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Aktueller Online-Flyer vom 20. Oktober 2017  

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Filmclips
Die Annexion Österreichs
Von Peter Kleinert und Karlheinz Deschner



Anläßlich der aktuellen Neuauflage von Karlheinz Deschners grandiosem Buch "Die Politik der Päpste" stellen wir unseren Lesern Teile einer Fernseh-Essay-Serie vor, die wir Anfang der 90er Jahre mit dem inzwischen 89 Jahre alten Autor und den KollegInnen unseres Kölner KAOS Film- und Video Teams für den Sender KANAL 4 produziert hatten.

Deschner, „der Voltaire unserer Tage“, verfolgt in diesem voluminösen und gut belegten Werk den Weg des Papsttums von dessen tiefster Krise im 19. Jahrhundert bis zu seinem Wiedererstarken im Zeitalter der Weltkriege – von Pius IX., dem Verkünder päpstlicher Unfehlbarkeit, über Leo XIII. und Pius X. zu Benedikt XV., dem kurialen Kriegsgewinnler. Dessen einflussreicher Nachfolger Pius XI. förderte Mussolini, Hitler, Franco, und Pius XII. setzte diesen pro-faschistischen und antikommunistischen Kurs fort, während er zur Verfolgung und Vernichtung der Juden fast ausnahmslos schwieg und die Ermordung orthodoxer Serben durch die katholische Ustascha in Kroatien widerspruchlos duldete.

Deschner weist nach, dass die "Stellvertreter Gottes" auch in dieser Epoche – mal mehr, mal weniger – auf der Seite jener Mächtigen standen, von denen sie Unterstützung ihrer imperialen Politik erhofften.

Für die Neuausgabe des Buches hat Karlheinz Deschner den Text durchgesehen, etliche Angaben aktualisiert und ein kurzes Vorwort geschrieben. Im Vergleich zur zweibändigen Originalausgabe hat das Buch nun eine durchgehende Seitenzählung und fortlaufend nummerierte Anmerkungen. Inhaltsverzeichnis und Register der bisherigen Teile I und II wurden ebenfalls zusammengefasst. Eine Liste der verwendeten Literatur wurde ergänzt.

Prof. Dr. Hubert Mohr, Mediävist und Kirchenhistoriker, schreibt dazu: Es ist das Beste und Umfassendste, was bisher über dieses Thema geschrieben wurde... Mich beeindruckt nicht nur der großartige Stil, sondern auch die Akribie der Dokumentation. Dadurch wird das Buch solide und glaubwürdig. Niemand kann von ‘unbewiesenen Behauptungen’ sprechen. Kein Historiker, Publizist oder wer immer über dieses Thema schreiben will, wird künftig an diesem Werk vorbeigehen können. Es bleibt das Standardwerk."

Die Annexion Österreichs


In Folge IX beschreibt Deschner die Annexion Österreichs, wo schon im 19. Jahrhundert ein christlicher Antisemitismus florierte, "der den jungen Hitler entscheidend prägte und direkt zum Nazismus führte". Ein Jahr vor dem Putschversuch der österreichischen Nazis von 1934 hatte der Linzer Bischof Gföllner in einem Hirtenbrief gegen "das entartete Judentum" gehetzt und seinen "überaus schädlichen Einfluß" beklagt.

Dem während des Putsches erschossenen Kanzler Dollfuß folgte der Jesuitenzögling Schuschnigg, der ein gemäßigt klerikal-faschistisches Regime anstrebte. Das reichte Hitler nicht, und so überschritten seine Truppen am 12. März 1938 die Grenze - begrüßt vom Läuten der Kirchenglocken - auf Anweisung des Wiener Kardinals Theodor Innitzer. Nach einem Vatikan-Besuch ließ Innitzer deutsche Fahnen an den Kirchen aushängen und betrat zur Volksabstimmung für den Anschluß ein Wahllokal mit "deutschem Gruß". Deschner: "Und alsbald begann in Österreich eine Orgie des Sadismus, eine hundsföttische Behandlung der Juden, die man auf Knien Straßenrinnsale, Klosetts der SA und SS reinigen ließ, die man zu Tausenden in die Gefängnisse steckte."

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Online-Flyer Nr. 442  vom 20. Oktober 2017



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