israels Ministerpräsident Netanyahu in Washington am 15.2.2017

Transkript der Pressekonferenz von US-Präsident Trump gemeinsam mit Israels Ministerpräsident Netanyahu in Washington am 15.2.2017
https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/02/15/remarks-president-trump-and-prime-minister-netanyahu-israel-joint-press


Siehe auch:

1 Willy Wimmer:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23579

2 Rainer Rupp:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23575

3 Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23574

4 Wolfgang Effenberger:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23580

Online-Flyer Nr. 601  vom 22.02.2017

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