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Aktueller Online-Flyer vom 18. Dezember 2017  

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Medien
Deutsche Initiative für einen Publikumsrat ruft zur Unterstützung auf:
Europäische Bürgerinitiative für Medienpluralismus
Von Peter Kleinert

Die europaweite Bürgerinitiative für Medienvielfalt und Pressefreiheit wird auch von der deutschen Initiative für einen Publikumsrat für ARD, ZDF und Deutschlandradio unterstützt. Über 116.000 Personen haben die Petition der Bürgerinitiative bereits unterzeichnet. (1) Ziel der Europäischen Bürgerinitiative für Medienpluralismus ist, der EU-Kommission einen Gesetzgebungsentwurf für eine bessere Einhaltung der Medienpluralität und Pressefreiheit vorzulegen.
 

Dr. Sabine Schiffer
NRhZ-Archiv
Eine Europäische Bürgerinitiative ist ein neues Instrument des gesetzgebenden Verfahrens der EU und als solches im Vertrag von Lissabon verankert. Mit diesem demokratischen Instrument wäre es laut Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung und Dr. Christine Horz, Mitherausgeberin des Global Media Journal, möglich, einen gesetzgebenden Antrag der EU-Kommission direkt vorzulegen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bis zum 18. August 2014 mindestens in sieben EU Ländern insgesamt eine Million Unterschriften für die Initiative gesammelt werden. Das "#‎FreeMedia Race" soll die Europäische Bürgerinitiative für Medienpluralismus zum Erfolg führen. Hierzulande benötigt die Initiative noch mindestens 74.500 Stimmen.
 

Dr. Christine Horz
Quelle: http://www.uni-erfurt.de
"Die Initiatorinnen möchten eine Debatte anstoßen, wie und in welcher Form ein zu installierender Publikumsrat den längst überfälligen Dialog zwischen Publikum und Rundfunkanstalten konstruktiv gestalten könnte", so Dr. Sabine Schiffer und Dr. Christine Horz auf der Webseite der Initiative für den deutschen Publikumsrat. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass sich, verglichen mit den Gründungsjahren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die Erwartungen des Publikums in der "Mediengesellschaft“ stark gewandelt haben. Die vormals festgelegten Rollen von Konsumenten und Produzenten von Medieninhalten lösen sich, nicht zuletzt beschleunigt durch partizipative Medien im Netz, zunehmend auf. Gleichzeitig ist das Interesse der Bürger gestiegen, in sie direkt betreffende Entscheidungen einbezogen zu werden. Außerdem spiegelt sich der gesellschaftliche Pluralismus bisher nur unzureichend in den Programmen der Anstalten wider. Insgesamt plädieren wir dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland auf allen Ebenen partizipativer, vielfältiger und transparenter werden sollte.  Ein Publikumsrat kann dabei eine moderierende und informierende Position beziehen und den Dialog zwischen und mit den Institutionen und Zuschauern ermöglichen."
 
In Deutschland wird die Kampagne bereits unterstützt vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV), der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) in der Gewerkschaft ver.di, sowie dem Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung (n-ost). Weitere wichtige Informationen zum Publikumsrat finden Sie unter: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20139 (PK)
 
(1) Für Rückmeldungen zur Petition: Fon: 069 – 46997780, Mail: info@publikumsrat.de
 
Dr. Christine Horz promovierte zur Programmgestaltung von Migranten und Migrantinnen in Offenen Kanälen an der Universität Erfurt. Sie ist Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin und Mitherausgeberin des Global Media Journal, www.globalmediajournal.de.
 
Dr. Sabine Schiffer leitet das von ihr gegründete Institut für Medienverantwortung in Erlangen, das sich mit seinen Analysen und Debattenbeiträgen an Medienmachende und Mediennutzende gleichermaßen richtet. Kürzlich erschien ihr neuestes Buch mit dem Titel „Bildung und Medien“, www.generationmedien.de.
 


Online-Flyer Nr. 468  vom 23.07.2014

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