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Aktueller Online-Flyer vom 20. Oktober 2017  

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Neun Jahre APO, neun Jahre Montagsdemo – nicht nur in Köln
Die Zeit ist reif für Widerstand
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Ich bin ein Mädchen aus Piräus und hab keinen Job, keine Wohnung und kein Geld.... Hier kämpfen wir für unsre Zukunft in Würde und ohne Finanz-Markt-Mafia“... „Ein Schiff wird kommen“, der Ohrwurm von Nana Mouskouri, klingt an gegen das Abendläuten des Kölner Domes. Seit nunmehr 9 Jahren stehen bei Wind und Wetter die MontagsaktivistInnen bei Sonne, Regen und Schnee auf der zugigen Domplatte, um den Passanten und sich selbst klarzumachen, dass die Politik der Sozialeinschnitte keine Zukunft hat: „Der Tag wird kommen, wir können Euch versprechen, Eure Macht zu brechen. Das werdet Ihr bald sehn.“


alle Fotos: arbeiterfotografie.com











































Gesungen wird und – soweit der Sirtaki-Rhythmus es zulässt – wird geschunkelt zu Gitarrenklängen und Gesang. Die Textvorlage liefern die inzwischen zur Berühmtheit gelangten Kölner Pappnasen, hervorgegangen aus der attac-Gruppe G8-Pappnasen. Wie immer zu festlichen Gelegenheiten wird angestoßen und geknabbert. Zur Krönung gibt es das inzwischen bekannte, knifflige und originelle Montagsdemo-Quiz. Ein paar Beispiele folgen.

Frage Nr. 1: „Wir leben im coolsten Land der Welt“ meinte
a) der erste Einsiedler in der Antarktis, Sir Peter Morron
b) der Häuptling "Hot Tiger" des Irokesen-Stammes Mohawk
c) der deutsche Außenminister Guido Westerwelle.

Frage Nr. 6 lautet: Um die Hartz-IV-Reform beneidet Deutschland die ganze Welt. Aus diesem Grund wurden
a) von der Leyen, Clement und Schröder für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen
b) interessiert sich Hollywood für das Serial "Glückliche Armut im gesegneten Land"
c) wird über die Umsetzung der Hartz-IV-Reform sogar erfolgreich mit Palästina verhandelt.

Wer die Lösungen zu wissen glaubt: ankreuzen, zur nächsten Montagsdemo vorbeikommen (jeden Montag, 18 Uhr vor dem Domforum), mitmachen, mitsingen, mitreden, mitgestalten... In einem Jahr gibt es dann das große Jubiläum – auch wenn wider Erwarten die politische Wende – der bundesrepublikanische Frühling – eingetreten sein sollte.

Der GRÜNE "Frühling der Erneuerung"

Unter „Frühling der Erneuerung“ versteht die Spitzenkandidatin der GRÜNEN Partei, Frau Göring-Eckardt, allerdings das glatte Gegenteil, nämlich die unter der rot-grünen Regierung eingeführten Strangulationstechniken des Sozialraubs. Außerdem ist die Umweltpartei bekannt für begeistertes Kriegsgeschrei. Sollte dabei DU-Munition (!) zum Einsatz kommen (Depleated Uranium, ein atomar wirksames Uranprodukt, das auf unabsehbare Zeit für gentechnische Missbildungen bei Mensch, Tier und Pflanzenwelt verantwortlich ist), macht sich die "Umwelt"-Partei da keinen Kopp. Die einen lieben das DU, die anderen das WIR. Doch Vorsicht, dies könnte (k)eine Wahlempfehlung sein. Und Vorsicht! Vorsicht! Äußerste Vorsicht! Von rechts bis links darf alles versprochen und muss nichts gehalten werden. Das Parlament ist voller Querfront-Klüngelei. Außerparlamentarische Opposition bleibt daher unverzichtbar. Deshalb Gratulation dem Durchhaltevermögen der MontagsdemonstrantInnen... (PK)

Online-Flyer Nr. 424  vom 18.09.2013

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