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Aktueller Online-Flyer vom 18. Oktober 2017  

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Krieg und Frieden
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (41)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. „Wenn keiner den anderen beeinträchtigt, ist Frieden möglich. Warum beeinträchtigt die Stadt Köln die Menschen, die ihre Friedenserklärung am Dom mitteilen möchten.“ „Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bewohner“ „Nicht dort ist meine Heimat, wo ich wohne, sondern dort, wo ich verstanden bin: an der Domplatte“ So steht es auf drei der zahllosen Klagemauer-Karten. Es begann vor 25 Jahren, im Januar 1991, mit dem so genannten Golfkrieg, als die USA den Irak überfielen. Das war Auslöser für das Projekt für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht. Initiator Walter Herrmann – 1998 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet – hat im Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit nie aufgegeben. Doch seit Januar 2016 war Walter Herrmann gesundheitlich angeschlagen. Sein Platz vor dem Kölner Dom blieb seitdem leer. Die ständigen heimtückischen Attacken gegen seine Friedensarbeit – besonders die aus seinem engeren Umfeld – hatten ihm zugesetzt. Es herrscht Krieg. Kräfte des Friedens sollen kaputt gemacht werden. Doch die Kölner Klagemauer muss weiter leben.



Die Passanten am Dom sind aufgefordert, Ihre eigene Friedensbotschaft auf einer Karte der Klagemauer zu hinterlassen. So ist ein interaktives Friedenskunstwerk von Weltrang entstanden.

Um dem Klagemauer-Projekt eine zusätzliche Wirkung zu geben, dokumentieren wir im wöchentlichen Rhythmus – beginnend einen Tag nach Walter Herrmanns 77. Geburtstag am 26. Januar 2016 – die von Passanten geschriebenen Karten-Botschaften. In den Folgen 1 bis 18 stand das Thema Palästina im Mittelpunkt. Ab Teil 19 und hier jetzt in Teil 41 sind Karten aus einem breiteren Themenspektrum zusammengestellt:


469. Ich habe was Wunderbares erlebt. Einmal habe ich mit einem Jungen von Deutschland und einem Jungen von Russland zusammen getanzt – und bin ich aus Polen – also können wir uns zusammen freuen


470. Wenn keiner den anderen beeinträchtigt, ist Frieden möglich. Warum beeinträchtigt die Stadt Köln die Menschen, die ihre Friedenserklärung am Dom mitteilen möchten.


471. Niemand ist gleicher als andere. George Orwell hat uns gewarnt. Deshalb: denke… Frieden und handele


472. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bewohner


473. Jesus liebt dich!


474. Ich finde es Wahnsinn, wie sich zwei Länder nur wegen ein bisschen Öl bekämpfen. Man sollte jedem seinen Frieden lassen.


475. Nicht dort ist meine Heimat, wo ich wohne, sondern dort, wo ich verstanden bin: an der Domplatte


476. Hinsehen, handeln, Krieg stoppen!


477. Selig sind die, die Frieden stiften, denn sie sollen Gottes Kinder heißen. Jesus


478.


479.


480. Krieg ist anfangs ein Prozess in den Köpfen. Aber er wird erst wirklich möglich, weil es Waffen gibt – egal wo auf der Welt. Deshalb sind alle zu ächten, die Waffen produzieren!


Copyright der Karten-Reproduktionen: Förderkreis Kölner Klagemauer für Frieden e.V.

Ihr könnt uns und das Klagemauer-Projekt unterstützen, indem Ihr fremdsprachige Kartentexte ins deutsche übersetzt und uns die Übersetzungen unter Angabe der Kartennummer zukommen lasst (an arbeiterfotografie@t-online.de)



Siehe auch:

Dokumentation der vorangegangenen Woche (40):
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23231

Online-Flyer Nr. 586  vom 02.11.2016

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