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Aktueller Online-Flyer vom 18. Oktober 2017  

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Krieg und Frieden
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (38)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. „Lasst uns Brücken bauen! Wenn einer träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele träumen, ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit!“ „Frieden ist, wenn sich die Leute gut verstehen und keinen Krieg führen.“ „Wir haben nur eine Welt. Lasst uns in Frieden leben und lieben – No war“ So steht es auf drei der zahllosen Klagemauer-Karten. Es begann vor 25 Jahren, im Januar 1991, mit dem so genannten Golfkrieg, als die USA den Irak überfielen. Das war Auslöser für das Projekt für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht. Initiator Walter Herrmann – 1998 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet – hat im Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit nie aufgegeben. Doch seit Januar 2016 war Walter Herrmann gesundheitlich angeschlagen. Sein Platz vor dem Kölner Dom blieb seitdem leer. Die ständigen heimtückischen Attacken gegen seine Friedensarbeit – besonders die aus seinem engeren Umfeld – hatten ihm zugesetzt. Es herrscht Krieg. Kräfte des Friedens sollen kaputt gemacht werden. Doch die Kölner Klagemauer muss weiter leben.



Die Passanten am Dom sind aufgefordert, Ihre eigene Friedensbotschaft auf einer Karte der Klagemauer zu hinterlassen. So ist ein interaktives Friedenskunstwerk von Weltrang entstanden.

Um dem Klagemauer-Projekt eine zusätzliche Wirkung zu geben, dokumentieren wir im wöchentlichen Rhythmus – beginnend einen Tag nach Walter Herrmanns 77. Geburtstag am 26. Januar 2016 – die von Passanten geschriebenen Karten-Botschaften. In den Folgen 1 bis 18 stand das Thema Palästina im Mittelpunkt. Ab Teil 19 und hier jetzt in Teil 38 sind Karten aus einem breiteren Themenspektrum zusammengestellt:


433. Lasst uns Brücken bauen! Wenn einer träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele träumen, ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit! Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu! Bei einem Krieg gibt es nur Verlierer! Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Erde verändern! Weltfrieden! Der Jugendchor St. Pankratius


434. Ich kenne keine Nationalitäten, nur Menschen!


435.


436. Folgt Christus! Seid FÜR die Menschlichkeit, nicht: „Zerschlagt die Gewalt!“, nicht: „Ich bin gegen…“. Seid „für Ausländerfreundlichkeit“, nicht gegen Fremdenhass etc.


437. Frieden ist immer und überall der Grundstein zu etwas Neuem. Gemeinsam sind wir stark!


438. Wer an das Existenzrecht von Nationen glaubt, macht sich letztendlich mitschuldig am Morden an Millionen! Wer seine Nation über alles stellt, muss zwangsläufig zum Mörder werden!


439.


440. Öffnet Eure Augen und seht Euch die Welt an. Wenn Du an Gott glaubst – bete! Wenn nicht – tu etwas!


441. Frieden ist, wenn sich die Leute gut verstehen und keinen Krieg führen. Ich liebe die Klagemauer. Die Menschen sollten sich alle Schilder gut durchlesen. Marieke 9 Jahre


442. Ich wurde bisher in so vielen Ländern freundlich aufgenommen. Ich wünsche mir, dass auch wir viele nicht-deutsche Menschen freundlich aufnehmen.


443. Wir haben nur eine Welt. Lasst uns in Frieden leben und lieben – „No war“


444.


Copyright der Karten-Reproduktionen: Förderkreis Kölner Klagemauer für Frieden e.V.

Ihr könnt uns und das Klagemauer-Projekt unterstützen, indem Ihr fremdsprachige Kartentexte ins deutsche übersetzt und uns die Übersetzungen unter Angabe der Kartennummer zukommen lasst (an arbeiterfotografie@t-online.de)



Siehe auch:

Dokumentation der vorangegangenen Woche (37):
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23174

Online-Flyer Nr. 583  vom 12.10.2016

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