NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 24. Oktober 2017  

zurück  
Druckversion

Krieg und Frieden
UNO-Resolution vom 27./28. Oktober 2016
123 Staaten der 193 UNO-Mitglieder wollen Verhandlungen zur Abschaffung von Atomwaffen
Von Heinrich Frei

Am 6. August 1945 wurde von der US-Airforce auf Hiroshima eine Atombombe abgeworfen. Drei Tage später, am 9. August, explodierte eine US-Atombombe über Nagasaki. Hunderttausende starben. 71 Jahre nach dem Abwurf dieser Bomben in Japan hat die UNO-Vollversammlung mit großer Mehrheit die «Aufnahme von Verhandlungen über das Verbot dieser Massenvernichtungswaffen» beschlossen. Für eine entsprechende Resolution stimmten in der Nacht zum Freitag, vom 27. auf den 28. Oktober 2016, 123 Staaten der 193 Uno-Mitglieder. 38 Länder, darunter Deutschland stimmten Nein. 16 Staaten enthielten sich der Stimme, darunter die Schweiz, wie der Journalist Andreas Zumach bei Infosperber schreibt (1). Die ersten beiden Verhandlungsrunden über ein Verbotsabkommen für Atomwaffen sollen im März und Juni/Juli nächsten Jahres in New York stattfinden, laut Zumach.


Albert Schweitzer warnte 1958: Atomwaffen sind ein tödliches Experiment! Darum keine Atomwaffen! (Plakat: Arbeitsausschuss Kampf dem Atomtod)

Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien und Russland wollen keine Verhandlungen


In Deutschland und in anderen NATO-Staaten und auch in Russland wird im Moment das Atomwaffenarsenal modernisiert. Unter anderem auch deshalb stimmten Deutschland, die USA, Frankreich, Grossbritannien und Russland mit NEIN, «Verhandlungen über das Verbot von Atomwaffen aufzunehmen». Die Atommächte hüben wie drüben halten an der atomaren Abschreckung fest.

Nationalbank, Grossbanken und Pensionskassen investieren in Atomwaffen


Die Stimmenthaltung der Schweiz «zur Aufnahme von Verhandlungen über das Verbot von Atomwaffen» ist nicht erstaunlich. Die Vermögensverwalter der Nationalbank, der Grossbanken und von Schweizer Pensionskassen investieren sogar in Firmen die Atombomben, Streubomben und Antipersonenminen herstellen. Nach Schweizer Gesetzen sind dies geächtete Waffen.


Trotz Finanzierungsverbot im Schweizer Kriegsmaterialgesetz: Milliarden Investitionen in international geächtete Waffen

Pensionskassen: 8 Milliarden Schweizerfranken in der Rüstungsindustrie

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA (2) mit dem anschließenden «Krieg gegen Terror» ermöglichten der Schweiz, zusätzliches Kriegsmaterial an NATO-Atom Staaten zu verkaufen, die in Afghanistan, Irak, Somalia, Mali, Libyen, Jemen und jetzt in Syrien angeblich unsere Freiheit verteidigen und den Terrorismus bekämpfen. Schweizer Pensionskassen haben heute schätzungsweise rund acht Milliarden Schweizerfranken in die Rüstungsindustrie investiert. Die Grossbanken sollen sieben Milliarden in diesem Sektor angelegt haben und die Schweizerische Nationalbank eine weitere Milliarde. (3)(4)


Mahnwache vor dem Fliegerhorst Büchel in Deutschland. Dort lagern (nach Angaben) zwanzig Atombomben. Gefordert wird von den Demonstranten: Abzug statt Modernisierung der US-Atombomben in Büchel. Verbot und Vernichtung aller Atomwaffen weltweit.

Petition zur Abschaffung von Atomwaffen


Der Info-Sperber-Leser Thierry Blanc hat in der Schweiz eine Petition gestartet: "Für einen Verfassungsartikel in der Bundesverfassung der Schweiz für die Abschaffung von Atomwaffen".
https://www.openpetition.eu/ch/petition/online/fuer-einen-verfassungsartikel-fuer-die-abschaffung-von-atomwaffen
Anfügen eines Absatzes in Art. 2 der Bundesverfassung
Neu: Absatz 5 "Sie setzt sich ein für die Abschaffung aller Atomwaffen weltweit."

Begründung: Absatz 2, Art. 4 der Bundesverfassung verlangt die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und eine friedliche und gerechte internationale Ordnung ("4 Sie setzt sich ein für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung."). Dies ist nur mit einer Abschaffung aller Atomwaffen zu erreichen. Jegliche Atomwaffen gefährden sowohl die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen als auch eine friedliche und gerechte internationale Ordnung. Da die Schweiz am 27. Oktober 2016 in der UNO Vollversammlung sich der Stimme enthielt, ist eine explizite verfassungsmäßige Verpflichtung notwendig, sich für die Abschaffung von Atomwaffen einzusetzen.
Im Namen aller Unterzeichner/innen.
Tramelan, Schweiz, 29.10.2016 (aktiv bis 28.04.2017)


Hinweise:

(1) http://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/UNO-Nuklearwaffen-Abstimmung-Schweiz

(2) In den USA wurden die Terroranschläge des 11. September 2001 von Piloten, Architekten und Ingenieuren eingehend untersucht. Insbesondere der Einsturz der drei Wolkenkratzer im World Trade Center in New York wurde genau unter die Lupe genommen.
http://www.ae911truth.ch/jenseitsdertaeuschung.pdf
In der Deutschschweiz sind viele Infos zu 9/11 auf der folgenden Website zu finden:
http://www.ae911truth.ch/
und in der Westschweiz:
http://www.reopen911.ch/

(3) «Fragen über Fragen (und Antworten) zu den Kriegsgeschäft-Initiativen» GSoA-Zitig, August 2016)

(4) In welche Firmen wird mein Pensionsgeld investiert? Streubomben, Atombomben? http://ifor-mir.ch/wird-bundesrat-guy-parmelin-den-saustall-in-bern-ausmisten/

Online-Flyer Nr. 586  vom 02.11.2016

Druckversion     



Startseite           nach oben

KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP


Männerbünde
Aus dem KAOS-Kunst- und Video-Archiv
FOTOGALERIE


Schwarzer Freitag für H&M
Von Arbeiterfotografie