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Aktueller Online-Flyer vom 19. Mai 2019  

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Globales
Was wird aus dem JA zu 1507 in der EU und dem SVP-Volksentscheid?
Mach dir die Erde untertan!
Von Ken Jebsen

Mit genetisch veränderten Lebensmitteln ist es wie mit Radioaktivität. Die Natur wird sie nie wieder los. Strahlung und Genfood sind, erst einmal in die Umwelt ausgebracht, fester Bestandteil der gesamten Umwelt. Und zwar für immer. Was bedeutet das konkret? Dass jede Entscheidung, die WIR in der Gegenwart bezüglich der entsprechenden Technologie fällen, Konsequenzen für alle nachfolgenden Generationen haben wird? Ja. Ausnahmslos. Und diese Konsequenzen werden andauern, bis unser Sonnensystem in den Ruhestand geht. (1)

Genmanipulierter Mais – jetzt auch auf die Felder in der EU?
Quelle: WDR5
 
Können Menschen mit diesen Auswirkungen, die kosmische Dimensionen erreichen, überhaupt umgehen? Können sie die Risiken einschätzen? Kalkulieren? Das können sie nicht. Der Beweis für diese Behauptung ist schnell erbracht, wenn wir uns nur einmal ansehen, dass die „moderne“ Menschheit seit rund 60 Jahren Atomkraftwerke betreibt, ohne dass es ihr auch nur im Ansatz gelungen wäre, wenigstens ein einziges „sicheres“ Endlager für Atommüll auf diesem Planeten zu errichten. Was aber tut der Mensch ob dieses globalen Desasters? Gibt er diese Technologie auf, was nach den Gesetzen der Logik und unter der Annahme, der Mensch würde intelligent handeln, überfällig wäre?!
 
Nein. Im Gegenteil. Obwohl er nach wie vor keinen blassen Schimmer hat, wie er die strahlenden Zeitbomben entschärfen soll, hält die Krone der Schöpfung am Atomstrom fest. (2) Natürlich vor allem, weil AKWs das Militär mit den Stoffen versorgen, die man benötigt, um Atombomben bauen zu können. (3) Der erzeugte Strom ist lediglich das am Markt verkäufliche Abfallprodukt der Militärs. Aus den Augen, aus dem Sinn, ist in Sachen Atomtechnologie die vorherrschende Methode, um mit dem Problem des strahlenden Abfalls umzugehen.
 
Ähnlich handelt, wer sich in einem Flugzeug mit fast leerem Tank zu einem Rundflug über ein extrem dicht besiedeltes Gebiet begibt, in dem es weit und breit nicht einmal die Möglichkeit gibt, notzulanden. Die bevorstehende tödliche Bruchlandung wird ausblendet, und man lässt sich weiter vom Bordservice verwöhnen, während hinter einem immer mehr Maschinen mit nahezu aufgebrauchten Spritreserven auftauchen. Würde man beim Absturz nur alleine Hops gehen, wäre dieses Verhalten noch unter „durchgeknallt“ zu verbuchen. Leider aber wird man beim Absturz extrem viele Unschuldige mit in den Tod reißen und das Gebiet des Crashs lange unbewohnbar machen. DAS macht dieses Verhalten zu einem Verbrechen. Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
 
Verbrechen dieser Art gehören heute zum Alltag, auch oder gerade weil sie, als harmlose Entscheidungen verpackt, von „unseren“ Massenmedien als zu vernachlässigende Botschaften präsentiert werden. Bei genmanipulierten Nahrungsmitteln ist das auch der Fall. Während die sportinteressierte Welt sich auf Olympia konzentriert und der Westen auf Kinderschaukel macht, also immer hin und her schwingt zwischen pauschalem Russland-Bashing und der Freude über Gold für Deutschland, wurde in der EU das GO für genmanipulierten Mais durch gewinkt. (4) Die Sorte 1507 von Pioneer Dupont soll bald 0815 sein. Also überall auf diesem Kontinent zu finden. Das jedenfalls wird wohl schon übermorgen Realität sein, und Angela Merkel hat alles dafür getan, dass es so weit kommen konnte. Deutschland hat sich bei der Abstimmung in der EU bezüglich dieses Monsanto-Produktes enthalten. (5) Enthaltung bedeutet in diesem Fall aber: DEUTSCHLAND hat JA gesagt, denn wie eingangs erklärt, gibt es Technologien, bei denen es nicht möglich ist, die auftretenden Folgeschäden je wieder rückgängig zu machen.
 
Genmais, Genfood generell, hat Nebenwirkungen. Welche das sind, kann niemand mit Gewissheit sagen, nur soviel ist klar: Im Labor haben genetisch veränderte Lebensmittel verheerende Folgen. Es sei denn, man interpretiert Krebs als ein Geschäft, mit dem man mit Therapien viel Geld machen kann. (6) Dann ist auch jeder durch Genfood krank gewordene Europäer ein prima Geschäft. Krebs als Einkommensquelle. (7)
 
Man kann über das Produkt 1507 folgendes sagen: Erst einmal in der freien Wildbahn ausgebracht, hält es sich wie alle GMO´s nicht an Grenzen. Auch dem Mais 1507 ist es egal, in welchem EU-Land er erlaubt ist und in welchem verboten. Er wird sich mit dem Wind auf dem ganzen Kontinent verbreiten und so Tatsachen schaffen: Nämlich, dass es schon bald keine unmanipulierten Sorten mehr geben wird, denn genetisch modifiziertes Saatgut verseucht unwiderruflich seine Nachbarn. Eine Handvoll Multis verseucht den ganzen Planeten. Und wir sehen Fern. Sport. (8)
 
Um es noch einmal klipp und klar zu sagen: Rückgängig machen gibt es hier nicht. Was aber, wenn man schon in 25 Jahren diesen Schritt bereuen wird? Da es auch in der EU zu massiv auftretenden Folgeschäden kommt, die alle genetisch veränderten Nutzpflanzen zwangsläufig mit sich bringen, da sie auf hochgiftige Pestizide angewiesen sind, um tatsächlich, wenn auch nur kurz, für höhere Gewinnspannen zu sorgen. Da diese Pestizide auch dafür verantwortlich sind, dass die natürlichen Bestäuber, Bienen, langsam aber sicher aussterben, rechnet sich modifiziertes Saargut noch eher. (9)

Percy Schmeiser – Landwirt aus Kanada mit deutschen Wurzeln
Quelle: Dokumentarfilm von Bertram Verhaag
 
Gewinne werden privatisiert. Verluste verstaatlicht oder gar nicht erst anerkannt. Schäden, die durch gentechnisch veränderte Organismen erzeugt werden, gibt es schon heute. Nur: wer als Otto-Normal-Verbraucher hat die Mittel, gegen einen Agrar-Riesen zu klagen? Farmer wie Percy Schmeiser aus Kanada, der sich mit Monsanto angelegt hat, bleiben die ganz große Ausnahme. (10) Aber in solchen Fällen wird die Politik nicht dem Bürger beistehen, sondern die Achseln zucken. Pech gehabt. Und die verursachende Firma, im Fall Pioneer Dupont - Mais 1507 - wird NICHT haften. Auch Pioneer Dupont wird, wie schon Monsanto, wie eine systemrelevante Bank behandelt. Zu groß, um zu fallen. Die Politik wird diese Genterroristen vor Regress und damit einer Pleite schützen und tut das bereits in den USA.
 
Hier sitzen in den obersten Kontroll-Behörden für Nahrungsmittel vor allem von den Genfood-Konzernen „ausgeliehene“ Mitarbeiter. „Revolving Door“-Politik. Von der Spitze Monsantos an die Spitze der FDA. Michael Taylor! Ein Begriff? (11) Ihrer Lobby-Politik ist es zu verdanken, dass in den USA für Monsanto bereits ein Gesetz verabschiedet wurde, wonach der an der Börse notierte Konzern für verursachte Gesundheitsschäden NICHT aufzukommen hat. Produkthaftung, in den USA sonst ein Gesetz, das ganz weit oben angesiedelt ist, da es den Verbraucher schützt - für Monsanto gilt es NICHT. Warum nicht? Und mit welchen Schäden rechnet der Konzern? Warum hat er geistig manipulierte Monsanto-Mitarbeiter in die bereits überdüngte amerikanische Demokratie-Pflanze eingespeist?
 
Generell gilt: Nahrungsmittel werden nicht genetisch verändert, um sie zu verbessern, sondern um auf sie ein Patent anmelden zu können. Hier geht es um Urheberrechte auf Teile der Schöpfung, die der ganzen Menschheit gehören. Schon immer. Genetisch veränderte Lebensmittel sind wie die Musik einer Band, die bei der GEMA ist. Jede Radiostation, die einen Song der Band spielt, muss dafür bezahlen. Geht die Musik aber nicht On Air, muss auch niemand Geld an die GEMA abdrücken. Anders ist das bei Genfood. Erst einmal in der Umwelt freigesetzt, machen sich die Pflanzen auf den Weg rund um den Globus. Dann muss jeder an die „GEMA“ bezahlen. Jeder. Er bezahlt mit seiner Gesundheit. Schon übermorgen wird es nicht mehr möglich sein, NEIN DANKE zu sagen. Genfood ist vor allem eine Technologie, die ein Nahrungsmittelmonopol anstrebt. Weltweit. (12)
 
Dieses Monopol ist das mächtigste Tool auf diesem Planeten, denn essen muss jeder. Verkauft wird dieses Monopol unter dem Deckmantel des Umweltschutzes oder der Bekämpfung des Welthungers. Dabei ist gerade Genfood ohne bösartigste Pestizide gar kein „Geschäft“, und den Welthunger wird man mit Genfood auf gar keinen Fall los. Was man los werden will, sind die Hungernden an sich, indem man ihnen entweder erst GMO-Nahrung aufzwingt, was zum Verlust der heimischen Sorten führt, damit man anschließend das GMO-Saatgut gar nicht mehr liefert, oder aber, indem man über das Tool der Verschuldung die Kleinbauern weltweit in den Suizid treibt. (13)

BAYER-Chef Marijn Dekkers
Cartoon: Latuff
 
Die Königsdisziplin gentechnisch veränderter Lebensmittel ist das sogenannte Terminator-Saatgut. Dieses Saatgut ist die widernatürlichste Erfindung auf diesem Planeten, denn Terminator-Saatgut pflanzt sich nicht fort. Es wurde genetisch sterilisiert. (14) Nach der Ernte der ersten Generation ist die Pflanze tot. Ihr wurde „beigebracht“, sich nicht zu vermehren. Ergo müssen die Kleinbauern, die weltweit den größten Teil der Erzeugung von Nahrungsmitteln übernehmen, bei Pioneer Dupont, Monsanto, Cargill, BAYER etc. neues Saatgut einkaufen. Am besten auf Kredit. Hier lauert eine zusätzliche Gefahr. Die Schuldenfalle. Die dann gelegentlich im Suizid endet. (15) Der Konzern, der international die meisten Patente hält, heißt BAYER: 206 gegen z.B. 119 bei Monsanto, oder 179 bei Pioneer. (16)

Wegen der zunehmenden Resistenzen von Wildkräutern gegen einzelne Herbizide haben die Konzerne BAYER, MONSANTO und DuPont ihre Patente untereinander ausgetauscht, heißt es in einer Pressemitteilung der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) von Philipp Mimkes. Daher biete BAYER Saatgut an, das gegen das von MONSANTO entwickelte Herbizid Glyphosat tolerant ist. Umgekehrt setzen MONSANTO und DuPont die Glufosinat-Technik von BAYER ein.

Glufosinat gehört zu den rund 20 Pestiziden, die von der EU wegen ihrer hohen Gefahren für Landwirte und Verbraucher/innen aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Die Zulassung soll im Jahr 2017 auslaufen. Schon jetzt hat die EU Glufosinat als reproduktionstoxisch eingestuft und mit strikten Anwendungsbeschränkungen belegt. In Deutschland hat BAYER das Glufosinat-Produkt LIBERTY bereits 2011 freiwillig vom Markt genommen. In Nord- und Südamerika hingegen steigen die Verkaufszahlen von Glufosinat an. BAYER bietet das Herbizid dort in Kombination mit gentechnisch verändertem Saatgut an, darunter Raps, Zuckerrüben, Mais, Soja und Baumwolle. In der EU hat BAYER eine Importzulassung für glufosinat-resistenten Reis (Liberty Link Reis 62) beantragt. Eine ebenfalls von BAYER entwickelte Reis-Sorte, Liberty Link Reis 601, hatte im Jahr 2006 zur bislang größten Gentech-Kontamination weltweit geführt.

Glufosinat kann Missbildungen bei Föten verursachen, die Entwicklung des menschlichen Gehirns beeinträchtigen und Verhaltensstörungen hervorrufen. Dennoch wurde die Glufosinat-Resistenz von Mais 1507 keiner Sicherheitsüberprüfung unterzogen - angeblich weil die genetische Veränderung nur als „Marker-Gen“ diene und keine pflanzenbauliche Relevanz habe, so eine Pressemitteilung der CBG. Tatsächlich werde die Glufosinat-Toleranz von Mais 1507 in den USA jedoch seit Jahren offensiv vermarktet. Eine ähnliche Entwicklung droht nun in Europa. Jan Pehrke vom Vorstand der CBG: „Es ist vollkommen unverständlich, warum die EU eine Genpflanze mit einer eingebauten Resistenz gegen ein Pestizid zulassen will, das wegen seiner Gefährlichkeit bereits in drei Jahren vom Markt verschwinden soll.“

Stellt sich nur noch eine Frage. Wem gehört BAYER? (17) Oder ist es bei einer Firma, die ihre Aktien auf den internationalen Börsen anbietet, nicht egal, wo der Bürger die Konzern-Heimat vermutet? Die einzig wahre Heimat solcher Unternehmen sind Steueroasen.

Zurück zur perfiden Politik der Saatgut-Mafia: Fehlt einem „angefixten“ Bauern das Geld für neues Saatgut, etwa aufgrund von Missernten, die es trotz genetischer „Optimierung“ permanent gibt, hat der Farmer einfach Pech gehabt. Dann müssen er und die Bevölkerung, die er versorgt, eben hungern. Verhungern! - Verhungern ist Mittel, um die Massen in den „Dritte Welt“-Ländern, aber auch der aufsteigenden Nationen, klein zu halten und in naher Zukunft loszuwerden. WER überlebt, da er auch weiter mit Genfood versorgt wird, und wer verrecken muss, bestimmen zukünftig multinationale Konzerne wie Pioneer Dupont, die eben jetzt auch von der EU einen Generalschlüssel überreicht bekommen haben. Auch dank Mutti Merkel, die sich nicht „aufraffen“ konnte, NEIN zu sagen, als es darum ging, die Maissorte 1507 in der EU zu verbieten. Und das, obwohl 88% der Bürger GMO-Nahrung ablehnen. (18) Merke(l): Hier geht es um ein Exempel. Eine generelle Entscheidung. Wer das nicht erkennt, ist entweder RTL-lisiert, oder aber hat zu lange Zeit in den USA verbracht, wo es laut Gesetz verboten ist, GMO-Nahrung als solche zu kennzeichnen. Zudem wird auch im Falle Genmais 1507 diese modifizierte Pflanze vor allem angebaut, um später an Tiere verfüttert zu werden. Hier steckt also auch die Fleischindustrie hinter der Durchsetzung. Oder aber genmanipuliertes Saatgut verdrängt massiv natürliches Saatgut, da es nicht für den Teller, sondern für den Tank produziert wird. Lebensmittel für die Autolobby. (19) Die dunkle Seite des Biosprits ist, dass er Hungersnöte wahrscheinlicher macht. AUTO-matisch. (20)
 
Auto ist das Stichwort: Man stelle sich vor, in der BRD wäre es verboten, die Ergebnisse von PKW-Crashtests zu veröffentlichen. Die USA begründen dieses Verbot damit, es würde der heimischen Industrie schaden. Das ist richtig. Denn wenn der Bürger lesen kann, ob ein Nahrungsmittel der GMO-Gruppe angehört oder aber nicht, kann er sich gegen dieses Produkt entscheiden. Weil er keinen Bock auf ein erhöhtes Krebsrisiko hat. Diese Möglichkeit aber soll der Bürger gar nicht haben. Nicht in den USA, nicht in der EU, und überhaupt nirgends. Die Saatgut-Multis sind generell gegen eine GMO-Kennzeichnung. (21) Warum ist das so? Wovor haben diese Konzerne Angst? Welche Laborergebnisse halten sie zurück? Unlängst wurden die Prognosen für Krebs als Todesursache in der Zukunft veröffentlicht. (22) Sie sind rekordverdächtig hoch, aber sie haben natürlich nichts mit „Schlüsseltechnologien“ wie Atomkraft oder Genfood zu tun. Wir sind alle so unglaublich dumm, dass es weh tut, denn wir lassen uns auch jetzt die 1507-Entscheidung in der EU einfach so gefallen. Obwohl wir sie in ganz Europa mehrheitlich ablehnen. (23)
 
Wir können nicht auf die Straße gehen. Wie denn auch, Sotschi und die Berlinale verlangen nach unserer wechselnden Präsenz zwischen Fernseher und rotem Teppich. Um es unmissverständlich zu formulieren: Die große Mehrheit in der EU will keine GMO-Nahrung. Insgesamt 19 Staaten sprechen sich GEGEN dieses Menschenexperiment aus. (24) Aber das alles spricht die wenigen Befürworter, oder muss man sagen, Industrie-Lobbyisten in Politischen Ämtern, nicht an. Sie handeln gegen den Willen des Großteils der Europäischen Bevölkerung. Eine handvoll Vasallen gegen hunderte von Millionen Bürgern. Schon heute ist allein Pioneer Dupont in 120 Ländern mit seinem GMO-Experiment aktiv. Niemand aber möchte diese Produkte wirklich im eigenen Land haben. Wie geht das? Und: Ist DAS Demokratie?
 
Einmal auf den Feldern zugelassen, kann man diese Entscheidung so wenig revidieren wie den Entschluss, einen Koma-Patienten von seinem lebenserhaltenden Maschinenpark getrennt zu haben. Was wir mit dem JA zu 1507 in der EU also erleben, ist mehr als ein bewusstes in Kauf nehmen von Risiken, die existieren und bei weitem noch nicht zu Ende erforscht wurden. Es geht darum, die EU auch auf dem Gebiet der Nahrung von Multis abhängig zu machen, die überwiegend aus Übersee kommen. Wobei man sagen muss, dass diese Firmen sich längst als globale Kraken betätigen, und somit auch global Geld einsammeln. Somit auch in der BRD. US-Multis sind im Kern ein Sammelbecken für Superreiche aus aller Welt. 149 Firmen. Und 85 Personen. (25)
 
Ein solch kleiner Kreis steckt hinter TAFTA, dem Freihandelsabkommen, das die USA gern mit der EU abschließen möchten. Tafta ist ein weiterer Akt, den souveränen Nationalstaat zu kastrieren, damit er im Verbund mit anderen Ländern zukünftig von den Interessen privater Aktienunternehmen kontrolliert werden kann. (26) Die Menschen spüren diesen Verrat an der Demokratie, an der Herrschaft über das Volk durch das Volk, haben aber immer noch nicht verstanden, dass sogenannte Protestparteien ihnen nicht helfen können. Eine Partei ist die Grundlage, um den Hebel der Korruption überhaupt effektiv ansetzen zu können. Je erfolgreicher eine Partei wird, desto mehr verabschiedet sie sich von den einstigen Idealen, die überhaupt die Gründe ihrer Existenz waren. Grüne, SPD, CDU, CSU und FDP sind so verschieden wie die Auswahl von Mittelklassewagen in der Volkswagengruppe. Der Bürger aber will immer noch nicht wahr haben, dass die äußere Hülle nur Verpackung ist, die jeglicher Berechtigung entbehrt und nur zum Kauf anregen soll. Kauf heißt Akzeptanz.

SVP-Plakat gegen Einwanderer in die Schweiz
Quelle: SVP
 
Das NEIN zur ungezügelten Einwanderung in der Schweiz - die Befragung wurde auf den Weg gebracht von der rechtspopulistischen SVP - muss man als das erkennen, was es ist: ein Sonderangebot der SVP, das auch dem durch die EU-Mafia verunsicherten Schweizer Bürger suggerieren soll: WIR SIND ANDERS. Papperlapapp. Wir sind nur solange anders, solange wir UNTEN sind. „Kauf MICH, liebe Industrie“, steht auf jeder Stirn von Politikern aus Parteien, die mit als radikal geltenden Positionen versuchen, sich Marktanteile in der Politik zu verschaffen. Und die, die um ihre Anteile gebracht werden, kämpfen dagegen an. In Sachen SVP gibt es in der Schweiz erste Forderungen von der politischen Konkurrenz, die Abstimmung zu wiederholen. „Das Volk sei sich nicht der Konsequenzen bewusst gewesen.“ (27) All dieses „Demokratische Aufbäumen“ ist zum Scheitern verurteilt, denn es organisiert Macht auch weiter zentral, was Jahre in Anspruch nimmt, während die bestens verdrahteten Gegner aus der Industrie schon in der Gegenwart Tatsachen schaffen. Die Parteiendemokratie ist tot, denn sie kommt permanent zu spät. Gregor Gysi beispielweise ist ein fantastischer Redner, er hat in vielem, was er sagt, Recht. Doch das war es auch schon. Seine Macht, etwas zu verändern, ist in etwa so groß wie Justin Bibers Einfluss auf die NATO-Aktivitäten. Nicht vorhanden.
 
Und jetzt? Die EU-Bevölkerung wird sukzessive gegeneinander ausgespielt und aufgehetzt, während sie parallel von den wirtschaftlichen Eliten abgehört wird. (28) Dezentralisierung ist das Zauberwort. Ziviler Ungehorsam. Empörung. Wir müssen sie wieder erlernen. Und kollektiv unsere Stimme erheben. Lokal. (29) In vielen, sehr vielen überschaubaren regionalen Gruppe. Aber zusammen dennoch in der Masse. Viele Bewegungen, lose verknüpft, aber ohne konkreten Kopf. Nur so hat der Mensch überhaupt noch eine Chance, dass das, was mal als Freiheit des Individuums bezeichnet wurde, zu retten. Was wir alle zusammen überhaupt nicht haben, ist Zeit. Nur im kleinen Team haben wir eine Chance. (PK)
 
(1) http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/astronomie-wie-lange-scheint-die-sonne-noch/250754.html
(2) http://www.3sat.de/page/?source=/nano/natwiss/149389/index.html
(3) http://kenfm.de/blog/2013/11/13/kazuhiko-kobayashi
(4)http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/abstimmung-in-der-eu-merkel-macht-den-weg-fuer-gen-mais-frei/9463758.html
(5) http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/merkel-schwaecht-europaeische-abwehr-gegen-us-genmais-a-952625.html
(6) http://www.neopresse.com/umwelt/neue-gmo-studie-enthullt-schockierende-befunde-monsanto-zur-veroffentlichung-gezwungen/
(7) http://www.youtube.com/watch?v=Spg01INZ6cw
(8) http://www.youtube.com/watch?v=zNUcvgMrIBg
(9) http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=80427&key=standard_document_47982769
(10) http://www.youtube.com/watch?v=qE-VMfVG4e8
(11) http://www.naturalnews.com/037678_michael_taylor_monsanto_fda.html
(12) http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2104444
(13) http://www.youtube.com/watch?v=OuRxppqKQds
(14) http://umweltinstitut.org/gentechnik/kommerzieller-anbau/terminator_technologie-500.html
(15) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/indien-schuldenerlass-gegen-suizidwelle-1.264971
(16) http://www.cbgnetwork.de/5229.html
(17) http://www.welt.de/finanzen/article116059598/Deutsche-Unternehmen-in-auslaendischer-Hand.html
(18) http://www.taz.de/Kommentar-Genmais-Entscheidung/!132835/
(19) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/steigende-rohstoffpreise-teller-oder-tank-11852811.html
(20) http://germanwatch.org/klima/biosprit07.pdf
(21) http://www.spiegel.de/politik/ausland/gentechnik-usa-gegen-eu-kennzeichnungspflicht-a-255546.html
(22) http://www.srf.ch/gesundheit/koerper/krebszahlen-steigen-rasant-an
(23) http://www.sdullecksihre.de/privat/Genfood.html
(24) http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/genmais-1507-steht-nach-abstimmung-vor-zulassung-in-der-eu-a-952781.html
(25) http://www.welt.de/wirtschaft/article13680359/Diese-Firmen-bestimmen-Schicksal-der-Weltwirtschaft.html
http://www.t-online.de/wirtschaft/id_67509682/oxfam-klagt-an-85-so-reich-wie-haelfte-der-weltbevoelkerung.html
(26) http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/11/08.mondeText1.artikel,a0003.idx,0
(27) http://www.blick.ch/news/politik/sp-rechsteiner-fordert-wiederholung-der-abstimmung-id2668331.html
(28) http://www.freitag.de/autoren/menschenzeitung/nsa-bnd-2013-werkzeug-wirtschaftlicher-eliten
(29) http://www.youtube.com/watch?v=2NZq4WU4Rrc
 
 
Ken Jebsen (* 29. September 1966 als Moustafa Kashefi) war von 2001 bis 2011 deutsch-iranischer Fernseh- und Radiomoderator. Seit 2011 ist er freischaffender Journalist, nachdem ihm vom RBB gekündigt wurde, der ihm verschwörungstheoretische und antisemitische Positionen vorgeworfen hatte.

Die Informationen über den BAYER-Konzern haben wir von Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren erhalten.
 


Online-Flyer Nr. 446  vom 19.02.2014

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