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Aktueller Online-Flyer vom 22. Oktober 2017  

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Kultur und Wissen
"3096 Tage" – Film und Buch zum Entführungs-Fall Natascha Kampusch - Über ein fundamentalistisches Mann-Frau-Verhältnis im Patriarchat
Konsequente Normalität
Von Claudia von Werlhof

Den Film sah ich per Zufall im Fernsehen Ende August 2016. Das Buch hatte ich zwar gekauft, jedoch noch nicht gelesen. Aber ich hatte das Geschehen in den Medien verfolgt: Natascha Kampusch war als Zehnjährige von Wolfgang Priklopil entführt und in einem Keller gefangen gehalten worden, bis ihr nach 8 Jahren die Flucht gelang, und der Entführer sich daraufhin vor einen Zug stürzte und das Leben nahm. Zuerst langweilte mich der Film. Ich fand ihn oberflächlich und wollte schon abschalten. Irgendetwas hielt mich davon ab, und dann sah ich ihn mit wachsender Spannung bis zum Ende an. Langsam dämmerte mir, was ich gesehen hatte: einen Film über die Normalität der Mann-Frau-Beziehung im Patriarchat – und zwar in ihrer fundamentalistisch-„alchemistischen“ Normalität, die bis zur letzten Konsequenz entwickelt und durchgehalten wird. Diese Konsequenz bestand am Ende im Selbstmord des verlassenen „Täters“. Der Selbstmord war dabei die logische Konsequenz seines Scheiterns als „Alchemist“, und das heißt seines langjährigen und mit aller Intensität betriebenen Projekts der „Er-Schaffung“ der „guten“ Frau als dem „Großen Werk“ patriarchaler Zivilisation. So lautet meine Zusammenfassung.

Genau dann, als seine „Schöpfung“ gelungen zu sein scheint, und der Entführer aus einem ahnungslosen Kind, das sonst aus seiner Sicht eine „böse Frau“ geworden wäre – so wie die, die er in der Disco tanzen sah - , mit Erfolg eine gute, ja quasi die ideale Frau „gemacht“ hat, zeigt sich, dass das Objekt seiner Schöpfung dieser nur scheinbar zugestimmt und dabei nur mitgemacht hat, um dem sonst sicheren Tod zu entgehen. Die aus des Schöpfers Sicht sicher „Undankbare“ flüchtete, als das Gefängnistor für einen Moment unbeobachtet offen stand, aber erst dann – denn es gab auch vorher gewisse Möglichkeiten dazu – als das Opfer alle Facetten seiner Situation insgesamt „erkannt“ hatte und nun die unglaubliche Kraft für diese unmittelbar lebensgefährliche Befreiungstat aufbrachte.

Völlig normal

Das ist meine These zum Geschehen: Der Täter handelte nicht nur völlig normal im Sinne des Systems als „Patriarchat“, sondern sogar konsequenter als die meisten anderen Männer in diesem System, wie es heute und „bei uns“ sich darstellt. Der Täter war noch „fundamentalistischer“, als es zurzeit zumindest im Westen üblich oder erlaubt ist. In einem islamischen Land, z.B., würde wahrscheinlich niemand ihn dafür bestrafen wollen oder können. Es ist anzunehmen, dass die mit dem Fall Kampusch Beschäftigten nicht zu einer solchen Erklärung für das Verbrechen, das aus patriarchaler Sicht keins war, gekommen sind. Für sie war er vermutlich ein Verrückter. Denn für eine andere Interpretation seines Verhaltens – eben das einer konsequenten Normalität – braucht es ein anderes Verständnis unserer Gesellschaft und einige Begriffe, die üblicherweise und offenbar aus „gutem Grund“ immer noch nicht in der Diskussion sind:

Was ist „Patriarchat“, was ist eine „alchemistische Schöpfung“, und zwar als „Verfahren“, und was ist das dem entsprechende Mann-Frau-Verhältnis, bzw. warum und seit wann gibt es das überhaupt bzw. immer noch? Und wie ist all das in geradezu idealtypischer Manier am Fall Kampusch zu erkennen, obwohl oder gerade weil es sich dabei um ein Entführungs-, Freiheitsberaubungs- und Vergewaltigungsverbrechen handelt, das als „lebenslanges“ geplant war und vom Täter offenbar besten Wissens und Gewissens begangen wurde?

Und schließlich, warum „wissen“ bzw. „sehen“ die meisten Menschen davon nichts, obwohl es sich vor ihrer eigenen Nase abspielt? Das gilt für den „normalen“ Alltag ebenso wie für den „Fall Kampusch“, die Entführung und Gefangennahme einer Zehnjährigen während 8 Jahren, projektiert für alle Ewigkeit bzw. bis zum Tod oder der Ermordung seitens eines dafür für „verrückt“ erklärten, unserer Analyse nach aber völlig, ja konsequent „normalen“ Mannes – immer vorausgesetzt, man definiert diese Normalität als die des Patriarchats.

Um all das und die Konsequenzen zu verdeutlichen, bleibe ich beim Film. Der Täter will trotz oder wegen seiner Arbeitslosigkeit in seinem Leben etwas Bedeutendes tun: das „Große Werk“ des „besseren Lebens“ schaffen. Gott sein. Das ist der „alchemistische Traum“, wie er uns schon seit den Frühpatriarchaten der Antike – etwa in Schriften des Hellenismus – überliefert ist (wenngleich das bisher nicht auf diese Weise thematisiert wurde). Wie wirksam diese Tradition geblieben ist, zeigt der vorliegende „Fall“.

Der Traum des Alchemisten besagt, dass zur Ehre Gottes ein Patri-archat hergestellt werden muss. Es bedeutet, dass von nun an sogenannte Väter der Ursprung des Lebens – pater arché – und seine Schöpfer sein sollen, und nicht mehr die Mütter – mater arché – wie vorher im Matri-archat. Da dies aber nicht von sich aus so ist, muss ihm ideologisch-religiös und vor allem praktisch-technisch nachgeholfen werden: durch den Schöpfergott und seine „Alchemie“ als die Praxis einer utopischen Umwandlung des Naturgegebenen in angeblich höhere, bessere und eben göttliche Werke. Der Alchemist betrachtet sich also eine Art Abgesandter Gottes bzw. selbst als irdischer Gott. Sein oberstes Ziel ist es, „Leben“ zu schaffen, und zwar jenseits des von sich aus kommenden und bestehenden. Für ein solches Schöpfungs-Projekt richtet der Entführer sein Alchemisten-„Labor“ ein, das in jahrelanger Arbeit im Geheimen versteckt – im Keller – entsteht. (Denn im Offenen ist das hier und heute bei uns nicht – mehr – gestattet, es sei denn, es findet in den Labors bzw. im Freilandversuch der Nuklearalchemisten, Geoingenieure und Reproduktionsmediziner oder der „life sciences“ statt).

Sein Lebenswerk

Da er selber keine Kinder hat und auch keine in der Retorte züchten kann, entführt der Täter eins, das er entsprechend lange beobachtet und für „geeignet“ befunden hat – ein Mädchen, denn es geht um das Experiment seiner prinzipiellen „Verbesserung“ zur „guten Frau“ – also um eine „Neuschöpfung“, sozusagen eine „2. Geburt“ und spätere „Initiation“ als „patriarchale“ Frau. Unter Umgehung der Mutter, die für die „1. Geburt“ gebraucht wird, kommt er durch die Entführung nun zu einer „Tochter“. Er ist von jetzt an: selbst ernannter Vater, Pseudo-„Mutter“, Erzieher, Lehrer, Dompteur, Züchtiger ebenso wie „Züchter“ und generell Vergewaltiger, Macht- und irgendwann auch „Liebhaber“ bzw. selbst definierter „Ehemann“ des zur Frau heranwachsenden Mädchens. Und diese „Investition“ – er sagt ihr immer wieder „Was glaubst du, was das gekostet hat!“ – soll sich natürlich „lohnen“. Die junge Frau ist nach ihrer Transformation von einem „wilden“ Mädchen in eine „zivilisierte“ Frau sein Lebenswerk! Sie soll der Beweis sein, dass sein alchemistischer Traum Wahrheit geworden ist.

Sein ganzes Leben dreht sich weiter um sie: er muss sie festhalten, einsperren, versorgen, ununterbrochen beobachten, verhindern, dass sie ihm oder sich etwas antut, bestrafen, und sei es mit erschreckender Gewalt, damit sie lernt, was sie tun und lassen soll, auch einmal „belohnen“, wenn sie gehorcht, und immer wieder tätlich bedrohen, damit sie ihn ernst nimmt und ihm glaubt, dass er vor nichts zurückschreckt. Es geht noch weit schlimmer zu wie mit den Rekruten beim Militär.

Er muss ihr zuweilen aber auch zuhören, wenn sie zu großen Hunger hat und mehr zu essen verlangt oder zu duschen… Da muss sie gelernt haben, dass er sie zwar ohne weiteres töten würde, gleichzeitig aber auch irgendein Interesse daran hat, dass sie am Leben bleibt. Sie entdeckte also einen minimalen Spielraum für sich, den sie gegen die Unerträglichkeit ihres Gefangenseins, die ständige Tortur und die Unberechenbarkeit und Wut ihres Gefangenenwärters sowie seine Vorstellungen von dem hatte, wie sie „sein“ sollte.

Sie hat dabei – allein und ohne irgendjemanden sonst zur Hilfe zu haben! – gelernt. Sie hat gelernt, dauernd auf der Hut zu sein, höllisch aufzupassen und jeden Tag neu zu überleben. Aber sie hat auch gelernt, so zu tun, als ob, sich zu verstellen, und zum Schein auf die merkwürdigen Wünsche und Illusionen ihres Peinigers einzugehen, ja manchmal sogar zu versuchen, sich einen Moment lang „wohl“ zu fühlen… Aber sie hat ganz offensichtlich nie vergessen, dass es sie selbst überhaupt gab, wer sie selber war, und dass sie eines Tages die Flucht wagen würde. Nur das kann dazu geführt haben, dass sie bei sich blieb, sich nicht aufgab, nicht wahnsinnig wurde und ein heimliches inneres „Doppelleben“ führen, ja aufrecht erhalten konnte mit der Perspektive, dieses eines Tages hinter sich zu lassen. Welch eine große Kraft und Intelligenz hat sie damit bewiesen! Welch´ eine Unabhängigkeit im Denken, Fühlen und Handeln hat sie ganz allein entwickelt und sich bewahrt! Wie ermutigend für alle Mädchen und Frauen, auch die, die nicht direkt im Kerker sitzen!

Aus der Sicht des Entführers ging es ja nicht um einen Witz oder um eine vorübergehende Befriedigung, sondern um die Realisierung seines „Großen Werks“, das eines „Alchemisten“ als dem, der das Vorhandene – die Materie, das Lebendige – unterwirft/bricht/auflöst – „mortifiziert“, so heißt das in der Alchemie – und dann dem Verfahren einer Neukonstruktion unterzieht, hier der Um-Erziehung zum „richtigen“ Frauen-Leben, so, wie er es sich – gänzlich un-originell – vorstellt: ein „Leben“ als sein unumschränktes Eigentum, unter seiner Befehlsgewalt und von seinen Wünschen geprägt, die sich um Kontrolle, Sicherheit, absoluten Gehorsam und das völlige Fehlen eigener Bedürfnisse des Anderen drehen. Welch´ eine im Übrigen langweilige Vision! Er ergreift dafür die absolute Macht – und die ist im Patriarchat immer die Macht über Leben und Tod – und wie das ist, ist das Erste, was das entführte Mädchen lernt.

Kurs in Sachen Patriarchat

Natascha Kampusch macht in ihrer Gefangenschaft also schon früh einen Kurs in Patriarchat, also in Gewalt, Macht, Hierarchie, Missbrauch, Totalveränderung, permanenter Angst und ebensolchem Zwangs-Gehorsam, also einen Kurs in Militarismus sowie Inhaltslosigkeit (!). Sie macht einen Kurs in Hexen-Verfolgung und Inquisition, also Dauer-Folter, Todesangst, Leiden, Schmerzen und „Erziehung“ zur Selbstverleugnung und zum Nicht-Selbst-Sein. Sie macht einen Kurs in Religion, also in die Erzwingung des Glaubens an einen über ihr stehenden, gottgleichen Gebieter und die Unterwerfung unter ihn. Sie macht einen Kurs in die säkulare Seite desselben, also in Staatswissenschaft und „Rechtswesen“, wo „lebenslang“ und Todesstrafe auch ohne formale Gerichte ständig vorausgesetzt sind, und einen in Kapitalismus, denn die „Kosten“ werden nur in Geld bemessen. Und schließlich macht sie einen Kurs in Kleinfamilie und Ehe sowie „Sexualität“ – also wie Frauen in diesem System zu sein und sich zu verhalten haben, was bedeutet, nicht „selber“ zu sein, nicht „da“ zu sein, kein eigenes Dasein zu haben, sondern nur ein „Für-Sein“ – und zwar mit allen Kräften! – für jemand anderen, der noch dazu eine ständige Lebensgefahr darstellt, und dem man praktisch keine Sekunde lang entkommen kann.

Als es seine Kurse bestanden hat, ist das Mädchen zur jungen Frau geworden. Und nun darf sie aus dem Keller auch manchmal ans Licht. Ihr „Herr“ anerkennt ihre „Fortschritte“ und nimmt sie ab und zu mit in die Wohnung, zum Einkaufen, zum Skifahren, zur Küchen- und Gartenarbeit, sie darf in die Dusche und in sein Bett! Ja, er kauft sich ein eigenes „Ehebett“ mit fliederfarbenem Teppich drum herum… Und sie bleibt dabei meist buchstäblich an ihn gefesselt, denn sie könnte ja abhauen. Das Misstrauen ins Gelingen des Experiments, nämlich die Erschaffung der idealen Frau, die NUR das tut, was mann von ihr will, ist noch da. So schneidet er ihr auch die Haare ab und schert sie kahl – so, wie es mit allen Verurteilten und Entmachteten im Patriarchat gemacht wird, die dem Tod geweiht sind. Einmal gelingt es ihr sogar, ihn davon abzuhalten. Denn die Prozedur ist eine zusätzliche totale Entwürdigung. So weiß sie: er oder ich. Wir können das nicht alle beide überleben. Mit dieser Erkenntnis ist sie allerdings – von sich aus – bereits auf „Augenhöhe“ mit ihm! Welch ein Mut!

Die neue Frau, die er schaffen will, ist so „gut“, wie sie eine lebende Maschine zur Befriedigung seiner Bedürfnisse geworden ist, die auf Knopfdruck / Kopfruck hin liefert, was er braucht, ja ihm idealerweise damit sogar zuvorkommt – und dies „freiwillig“ tut, sogar „liebevoll“, „gescheit“ seiend und vorweg ahnend, was ihr Schöpfer will. Da muss frau immer extrem aufpassen, ständig die Ohren spitzen, völlig auf ihn fixiert bleiben und darin nicht nachlassend, keine Sekunde lang… die Strafe folgt sonst auf dem Fuße, und sie ist jedes Mal und auch ohne Gerichtsurteil die potentielle Todesstrafe. Das ist nun nach all dem Aufwand das angeblich „bessere“, „höhere“ und „zivilisiertere“ Leben, das „gute“ Frauenleben!? Ja, sie war seine „Liebe“ geworden, und er „liebte“ sie auf diese perverse, seltsam „sentimentale“ Art, die – wie noch bei jedem Gewalttäter – ihn nicht vom besinnungslosen Zuschlagen abhielt. Der Widerspruch klärt sich nur so: Was er liebt, ist ihr „Wie- tot- und dennoch Wunsch-Erfüllerin-Sein“, also die „lebende Maschine“, das alchemistische Kunstprodukt der Umwandlung eines Menschen in die angeblich „bessere“ und „höhere“ Art, wie sie im Übrigen - nun ganz modern, nämlich als Maschine - definiert ist! Und was er abgrundtief hasst, ist ihre „ungezähmte“, ungebrochene, “wilde“ Lebendigkeit als eigenmächtiges, unabhängiges Wesen, das womöglich immer noch irgendwo lauert und nur darauf wartet, sich zu rächen oder seinem Käfig endlich zu entkommen! DAS ist die Perversion, die sich im Patriarchat in allen Dimensionen des Lebens breit gemacht hat. Nur so sind Frauen zu ertragen... Wenn nicht, schlägt man sie tot.

Ist es nicht auch sonst und im Prinzip überall so, immer noch, immer wieder – und dennoch unerkannt, weil im Prinzip anerkannt als „Normalität“? Liegt es daran, dass solche Täter von ihrer Umgebung, ja noch nicht einmal den nächsten Angehörigen – hier der Mutter – erkannt werden? Denn sie sind ja so „normal“! Eben.

Karikatur der Normalität

Wie dumm Männer – und viele Frauen – im Patriarchat doch geworden sind! Sie lassen sich alles entgehen, was schön und interessant, wahr und wirklich gut sein könnte - und soll! - im Leben. Homo sapiens patriarcalis... merkwürdig, wie lächerlich Gewalt neben ihrer Gefährlichkeit für das Leben ist. Kann doch letztlich nichts mit ihr erreicht werden, wie Natascha Kampusch beweist. Da konnte Wolfgang Priklopil sich nur noch umbringen, denn er hatte alles auf diese eine Karte gesetzt: Gott zu sein und ein perfektes Leben für sich persönlich zu „schöpfen“. Sie aber hat bewiesen, dass er und mit ihm das Patriarchat auf groteske und lächerliche Weise im Unrecht, Irrtum, ja absurd sind, nichts als ein gefährlicher, grausamer und grässlicher Witz... Natascha Kampusch ist auf das Patriarchat gut vorbereitet worden. Ihr Leben im Verborgenen war eine Art Karikatur der Normalität in dieser Gesellschaft. Denn in ihr ist es auch außerhalb eines Kerkers lebensgefährlich, Frau zu sein.

*****

Ich werde das Buch lesen. Darin werde ich noch mehr entdecken, was vielleicht kommentiert werden sollte. Denn die Verfasserin ist die Einzige, die weiß, was mit ihr geschehen ist und warum. Von den Filmemachern glaube ich das eher nicht. Aber ich wüsste gern, was Natascha Kampusch zu dem Film gesagt hat. Ich wünsche mir, dass Natascha Kampusch eines Tages diese Zeilen liest. Ich verneige mich vor ihr!

Online-Flyer Nr. 578  vom 07.09.2016

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