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Aktueller Online-Flyer vom 17. Oktober 2017  

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Globales
Gemäß der lügnerischen Linie des US-Kommandos
Auf dem US-Schachbrett boshafter Expansion
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Unerhört unverfroren offenbart Paul-Anton Krüger die propagandistische verkehrte Welt, die seinen Kopf blockiert, total verblendet vor dem horrenden höchsten Gewaltniveau des Westens, der für seine mehrfachen skrupellosen Aggressionen die Verantwortung trägt, zuerst gegen den Irak und zuletzt gegen Syrien Hand in Hand mit Terroristen aller Art, die der Westen finanziert und bewaffnet mit der Folge, den IS-Terror geschaffen zu haben. Kein Wort darüber im SZ-Leitartikel „Krieg im Kopf“ von Paul-Anton Krüger (27.7.2016), keine Verurteilung dieser gewaltsamen westlichen „Politik“. Stattdessen will der Leitartikler gemäß der lügnerischen Linie des US-Kommandos die Schuld des Westens auf den Präsidenten Syriens und auf den exekutierten Staatschef des Iraks, Saddam Hussein, schieben.

Mit Einheit von Schiiten und Sunniten dem Terror der Interventionisten ein Ende setzen

Dabei sind die letzten Worten des einstigen Staatsoberhaupts des Irak, Saddam Hussein, vor seiner Exekution noch heute für die Adressaten von höchster Bedeutung, nämlich Schiiten und Sunniten sollten sich einigen. Eine Einigung, die dem Terror der Interventionisten ein Ende setzen würde.

Sinn für Mitmenschlichkeit?

Warum beharrt die SZ-Redaktion darauf, Gewalt und Terror des Westens weiter zu verschweigen und sogar zu rechtfertigen? Der Sinn für „Mitmenschlichkeit“ klingt extrem zynisch und unglaubwürdig beim Journalisten Paul-Anton Krüger, der auf die jüngsten Massaker an über 120 Zivilisten aufgrund der Luftangriffe des Westens in Syrien nicht menschlich zu reagieren weiß. Er beschäftigt sich nicht einmal mit der Klage der syrischen Regierung vor dem UN-Sicherheitsrat diesbezüglich (Meldung von SANA u.a. 19.7.2016).

US-Regierung bleibt bei Unterstützung von Gewalt und Terror

Dass inzwischen die syrische Armee die bewaffneten Milizen und kriminellen Banden in Aleppo belagert, ja eingeschlossen hat und sie zur Kapitulation aufforderte, verschweigt Paul Anton Krüger und die SZ-Redaktion insgesamt, da die syrischen Militärkräfte zusammen mit Russland seit Ende Juni dabei sind, die ganze Stadt wieder vollständig unter Kontrolle zu bringen und sie den Rebellen den Nachschub absperren. Deshalb schaltete sich wieder besorgt der US-Außenminister John Kerry ein, nochmal seinen russischen Kollege Sergej Lawrow am Dienstag 26.7.2016 zu bitten bzw. zu bedrängen, die eingekesselten Rebellen und Banden zu retten. Am Tag zuvor, Montag 25.7.2016, haben die USA über den UN-Sicherheitsrat ihre Forderung gelten lassen, die Belagerung der Stadt zu verhindern. Russlands UN-Botschafter, Witalij Tschurkin, verteidigte im UN-Sicherheitsrat die vollständige Einkesselung Aleppos, räumte aber ein, dass es notwendig sei, „eine humanitäre Katastrophe zu verhindern“. Aber gerade Humanität ist der US-Regierung völlig fremd. Die USA haben sich bisher immer absolut rücksichtslos gezeigt, was den Schutz von Menschenleben angeht, wenn es um ihre Interessen betrifft. Anstatt ihre bewaffneten Banden aufzurufen, die Waffen niederzulegen und das Amnestie-Angebot des Präsidenten Syriens anzunehmen, bleibt die US-Regierung bei ihrer irrationalen grausamen Unterstützung von Gewalt und Terror, koste es, was es wolle. Die US-Killerbanden lassen sich beliebig vermehren, und sie kämpfen, töten, begehen Anschläge unter falscher Flagge und erzeugen überall da Chaos, wo es ihre Meister in Washington wollen.

USA für humanen Ausweg in Syrien nicht bereit

Im UN-Sicherheitsrat (25.7.) wirkte die US-Botschafterin als ein dirigierter Roboter, seelenlos kakophonisch und mit versteinerter Miene hinter ihren abgenutzten verzerrenden Schlagworten. Sie musste sich vor ein Desaster gestellt sehen, das sie nicht imstande war, realistisch öffentlich wahrzunehmen. Die USA sind nicht bereit, einen humanen Ausweg aus dem eklatanten Scheitern ihrer kriminellen Intervention aufzuzeigen, nicht einmal willig, ihre Söldner aus der Sackgasse zu retten und das Morden und Blutvergießen zu stoppen. Eher ist die US-Regierung skrupellos kaltblütig imstande, die Last einer neuen humanitären Katastrophe auf sich zu nehmen und dann mittels ihrer immensen Medienmacht die Last und Schuld auf Russland und Syrien zu schieben. So weit funktioniert die Dominanz der Lüge aus Washington. Aber die Psychologie der Menschen lässt sich von keiner noch so starken Macht außer Kraft setzen: Wer anfängt gewalttätig zu agieren, unterliegt auch der Gegen-Gewalt.

Allerdings haben Russland und die syrische Armee eine praktische Alternative ermöglicht, um Menschenleben im eingeschlossenen Aleppo zu retten: Mehrere Korridore, die aus der Stadt führen, ermöglichen humanitäre Hilfe für die Zivilisten und ein Korridor soll als Ausgang für die Rebellen dienen, die sich ergeben und ihre Waffen niederlegen. Die diesbezügliche Erklärung des Verteidigungsminister Russlands, Sergej Schoigu, ist zu begrüßen (ARD-Tagesschau 28.7. um 20 Uhr).

Für Türkei und Verbündete wie die Saudis und Kataris Aleppo die letzte Karte

In diesem Zusammenhang ist das Interview der kubanischen Prensa Latina mit dem Präsidenten Syriens Baschar Al-Assad am Donnerstag 21.7. aufschlussreich und sehr erhellend, was die gegenwärtige militärische Lage bei der äußeren Aggression gegen Syrien betrifft: <Mehr als hundert Nationalitäten beteiligen sich an der Aggression gegen Syrien mit finanzieller Unterstützung … Saudi Arabien und Katar und mit logistischer Hilfe die Türkei, und natürlich mit Billigung und unter Aufsicht der westlichen Länder, vor allem der USA, Frankreich und des Vereinigten Königsreichs sowie einiger anderer Verbündeter. Seit allerdings die Russen beschlossen zu intervenieren und legal die syrische Armee in ihrem Kampf gegen die Terroristen in Syrien unterstützen, vor allem Al-Nusra und IS sowie einige andere angeschlossene Gruppen, hat sich die Waage gegen diese Terroristen geneigt, und die syrische Armee rückte in verschiedenen Gebieten Syriens vor.... Weil die Türken und ihre Verbündeten wie die Saudis und Kataris die meisten ihrer Karten auf den Schlachtfeldern Syriens verspielt haben, ist, speziell für Erdogan, Aleppo ihre letzte Karte. Das ist der Grund, warum sie zusammen mit den Saudis angestrengt daran arbeiteten, so viele Terroristen wie möglich – geschätzt sind es mehr als 5.000 - nach Aleppo zu schicken.> (Interview von Prensa Latina mit dem Präsidenten Syriens Baschar Al-Assad am 21.7.2016 - „Abgeschrieben“, junge Welt vom 25.7.2016)

US-Agenda unabhängig vom gewählten US-Präsidenten immer militaristisch

Zum Wahlprozess in den USA sagt der syrische Präsident: <Wir nahmen unsere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten 1974 wieder auf. Seither sind 42 Jahre vergangen. Wir erlebten viele amerikanische Präsidenten in verschiedenen Situationen, und die Lektion, die wir lernten, ist, niemand sollte auf irgendeinen amerikanischen Präsidenten wetten. Das ist das wichtigste. Insofern geht es nicht um Namen. Sie haben Institutionen, sie haben ihre eigene Agenda, und jeder Präsident muss diese Agenda auf seine eigene Weise umsetzen. Am Ende aber hat er diese Agenda umzusetzen.

Sie alle hatten eine militaristische Agenda, und der einzige Unterschied ist die Art und Weise ihrer Umsetzung. Der eine schickt seine Armee wie Bush und der andere schickt seine Söldner und Stellvertreter wie Obama, aber alle haben diese Agenda umzusetzen... Kein Präsident wird in naher Zukunft die US-Politik ernsthaft oder dramatisch verändern.> (Interview von Prensa Latina mit dem Präsidenten Syriens Baschar Al-Assad am 21.7.2016 - „Abgeschrieben“, junge Welt vom 25.7.2016)

Perfides Finten-Muster in US-Außenpolitik

Was den Angriff auf Kuwait 1990 durch den Irak unter Saddam Hussein angeht, wurde der Irak gezielt von der damaligen US-Regierung gelockt, um in Kuwait einzumarschieren. Die Intrige wurde nach einem ausgeklügelten US-Plan gezielt eingefädelt, um die späteren Bomben-Angriffe auf Bagdad und den Irak vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen und die lang und detailliert geplante US-Invasion des Irak in Gang zu setzen. Diese Perfidie ist aufzudecken, weil sich genau dieses perfide Finten-Muster wiederholt.

Mitmenschlichkeit und Normalität anstatt Bauer auf US-Schachbrett


Redaktionen werden Schauplatz für den verdeckten US-Krieg, der weiter auf Terror und Gewalt setzt. Die Verwüstung Syriens spricht für sich selbst, aber anscheinend ist die mörderische Vernichtung für Paul-Anton Krüger nicht genug, um seine Augen gegenüber dieser widerlichen Wirklichkeit zu öffnen, seine Mitmenschlichkeit tiefgreifend zu wecken und auf Normalität zu setzen. Er sollte es nicht nötig haben, länger als dummer nützlicher Bauer auf dem US-Schachbrett boshafter Expansion zur Verfügung zu stehen und dem weiteren straflosen Morden des Westens zu dienen.

Solange USA Pate des Terrors keine Kooperationsgrundlage mit USA

Diese Mahnung gilt auch für die Bundesregierung und für alle verantwortungsvollen deutschen Politiker. Um der Wahnwelt des Schreckens ein Ende zu setzen, muss zuerst die US-Regierung aufhören, als Pate des Terrors zu agieren. Bisher gibt es aus der US-Regierung bedauerlicherweise kein Signal von Vernunft, kein Signal der Rückkehr zur Normalität. Umso merkwürdiger und unglaublicher der Blödsinn, der im ARD/ZDF-Mittagsmagazin am 28.7.2016 um 13 Uhr zu hören war, die Bundeskanzlerin habe mit dem US-Präsidenten Barack Obama telefoniert, um eine noch engere Zusammenarbeit mit US-Geheimdiensten zu vereinbaren. Auf welchem Stern leben CDU-Regierungspolitiker und ihre Assistenten, um gerade denjenigen Dienste eines Landes, die hinter dem sichtbaren Horror in Syrien stehen und in Komplizenschaft mit Terroristen handeln, die Tür in Deutschland noch weiter zu öffnen? Diese verstärkte verhängnisvolle Kumpanei soll mehr Schutz für die Bevölkerung garantieren? Dieser Unfug, den uns Thomas Baumann im ARD/ZDF-Mittagsmagazin vom 28.7.2016 erzählte, wurde zwar in den Nachrichtensendungen ZDF-Heute und ARD-Tagesschau nicht wiederholt, aber der Humbug verlangt ein entschlossenes Dementi aus dem Bundeskanzleramt. Oder geht die Naivität und Dummheit in der Bundesregierung so weit, dass sogar ein Minimum an gesundem Menschenverstand einfach auf der Strecke bleibt?


Unter Bezugnahme auf:

Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 27.7.2016: Leitartikel „Krieg im Kopf“ von Paul-Anton Krüger
ARD-Fernsehen vom 28.7.2016: Mittagsmagazin (BR), Tagesschau (NDR),
ZDF-heute vom 28.7.2016


Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war jüngstes Mitglied im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.

Online-Flyer Nr. 573  vom 03.08.2016

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