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Aktueller Online-Flyer vom 24. Oktober 2017  

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Kultur und Wissen
Ein Dokumentarfilm über Menschen, die gegen den Faschismus gekämpft haben
NO PASARAN - Anfang September in Köln und Bonn
Von Peter Kleinert

Dokumentarfilmer Daniel Burkholz (50) lädt mit seiner vor acht Jahren gegründeten Produktionsfirma Roadside Dokumentarfilm zur NRW-Premiere seines neuen Films NO PASARAN für Anfang September nach Köln und Bonn ein. Der multinationale Dokumentarfilm, der in sechs europäischen Ländern spielt, erzählt die Geschichte der letzten ZeitzeugInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben.
 
Auf der Webseite http://www.roadside-dokumentarfilm.de stellt Daniel Burkholz seinen Film möglichen Interessenten vor: Im Zentrum stehen die Lebenswege und persönlichen Schicksale von Gerhard Hoffmann (Österreich), Rosario Sanchez Mora (Spanien), Herman Scheerboom (Niederlande), Kurt Julius Goldstein (Deutschland), der Brüder Joseph und Vincent Almudever (Frankreich) und von Giovanni Pesce und seiner Frau Onorina Brambilla Pesce (Italien). Als sie sich als Freiwillige gemeldet hatten, waren sie in der Mehrzahl noch Jugendliche. Keiner von ihnen hatte damit gerechnet, erst nach einer oft 10-jährigen Odyssee über die Schlachtfelder Europas und durch Konzentrations- oder Vernichtungslager nach Hause zurückzukehren.


Joseph Almudever aus Frankreich
Quelle: http://images.kino.de/
 
Die ZeitzeugInnen erzählen ohne Pathos, aber eindrucksvoll und bewegend, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Sie berichten aus der Perspektive von Menschen, die in den Strudel epochaler Ereignisse, für deren Anlässe und Bedingungen sie nicht verantwortlich waren, hineingezogen wurden. Keiner von ihnen hatte damit gerechnet, erst nach einer oft 10-jährigen Odyssee über die Schlachtfelder Europas und durch Konzentrations- oder
Vernichtungslager nach Hause zurückzukehren.
 
Im vergangenen Jahr hatte Burkholz als Autor, Regisseur und Produzent mit seinem Dokumentarfilm "Verboten Verfolgt Vergessen" einiges Aufsehen erregt, weil dieser den von der Bundesregierung unter Kanzler Konrad Adenauer schon 1950 geplanten Aufbau einer neuen Armee, die großen Proteste gegen dieses Vorhaben in der Bevölkerung und die Verfolgung des Widerstands gegen die Wiederaufrüstung zum Thema machte. In der NRhZ schrieb ich dazu: "Über dieses Kapitel deutscher Geschichte wurde bislang weitgehend der Mantel des Schweigens ausgebreitet."
 
Nach dem Start im ausverkauften Kino "Central" in Berlin am 5. Juli geht NO PASARAN zusammen mit dem Filmteam auf Tournée durch Deutschland und Österreich. Die Tournée startet am 1. September anlässlich des 75. Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs. Die NRW-Premiere findet am Sonntag, dem 7. September, um 11.30, im Kino Odeon, in Köln statt (Severinstr.81). Am Dienstag, dem 9. September, ab 20.00 Uhr, läuft NO PASARAN im Bonner "Kult 41", Hochstadenring 41.
 
Einen Trailer zu diesem Film finden Sie unter http://www.kino.de/kinofilm/no-pasaran/155398. (PK)
 


Online-Flyer Nr. 471  vom 13.08.2014

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