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Aktueller Online-Flyer vom 19. Oktober 2017  

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Wort am Sonntag / Folge 5: Das Konkordat
Von Peter Kleinert und Karlheinz Deschner



Wort am Sonntag, Filmstill, Folge 5Anläßlich der aktuellen Neuauflage von Karlheinz Deschners grandiosem Buch "Die Politik der Päpste" stellen wir unseren Lesern Teile einer Fernseh-Essay-Serie vor, die wir Anfang der 90er Jahre mit dem inzwischen 90 Jahre alten Autor und den KollegInnen unseres Kölner KAOS Film- und Video Teams für den Sender KANAL 4 produziert hatten.

Deschner, „der Voltaire unserer Tage“, verfolgt in diesem voluminösen und gut belegten Werk den Weg des Papsttums von dessen tiefster Krise im 19. Jahrhundert bis zu seinem Wiedererstarken im Zeitalter der Weltkriege – von Pius IX., dem Verkünder päpstlicher Unfehlbarkeit, über Leo XIII. und Pius X. zu Benedikt XV., dem kurialen Kriegsgewinnler. Dessen einflussreicher Nachfolger Pius XI. förderte Mussolini, Hitler, Franco, und Pius XII. setzte diesen pro-faschistischen und antikommunistischen Kurs fort, während er zur Verfolgung und Vernichtung der Juden fast ausnahmslos schwieg und die Ermordung orthodoxer Serben durch die katholische Ustascha in Kroatien widerspruchlos duldete.


Deschner weist nach, dass die "Stellvertreter Gottes" auch in dieser Epoche – mal mehr, mal weniger – auf der Seite jener Mächtigen standen, von denen sie Unterstützung ihrer imperialen Politik erhofften.

Für die Neuausgabe des Buches hat Karlheinz Deschner den Text noch einmal durchgesehen, etliche Angaben aktualisiert und ein kurzes Vorwort geschrieben. Im Vergleich zur zweibändigen Originalausgabe hat das Buch nun eine durchgehende Seitenzählung und fortlaufend nummerierte Anmerkungen. Inhaltsverzeichnis und Register der bisherigen Teile I und II wurden ebenfalls zusammengefasst. Eine Liste der verwendeten Literatur wurde ergänzt.

Prof. Dr. Hubert Mohr, Mediävist und Kirchenhistoriker, schreibt dazu: Es ist das Beste und Umfassendste, was bisher über dieses Thema geschrieben wurde... Mich beeindruckt nicht nur der großartige Stil, sondern auch die Akribie der Dokumentation. Dadurch wird das Buch solide und glaubwürdig. Niemand kann von ‘unbewiesenen Behauptungen’ sprechen. Kein Historiker, Publizist oder wer immer über dieses Thema schreiben will, wird künftig an diesem Werk vorbeigehen können. Es bleibt das Standardwerk.“

Das Konkordat


In der fünften Folge berichtet Deschner, daß Pius XI. Franz von Papen, Hitlers Stellvertreter, und Hermann Göring mit großen Ehren empfängt, obwohl dieser öffentlich mit der "Nacht der langen Messer" gedroht hatte. Der Besuch bereitet das Konkordat vor, das im Juli 1933 abgeschlossen wird, Hitler vor aller Welt legitimiert und die Ära des Faschismus bis heute überdauert hat.

Die Bischöfe folgen dem Beispiel Roms: Graf von Galen sieht Hitler "erleuchtet und gestärkt" durch die "liebevolle Führung" Gottes selbst. Kardinal Faulhaber spricht es "aufrichtig aus der Seele: Gott erhalte unserem Volk unseren Reichskanzler." Und Adenauer zählt in einem Brief an Hitlers Innenminister seine Verdienste um die Nazipartei auf, die er "immer durchaus korrekt behandelt" habe, "wiederholt im Gegensatz zu den damaligen ministeriellen Anweisungen".

Brief von E.S. aus Kuppenheim: Diese Sendung war für mich äußerst interessant, da ich mich mit der Zeitgeschichte befasse. Leider hatte ich keine Videocassette zur Hand. Ich bin aber an den inhaltlichen Aussagen sehr interessiert. Ich bitte daher um Mitteilung, wie ich zum Text dieser Sendung "Das Konkordat" komme. Ich bevorzuge besonders Ihre Sendungen und hoffe daher auch, daß Sie mir weiter helfen können.

Brief von W.H., Homberg/Ohm: Vielen Dank für die Porträts dieser hervorragenden Männer der Kirche in schwerster Zeit für die Welt und Deutschland. Dazu hat Herr Deschner Zitate aneinandergereiht, die die Kirche der Welt und in Deutschland verleumden. Mit abgründigem Hass zitiert. In meiner Jugend sangen wir ein Lied:"Christus führt zu Siegen seiner Kirche Scharen, geht auch der Weg durch Lüge und List, wissen wir, daß der Sieg uns beschieden ist." Von der Redaktion des "Stürmer" hätte dieser Herr bestimmt eine Gage erhalten.


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Online-Flyer Nr. 438  vom 19. Oktober 2017



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