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Aktueller Online-Flyer vom 21. Oktober 2017  

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Streifzug durch die Kölner Innenstadt
Weihnachtszeit ist Kriegs- und Krippenzeit
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Im Verbund mit dem US-Imperialismus beteiligt sich Deutschland an groß angelegten Verbrechen. Dazu gehören die Kriege gegen Syrien und Afghanistan. So werden Menschen zur Flucht getrieben. Für sie gibt es am Kölner Hauptbahnhof eine Krippe. „In der Radstation Köln ist eine Herberge für Einreisende aus Osteuropa, Syrien und Afghanistan nachgebaut... Diese Krippe symbolisiert die Herbergssuche von Maria und Josef vor der Geburt Jesu.“ Sie ist „von jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion aufgebaut.“ So heißt es vonseiten des Betreibers der Radstation, "IN VIA – Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit". Die Krippe ist Station Nr. 5 innerhalb des 18. von der Agentur "Rheinstil – Büro für Kultur- und Eventmanagement" organisierten Kölner Krippenweges.


Weihnachtsmarkt auf dem Kölner Roncalliplatz
alle Fotos: Klaus Franke (arbeiterfotografie.com)


Kölner Hauptbahnhof


Radstation am Kölner Hauptbahnhof


Kölner Hauptbahnhof


Krippe in der Radstation am Kölner Hauptbahnhof


Weihnachtsmarkt auf dem Kölner Roncalliplatz


Krippe in der Radstation am Kölner Hauptbahnhof


Weihnachtsmarkt auf dem Kölner Roncalliplatz


Krippe in der Radstation am Kölner Hauptbahnhof


Kölner Hauptbahnhof


Krippe in der Radstation am Kölner Hauptbahnhof


Weihnachtsmarkt auf dem Kölner Roncalliplatz


Krippe in der Radstation am Kölner Hauptbahnhof


Krippe im Brunnen auf dem Roncalliplatz, eine weitere der 111 Krippen des 18. Kölner Krippenwegs


Auf der website zum 18. Kölner Krippenweg ist das Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Köln, Jürgen Roters, zum 17. Kölner Krippenweg zu finden. Es beginnt mit den Worten: „Sehr geehrte Damen und Herren, die Weihnachtskrippe erinnert an das Weihnachtsgeschehen, an die frohe Botschaft von Christi Geburt, an die Menschwerdung Gottes.“ Und dann geht es in seinem Text unter Bezugnahme auf einen Ort, der vom Apartheidstaat Israel durch eine acht Meter hohe Betonmauer umgeben wurde, wie folgt weiter: „In Bethlehem, in der Krippe eines Stalls, im Kleinen und Unscheinbaren also, ist vor über 2.000 Jahren etwas passiert, das die ganze Welt, die Menschheit und unser Zusammenleben stark beeinflusst hat. Dabei geht es um das menschliche und helfende Miteinander, um Freude und Frieden in unserer oft zerstrittenen und interessenorientierten Welt – im Großen wie im Kleinen. Der französische Theaterdichter Moliére hat einmal gesagt, dass wir nicht nur verantwortlich sind für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun...“

Damit hat der Oberbürgermeister sicherlich Recht. Wenn wir nicht Widerstand leisten, sind wir mitverantwortlich für die von Deutschland in Tateinheit mit dem US-Imperialismus begangenen Kapital-Verbrechen. Joachim Kardinal Meisner hat hinsichtlich der rassistischen Apartheidmauer in Palästina ein Beispiel gegeben, indem er sagte: „Ich kann da gar nicht hinschauen... Ich dachte nicht, dass ich in meinem Leben noch mal so eine Mauer sehe. So sperrt man Tiere ein, aber nicht Menschen. Diese Mauer wird fallen wie die Berliner Mauer auch.“ (PK)

Online-Flyer Nr. 436  vom 11.12.2013

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