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Aktueller Online-Flyer vom 18. Dezember 2017  

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Kommentar
Nach der US-Präsidentschaftswahl
US-Präsident Trump: Hoffnung für Amerika und die Welt?
Von Brigitte Queck

Tatsache ist, dass keine Präsidentschaftswahl die Welt so polarisiert hat wie die Wahl des künftigen Präsidenten der USA am 8. November 2016. An diesem Tag hat schließlich Donald Trump die Wahlen in den USA gewonnen. Aber es fällt auf, dass bei der Einschätzung dieser Wahl lediglich ein ENTWEDER FÜR ODER GEGEN TRUMP zu hören ist. In aufgeklärten linken Kreisen wird davon gesprochen/geschrieben, dass sich "Volkes Stimme in den USA durchgesetzt" habe. Ist das wirklich so?

Die große Zahl der Nichtwähler in den USA beträgt schließlich 95 Millionen, von im Jahre 2015 dort lebenden 321 Millionen Einwohnern. Mit anderen Worten ist jeder zweite US-Amerikaner nicht zur Wahl gegangen! Außerdem HÄNGT, bedingt durch das undemokratische Wahlsystem in den USA, die PRÄSIDENTSCHAFTSWAHL NICHT VON DEN INSGESAMT ZUR WAHL GEGANGENEN AMERIKANISCHEN WÄHLERN, SONDERN VON DEN 538 WAHLMÄNNER-GREMIUM AB! Das Wahlmänner Gremium in den USA besteht aus 538 Wahlmännern, die je nach Bevölkerungsdichte in den einzelnen Bundesstaaten, stark variiert. Bei den Wahlen gehen ALLE WAHLMÄNNERSTIMMEN eines Bundesstaates an denjenigen Kandidaten, der die Mehrheit der abgegebenen Stimmen bekommen hat!

Mit anderen Worten, der PRÄSIDENT IN DEN USA WIRD NICHT DIREKT GEWÄHLT, WIE DAS IM GEGENSATZ DAZU Z.B. IN RUSSLAND DER FALL IST! Wahlmanipulationen sind in den USA jederzeit möglich! Darum darf man sich nicht wundern, dass – bedingt durch den erbarmungslosen Wahlkampf des US-Establishments um Hillary Clinton - welches in einigen Gebieten während der Wahl sogar Panzer als Druckmittel gegenüber den Wählern auffahren ließ - und der enormen Medienhetze gegen den Quereinsteiger D. Trump, immerhin 60,1 Millionen Wähler Hillary Clinton wählten!

Im Jahre 2000 - bei den US-Präsidentschaftswahlen gar - ist es zu massiven Wahlfälschungen gekommen, wie ein Medienkonsortium durch eine Nachzählung der Stimmen festgestellt hatte. Allein in Florida hätte nach ihrer Zählung der Konkurrent von George W. Bush, Al Gore, 600.000 Stimmen mehr auf sich vereint! EIN GRUND FÜR DIE MANIPULATIONEN WAREN DIE - ÜBRIGENS IN VIELEN WESTLICHEN LÄNDERN - EINGESETZTEN ELEKTRONISCHEN WAHLMASCHINEN!

Die Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten insgesamt ist auf jeden Fall als Hoffnungsschimmer für Amerika und die Welt zu sehen, da wir mit einer Präsidentin. Clinton einem atomaren Schlagabtausch zwischen US/NATO und Russland gefährlich näher gekommen wären! DONALD TRUMP KÜNDIGTE NICHT NUR EINMAL IN SEINEN WAHLKAMPFREDEN EINE VERBESSERUNG DER BEZIEHUNGEN ZU RUSSLAND UND CHINA AN!

Vergleichen wir:
  1. Der noch bis zum Januar 2017 amtierende US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Obama hat in seiner Amtszeit mehr Kriege geführt als sein Vorgänger George W. Bush.
  2. Auf dem Wirtschaftsgipfel im November 2014 in Brisbane/Australien hat Obama Russland als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet.
  3. Beim NATO-Gipfel in Warschau im Juli 2016 wurde ebenfalls Russland "in den Zangengriff genommen" und das nicht nur wörtlich! So legte man dort fest, die NATO-Truppen von Libyen bis Georgien und Afghanistan bis China zu verstärken, zusätzlich Tausende von NATO-Soldaten nach Polen, Litauen, Lettland und Estland zu verlegen, die Schnelle Eingreiftruppe der NATO auf 40.000 Soldaten zu erhöhen.

Wenn also Donald Trump sein Wahlversprechen umsetzt:
  1. künftig seine Kraft auf die USA zu konzentrieren,
  2. ein milliardenschweres Infrastrukturprogramm umzusetzen,
  3. 25 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen, indem US-Unternehmen veranlasst werden, ihre Produkte zu Hause und nicht im Ausland fertigen zu lassen,
  4. das militärische Engagement der USA prinzipiell zu begrenzen und
  5. für normale Beziehungen mit Russland und China zu sorgen,
ist das Wärmstens zu begrüßen!

Doch zugleich sollten wir davon ausgehen, dass angesichts des großen Einflusses des militärisch-industriellen Komplexes in den USA auf die Wirtschaft und Politik des Landes, diese Ziele nicht so ohne weiteres umzusetzen sind. Schauen wir also, ob D. Trump nach seinen hoffnungsvollen Worten, was die Verbesserung der Beziehungen zu Russland und China, sowie anderen Staaten, anbelangt, Taten folgen lassen wird!


Brigitte Queck, Diplomstaatswissenschaftlerin Außenpolitik, hat den Text am 15. November 2016 verfasst.

Siehe in dieser Ausgabe der NRhZ auch:

Nach der US-Präsidentschaftswahl
Donald Trump zu verhindern, wäre für die USA der Weg in die Katastrophe
Von Rainer Rupp
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id= 23315

Perspektiven mit US-Präsident Trump
Obama-Ära überwinden
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23312

Zur Präsidentschaftswahl in den USA
Der künftige Präsident
Von Uri Avnery
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23318

Online-Flyer Nr. 589  vom 23.11.2016

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