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Aktueller Online-Flyer vom 20. Oktober 2017  

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Kultur und Wissen
Eine medienkritische Ausstellung in Nürnberg: "Im Osten nichts Neues"
Alte Feindbilder, moderne Propaganda
Von Sara Behr

Im Nürnberger Friedensmuseum ist derzeit eine Ausstellung zur Ukraineberichterstattung zu sehen. Kuratiert wurde sie von Gründerin und Leiterin des Instituts für Medienverantwortung Dr. Sabine Schiffer.


Fotos: Institut für Medienverantwortung

Die Ausstellung thematisiert die propagandistische Berichterstattung unserer Medien, die eigentlich als vierte Gewalt eine aufklärerische und informierende Funktion inne haben sollten. Doch uns Konsumenten wird stets eingebläut, dass nur die Anderen Propaganda machen. Manipulative und oft einseitige Beispielberichte aus Print-, TV- und Onlinemedien wurden zu verschiedenen Schwerpunkten im Ausstellungsraum des Museums zusammengestellt.

Besucher können erfahren, durch welche Techniken und Mittel Meinungen beeinflusst werden.
Zum Vergleich werden nicht nur einseitig berichtete Ausschnitte bekannter Zeitungen ausgestellt, sondern auch kritische, journalistisch gut recherchierte Artikel gezeigt. Eine Videoinstallation zeigt Fehler und einseitige Meinungsmache aus dem Fernsehen.


Schon in der ersten Woche kamen zahlreiche BesucherInnen

Klassische Beispiele der Meinungsbeeinflussung sind unterschiedliche Bezeichnungen für Regierungsoberhäupter. So wird Putin oft als „Kreml-Chef“ oder „Chef“ bezeichnet, wohingegen Obama meist schlicht als „Präsident“ betitelt wird. Solche Unterschiede schaffen unterschiedliche Eindrücke der genannten Personen.

Solche und weitere interessante Aspekte aus der medialen Welt spielten auch eine Rolle im Vortrag zum Thema Kriegsmarketing von Dr. Schiffer am 9.10.2015 um 19.30 Uhr.
Besuchen kann man die Ausstellung bis zum 16.03.2016 im ehrenamtlich geführten Verein Friedensmuseum e.V. in der Kaulbachstraße 2, 90408 Nürnberg.

Das Museum ist geöffnet montags 17 – 19 Uhr, mittwochs 15 – 17 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 15 – 17 Uhr. Nach Vereinbarung gibt es Sondertermine (Tel. +49 (0)911 3609577). (PK)

Weitere Informationen über das Institut und das Friedensmuseum finden Sie unter folgenden Links:

www.medienverantwortung.de
www.friedensmuseum.odn.de

 

 

 



Online-Flyer Nr. 536  vom 11.11.2015

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