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Aktueller Online-Flyer vom 16. Dezember 2017  

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Medien
Wie sich ARD und ZDF ihre Propagandawelt zurechtlügen
Gute Wahl, böse Wahl
Von Peter Kleinert

Im März und im Mai dieses Jahres haben die KollegInnen von "Propagandaschau" darüber berichtet, wie ARD und ZDF die Unabhängigkeitsreferenden auf der Krim und in der Ostukraine mit gezielter Propaganda delegitimieren wollten. Soldaten im Wahllokal, gläserne Wahlurnen und ungefaltete Wahlbögen wurden bei beiden Autoren zum Anlass genommen, die Legitimität dieser Wahlen in Bausch und Bogen in Abrede zu stellen.


Quelle: http://propagandaschau.wordpress.com


Tagesschau.de
: ” Die Wahllokale heute werden von Bewaffneten bewacht. Zwar gibt es Wahlkabinen, in denen der Stimmzettel geheim angekreuzt werden kann – die Wahlurne aber, in der der Zettel landet, ist durchsichtig.” (11.5.2014)
Stephan Stuchlik, ARD Tagesthemen: “Vor dem Fenster ziehen Panzer russischer Bauweise vorbei. So etwas dürfte es eigentlich bei einer Wahl nicht geben.” (17.3.2014) [Tatsächlich steht der Panzer irgendwo und Stuchlik fährt dran vorbei.] (myvideo)
Christiane Hoffmann, ZDF-Studio Moskau: “Von geheimer Wahl kann keine Rede sein. Die Wahlzettel ohne Umschläge für jedermann einsehbar. Auch von Druck auf die Wähler ist die Rede.” (17.3.2014) (myvideo)

Nun fand am Sonntag vergangener Woche in der Ukraine eine Parlamentswahl statt, die den Propagandisten von ARD und ZDF besser in den Kram passte, und schon war die massive Anwesenheit von Soldaten plötzlich genauso unproblematisch, wie die bekannten transparenten Wahlurnen und Wahlbögen ohne Umschläge, die wir von der Krim und dem Referendum der Separatisten in der Ostukraine kennen. Hierzu ebenfalls einige Zitate der Propagandaschau-Kollegen:
Frankfurter Rundschau: “Im Osten des Landes fand die vorgezogene Wahl am Sonntag unter dem Schutz der Armee statt. Soldaten mit Sturmgewehren und schusssicheren Westen sicherten dort die Wahllokale unter der gelbblauen Fahne der Ukraine.”

ARD
und ZDF zeigten am Sonntag vergangener Woche einen in Kampfmontur gekleideten Präsidenten und seine Söldner, wie sie in einem Wahllokal im Osten der Ukraine ihre Stimme abgaben. Dass die schwerbewaffneten Soldaten etwaige Janukowitsch-Anhänger oder andere Oppositionelle einschüchtern könnten, war diesmal kein Thema.
Genauso wenig, wie die bekannten transparenten Wahlurnen. Das ZDF, das noch vor Wochen den exakt gleichen Vorgang als Beweis für eine nicht geheime Wahl angeführt hatte, zeigte in der 19.00 Uhr heute-Sendung am Sonntag – völlig ohne Skandalisierung – wie die Frau des rechten Kandidaten Oleg Lyashko ihre ungefalteten Wahlbögen in die Urne einfädelte. Die Tagesschau sendete die gleichen Bilder und ähnliche gab es in weiteren Medien auch zu anderen Kandidaten.
 
Hier können Sie unter http://propagandaschau.wordpress.com/ weiterlesen
 
 Spiegel/dpa: “Russland testet sein Erstschlagarsenal”
 
Unter der Aufforderung "Propaganda melden!" kann man auf der Seite der "Propagandaschau" lesen: "Melde einen Fall von Propaganda, damit wir ihn hier veröffentlichen können!
Deutsche Medien sind weder unabhängig, noch objektiv. Sie betreiben auf unterschiedlich aggressive Art und Weise gezielte Meinungsmache.
Die Propagandaschau hat sich zum Ziel gesetzt, die eklatantesten Fälle von politischer Propaganda und Meinungsmanipulation zu dokumentieren, um Bürger zu sensibilisieren und auf die Massenmedien Druck auszuüben, damit diese objektiver und unabhängiger berichten.
Die Propagandaschau beschränkt sich deshalb auf die in den Kategorien aufgelisteten, am weitesten verbreiteten Medien. Wenn Du es für sinnvoll hältst, ein weiteres Medium in den Kategorien aufzulisten, sende uns eine kurze Begründung und ein Beispiel für dessen Propaganda.
Die Propagandaschau konzentriert sich auf die wesentlichen politischen Themen von allgemeinem Interesse und wird vornehmlich Fälle dokumentieren, in denen die Propaganda sich gegen die Fundamente unserer freiheitlichen, demokratischen, sozialen und friedlichen Grundordnung wendet.
 
Sende uns über die Kommentarfunktion unter diesem Artikel einen Link, einen Scan oder sonstigen Hinweis und die Erklärung, warum du den Artikel oder die Aussage innerhalb eines Artikels oder sonstigen journalistischen Beitrags für Propaganda hältst, die gegen die Grundwerte unserer Verfassung gerichtet ist.
Du musst keine valide Mailadresse oder Klarnamen angeben. Wir empfehlen generell die Verwendung von Anonymisierungstools wie TOR.
Wir empfehlen, den betreffenden Fall von Propaganda zunächst per Screenshot oder Video zu sichern und den Beweis bei einem Imagehoster oder youtube hochzuladen." (PK)
 
Die KollegInnen und Kollegen der Propagandaschau erreichen Sie unter anderem hier:
http://propagandaschau.wordpress.com/kampagne-gegen-propaganda/
http://propagandaschau.wordpress.com/propagandaschau-fragt-nach/
http://propagandaschau.wordpress.com/propagandamethoden/
 


Online-Flyer Nr. 483  vom 05.11.2014

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